Medizin: Der Moloch wächst und wächst und wächst….

(von Dr. Marcus FRANZ) Die öffentliche medizinische Versorgung wird aus Kostengründen stückweise rationiert und immer mehr unter die Hoheit der Politiker und Verwalter gestellt. Vor allem Letztere wollen nur eines: Bei der Medizin sparen und die Verwaltung ausdehnen. Wo früher Ärzte versucht haben, sinnvolle medizinische Organisation und patientennahe Versorgung zu betreiben, regieren jetzt die wuchernde Bürokratie und der Rotstift der Kostenrechner. Natürlich gibt das kein politisch Verantwortlicher jemals zu, denn überall steht ja angeblich der Patient im Mittelpunkt. Und für den wird politisch alles getan – auf jeden Fall in der Bürokratie.

Die angestellten Ärzte müssen aus naheliegenden Gründen dazu schweigen, wenn die Verwaltungen stetig mächtiger werden, die Ressourcen in Dokumentation, EDV und Stabsstellen wandern und die Ärzte selbst immer mehr bürokratische Aufgaben erledigen müssen. Und wenn sie nicht schweigen, haben sie das Lied desjenigen zu singen, dessen Brot sie essen. Ansonsten war’s das mit der Spitalskarriere.

In der Öffentlichkeit fällt die Reduktion der medizinischen Versorgung zugunsten einer fortwährenden Aufblähung des Verwaltungsapparates zunächst noch wenig auf: Die Patienten sind froh, wenn sie nach elenden Wartezeiten endlich doch noch versorgt werden. Bei den Medien gibt es zuwenig Journalisten, die sich im Gesundheitswesen wirklich gut auskennen und die Zeichen der Degeneration richtig deuten können. Und es gibt seitens der definitiv Verantwortlichen für die Verschleierung der verwalterischen Sparwut, die immer nur die Medizin betrifft, jede Menge phraseologischer Nebelgranaten. Dasselbe gilt für die gleichzeitig immer zunehmende Bürokratie: Die lässt sich stets gut argumentieren.

Den Managern, Verwaltern, Stadt- und Landesräten sowie den sonstigen bürokratisch und politisch ausgerichteten Führungskräften stehen verschiedene Verkaufstechniken für die Lobpreisung dieser für die Patienten nachteiligen Veränderung zur Verfügung. Das Volk, das ja in den Augen der Obrigkeit stets nur ein tumbes ist, soll tunlichst nicht merken, wenn die medizinische Versorgung downgegradet und die Kontrollapparate hochgefahren werden.

Also hat man für Einsparungen und verwaltungstechnische Restrukturierungen aller Art diverse Decknamen und Euphemismen erfunden: Die Begriffe Effizienzsteigerung, Kostendämpfung, Qualitätssicherung, Controlling, Arbeitszeitflexibilisierung, bedarfsorientierte Personalplanung, Optimierungsprozess, Evaluation, Assessment und ähnliches anderes professionell klingendes BlaBla findet man heute in jedem x-beliebigen Papier, in dem es um Verwaltung, Kosten und Effizienz im Gesundheitswesen geht.

Freilich: Gegen die sinnvolle und verantwortungsbewusste Verwendung der naturgemäß immer begrenzten Mittel ist nichts einzuwenden und ein gutes Management ist zweifellos vonnöten. Es ist sogar die Pflicht von uns allen, gerade in der Medizin sorgsam mit den Ressourcen umzugehen und alle medizinischen Handlungen auf Kosten und Nutzen zu überprüfen.

Rechtfertigt diese Gegebenheit aber die Tatsache, dass die Strukturierung der medizinischen Versorgung sukzessive von Nicht-Medizinern übernommen wird und dass die systemerhaltenden und maßgeblichen Spezialisten der Medizin (und das sind nun einmal die Ärzte) immer mehr an den Rand gedrängt werden? Dort sollen sie zwar weiterarbeiten, in immer kürzeren Zeiträumen immer mehr erledigen und natürlich vor allem die direkte Verantwortung für die Medizin tragen. Aber sie sollen bitte ja nicht mehr federführend und organisierend ins System eingreifen. Ist das klug? Wird das System dadurch günstiger? Und: Nützt das den Patienten?

Die Antwort ist ein ganz klares Nein. Wenn die Politik und die von ihr eingesetzten Verwalter die Ärzte nur noch als Kostentreiber sehen, die man kontrollieren und einschränken muss und die man auf keinen Fall mehr mitreden lassen darf, dann wird die Versorgung definitiv schlechter werden und das System wird vor allem im stationären Bereich paradoxerweise auch teurer.

Dafür gibt es wissenschaftliche Belege: http://www.aerztekammer.at/nft-datenundzahlen/-/asset_publisher/veJ7/content/id/5240114

Klares Ergebnis dieser internationalen Studien: Den besten Outcome haben diejenigen Krankenhäuser, deren oberster Chef ein Arzt ist – und nicht ein Bürokrat. In Österreich haben wir die absurde Situation, dass nur in ganz wenigen Spitälern leitende Ärzte auch als Geschäftsführer tätig sind. Der politisch opportune und medizinisch kaum ausgebildete Verwalter ist in den Chef-Etagen wesentlich häufiger zu finden als ein erfahrener Arzt mit ökonomischem Wissen (obwohl es heute genug solche Ärzte gibt).

Zusätzlich finden wir in unseren Krankenhäusern noch das unselige Konstrukt der sogenannten Kollegialen Führung vor: Das ist ein Trio aus Arzt, Pflege und Verwaltung, die laut Gesetz gleichberechtigt die Entscheidungen treffen sollen. Dass das nicht funktioniert und fast immer zugunsten der Verwaltung ausgeht, ist nach dem oben Gesagten klar. Die Selbstlähmung der kränkelnden medizinischen Institutionen namens Spitäler, deren Heilung offenbar nur im weiteren Ausbau der Verwaltung besteht, schreitet damit munter fort.

Fazit: Der Wasserkopf Verwaltung und die Entmachtung der medizinischen Berufe (auch der Pflege wird natürlich dauernd am Zeug geflickt) führen zu einer kontinuierlichen Verschlechterung der Gesamtsituation.

Ich erspare dem Leser Zahlen- und Datenmaterial, das ist alles im Internet zu finden. Lieber rate ich jedem an der Gesundheitsversorgung Interessierten, einmal “off the records” mit Spitalsärzten oder Pflegekräften zu reden, wie diese die Zukunft der überverwalteten und in bürokratischen Exzessen erstickenden öffentlichen Krankenhäuser sehen.

30 comments

  1. Alfred Reisenberger

    Na, dann nur nicht krank werden. Eines würde mich noch interessieren, Herr Dr. Franz. Sind Sie wenigstens Mediziner?

  2. Fragolin

    Man kann es aber auch andersherum auslegen:
    In keiner Spedition käme jemand auf die Idee, der Geschäftsführer müsse zwingend ein LKW-Fahrer sein. Oder er müsse, wenn schon “nur” Verwalter, mit einem Brummi und einen Disponenten im Triumvirat entscheiden. Nirgends besteht der Zwang, dass der GF eines Unternehmens gleichzeitig Spezialist dieses Unternehmens ist; man kann eine Bahngesellschaft führen ohne Lokführer zu sein oder einen Produktionsbetrieb, ohne jemals eine Maschine bedient zu haben.
    Also wo ist das Problem? Liegt es nicht eher in der Macht- und Nutzenverteilung von Institutionen, in denen das Geld anderer Leute verbraten wird? Denn die von mir erwähnten Unternehmen sind privatwirtschaftlich organisiert, und da, oh Wunder, funktioniert die Gewaltenteilung sehr gut (zumindest bis sich die vom Geld anderer Leute Gemästeten einklinken, dann heißt es: “Na, Servus!”) und nicht automatisch zum Nachteil des Kunden.
    Denn solange Verwaltung nicht zum fremdfinanzierten Selbstzweck vergammelt, wie es im öffentlichen, staatlichen und halbstaatlichen Bereich immer wieder vorkommt, wird selbst die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems effizient durchgezogen und nicht zur Beschäftigungstherapie ganzer Legionen Freunderl, Verwandter und Dankbarkeitsberechtigter aufgebläht. Und es erfüllt den Zweck, innerbetriebliche Prozesse im Sinne der Qualität des Outputs an den Kunden zu verbessern und zu vereinfachen und nicht, möglichst aufgeblasen und wichtig zu sein und ganz tolle Dokumente zum Abheften zu produzieren.
    Als jemand, der sich mit Prozessanalyse und Implementierung von Managementsystemen in der Privatwirtschaft beschäftigt, kann ich oft nur den Kopf schütteln über das Verwaltungsunwesen in den nicht privaten Bereichen…

  3. Reini

    … wenn man bedenkt das von 100 Patienten (inkl. Familie) nur 60 einzahlen kann das System nicht überleben!!!

  4. Selbstdenker

    “Die öffentliche medizinische Versorgung wird aus Kostengründen stückweise rationiert und immer mehr unter die Hoheit der Politiker und Verwalter gestellt.”

    Überall das gleiche Bild.

    Der Politik gehört der Krieg erklärt!

  5. Selbstdenker

    Vor einiger Zeit habe ich geschrieben, dass der Dehumanisierungs-Prozess in mehreren Teilschritten erfolgt:
    1) Es beginnt mit dem bargeldlosen Schwundgeld
    2) Es erodieren der Rechtsstaat und die Moral
    3) Es folgen Enteignung, Versklavung und selektive Vernichtung

    Nachdem jeder, der nicht von der Opt-In “Möglichkeit” der vorgegebenen Meinung Gebrauch macht, automatisch ein Nazi ist und “Nazis” bekannter Weise keine Menschen sind und so keine Menschenrechte haben können, schwingt sich die Politik (wieder) zum ultimativen Bestimmer über Leben und Tod auf.

    Wetten, WETTEN, dass die Medizin hier künftig eine entscheidende Rolle spielen wird?

  6. Fragolin

    @Selbstdenker
    Aufwachen, die Politik hat ihn uns schon lange erklärt!

  7. Fragolin

    @Selbstdenker
    Natürlich benötigen wir medizinische Hilfe, denn jeder, der zum Beispiel den Islam als politische Ideologie ablehnt, gilt ja inzwischen unwidersprochen und ungestraft geäußert als “islamophob”. Da eine Phobie eine krankhafte Angst, also mithin eine Form der Geisteskrankheit ist, werden Kritiker also in guter alter Stasi-Tradition einfach zu Geisteskranken erklärt und damit aus jeder Diskussion genommen, denn mit Irren redet man nicht, Irre therapiert man. Und spätestens an diesem Punkt kommt die Medizin ins Spiel. Wie in der DDR, wo die “Klapsmühlen” mit Dissidenten gefüllt wurden, denn gegen den Kommunismus zu sein kann ja nur Irrsinn bedeuten. Bin gespannt, wann die ersten Medikamente gegen “Islamophobie” probiert werden. (Und damit meine ich nicht die Verteilung blauer Gratispillen mit Endbeschleunigung, wie sie die praktizierenden muslimischen Ärzte bei den ihrer Meinung nach Geistesgestörten von “Charlie Hebdo” als endlösende Therapie angewandt haben. Diese Form der Therapie wird wohl nur als Ultima Ratio bei Unheilbaren übrigbleiben…)

  8. gms

    Fragolin,

    “Nirgends besteht der Zwang, dass der GF eines Unternehmens gleichzeitig Spezialist dieses Unternehmens ist; man kann eine Bahngesellschaft führen ohne Lokführer zu sein oder einen Produktionsbetrieb, ohne jemals eine Maschine bedient zu haben.”

    Von einem Zwang oder Müssen, der Letztentscheider eines Unternehmens solle den Inhalt seiner Geschäfte verstehen, war nicht die Rede. Daß dies aber von Vorteil ist, zeigt die Statistik ebenso, wie die Lebenserfahrung.

    Ohne Verwaltungskenntnisse wird ein Unternehmen nicht weit kommen, aber ohne vertiefte Kenntnis der Materie gelingt nichtmal der Start. Während eine gute Administration die richtigen Zahlen liefert, kann einzig der Fachkundige beurteilen, was er als Gegenleistung dafür bekommt, nur der Spezialist wird konsequent Neuerungen auf seinem Geschäftsgebiet verfolgen, einzig er kann abschätzen, welche Innovationen in der Pipeline sind und ob es zweckmäßig ist, auf diese zu warten oder mit aktuellen Technologien das Auslangen zu finden.
    Nahezu alle Selfmade-Milliardäre waren vom Fach, zumal es leichter ist, sich einen CFO an Board zu holen, als ein Mastermind für den Unternehmensgegenstand.

    Je komplexer eine Materie, desto weniger kann der Verwalter die Konsequenzen seiner Taten beurteilen, und gerade die Medizin spielt hierbei in der Oberliga. Die Vorstellung, hier hätte ein Fachfremder die Letztentscheidung, muß jedem möglichen Patienten nicht nur in dessen Rolle als Geldgeber den kalten Schauer über den Rücken jagen. Wohin ein geteilte Verantwortung führt, muß man nicht speziell vertiefen.

    Administration neigt zum Ausufern, weshalb nicht überrascht, daß das Gesundheitswesen hierbei keine Ausnahme bildet, sobald Fachfremde ans Ruder kommen. Wird dies noch um eine absurde Struktur der Finanzierung verschärft, die zwischen Anbieter und Konsumenten eine nahezu undurchdringliche Mauer errichtet, lautet die Kurszielprognose zweifelsfrei Konkurs oder lebenslange Zwangsbeatmung mit immer größeren Geräten.

  9. Christian Peter

    @Dr. Marcus Franz

    Beschäftigen Sie immer noch den Sohn von Georg Vetter als parlamentarischer Mitarbeiter auf Kosten der Steuerzahler für 4.300 Euro pro Monat ? Wie fühlt man sich als neuer Parlamentarier, der sein Amt nutzt, um unverschämt Vetternwirtschaft zu betreiben ?

    Vetternwirtschaft bei den beiden ÖVP – Mandataren Georg Vetter und Marcus Franz :

    https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwilq9yBgMDMAhXFDMAKHaCnAzgQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fkurier.at%2Fpolitik%2Finland%2Fdie-versteckte-vetternwirtschaft-der-zwei-neuen-oevp-mandatare%2F134.818.270&usg=AFQjCNFkNgv4OF3pF88-oH5hFyo_4Dyd3A

  10. Lisa

    Ganauso könnte man – um die Analogie zur Phobie zu erweitern – Religionen, die irrationales, die Realität verleugnendes Zeugs verbreiten, als kollektiven Wahn bezeichnen. Käme auch niemand auf den Gedanken, da eine Therapie zu versuchen – insbesondere als das wegen mangelnder Einsichtsfähigkeit nur medikamentös versucht werden könnte. Selbst dann verschwindet der Wahn nicht, sondern wird nur in seiner Manifestation gedämpft… Was die Ausweitung der Verwaltungen bei den Kassen und Ärzten betrifft, so muss das wohl wegen zunehmender Komplexität so sein: den Dorfarzt, der seine Simulanten und gelangweilten Hausfrauen persönlich kannte und Rechnungen an achtköpfige Familien auch mal nicht verschickte, den gibts nicht mehr. Und je anonymer und komplexer eine Institution wird, desto mehr Kontrolle braucht es – und das heisst Verwaltungsangestellte, Papierkram, neue Programmierungen usw. – und das schafft wiederum Arbeitsplätze…

  11. Erich

    Im Schulsystem gibt es die Dreierpartie schon lange: Eltern – Schüler und Schülerinnen – Lehrer und Lehrerinnen, eine scheinbar demokratische Drittelparität. Früher konnte eine Gruppe nicht sehr zielführende Entscheidungen nur verhindern, indem sie geschlossen die Sitzung verließ. Das zwang die anderen zwei Gruppierungen, über einen Kompromiss nachzudenken. Dieses Rettungstürl wurde natürlich auch geschlossen.

    Ob es demokratisch ist, wenn in einer Schule wie einer HTL mit 2500 Schülern und 250 Lehrern die wichtigen Entscheidungen von 9 Personen getroffen werden? Immerhin werden sie jedes Jahr (Schüler) und alle 2 Jahre (Lehrer) gewählt – nicht alle 5 Jahre. Ob die Elternvertreter wirklich einen Einblick in die Schulagenden haben, sei auch dahingestellt. Da Schüler und Schülerinnen ab dem 16.Lebensjahr eigenberechtigt sind stellt sich sowieso die Frage nach dem Einfluss ihrer Eltern.

  12. Marcus Franz

    @Alfred Reisenberger
    Ich bin nicht nur Mediziner, sondern sogar Arzt.

  13. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “Bin gespannt, wann die ersten Medikamente gegen „Islamophobie“ probiert werden.”

    Ich kann mich daran erinnern, dass man vor einiger Zeit in UK eine Substanz erforscht hat, die “gegen Xenophobie” helfen sollte. (Wahrscheinlich wurde der erste Feldversuch in nordenglischen Provinzstädten durchgeführt…)

    Diesen Artikel von ORF “Science” oder vom Sub-Standard muss ich unbedingt suchen, denn er vermittelt tiefe Einblicke, wie sehr die “Wissenschaft” (nicht: die Wissenschaft) den Menschen als Therapieobjekt und Versuchskaninchen wiederentdeckt hat.

    Geschichte wiederholt sich: beriefen sich großflächige Euthanasieprogramme der “progressiven” Ära Anfang des 20. Jhdts. (USA, Schweden, Deutschland, etc.) auf zum Teil sehr pseudowissenschaftliche Ableitungen der Biologie, der Psychologie und der Medizin, so sucht sich der neoprogressive Ungeist szientistische Cargo-Kulte im Bereich der Gender-“Wissenschaft”, der Sozial-“Forschung”, der Klima-“Forschung”, der Xenophobie-“Forschung” und verschiedenen anderen intersektionalen “Forschungs”-Themen die passenden Trägersysteme für politische Einweisungs- und Vernichtungsprogramme.

  14. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “[…] werden Kritiker also in guter alter Stasi-Tradition einfach zu Geisteskranken erklärt […]”

    Wie sehr dieser Prozess bereits fortgeschritten ist, erlebte ich kürzlich in einem Gespräch mit einem “höheren” Beamten einer Bezirksverwaltungsbehörde:
    Hintergrund: Schwarzbauten in zwei Gemeinden, absolut gleicher Sachverhalt, ein Bau wurde abgerissen, der andere nachträglich genehmigt (zur Klarstellung: ich bin nicht persönlich involviert… 😉 )

    Beamter: warum fühlen Sie sich persönlich davon betroffen (Subjektivität, Einmischung), warum haben sie so ein Problem damit (=Psychologisierung)
    Ich: Rechtsstaat? Gleichheitsgrundsatz?
    Beamter: So ein Ewiggestriges Denken, wie vor über 70ig Jahren sollte inzwischen überwunden sein (Nazikeule)

    Solche Ansichten haben Leute im Jahr 2016, die im Namen einer Bezirksverwaltungsbehörde Bescheide ausstellen dürfen. Mal sehen, wie die Sache weitergeht, wenn dieser Leute-Typus künftig nicht nur über Baurechtssachen, sondern auch über medizinische Therapien entscheidet.

  15. Christian Peter

    @Marcus Franz

    wie fühlen Sie sich als Neu – Parlamentarier, der sein Amt nutzt, um schamlos Vetternwirtschaft zu betreiben ?

  16. Selbstdenker

    @gms:
    Guter Kommentar!

    Leider bilden sich aufgrund permanenter staatlicher Bestrahlung auch in Teilen der Privatwirtschaft zunehmend administrative Krebsgeschwüre; sie werden mit dem Begriff “Compliance” zusammengefasst.

    “Die Lösung sind nicht mehr Regeln, mehr Compliance, mehr Kontrolle, sondern echte Selbstverantwortung und selbstständiges Entscheiden. Dazu braucht man allerdings auch eine Generation an Managern und Unternehmern, die Nein sagen können und die damit genau jene Tugenden mitbringen, die die Zivilgesellschaft von Anfang an zum zeitgemäßen Demokratiemodell gemacht haben: selbstständiges, selbstkritisches, nicht der Mehrheit, sondern der eigenen Bewertung verpflichtetes Handeln, notfalls gegen Gruppendruck und Zeitgeist, Schönfärberei und Wunschdenken.”
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article154969095/Das-Corporate-Geschwurbel-deutscher-Unternehmen.html

    Amen (unter Auslassung vom Hinweis auf die Demokratie).
    Genau das wäre auch im Gesundheitsbereich erforderlich.

  17. Selbstdenker

    @Lisa:
    “Selbst dann verschwindet der Wahn nicht, sondern wird nur in seiner Manifestation gedämpft…”

    Der Wahn wird mitnichten in seiner Manifestation gedämpft, sondern bis zur lethargen Dosis gesteigert.

  18. Fragolin

    @gms
    Was den Start eines Unternehmens betrifft, haben Sie natürlich vollkommen Recht, aber hier geht es nicht um eine Ordination oder eine Ärztegemeinschaft sondern ein Spital; der Unterschied ist der Gleiche wie zwischen Gewerbe und Industrie. Ab einer gewissen Größe kann der Verwalter einfach besser verwalten als der Arzt; jedem Fachmann das Seine.
    Geteilte Verantwortung hat nach persönlichen Erfahrungen bereits mehrere Unternehmen in den Ruin geführt und ist daher absolut unbrauchbar.
    Und das Grundübel, da sehe ich eh keine Differenz zwischen uns, ist die Finanzierung. Den Unterschied für den Kunden und die Qualität zwischen Abgreifen aus diffusen Geldquellen (Kassen, Steuertöpfen) und der direkten Bezahlung durch den Kunden erlebt man am Unterschied zwischen AKH und Privatklinik. Gratis-Fressen zieht die Fresser an. Aufgeblähte Verwaltungen und überbordende Pfründeverteilung sind die Folge und enden irgendwann im Zusammenbruch.

    @Erich
    Aus welchem Grund genau benötigt eine Schule demokratische Entscheidungen? Eine Schule ist ein Bildungsunternehmen (es gibt ja nicht einmal vernünftige Gründe dafür, dass diese staatlich sein müssen und Direktorate nach dem Proporz vergeben werden) und als solches von einer verantwortlichen Leitung/Geschäftsführung zu führen. Der marxistische Traum von der Unternehmensführung durch Vertreter der Arbeiterschaft hat nachweislich so toll funktioniert, dass im Osten noch immer dem vergangenen Reichtum nachgeweint wird. Anders gesagt: genau jener Mischmasch aus politischen Machtspielchen und Herumgefuhrwerke jedes sich irgendwie wichtig fühlenden Knilches hat unsere staatlichen Bildunsgeinrichtungen in jene zukunftsweisenden Institute verwandelt, aus denen nach sehr teuren Jahren intensiver Bildungsuntätigkeit hilflos gegen den Sturm lehnende Lehrer massenweise Analphabeten quellen. Entschuldigung, aber ein qualitätsvolles und zu Eigenverantwortung erziehendes Bildungssystem existiert dann, wenn Prüfungsziele definiert werden (nicht mal das bekommen unsere Schnarchnasen gebacken) und Schulen in vollokommener Autonomie selsbt festlegen können, wie sie ihre Schüler zu diesen Zielen führen. Ohne dass Parteien, Landräte, Lehrer, Eltern, Schüler, Wichtigtuer und Dauernörgler dazwischenraunzen. Ist die Schule gut, wird sie vor Anmeldungen platzen, ist sie es nicht, geht sie halt in Pleite und ein anderer darf es versuchen besser zu machen.
    Aber oh, das wäre ja katastrophal, unmenschlich, sozial kalt, geradezu… liberal!!! Igitt!!!

    @Selbstdenker
    Davon hatte ich noch nicht gehört. Irgendwie schmeckt mir das Essen heute nicht.
    Alles wiederholt sich. Die Menschheit wird nicht klüger.
    Die schlimmsten Verbrecher dieser Welt waren bisher nicht irgendwelche “dumpfen Vollpfosten” sondern immer jene, die sich als “intellektuelle Avantgarde” gesehen und verkauft haben. Wissenschaftler als Helfershelfer von Psychopathen – wie oft noch…?

  19. Fragolin

    @Lisa
    Schlagen Sie nur keine Therapie gegen muslimische Fanatiker vor, sonst kommen Sie noch in den Verdacht “islamophob” zu sein. Alle andersgläubigen Hominiden für Affen zu halten, Mord als beglückende Erfahrung und den eigenen Tod als Übergang in ein Paradies voller paarungsfreudiger Huris zu bejubeln klingt zwar weit geisteskranker als solchen Glauben für ausgemacht gefährlichen Blödisnn zu halten, aber wenn die Welt von Irren regiert wird, sind die Normalen die Abnormalen.

  20. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Sehen Sie, welche Überlegungen von der wissenschaftlichen “Avantgarde” bereits angestellt werden? Den Artikel betreffend UK suche ich noch. Besonders aufgestoßen ist mir damals der Satz der sinngemäß bedeutet hat, dass man “nicht” an Anwendungsfälle, wie die Beimengung im Trinkwasser, denkt.

    Egal ob sich das wirklich realisieren lässt. Bereits die Überlegungen, die den Verantwortlichen einfallen sprechen Bände: “Man könnte ja… aber das tun wir selbstverständlich nicht…”.

    Und Hand aufs Herz: in einem Zeitalter, in der Was-auch-immer-Absolventen einer Uni an sozial konstruierte Geschlechter glauben, sind derartige Ansinnen der nächstfolgende Schritt.

  21. dickbrettbohrer

    In der Pädagogik ist es dasselbe, weshalb ich persönlich recht froh bin, nichts mehr (!) mit Schule zu tun zu haben. Die heutigen Lehrer sind schon längst entmündigt und zu reinen Hampelmännern und Statisten herabgewürdigt, ähnlich wie Ärzte haben sie im eigenen Beruf kaum noch was zu sagen. Währenddessen drängen sich Funktionäre und Bürokraten nach vorn und bedienen sich kräftig aus den pädagogischen Haushaltsmitteln, während sie denen, die die Arbeit tun, immer mehr Pflichten aufhalsen und sie gängeln.
    Ich befürchte, jedes lukrative Unternehmen oder jede lukrative Einrichtung wird gesetzmäßig irgendwann von der Verwaltung und der Staatsaufsicht übernommen. Das ist der Wendepunkt, und das einst funktionierende gesellschaftliche Gebilde schreitet zügig seinem Zerfall entgegen. Das geht so lange, bis sich kein Pfifferling mehr an der besetzten Einrichtung verdienen läßt, dann laufen die klügsten der Schmarotzer auf und davon – zum nächsten noch inhaberdominierten “Unternehmen”. Dort geht dann das fröhliche Plündern unter der Flagge von Gerechtigkeit, Gleichheit, Optimierung, Modernisierung oder was auch immer an Parolen ausgegeben wird, weiter, so lange, bis sich kein Pfifferling … und so weiter, ad finitum.

  22. Fragolin

    @Selbstdenker
    Danke für den link, es ist erschreckend. Ebenso wie die Tatsache, dass solche Ungeheuerlichkeiten unterhalb der Beleuchtungsgrenze dahingründeln und niemand die schreckliichen Potenziale solcher “wisschenschaftlicher Arbeit” erkennt. Einfach nur widerlich.

  23. Fragolin

    Ist mir vol lauter Igitt ein “ch” zuviel entfleucht, ich kaufe es hiermit zurück…

  24. Fragolin

    @Selbstdenker
    Die Leute sitzen in einem Völkerkerker und freuen sich, dass die Gitterstäbe so schön im Sonnenuntergang glitzern…

  25. Falke

    @Fragolin
    Damit erinnern Sie mich an einen der größten Sympathieträger der EU, nämlich an den Parlamentspräsidenten Martin Schulz. Sie haben sicher auch bemerkt, das er ein innerhalb eines Wortes befindliches “sch” als “ch” ausspricht, etwa die “irakiche” Armee.

  26. Rennziege

    4. Mai 2016 – 14:28 Fragolin
    So ist das mit den Leuten, die in Karnevalshochburgen geboren wurden, Schulz in Eschweiler neben Aachen. Die sagen “Fich” und “Fleich”, wenn sie Fisch und Fleisch meinen. Dafür aber “Esch füscht misch”, wenn sie sich fürchten.

  27. Reini

    … Afrika wächst in den nächsten 35 Jahren um 2 Mrd. Menschen!!! … jeder bekommt noch genug “Neueuropäer” … auch die Spitäler! 😉

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