Mehr Frauenmorde? Wie ein Problem nicht gelöst wird

Von | 15. Juni 2021

(ANDREAS TÖGEL) Es ist etwas passiert. Also muss etwas geschehen. Da Politiker im Amt bleiben wollen, müssen sie Aktivitäten entfalten oder zumindest vortäuschen. Wenn die ergriffenen Maßnahmen nicht zur Problemlösung taugen, ist das weniger schlimm, als nichts zu unternehmen. Die Presse würde einen untätigen Minister gnadenlos niedermachen. Sinnlose Anlassgesetzgebung ist stets die Folge.Zwei Beispiele.

Erstens: Ein sein Auto mit zwei Promille Alkohol im Blut lenkender Mann fährt in eine Personengruppe und verursacht eine Tragödie. Als Konsequenz wird der maximal zulässige Blutalkoholspiegel von 0,8 auf 0,5 Promille reduziert. Das wird zwar keinen Volltrunkenen daran hindern, sich ans Steuer zu setzen, aber immerhin wurde prompt reagiert.

Zweitens: Ein muslimischer Fanatiker bringt im Zuge eines von ihm verübten Terroranschlags ein paar Menschen mit illegal erworbenen Waffen um – und schon ertönt die Forderung nach einer Verschärfung des Waffengesetzes, welcher der Polizeiminister gerne bereit ist zu folgen. Das kann und wird dem Terror natürlich kein Ende bereiten, denn bislang ist – zumindest in Deutschland und Österreich – kein Fall aktenkundig, in dem ein Terrorist seine Tatwaffe und die zugehörige Munition in waffengesetzkonformer Weise erworben hat. Das ist zwar auch Ministern, Abgeordneten und Journalisten bekannt, bremst aber nicht deren Ambitionen im Hinblick auf die Kriminalisierung jedes derzeit noch legalen Waffenbesitzes.

Neues Österreich. Gegenwärtig ist Österreich mit dem Phänomen konfrontiert, dass – anders als im Rest der Welt – Frauen häufiger zu Mordopfern werden als Männer. Nicht wenige sterben durch die Hand von (Ex-) Partnern. Diese Tatsache ist es wert, seriös untersucht zu werden, woran indes kein besonderes Interesse zu bestehen scheint. Dass die Zahl der Frauenmorde ausgerechnet ab dem Jahr 2015 sprunghaft gestiegen ist (war da was?), es sich bei den Tätern nicht selten um Männer mit „Migrationshintergrund“ handelt und als Tatwaffen meist Messer, verschiedenste Werkzeuge oder die bloßen Hände fungieren, beschäftigt Politik und Medien weit weniger als der Umstand, dass in einigen wenigen Fällen auch Schusswaffen verwendet werden.

Was also liegt näher, als – wieder einmal – eine Verschärfung des Waffengesetzes zu fordern? Birgit Haller vom Wiener Institut für Konfliktforschung vermeint im linkslastigen Staatsradiosender Ö1 prompt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Schusswaffen und Bluttaten zu erkennen. Ein Zusammenhang, der angesichts der überwiegenden Zahl von mit anderen Tatmitteln begangenen Verbrechen ja eben gerade nicht besteht. Dass Haller die große Zahl an Beziehungsmorden in der Schweiz mit den dort in jedem Armeereservistenhaushalt befindlichen Waffen begründet, belegt die Absurdität ihrer Behauptung: Militärwaffen sind bei Beziehungstaten unter den Eidgenossen nämlich faktisch nie im Spiel.

Gefahrenabwehr.Natürlich darf auch der Hinweis auf die ab dem Jahr 2015 stark gestiegene Nachfrage nach Schusswaffen nicht fehlen. Auf den Gedanken, dass der Grund für diese Entwicklung das stark gewachsene Unsicherheitsgefühl vieler Bürger sein könnte, das etwas mit der „Flüchtlings“-Politik zu tun hat, kommen „woke“ Elfenbeinturmbewohner klarerweise nicht. Sie ziehen es vor, um ihre Sicherheit besorgte Bürger als paranoide Narren hinzustellen.

Zurück zu den Frauenmorden: Bluttaten, egal von wem an wem verübt, sind der herrschenden Kultur und der Disposition der Täter geschuldet. Die Verfügbarkeit bestimmter Tatmittelkategorien spielt keine Rolle, wie die Vielzahl der verwendeten Tatwerkzeuge beweist. Die Regierung hat indes bereits angekündigt, dem Problem mit einer Änderung des Waffengesetzes beikommen zu wollen. So ist etwa an die Beschlagnahme amtlich erfasster Waffen nach einer polizeilichen Wegweisung oder eines Betretungsverbotes gedacht. Dass diese Maßnahme ins Leere läuft, wenn illegal angeschaffte Schusswaffen und vor allem Küchenmesser im Spiel sind, scheint Politiker nicht zu interessieren.
Dieser Text ist soeben in der Juli-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 214 erschienen

3 Gedanken zu „Mehr Frauenmorde? Wie ein Problem nicht gelöst wird

  1. Franz Meier

    Die angesprochene Problematik zeigt das ganze Ausmass der grenzenlosen, verheerenden Hilflosigkeit, Verlogenheit und Widersprüchlichkeit unserer Politiker, unserer Justiz und unserer Polizei – nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Man hat die Grenzen dessen was man bereit ist zu akzeptieren und zu tolerieren, immer weiter verschoben. Die Linken wollen das so. Die Denkweise der Politiker ist krank. Sie sagen: Ein Mensch wird grundsätzlich als guter Mensch geboren und natürlich sind alle Menschen gleich. Alles was dann später im Leben eines Menschen passiert ist die Schuld der Gesellschaft. Strenge Strafen: Auf keinen Fall. Nach einer Straftat geht es immer nur darum den betreffenden Straftäter so schnell wie möglich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Diese kranke Denkweise hat halt über die letzten Jahrzehnte dazu geführt, dass alles geht. Die Gesetze wurden immer mehr aufgeweicht, der „Bestrafungskatalog“ wurde immer mehr reduziert. Alles geht, strenge und harte Konsequenzen darf es nicht geben. Die sind tabu, denn strenge Strafen bedeuten Rache und Rache darf es nicht geben. Dumm nur, dass halt die Opfer die Angeschmierten sind, die haben halt Pech gehabt. Waren halt zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort oder hatten halt Pech in einer „schwierigen“ Situation. Wurden halt abgestochen, vergewaltigt, beraubt, erwürgt oder erschlagen.

    Es ist ein weiter Wursteln, ein weiter Improvisieren, denn eines ist klar: Die Kriminalität und die Gewalt wird nicht abnehmen. Nach all der von den Migranten aus ihren archaischen Gesellschaften importierten, grenzenlosen, tagtäglichen Gewalt: Warum sollte sich auch ein autochthoner, gewaltbereiter, junger Österreicher Zurückhaltung auferlegen, wenn er tagtäglich sieht wie Migranten bei fast jeder Form von Gewalt straffrei bleiben. Straflos weil unsere Justiz es toll findet bei Muslimen und Afrikanern soviel Milde wie möglich walten zu lassen. Weil unsere Justiz strenge Strafen für rassistisch hält. Weil Main Stream Journalisten und woke Aktivisten nur darauf lauern, nur danach gieren, dass irgendwo ein Migrant um einen Deut zu hart angefasst wird. Weil diese Leute sabbern, tropfen und schäumen, wenn sie nur die aller kleinste Ungerechtigkeit im System anprangern können. Dass dabei der Zusammenhalt und unsere Demokratie leiden, das verstehen unserem Politiker in ihrem kurzfristigen Denken nicht. Damit man jegliche Härte und Standhaftigkeit von vornherein sabotiert, wurde eben auch von den Linken das angebliche Phänomen der „Gefahr von rechts“ erfunden, in die Welt gesetzt und wird tagtäglich in den Medien hundert mal wiederholt. Es lebe die regelmässige Gehirnwäsche!

  2. Franz Meier

    Hier versuchen vier weibliche, schwedische Polizistinnen einen einzigen Migranten, der wohl an jenem Tag etwas schlechte Laune hatte, festzunehmen. Das Video spricht für sich selbst. Europa kann die Demokratie nicht mehr schützen, ihre Gesetze nicht mehr anwenden. Eine Lachnummer die EU. Weitere Kommentare erübrigen sich.
    https://www.youtube.com/watch?v=xRWAsxG4De0
    Würde mich interessieren wie wohl Armin Wolf, der Super-Anchorman des ORF und Kämpfer „gegen rechts“ diese Situation gemeistert hätte?

  3. Falke

    Ich erinnere mich noch gut an das vom Autor eingangs erwähnte Ereignis, in dessen Folge der zulässige Alkoholspiegel für Autofahrer von 0,8 auf 0,5 Promille gesenkt wurde. Nicht, dass ich diese Senkung an sich kritisieren will, sondern nur den Anlass. Präzisieren möchte ich noch, dass diese Gesetzesänderung eigentlich vehement von einer Gruppe halbwüchsiger Schüler gefordert wurde, die noch gar nicht das Alter erreicht hatten, um überhaupt Alkohol zu konsumieren. Das erinnert mich nämlich analog an die Forderung nach Maßnahmen zur „Klimarettung“, die ebenfalls primär von einer ahnungslosen 16-Jährigen erhoben wurden und vor der die gesamte Politik eingeknickt ist.

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