Mehr Mut zu einer marktwirtschaftlichen Bildung

(JOSEF STARGL) Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank manipuliert die Zinsen und die Preise. In Österreich proben die drei stimmenstärksten Parteien mit der „staatlichen Festlegung von Mindestpreisen“ für Taxis den Abschied von der freien Preisbildung einer Marktwirtschaft.
Der marktwirtschaftliche Analphabetismus ist offensichtlich unter den Technokraten der EZB und unter den Politikern in Österreich sehr weit verbreitet.
Die Manipulation der Zinsen und der Preise hat negative Folgen für den Wohlstand der Bürger, die (leider) meist auch nicht wissen, wie eine Marktwirtschaft funktioniert und den „Verantwortungslosen“ vertrauen.
Verantwortungslose (Geld-)Politiker und Funktionäre versorgen im Sozialstaat und in der Europäischen Umverteilungsunion die Gegenwart auf Kosten der Zukunft. Das Leben auf Pump erhöht die Staatsverschuldung und die Lasten für die Zukunft. Eine geldpolitische Kapitalaufzehrungspolitik (auch das Zahlungsverkehrs-Umverteilungssystem!) in der Haftungs- und Transferunion verteilt Einkommen und Vermögen (auch intergenerativ) um.
Die Nullzins- und Inflationspolitik der Europäischen Zentralbank hebelt die Privateigentumsrechte aus, bestraft die Sparer, fördert einen Kapitalabbau (statt die Kapitalbildung), zerstört die Altersvorsorge, dynamisiert die kalte Progression und erschwert die Vermögensbildung. Die Vermögensillusion ist mit höheren Immobilienpreisen, mit höheren Wohnungsmieten, mit höheren Steuern bei Schenkung und Erbschaft (plus höherer Grunderwerbssteuersatz innerhalb der Familie!), mit höheren Notar-Kosten sowie mit höheren Versicherungsprämien verbunden.
Die Ausgaben des Staates und des Staatenverbundes, die Steuereinnahmen des Staates und die Sozialabgaben steigen. Eine höhere Staatsquote bewirkt nicht nur mehr Staat und mehr Umverteilung, sondern auch mehr Abhängigkeit von einem bereits hochverschuldeten Staat – insbesondere bei der nach dem Umlageverfahren nicht mehr finanzierbaren Altersvorsorge.
Die intergenerative Umverteilung sollte von der Jugend mehr als bisher zu Kenntnis genommen werden. Eine „liberale Lobby für die Jugend“ könnte den Jugendlichen nicht nur die Auswirkungen der Aushöhlung der Marktwirtschaft und des liberalen Rechtsstaates, sondern (aus realistisch-optimistischer Sicht) auch ihre Perspektiven für die Zukunft aufzeigen.
Die Jugendlichen sollten mehr als bisher über Einkommen, Steuern, Sozialabgaben, Konsumgüter- und Vermögenspreise, Mieten, Schenkung, Erbschaft, Sparen, Kapitalbildung, Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensbildung reflektieren und diskutieren.
Wer mit 16 Jahren wählen darf, dem ist auch zuzumuten, über ein Leben in (mehr) Freiheit nachzudenken.
Es gilt, Abschied zu nehmen von der Staats- und Staatenverbundsgläubigkeit. Die Jugendlichen sollten mehr Mut zu einer „marktwirtschaftlichen Bildung“ haben.

One comment

  1. Sokrates9

    Wer soll den Jugendlichen ” Marktwirtschaftliche Bildung” vermitteln?? Die linke Lehrerschaft??Es gibt doch in Österreich keine einzige Partei mehr die die Grundsätze der Marktwirtschaft nur im Ansatz versteht! – Dies müsste doch sofort Austritt aus der Schuldenunion EU fordern!
    Ein wichtiger Aspekt der Nullzinspolitik sollte noch erwähnt werden: Dadurch dass Kapital mangels Zinsen wenig “Wert” hat steigt auch die Neigung dazu Investitionen zu tätigen die man unter normalen betriebswirtschaftlichen Bedingungen nie machen würde!

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