Studie: Fleisch essen verhindert Krebs

“…Glaubt man einer aktuellen Studie der Uni Graz, leben Vegetarier alles andere als gesund: Demnach haben Vegetarier häufiger Krebs und öfter Herzinfarkte und zeigen mehr psychische Störungen als Viel-Fleischesser…” (hier)

19 comments

  1. Thomas Holzer

    “………………leben Vegetarier alles andere als gesund”

    Who cares?! Aber sie retten die Welt! 😉

  2. DNJ

    Ich bin überzeugter Fleischfresser, aber:
    Solche Studien sind höchst irreführend, da die Samples sehr klein sind.
    1. Fast drei Viertel Frauen in Vegetarier-Gruppe, Fakt ist: Frauen äußern sich in der Regel besorgter um ihre Gesundheit als Männer, die selbst mit 5 Bier und Schweinsbraten ihre Gesundheitsbeschwerden nciht auf die Ernährung zurückführen würden, sondern auf Stress.
    2. Über die Motive nichts bekannt ist, also leute mit Allergien und anderen Krankheiten vielleicht freiwillig oder auch nicht eine vegetarische Lebensweise wählen.
    3. Es ist ein großer Unterschied, ob man zweimal die Woche ein Steak oder Hühnerfleisch ist oder sich täglich Schweinsbraten und fettes Schnitzel reintritt und noch dazu wenig Bewegung macht. Wobei die Folgen ungesunder Lebensweise oft erst nach vielen Jahren akut werden.

  3. Wettbewerber

    Solche Studien beschreiben nur, was man mit gesundem Menschenverstand auch nachvollziehen kann. Bevor rotes Fleisch schlecht geredet wurde, war es immer das am höchsten geschätze Lebensmittel, und wer es sich leisten konnte, dem war auch idR eine längere Lebenserwartung beschieden. Fleisch hat weit, weit mehr Nährstoffe und Vitamine als pflanzliche Kost (Ausnahmen sind lediglich Vitamin C und E) und macht außerdem schneller satt (Eiweiß + Fett).

    Es gibt praktisch niemanden, der sich hauptsächlich von Fleisch ernährt und fettleibig wird (Solche Leute essen zumeist viel Brot, trinken viel Bier und/oder essen gerne Süsses). Ein Blick in die Tierwelt bestätigt es ebenfalls: Fleischfresser sind rank und schlank (Wölfe, Wildkatzen, Adler etc.), reine Pflanzenfresser neigen hingegen zur Fetteinlagerung (Nilpferde, Rinder; Schafe etc.).

    Wenn man sich diverse Demonstrationen und Protestmärsche anschaut, dann sind die gewaltbereiten Individuen fast immer Vegetarier. Warum? Na klar, wenn man in der Natur lebt und schon lange kein Fleisch mehr gegessen hat, dann wird man leichter gereizt etc Und was tut man dagegen? Man geht auf die Jagd, und die negative Energie wird weitaus sinnvoller ausgelebt als durch körperliche Gewalt gegenüber anderen Menschen.

    Fleisch essen beruhigt auch die Nerven, weit besser als z.B. eine Packung Kartoffelchips. Wer’s nicht glaubt, einfach mal ausprobieren.

  4. Christian Peter

    Fleischverzicht ist nicht automatisch gesund : Wer sich einseitig ernährt, kann dabei durchaus einen Schaden erleiden, was bei Vegetariern tatsächlich häufig vorkommt. Werden Fleischmahlzeiten jedoch durch Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und ganz allgemein eine abwechslungsreiche Ernährung ersetzt, dessen Lebensqualität und Gesundheit wird sich mit Sicherheit steigern.

  5. Rennziege

    Ohne auf diese etwas dünne Studie einzugehen, deren Samples etwas dürftig sind: Jedesmal beim Blutspenden (unentgeltlich natürlich, Mannsbild und ich, beim Roten Kreuz, viermal im Jahr) sehen wir ein Dutzend stolzer Vegetarier und Veganer, die auch dort was Gutes tun wollen. Leider werden nach der ersten Probe (ein Blutströpferl aus Fingerspitze oder Ohrläppchen) die meisten nicht zur Spende zugelassen, weil nicht nur ihre Hämoglobin-Werte zu niedrig sind. Weshalb ein Aderlass von einem halben Liter ihnen nicht zuträglich wäre.
    Mir tun sie immer leid, weil sie traurig nach Hause gehen; denn Blutspenden ist ein wirklich gutes Werk, das weder durch Geld noch durch Chemie substituiert werden kann. Die Rotkreuz-Ärzte raten ihnen beim Abschied, wenigstens gelegentlich Fisch oder Fleisch zu essen oder, wenn sie das partout nicht über sich bringen, wenigstens Vitamine der B-Gruppe und Eisentabletten* einzunehmen. Dann könnte es beim nächsten Versuch eventuell klappen.
    Der Mensch ist halt genetisch als Allesfresser konstruiert; da helfen keine Pillen, zumindest nicht nachhaltig.

    *Ich nehme nicht an, dass in Herrn Ortners Wohnzimmer jemand an Eisenmangel leidet. Aber besser als pharmazeutische Produkte wirkt das uralte Hausmittel meiner (igitt! 🙂 Kärntner Berg-Oma: Ein alter rostiger Nagel in einem Glas Brunnenwasser, und jeden Tag ein Schluckerl davon trinken.

  6. Christian Weiss

    “…haben mehr psychische Störungen als Viel-Fleischesser.” Kunststück! Vegetarismus ist ja selbst schon eine psychische Störung.

  7. DNJ

    @Weiss
    Ich bin selber Fleischfresser, aber genau solche Kommentare wie Ihre halte ich für ärgerliche und unnötige Provokationen. Die Mehrzahl der Vegetarier sind völlig normale Mitmenschen, die halt kein Fleisch essen wollen, wie andere halt keinen Alkohol trinken, keinen Tabak oder keine Joints rauchen wollen. Was soll daran verkehrt sein? Und jetzt bitte nicht sagen, “alle” Vegetarier wollen Fleischfresser bekehren, das habe ich nämlich noch fast nie erlebt. Und auch uns Fleischfressern würde es manchmal nicht schaden, ein bisschen über unsere Essgewohnheiten nachzudenken und den einen anderen Schweinsbraten durch ein Dinkelweckerl zu ersetzen. Übrigens: Unsere ach so tollen (noch von Linkstum und Grünen unverdorbenen) Vorfahren im 19 Jh hatten oft auch gerade einmal die Woche ein Fleisch im Topf und wurden deswegen auch nicht psychotisch.

  8. Christian Weiss

    @DNJ
    Ich bin ein bewusster Esser. Und genau darum esse ich Fleisch. Während es für den Verzicht auf Alkohol und Tabak gute gesundheitliche Argumente gibt, so sehe ich aus rationaler Sicht beim Vegetarismus nur eines als wirklich zulässig: Man mag Fleisch nicht, weil es einem nicht schmeckt.

    Mein polemischer Eintrag bezieht sich zum Einen auf ein in der tierschützerisch, tierrechtlerisch, vegan angehauchten Szene weit verbreitetes Problem: Die moralische und ethische Überhöhung einer zwar empfindungsfähigen aber eben genau nicht moralischen und nicht ethischen Kreatur, die wir Tier nennen.
    Wer Vegetarismus betreibt, weil sonst Tiere getötet werden, leidet an wenig Einsicht über das Wesen des im bekannten Universum vorherrschenden Prinzip der evolutionären Biologie. Es ist schlicht nichts unmoralisches oder unethisches daran, wenn man Tiere isst. Das Fressen gehört zum Leben dazu. Die Tendenz Tiere zu vermenschlichen und ihnen einen besonderen Rechtsstatus zu geben, führt über jede vernünftig-natürliche Position hinaus. Schon die inzwischen in einigen Staaten etablierte Stellung des Tieres im Recht als irgendwas zwischen Mensch und Sache ist fragwürdig, weil sie genau das ist, was uns Veganer und andere militante Tierrechtler vorwerfen: Anthropozentrisch. Ein spezieller Rechtsstatus bringt dem Tier letztlich gar nichts. Es greift sich nicht das Telefon und ruft einem Anwalt an, wenn es gequält wurde. Sie werden es auch äusserst schwer haben, einem Tier zu erklären, dass es jetzt sehr glücklich sein kann, dass es in z.B. in der Schweiz lebt und jetzt vor Gericht nicht mehr als Sache beurteilt wird. Bei allem Respekt vor jenen Menschen, welche sich aus Mitgefühl für Tierschutz und gegen Tierleid einsetzen: Letztlich lebt das Tier in seiner Welt und der Mensch in seiner. Die Tötung des jeweils anderen zu Nahrungszwecken ist keine moralische Kategorie. Die groteske, schon von Veganern gehörte Behauptung, ein Löwe mache grundsätzlich etwas falsches, wenn er ein Tier töte. Er könne es aber nicht besser wissen, weil ihm dazu das Bewusstsein fehle, ist letztlich extrem widersprüchlich. Einerseits behauptet man, Tiere seien quasi Menschen gleichberechtigt anzusehen, andererseits wird aber in dieser verqueren Argumentation der Löwe wieder zurückgesetzt, wenn es um das konstruierte moralische Problem des Tötens, um zu Essen geht.
    Auch umweltschützerische Aspekte reichen als Grund für ein fleischloses Leben nicht aus. Fleischkonsum bedeutet nicht per se mehr Umweltbelastung als rein pflanzlicher Konsum: Die argentinische Pampas eignet sich ebensowenig zur pflanzlichen Nahrungsmittelproduktion wie die Alpweiden der Schweiz und Österreichs. Zudem ist Viehzucht im biologischen Landbau für den Nährstoffkreislauf unerlässlich. Gerade die Vielzahl der leidenschaftlichen Bio-Esser unter den Vegetariern und Veganern werden also indirekt auch zu “Tiermördern”.

    Da Fleischkonsum also a) nicht unethisch und b) nicht per se umweltbelastender ist, bleiben letztlich die Gründe, warum sich die Pflanzenfresser moralisch überlegen fühlen, auf der Strecke. Und dieses sich unbegründet moralisch überlegen Fühlen, dass auch Vegetarier an den Tag legen, die immer betonen, dass sie niemanden bekehren wollen, ist vielleicht noch keine psychische Störung, aber intelligent ist das nicht.

    Und bezüglich “ärgerliche, unnötige Provokationen”: Das ist das Spezialgebiet dieser sich fälschlicherweise moralisch überlegen fühlenden Personen. Wie kommen diese üblen Subjekte dazu, den Leuten solche Fürze wie Veggie Days vorzuschreiben? Nur schon der Vorschlag hat für mich eine durchaus vergleichbare Arroganz wie jene Irren, welche die Scharia einführen wollen. Sie haben es vielleicht gemerkt: Die machen mich sauer! Und die haben angefangen!

  9. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    Verzeihung, aber in so ferne falsch, als daß Sie den Eindruck erwecken, im Besitze der “alleingültigen” Wahrheit zu sein.
    Es gibt solche und solche, jeder soll nach seinem Gutdünken leben, niemand sollte weder per Gesetz noch per “Moralkeule” gezwungen werden, dem “Anderem” folgen zu müssen!

  10. Rennziege

    Dazu passend: die rotgrüne Abschaffung der Biologie in der Schule, nur um ihre pseudoreligiösen Dogmen schon den ganz jungen Menschen aufs Auge zu drücken:
    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article125257509/Die-Gruenen-stehlen-unseren-Kindern-Zukunftswissen.html
    Leider brauchen wir Ösis nicht nach Ba-Wü zu schauen, um zu erschaudern: Ein Blick ins heimisch indoktrinierte Schulwesen ist mindestens genauso erschreckend: Ideologie statt Neugier, Verständnis & Wissen. Kein Wunder, dass unsere G’schrappen atemlos heimkommen, um zu finden, was sie suchen: in den gewohnten Buchregalen. Ihre Lehrer dürfen diesen Wissensdurst nicht mehr stillen.

  11. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Eine Einschränkung möchte ich vorbringen, die allerdings bei allen ungesunden Unarten gültig ist, nämlich das Austoben der eigenen Sucht an den Kindern.
    Wenn Eltern vegetarisch oder vegan leben und damit ihren Körper schwächen, ist das ihr ureigenstes Recht; andere tun das mit Tschick und Jim Beam oder mit Stelz’n und Stiegl. Aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass vegetarische oder gar vegane Ernährung im Kleinkindalter entwicklungsnotwendige Proteine dem jungen Nervensystem vorenthalten. So gesehen sind Vegetarier, die ihrem Kind notwendige Nährstoffe vorenthalten um nichts besser als Raucher, die ihre Sprösslinge einnebeln. Und es gibt dem frechen Ausspruch “Vegetarisch leben macht doof, oder hat schon mal eine Kuh den Nobelpreis bekommen?” einen grasbitteren Beigeschmack.
    Aber Dummheit kann man leider nicht verbieten und Fleischessen nicht erzwingen. 😉
    Daher ansonsten volle Zustimmung zu Ihren Worten!

  12. Christian Peter

    @reinhard

    Dass Vegetarismus den Körper schwächt ist genauso schwachsinnig wie die Behauptung, Fleischkonsum wäre schädlich. Bei der Ernährung kommt es immer auf das Gesamtpaket an.

  13. Reinhard

    @Christian Peter
    Bei veganer Ernährung (bitte den ganzen Satz lesen) ist dies sogar wissenschaftlich erwiesen.
    Vorsicht mit Worten wie “schwachsinnig”, sie könnten zum Bumerang werden.

  14. herbert manninger

    Ein sehr “berühmter” Vegetarier verschied depressiv, kraftlos und blutarm 1945 in Berlin, wird aber nicht gerne erwähnt, ist unseren PClern mit überdurschnittlichem V-Anteil sowas von peinlich.
    Wäre er Fleischesser gewesen, wir kriegten das alle Tage unter die Nase gerieben, jede Wette!

  15. Christian Peter

    @reinhard

    ‘wissenschaftlich erwiesen’

    vergessen Sie Ernährungs-Studien – selbst Horoskope sind aussagekräftiger. Vegetarische und vegane Ernährung schwächen den Köper nicht, weil es weder auf Fleischkonsum oder -verzicht ankommt, sondern auf die Ernährungsgewohnheiten insgesamt.

  16. rubens

    Aus Beobachtungen in meinem Bekanntenkreis kann ich die Studie, trotz der kleinen Zahl der Teilnehmer, voll bestätigen.

  17. DNJ

    @Weiss
    “fälschlicherweise moralisch überlegen fühlenden Personen”
    Was mich an Ihrer wortreichen Erörtung stört, ist, dass Sie so tun, als ob die überwiegende Mehrzahl der Vegetarier so radikal denken würde, was natürlich Unsinn ist. Fleisch ist ebenso wie Alkohol oder Tabak im Übermaß ungesund, an dieser Tatsache kommen Sie und auch ich als leidenschaftlicher Schnitzelesser aber nicht vorbei. Aber natürlich wollen sich auch die Fleischfresser ihre Gewohnheit schönreden. Wiegesagt vor 100 Jahren war man froh, wenn einmal die Woche Fleisch im Topf war …

    @rubens
    Es ist eine bekannte Tatsache, dass der Mensch nur wahrnimmt, was er sehen will. Bei den Vegetariern in meinem Umfeld nehem ich weder überdurchschnittliche Krankheit noch sektenhafte Bekehrungsversuche war. Aber vielleicht glimmt doch auch in vielen Fleischfressern ein kleines Unwohlsein bei dem Gedanken an heutige Massen-Tierhaltung, da muss ich selbst als Fleischfresser schlucken, und nicht nur wegen der Ehtik, sondern auch wegen meiner Gesundheit (Hormone, Antibiotika und andere Pharmzeutika, Wachtumstreiber, Gifte gegen Parasiten aller Art), was mich immer öfter zur Ware aus Kleinbetrieben greifen lässt, so möglich.

  18. Christian Peter

    ‘Fleisch essen verhindert Krebs, wenn man sich ausschließlich von Butterbrot ernährt,’ sollte es richtig heißen.

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