Mehr Stimmen für Menschen mit besserer Erziehung?

….Bei einem Wirtschaftskongress in Hongkong zeigt sich, wie sehr die Finanzkrise die westliche Geisteselite verunsichert hat. Selbst für Nobelpreisträger ist China das neue Vorbild. Und die ersten Philosophen fangen bereits an, über das Ende der Demokratie nachzudenken…” – Ich erlaube mir in diesem Zusamenhang den Hinweis auf mein Buch “Prolokratie – Demokratisch in die Pleite

37 comments

  1. PP

    Besser als Hayek kann man es kaum ausdrücken:

    „Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck weasel-word. So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort sozial. Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“
    [Wikipedia]

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    Darf ich höflich darauf hinweisen, dass der Franzose (Diplomat und Politologe ) Jean-Marie Guéhenno bereits 1993 (deutsch 1999?) das Buch “Das Ende der Demokratie” geschrieben und veröffentlicht hat.
    nihil novum sub sole?

  3. Dr. Christian Schweighofer

    Einer Modfizierung demokratischer Willensbildung muss aber eine deutliche Aufwertung der liberalen Grundrechte einhergehen. Denn es sind die liberalen Grundrechte, die beispielsweise die Meinungsfreiheit garantieren – und nicht die staatlich-demokratsiche Willensbildung.

  4. Hugo

    Was Daniel A. Bell in Peking lehrt, wurde auch damals in der Diskussion über die deutsche Wiedervereinigung abgebügelt. Die westlichen Demokratien haben ja in Wirklichkeit ein kompliziert ausgeprägtes System der politischen Einflussnahme, das nur in engsten Zirkeln der Macht wirklich durchschaut wird. Die Kunst des Regierens beschränkt sich da auf die Kunst des Herausredens. Aber das beherrschen die Akteure perfekt. Der Erfolg in der globalen Praxis wird zeigen, ob die europäische oder die chinesische Art einen Staat zu führen, effizienter oder besser ist. Das wird gar nicht mehr lange dauern. Und dann wird es jede Menge Interessenten geben, die das bessere System kopieren und adaptieren wollen. Deutschland nicht ausgeschlossen. Ich traue mir hier sogar, eine ausgeprägte Christenverfolgung vorherzusagen. Die haben sich nämlich in der europäischen Vergangenheit am meisten bereichert und werden dann für die eventuell negative Entwicklung verantwortlich gemacht. Und die auffällige Häufung evangelischer Besuche beim neuen Papst wie auch die knisternde Nervosität in der Pfarrdemokratie Thüringen lassen mich ahnen, die vermuten das längst selber.

  5. Spruance

    Es wäre sicherlich falsch, auf die alte Verkürzung hereinzufallen, die behauptet, mit der Einführung der Demokratie sei alles erledigt. Das Haben schon die Athener geahnt. Nicht umsonst heißt die freiheitlichste Grundordnung, die Deutschland je hatte, auch Freiheitlich-Demokratische Marktwirtschaft. Ihr Konstruktionsfehler liegt allenfalls in der mangelnden Trennung zwischen Legislative und Exekutive, einen Fehler, den die amerikanische Verfassung nicht aufweist. Daher sind wir von der Bürokratie, die Amerikaner von den Juristen geplagt.

  6. Herr Karl jun.

    @Hugo
    Ich scheine wohl nicht mit der katholischen Wunderwelt so per Du zu sein, so frage ich Sie: Was haben die “auffällige Häufung evangelischer Besuche beim neuen Papst” und die “knisternde Nervösität” (?) mit der bevorstehenden Christenverfolgung zu tun? Habe ich irgendeine weissagende Erscheinung versäumt? Ein satanisches Wirken in dieser sündigen Welt gröblichst negiert? Einen dunklen Verschwörungszirkel wider die Christenheit übersehen..?

  7. Rennziege

    Ich weise höflich darauf hin, dass das englische Wörtchen education wohl auch “Erziehung” bedeutet; nicht aber im Sinn von richtigem Gebrauch von Taschentuch, Gabel & Messer, sondern als Bildung vom Kindesalter an, die schulisch fortgesetzt wird. Aus der guten alten Britannica:

    Main Entry: educate
    Pronunciation: *e-je-*kayt
    Function: verb
    Inflected Form: -cated ; -cating
    Etymology: Middle English, to rear, from Latin educatus, past participle of educare, to rear, educate, from educere to lead forth — more at EDUCE
    Date: 15th century

    transitive senses
    1 a: to provide schooling for
    b: to train by formal instruction and supervised practice especially in a skill, trade, or profession
    2 a: to develop mentally, morally, or aesthetically especially by instruction
    b: to provide with information : INFORM
    3: to persuade or condition to feel, believe, or act in a desired way *educate the public to support our position*
    intransitive senses: to educate a person or thing
    synonyms: see TEACH

    Oisdann: education meint nicht den politisch korrekten Krawattenknoten oder den Verzicht der Prölls und Faymänner auf öffentliches Rülpsen, sondern den Bildungsgrad “demokratischer” Volksbeglücker.
    Die Titelzeile dieses Threads sollte also lauten:
    “Mehr Stimmen für Menschen mit besserer Bildung?”

  8. Hugo

    @Herrn Karl jun.
    Nun ja, das kann ich nur vermuten. Wenn die Ökumene das hölzerne Steckenpferd der Evangelikalen ist, dann ist der neue Papst vielleicht Sinnbild des rettenden Strohhalms genug, um sich gegebenenfalls daran klammern zu können. Normalerweise nennt man ja als Schutzmacht der deutschen Kirchen die USA. Um das Vertrauen in Übersee scheint es aber nicht gut bestellt, wohl auch wegen der intensiv in den evanglischen Gefilden missionierenden Sekten und Splitterkirchen. Liest man die Stellungnahmen deutscher Bischöfe zum Waffenhandel, den Waffengesetzen oder zu den letzen Kriegen, könnte man sogar auf Antiamerikanismus tippen. Und nicht zuletzt hat die Theologenregierung in Thüringen sämtliches Renommè verspielt, das sie sich in den Jahren der DDR-Opposition mühselig erworben hatte. Man sitzt mit Pokerface auf Pulverfässern und klopft bis zu den Wahlen im Herbst fromme Sprüche. Brauchen wir denn solche Leute? Braucht es dazu Demokratie?

  9. Der Grenzwolf

    … so lang aber alle Parteien gar der Stimme von Nachbar´s Lumpi nachlaufen, wird sich da nichts ändern, und wir verabschieden uns, ganz demokratisch auf die Demokratie salutierend, von der selbigen in aller höchst demokratisch-amtlicher Form …

    Es muss einfach legitim werden, wenn es schon nicht ist, ganz offen auch über Unzulänglichkeiten zu reden. Bauchpinseln war noch nie ein wirksames Mittel, wenn es darum ging, etwas zu verbessern.

  10. Rennziege

    @Herr Karl jun.
    @Hugo

    Der Satz “Normalerweise nennt man ja als Schutzmacht der deutschen Kirchen die USA” hängt im luftleeren Raum. Es gibt auch keine deutschen Kirchen, soweit es den Katholizismus betrifft; denn der bezieht seine Ausrichtung unverändert aus Rom. Freilich wird auch der neue Papst mit Protestanten reden, um ihnen den Puls zu fühlen; aber beide Positionen bleiben unvereinbar, solange Protestanten die Ökumene an eine zeitgeistige Abkehr von der Geschäftsgrundlage des Christentums binden — und die besteht nun mal aus dem Alten und dem Neuen Testament.

    Die katholische Kirche wird den Deibel tun und ihr Fähnchen nach dem Wind hängen; hätte sie das je getan, wäre sie längst verschwunden. In den Ossi-Ländern gehören weniger als 15% der Bevölkerung einer christlichen Kirche an, nicht erst seit der DDR. So gesehen ist der Sturm im Wasserglas Thüringens so belanglos wie der sprichwörtliche Sack Reis in China.

  11. Mercutio

    @Rennziege
    “nicht erst seit der DDR.”
    Was soll das bitte bedeuten? 1949 lag der Anteil an Christen (Territorium DDR) bei 92%, 1988 waren es noch 40%. Inzwischen dürfte der Anteil wohl nicht mehr signifikant gesunken sein. Weiß nicht, was Sie mit derlei Überteibungen bezwecken.

  12. Der Unternehmer

    Wäre gut, mal über die heilige Kuh Demokratie nachzudenken.

    Unsere heutige Form der parlamentarischen Demokratie ist eien Spätfolge der französischen Revolution, des Jakobinertums.

    Sie ist ein Herrschaftsinstrument, aber ganz bestimmt nicht die Staatsform für freie Bürger.

    Aber heute sind die allermeisten Menschen Untertanen, ohne dass sie es merken.

  13. Rennziege

    @Mercutio
    Leider daneben, wie so oft:
    http://www.ekd.de/download/kirchenmitglieder_2007.pdf

    Daraus:
    “24,832 Millionen Menschen gehörten am 31.12.2007 in Deutschland der evangelischen Kirche an.
    Der prozentuale Anteil der Kirchenmitglieder an der Bevölkerung weicht in den einzelnen Landeskirchen deutlich voneinander ab. In den traditionell protestantischen Gebieten der alten Bundesländer beträgt er bis zu 54,3 Prozent. In Regionen mit hohem Katholikenanteil (Bayern, Rheinland) liegt er unter 30 Prozent und in den meisten östlichen
    Landeskirchen erreicht er nicht einmal die 20-Prozentmarke.”

  14. Thomas Holzer

    @Der Unternehmer
    Sie schreiben es!
    Aber momentan ist die Demokratie NOCH sakrosankt, zumindest in Europa.
    Wird aber nicht mehr lange dauern, bis Alternativen angedacht werden; die Demokratie garantiert keine Rechtstaatlichkeit, sondern nur Willkür, “legitimiert” durch die Mehrheit des vulgus populus. Parteien und “Vorfeldorganisationen” verteidigen nur noch aus purem Eigennutz die Demokratie.
    Dem Bürger reicht es mittlerweile, daß ihm per Gesetz vorgeschrieben wird, wie er zu leben hat, daß sich die Politik “ganz demokratisch legitimiert” mittlerweile in die persönlichsten Bereiche des menschlichen Daseins einmischt. Das nennt man auch Politikverdrossenheit 😉

  15. Der Unternehmer

    @Thomas Holzer
    Hier sei daran erinnert, dass z. B. die USA erst seit den 1840er Jahren eine Demokratie sind. Zuvor war es eine konstitutionelle Republik.

    Interessant in diesem Zusammenhang, dass damals die einflussreichsten Famien versucht haben, im Hintergrund die Strippen zu ziehen.

  16. Lodur

    @Mercutio
    “Pardon, Sie sprachen von “Christen”, nicht der EKD, also das “daneben” können Sie sich behalten!”

    Normalerweise müsste für eine ständestaatliche Katholiban wie Rennziege nur die Römisch-Katholische Kirche das Christentum an sich sein. Und jetzt steht die EKD bei ihr für das Christentum an sich in Deutschland? Entweder ist sie konvertiert, verwirrt oder will einfach auf Biegen und Brechen einfach nur “Recht haben”.

  17. Rennziege

    @Lodur
    “… eine ständestaatliche Katholiban wie Rennziege …”
    Sie delirieren, Genosse, wie gewohnt. Und beklagenswerter denn je: Wie kommen Sie auf derlei geistige Flatulenzen? Außerdem: Anders als Ihnen war es mir nicht vergönnt, den Ständestaat zu erleben.

  18. Lodur

    @Rennziege
    Dank ihrer “geistreichen” Kommentare, die Homosexuelle, Muslime und Linke schmähen, den Kapitalismus loben und Faschisten wie Franco verehren.

  19. Lodur

    Und dabei auch noch wagen, die Worte Bibel, Nächstenliebe und Vernunft für Ihre faschistoide Hasspropaganda zu missbrauchen.

    Kanada hat so etwas wirklich nicht verdient.

  20. Hugo

    Ich vergaß: In Wien ham’s ja den lieben Herrgott sölber mit’m Flascherl aufg`zogn, gell? Dagegen in Deutschland betrachtet man Luther als eine Art Befreiungstheologen. Man streitet sich mit den Katholen nur um Gebiete, Steuern und Protektion, nicht um Theologie. Mit einer einzigen Ökumenekirche ginge es den deutschen Gemeinden trotz des 18% Minderheitsstatus blendend. Man könnte sie dann sogar Steuern an ihre Gemeinden zahlen lassen.

    Die heutige Form der Demokratie ist vor allem eine Mogelpackung. Der mediale Aufwand der Wahlkämpfe soll nämlich einen Einfluss des Bürgers auf die Entscheidungen der Politik suggerieren, des er defakto gar nicht hat. Mein Einfluss auf die Politik ist gleich Null, das hängt überhaupt nicht davon ab, ob wir Demokratie oder Diktatur haben. Die politische Klasse reagiert entweder vernünftig auf die anfallenden Aufgaben oder unvernünftig, aus welcher Partei die Leute ins Amt kamen, war in den letzten Jahrzehnten ohne Relevanz. Im Zweifel werden sowieso irgendwelche Expertenrunden befragt. Das wäre nicht anders, wenn wir einen Monarchen hätten. (Aber wir wollen den Kaiser Wilhelm nicht wieder ham. Er war ein A*)

  21. Hugo

    Ja, und die Sache mit der Bildung als Kriterium ist auch nicht ohne Geschmäckle. Im Dritten Reich wäre ein gebildeter Mensch nach damaliger Lesart mindestens in der NSdAP gewesen, im Stalinismus ein 180%iger Genosse. Das hat der christliche deutsche Gesetzgeber natürlich frühzeitig erkannt und zahlt denen dehalb auch deutlich höhere Renten als dem unpolitischen Durchschnittstölpel. Also etwas mehr Vorsehung hätte unsereiner damals gut gebrauchen können.

  22. Hugo

    Was bleibt: Wenn wir die Chinesen beeindrucken wollen, müssen wir etwas Besseres machen. Das wird dann sofort nachgeahmt und sei es eine neue Form von Demokratie.

  23. Herr Karl jun.

    Rennziege :<A Geschäftsgrundlage des Christentums binden — und die besteht nun mal aus dem Alten und dem Neuen Testament.

    Dogmatisch gesehen wäre das genau die protetantische Position (“sola scriptura”). Katholische Theologen würden die “traditio” und das Lehramt des Papstes hinzuzufügen haben.

  24. Mercutio

    @Lodur
    Füttern hat keinen Sinn, haben Sie noch nicht bemerkt, dass eh immer nur die gleichen hirnlosen Stehsätze wie aus einem Automaten heraustickern? Hier handelt es sich um keine menschliche Person, sondern eine Linken-Ortungsdrohne mit äußerst grobem Raster in Schwarz-weiß gehalten.

  25. Feldheld

    Sorry, typischer Journalistenbullshit. Aufmerksamkeit erregen mit schwachsinnigen Extremen.

    Niemand, der seine fünf Sinne beieinander hat, stellt die Demokratie an sich in Frage. Sie ist besser als alles, was es vorher gab.

    Sie kann verbessert werden, zum Beispiel beim Wahlrecht. Stimmrecht z.B. nur für den, der Steuern zahlt. Passives Wahlrecht nur für Leute, die nicht bereits im Staatsdienst tätig sind. Demokratien mit völlig naivem Wahlrecht für jeden Parasiten können können auf Dauer keinen Bestand haben. Unser heutiges System kollabiert aus dem einen Grund, daß Politiker mit Steuergeldern Wählerstimmen kaufen, neue Wähler für ihre Parteien regelrecht züchten bzw. aus dem Ausland importieren. Nur aus diesem einen Grund kam es zur Schuldenlawine.

  26. Rennziege

    @Mercutio
    Auf grobe Dummheit passt halt leider nur ein grobes Raster. Allerdings bin ich keine Drohne, sondern eine fleißige Biene, um in Ihrem Zerrbild zu bleiben.

  27. Der Unternehmer

    @Feldheld
    “niemand, der seine fünf Sinne beisammen hat, stellt die Deomkratie an sich in Frage”.

    Warum nicht darüber nachdenken? Ich halte unsere heutige parlamentarische Demokratie neben der Diktatur für die denkbar schlechteste aller Staatsformen.

    Wobei sich unsere heutige Demokratie langsam in Richtung Diktatur und Totalitarismus bewegt. Nur, dass heute die diktatorischen Elemente in der Demokratie subtil sind und von den wenigsten als solche wahr genommen werden.

  28. Thomas Holzer

    @Feldheld
    Dann nimmt es mich Wunder, daß die Demokratie, den Zeithorizont des nachvollziehbaren menschlichen Daseins betrachtend, eine verschwindend, um nicht zu schreiben, vernachlässigbare kurze Zeit als Regierungsform ausgeübt wurde/wird.
    In Summe, ich extrapoliere mal, 300 Jahre ?!? 😉

  29. wollecarlos

    @Mercutio
    unabhängig von Ihrer, naja, sagen wir mal “merkwürdigen” Aussage:

    Sie sind Onkel geworden!
    Patenonkel!
    Herzlichen Glückwunsch!

    Leider (??) ist das Zickenkind kein “Mercutio”, sondern eine “Mercutia”

    Aber fressen tut es schon fleißig, muß ja auch nicht auf Mehrwert, Ausbeutung irgendwelcher Klassen, Tendenz der (seit Jahrhunderten!) sinkenden Profite und ähnliche Dummheiten achten….

  30. Feldheld

    Thomas Holzer :
    @Feldheld
    Dann nimmt es mich Wunder, daß die Demokratie, den Zeithorizont des nachvollziehbaren menschlichen Daseins betrachtend, eine verschwindend, um nicht zu schreiben, vernachlässigbare kurze Zeit als Regierungsform ausgeübt wurde/wird.
    In Summe, ich extrapoliere mal, 300 Jahre ?!?

    Auch die politischen Systeme sind der natürlichen Selektion ausgesetzt. Überleben tut immer das am besten an die globalen Umstände angepaßte System, nicht das, welches irgendwelchen Leuten am besten gefällt. Durchaus möglich, daß die Demokratie in der Konkurrenz auf Dauer anderen Systemen unterlegen ist, aber das weiß man eben immer erst nachher, nie vorher. Im 20. Jahrhundert jedenfalls hat die Demokratie einen historisch beispiellosen Siegeszug über den Globus getan und dabei nicht nur antiquierte Diktaturen in die Mülltonne der Evolution geschickt, sondern auch scheinbar modernere totalitäre Systeme wie den Nazismus und den Kommunismus. Das muß der Demokratie erstmal einer nachmachen.

    Leider ist auch das beste System nicht vor Degeneration der Gesellschaft geschützt. So wie der Kapitalismus die fetten Zeiten hervorbringt, die Millionen von Arschlöchern und Bekloppte überleben läßt und damit die Voraussetzungen für den nächsten Niedergang erzeugt, so bringt Demokratie die freien und sicheren Zeiten in denen die Menschen übermütig am eigenen Ast zu sägen beginnen.

  31. Lodur

    “So wie der Kapitalismus die fetten Zeiten hervorbringt, die Millionen von Arschlöchern und Bekloppte überleben läßt und damit die Voraussetzungen für den nächsten Niedergang erzeugt, so bringt Demokratie die freien und sicheren Zeiten in denen die Menschen übermütig am eigenen Ast zu sägen beginnen.”

    “Liberale” wie Feldheld sind nichts anderes als sozialdarwinistische Maulhelden, die den Siegeszug der Demokratie loben, sie jedoch nicht auf die Wirtschaft ausdehnen wollen. Nichts anderes als eine demokratisierte Ökonomie ist Sozialismus/Kommunismus.

    Abgesehen davon sollen solche Typen wie er froh sein, dass es ein System gibt, das “Arschlöcher und Bekloppte überleben läßt”, sonst wären sie schließlich selbst nicht am Leben.

  32. wollecarlos

    @Lodur
    Schon wieder ein großer Lacher von unserem Marxismus-Experten:

    “Nichts anderes als eine demokratisierte Ökonomie ist Sozialismus/Kommunismus.”

    Ob die Herren, Lenin, Stalin, Mao, Castro, Pol Pot, der pubertäre Irrre von Nordkorea, einige südamerikanische “Leader” damit einverstanden sind???

    Und vor Allem die Erfinder Marx und Engels !??

    “Pubertäre Irre” scheint es nicht nur in Nordkorea, sondern auch in diesem Blog zu geben. Der Name von einem solchen fängt mit “Lo” an und endet mit “dur”.

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