Mehr Intoleranz wagen!

“Ein liberales Gemeinwesen braucht an der richtigen Stelle auch Intoleranz, Ausgrenzung und Abwehrreflexe, wenn es liberal bleiben will. Eine Einwanderungsgesellschaft kommt nicht ohne einen positiven Begriff von sich selbst aus….” (hier)

5 comments

  1. Christian Peter

    Eben. Daher ist von Linksliberalen (und Libertären) gebetsmühlenartig geäußerte Wunsch nach Laissez faire – Politik der falsche Weg. Freiheit kann niemals darin bestehen, alles zu erlauben und den Dingen völlig freien Lauf zu lassen. In diesem Fall würden die Bürger letztendlich alle Freiheit verlieren.

  2. Thomas Holzer

    Sie verstehen es nicht, aber das nimmt mich auch nicht (mehr) Wunder.
    Ihre “gewagte Intoleranz” erschöpft sich lächerlicher Weise in dem Versuch der Aufrechterhaltung einer “Volksgesundheit”, Parteienstaat- Kirchenkritik und dem Ruf nach Verboten von all dem, was Ihnen persönlich zumindest unangenehm, wenn nicht gar zuwider ist.
    Ob Sie jedoch den Mut haben, mit dem gleichen Furor auch gegen die in dem Artikel geschilderten “Auswüchse” anzukämpfen, lasse ich mal dahin gestellt.

  3. aneagle

    Die Deutschen sollen also mehr Intoleranz wagen?

    Wie, bitte geht das in einer Republik, in der Legislative und Executive mehr und mehr DDR-artig verschwimmen?

    Wo Polizisten den Rechtsstaat nur noch jenen gegenüber durchsetzen, von denen sie keinen Widerstand befürchten müssen, dann aber mit exemplarischer Strenge?
    Also gegen die eigenen Bürger, in ihrer Form als Steuervermeider oder Parksünder.

    Österreich erwähne ich gar nicht extra, in der Verkommensgeschwindigkeit staatlich notwendiger Strukturen haben wir eine beklagenswerte Vorreiterrolle, (Stichwort: “abgesandelt”)

    Beispiele gefällig? Wien:
    1 Das König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog. Das macht uns kein Deutscher nach!
    2 Kurzparkzonen entlang den Schranken der politischen Zivilcourage (Bez.10,15,13,19)
    3 Polizeieinsätze gemäß den bewährten Richtlinien Bischofshofens für Fußballänderspiele.

  4. gms

    “Mehr Intoleranz wagen!” — Gewiß, bloß läßt sich Mut nicht kaufen, weswegen der Ruf der Aufklärung (“sapere aude”) zuletzt allenfalls als akustische Behübschung selbstreferenzieller Debatten diente, anstatt als Handlungsauftrag.

    Eine Dressurelite, die mit einer Heerschar an Helfern den Untertanen erfolgreich die Grundlagen aller Denk- und Entscheidungprozesse austrieb, kappte damit zugleich die entscheidende Speerspitze zur geistigen Selbstverteidigung des Individuums. Selbst der Willigste kann keine vernünftigen Schlüsse ziehen, solange er dem Diskriminierungsverbot gehorchend nicht zwischen zwei verschiedenen Sachverhalten unterscheiden darf (discriminare, lat. unterscheiden, trennen).
    Die konsequente Umkrempelung von Begriffen durch Gesellschaftsklempner hatte (neben u.a. ‘Toleranz’) auch diesen Begriff erfaßt, und aus dem originär neutralen Akt des Unterscheidens etwas geklittert, mit dem sich inzwischen nur noch gesellschaftliche Randgruppen schmücken. Wer heute noch diskriminiert, der frühstückt auch Pandabären, treibt Rehkitze auf die Autobahn und bekommt das gut sichtbare Kainsmal auf die Stirn.
    So paddelt der diskriminierende Paria im Diskurs unter der notorischen Umstritten!-Flagge, Fortgeschrittene segeln ergänzend mit dem Doppelprädikat Menschenverachtend-Zynisch am Hauptmast, und was das Schiff transportiert, kann eingedenk der von der Küstenwache angepappten Piratenkennung definitiv nichts Gutes sein, weshalb der Blick in den Laderaum zu unterlassen ist und statt dessen dem evident schändlichen Charakter des Kapitäns gelten muß.

    Wer aber nicht unterscheiden kann, ist zur Existenz als mentales Gemüse verdammt, kann sich kein eigenes Urteil bilden und bleibt auf Erklärungen der Sachverhalte rund um ihn durch Dritte angewiesen. “Oh Bürger, verwahre dich des eigenen Urteils! Sei non-judgemental, alles sei dir gleich, und wenn etwas anders ist, dann sagen wir es dir rechtzeitig, denn wir haben die alleinige Deutungshoheit.
    Gezeichnet — deine staatlichen Erziehungsorgane.”

    Toleranz setzt zwingend einen Entscheidungsakt voraus als eine gezielte Auswahl zwischen zwei Übeln. Wer nicht unterscheiden und daraufhin wählen kann, kann bloß passiv erleiden, aber niemals aktiv dulden (tolere). Und so verwundert auch nicht, wenn nach allen einschlägigen Studien ausgerechnet die für Gruppendruck besonders anfälligen Skandinavier das politisch Korrekte besonders inbrünstig betrieben und heute unter dem stattgefundenen Kulturimport besonders zu leiden haben. Fehlender Mut zum eigenständigen Denken rächt sich, aufdaß man früher oder später mit Todesmut das Kind aus dem Brunnen holen kann, so noch die Möglichkeit dazu besteht.

    Das Glück bedarf der Freiheit, und Freiheit ist ohne Mut nicht zu haben. Dem ausufernden Sozialstaat konnte mancherorts schon mutig die Stirn geboten werden, wo man dank vormaliger kollektiver Sedierung hernach mit dem Rücken unmittelbar zum und am Abgrund stand. Gleicher Mut bleibt zu erhoffen, wo zwecks Aushöhlung der bürgerlichen Gesellschaft von Sozialfeudalisten ein ganz bestimmtes Zuwanderungmodell verfolgt und mit allerlei Begleitmaßnahmen abgesichert wurde. Wenn dann noch die Herden, die allerorts elektronisch beurkundet unlängst in Hommage an Robin Williams auf Tische kletterte, den Kontext dieser Tat begreifen, kann aus dem erhofften Mut sogar ein praktizierter werden.

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