Mehr privat? Das war einmal!

Unter Wolfgang Schüssel war das Motto der ÖVP: “Mehr privat, weniger Staat”. 2013 ist davon keine Rede mehr: “Die ÖVP hat eine Woche vor der Wahl ihr Konzept zur Neuaufstellung von Staatsbetrieben vorgestellt. Sie will unter einem Dach 37 “marktnahe” Unternehmen im Staatsbesitz – wie etwa die ÖBB, den Verbund und die Hypo Alpe Adria – zusammenfassen.” (Standard). Für aufgeklärte Sozialdemokraten ein sicher interessantes politisches Angebot.

4 comments

  1. Wettbewerber

    Ja, es ist wirklich ein Trauerspiel. Es fehlt selbst im bürgerlichen Lager ganz massiv an Problembewusstsein, was ein Staat gut kann (bekanntlich nicht viel) und wo er besser die Finger davon lässt und besser dem Wettbewerb überlässt (wo soll ich anfangen?).

    Manche in der ÖVP sind auch der Meinung, der Staat tut noch nicht genug im Bildungsbereich und sollte sich um eine “Frühförderung” ab dem 2. Lebensjahr (!!) kümmern. Angesichts der tollen Entwicklung im “Frühbildungsbereich”, die bekanntlich zu 100 % staatlich ist (VS + HS/Gym) kann man sich da wohl auf einiges gefasst machen…

  2. Thomas Holzer

    Naja, aus Sicht der Parteien und natürlich der OEVP ist das schon logisch; wenn all diese staatlichen und staatsnahen Unternehmen unter einem Dach zusammengefaßt sind, hat man auch nur mehr einen Ansprechpartner für allfällige pekuniären Zuwendungen; ein Schelm, der Böses denkt 😉

  3. Rennziege

    23. September 2013 – 15:34 – Wettbewerber
    Jaaaa, Frühförderung, pittäh! Am besten den Eltern schon im Kreißsaal ihre Neugeborenen wegnehmen. Procter & Gamble, herich, plant schon österreichische Pampers-Versionen mit dem Aufdruck: “Inhalt ist Staatseigentum.”

  4. J.Peer

    Natürlich, je mehr solche “Firmen” dem Staat unterstellt sind, je mehr Möglichkeiten gibt es die abgewählten Versager der div. Parteien in einer “sicheren, leistungslosen Beschäftigung” unterzubringen.
    Nebenbei – private Unternehmen werden durch diese Firmen konkurrenziert (mit niederen Preisen etc.). Die Abgänge fallen dann dem Staat zu.

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