Mehr Mut zu einer kapitalistischen Bildung

Von | 10. August 2021

(JOSEF STARGL) Die Geldpolitiker der Europäischen Zentralbank, die Politiker in den supranationalen Institutionen der Europäischen Union und in den Regierungen der Staaten sowie die Eurokraten und die Bürokraten inszenieren sich ständig als Problemlöser für die (sozialen und wirtschaftlichen) Probleme der Bürger.
Immer mehr „Geld aus dem nichts“ soll Staatsbankrotte überschuldeter Staaten, Bankenpleiten und eine Rezession/Depression sowie eine Währungsreform verhindern.

Zentrale Planung, Organisation und Steuerung der Wirtschaft treten immer mehr an die Stelle einer rechtsstaatlichen Marktwirtschaft.

Der mit der Anmaßung von Wissen verbundene Konstruktivismus verringert den „Wohlstand für alle“.
Ludwig von Mises (1881-1973) hat schon vor hundert Jahren die politisch erwünschte Geldentwertung mit ihren Umverteilungswirkungen, die Enteignungspolitik, die steigenden Einkommens- und Vermögensunterschiede, die Kapitalaufzehrungspolitik, die Fehlleitung der unternehmerischen Tätigkeit und des Kapitals sowie die Subventionierung unrentabler Unternehmen (den Schutz von nicht wettbewerbsfähigen Unternehmen) aufgezeigt und kritisiert. Der Interventionismus ist „ungünstig für das Aufkommen neuer tüchtiger Unternehmer“. Der Interventionismus bewirkt „Scheinblüten“ und „Blasen“. Er versorgt die Gegenwart auf Kosten der Zukunft.

Die Geldpolitik der EZB bewirkt immer mehr Staat(enverbund), immer mehr „Privilegienpolitik“ und immer mehr Zwangsumverteilung.

Schon Ludwig von Mises erkannte, dass es keinen Wohlstand auf Pump gibt. Er betrachtete „jeden Schritt vorwärts auf dem Weg zum Wohlstand als eine Folge des Sparens“.

In einer Marktwirtschaft mit Freiheit, Eigenverantwortung und Wettbewerb gibt es eine ständige Kapitalbildung. Die „Wissens-Suchprozesse“ der einzelnen Menschen ermöglichen eine Unabhängigkeit vom Wohlwollen anderer. Der Wettbewerb macht den einzelnen Menschen die Erreichung ihrer Ziele leichter. Produktive Investitionen fördern den „Wohlstand für alle“.
Die Wirtschafts- und Währungsunion hat sich zu einer (politisch geplanten) sonderinteressenorientierten Zwangsumverteilungsunion mit einer „Finanzierung des Lebens auf Kosten von Anderen und der Zukunft (anderer)“, zu einer Inflationsunion, zu einer Teuerungs-Union und zu einer „Weichwährungs- Union“ entwickelt.
Die EZB-Geldpolitik orientiert sich nicht mehr an den Grund- und Freiheitsrechten der Bürger in einem Rechtsstaat und der EUGH fördert die Zentralisierung von Macht.

Der Glaube an die Möglichkeit einer zentralen Planung und Steuerung durch die Geld- und Finanzpolitik der EZB, durch die EU-Kommission und durch den Staat ist ein Irrglaube.
Es gibt nicht nur einen Verlust der Freiheit und eine Entmachtung der Bürger, sondern auch eine Entmachtung der Politiker durch die oberste Planbehörde Europäische Zentralbank.

Inflationspolitik und Zinsmanipulation dienen Partialinteressen. Die Staatsfinanzierung, die „Rettung der Zombiestaaten“ und die Rettung von Banken stehen im Mittelpunkt der „Europäischen Entschuldungsunion“.
Die Belohnung der Schuldner und der nicht wettbewerbsfähigen Zombieunternehmen/Banken ist mit dem politischen Ziel einer Bestrafung (und einer Verringerung der Zahl) der Besitzbürger, der (Sparbuch-)Sparer und der Gläubiger verbunden.
Diese antimarktwirtschaftliche Politik fördert den Neid und ein antimarktwirtschaftliches Denken der Bürger.
Wir benötigen eine „kapitalistische Bildung“, die eine Wertschätzung von Freiheit, von Privateigentum, von Eigentumsrechten, von Vertragsfreiheit, von Eigenverantwortung, von Unternehmergeist, von Eigenleistungen, von Kapitalbildung, von Wettbewerb und von produktiven Investitionen fördert.
Die Planung und Steuerung von Marktpreisen und von Marktzinsen, ein permanentes Geldmengenwachstum und eine Zinsmanipulation sind Teil einer antibürgerlichen Politik, die zu einer größeren Abhängigkeit der Bürger vom Staat(enverbund) führt.

Die Enteignung der Sparbuch-Sparer und die Zerstörung der privaten Altersvorsorge sind (geld-)politisch geplant.
Vertreter von Finanzinstitutionen rufen nun (wieder einmal) nach mehr Finanzbildung und nach einer Förderung von Risiko- und Eigenkapital.

Sparbuch-Sparen, Lebensversicherung und Pensionskassen sollen durch mehr Veranlagung in Aktien und in Fonds ergänzt und ersetzt werden.
Warum wurden wir bisher kein „Volk von Aktionären“?

Eine Politik, die auf immer mehr „soziale Sicherheit“ in einem „Vollkasko-Versorgungsstaat auf Pump“ und in der Versorgungsunion setzt und die es als „sozial gerecht“ (zwangsumverteilungsgerecht!) bezeichnet, wenn es möglich ist, auf Kosten anderer und der Zukunft (anderer) zu leben, da immer mehr Risiken „vergemeinschaftet“ werden, fördert nicht die Freiheit, die Risikofreudigkeit und die Eigenverantwortung der Bürger.
Diese Politik kann den Bürgern nicht alle Risiken abnehmen. Die Entschuldungsunion und die überschuldeten Staaten, die immer mächtiger werden und immer mehr Zwangsumverteilung von Einkommen und von Vermögen verwirklichen, werden zum größten Risiko für die Bürger.
Eine Finanzbildung reicht nicht, um das zu erkennen. Wir benötigen mehr ökonomische, mehr wirtschaftspolitische und vor allem eine „kapitalistische Bildung“!

2 Gedanken zu „Mehr Mut zu einer kapitalistischen Bildung

  1. sokrates9

    “Wir benötigen mehr ökonomische, mehr wirtschaftspolitische und vor allem eine „kapitalistische Bildung“!..
    woher soll diese kommen? 30 Jahrte Indoktrination der Vorteile des zentralwirtschaftlichen Systems müssen sich dochbv auswirken.Seriöse UNI- Profesoren werden rausgeeckelt oder gar nicht angestellt! Gendern hat Priorität!

  2. Gerald Steinbach

    Der Lackmustest aller Lackmustest ist meiner Meinung nach, die kommende Wahl in Deutschland.

    Die Deutschen entscheiden dann über die Zukunft ihrer Wirtschaft, Euro, Migration,Gagagender ..,. wenn da beträchtliche Spuren von grün/links, rot aufscheinen und die bisherige Politik der linksgrünen Merkel bestätigt wird und wirklich die Grünen die Kanzlerin stellen, dann steht Europa vor einer Zerreißprobe, zutrauen würde ich es den Deutschen

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