„Mein nigerianischer Urgroßvater verkaufte Sklaven“

“….Die nigerianische Autorin Adaobi Tricia Nwaubani hatte kürzlich den Mut, öffentlich zu machen, dass einer ihrer Urgroßväter Sklavenhändler war. Sie betonte, dass er nicht nach huetigen Werten oder Normen beurteilt werden sollte: „Nwaubani Ogogo lebte in einer Zeit, in der die Stärksten überlebten und die Tapfersten überragten. Das Konzept ‚alle Menschen sind gleich geschaffen‘ war der traditionellen Religion und dem traditionellen Recht in seiner Gesellschaft völlig fremd.”/ mehr

11 comments

  1. sokrates9

    Ein Thema was gar nicht den heutigen obermoralosten passt und daher geschwiegen wird. Was man auch beachten sollter: die Rolle der Araber die sich schon immer als Herrenmenschen sahen- ein Araber lässt arbeiten -und die im Sklavenhandel eine ganz bedeutende Rolle gespielt haben, die natürlich auch tabuisiert wird!

  2. Rado

    Habe auf Zeitsprung fm erst unlängst einen Podcast über die nordafrikanischen Barbareskenstaaten und die Hamburger Sklavenkassa entdeckt. Glaube dass es mehr europäische Sklaven in Afrika gegeben hat als umgekehrt. Manche Autoren vermuten, dass man die afrikanischen Sklaven in der neuen Welt in dieses Verhältnis auch einrechnen darf.

  3. Volker Seitz

    Ich empfehle drei sehr gute Bücher, die mit dem Thema befassen:
    “Der verschleierte Völkermord” von dem franko – senegalesischen Wissenschaftler Tidiane N’Diaye (arabisch – muslimischer Menschenhandel )

    “Weißes Gold ” von Giles Milton (Handel mit weißen Sklaven in Nordafrika)

    und natürlich das exzellente Buch von Egon Flaig “Weltgeschichte der Sklaverei”.

  4. Rado

    Ps: Appropos: Buch “Weisses Gold” spricht von weit über einer Million Europäischer Sklaven in Nordafrika über die Jahrhunderte. Die arabischen Sklavenjagden an Europas Küsten und im Mittelmeer haben übrigens erst mit der Europäischen Kolonialisierung Nordafrikas entgültig aufgehört.

  5. Cora

    Die “Black Lives Matter”-Bewegung hat sich mit ihrem “Bildersturm” selber ins Knie geschossen, sie sieht den Balken im eigenen Auge nicht. Vielleicht hätte ein etwas Mehr an reflektierter Information sie davor bewahrt, sich dermaßen zu entblößen. Und nicht zuletzt ein Bibelstudium, denn wie heißt es so schön im Johannesevangelium: Wer gänzlich frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

    Nun geben ihre Anhänger eine ziemlich lächerliche Figur ab. Den Irrtum können sie nun nicht mehr still und leise entsorgen, der Gesichtsverlust ist bereits vollkommen.

  6. CE___

    Wo es einen Käufer gibt, muss es auch einen Verkäufer davor geben. Einfacher Zusammenhang eigentlich. Ausser für Marxisten und Kommunisten.

  7. Falke

    Es ist grundsätzlich völlig absurd, Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, nach heutigen Kriterien oder gar Gesetzen einzustufen und zu be- bzw. verurteilen. Jede Zeit hatte ihre Eigenheiten, Rechtsgrundlagen, Rechtsempfinden der Bevölkerung, und vor allem war der Stand der Forschung und Wissenschaft auf einem ganz anderen Niveau als heute. Als typisches – allerdings negatives – Beispiel mag die Tatsache gelten, dass bis heute niemand aus der ehemaligen DDR für die Morde an der Berliner verurteilt wurde – meist unter dem Vorwand, dass das den geltenden Gesetzen entsprochen habe.

  8. Johannes

    Ich befürchte der Mainstream interessiert sich nicht sonderlich für solche historischen Wahrheiten. Zum einen passt es überhaupt nicht ins gängige Narrativ. Zum anderen ist man doch gerade dabei die Herrschaft des weißen Mannes zu brechen und da dieses Ziel schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger erfolglos verfolgt wurde lässt man sich diese Chance nun nicht durch irgendwelche historische Fakten zerstören.

    Könnte mir gut vorstellen das der Mainstream den Erzähler solcher historischen Wahrheiten einfach des Rassismus beschuldigt und verurteilt ohne auch nur eine Sekunde auf die prüfbaren Fakten einzugehen.

    Wir leben in Zeiten in denen Menschen in Europa welche gegen unkontrollierte Zuwanderung argumentieren als Nazis verfolgt werden. Da kann man nicht ernstlich erwarten das man Menschen welche über den Sklavenhandel durch Schwarze sprechen auch nur eine Sekunde Gehör schenkt.

    Der Mainstream reagiert extrem gereizt auf Aufmüpfigkeit, es stört den Schritt für Schritt totalitärer werdenden Würgegriff auf die Gesellschaft, wenn da Einzelne sich nicht in die Reihe einordnen.

  9. Volker Seitz

    “Die Prinzen von Calabar“ heißt das Buch des Historikers Randy J. Sparks aus New Orleans. In ihm beschreibt er seinen zufälligen Fund eines Briefwechsels von zwei versehentlich verschleppten afrikanischen Sklavenhändlern. Sparks hat diesen Briefwechsel historisch aufgearbeitet. Sie wurden als Gefangene nach Virginia verschleppt und dort als Sklaven verkauft. Damit konnten sie die Grausamkeit der Überfahrt und die Behandlung der Sklaven an Bord am eigenen Leib erfahren. Allerdings fühlten sie sich diesen Menschen keineswegs ebenbürtig. Das Buch beleuchtet die beginnende Antisklaverei-Bewegung in Bristol. Dort beginnt der Briefwechsel zwischen den beiden Prinzen und den Brüdern Charles und John Wesley. Die Wesley-Brüder gehörten der Methodistenkirche in Bristol an, die zusammen mit der Quäkerbewegung die Sklaverei als verbrecherische Sünde ablehnten und sich für die Befreiung der beiden Prinzen einsetzten. Sie erreichten die Befreiung der beiden afrikanischen Sklavenhändler Ephraim und Ancona Robin Robin-John.Nach der Rückehr setzten sie trotz aller Erfahrungen in den Vereinigten Staaten und in Europa ihren Sklavenhandel fort.

  10. Der Realist

    Heutzutage leben viele recht gut mit “Vergangenheitsbewaeltigung”, und natürlich müssen da auch Schuldige her. Zudem wird auch noch versucht, der heutigen
    Generation eine Mitschuld anzulasten, und nur wenige haben den Mut, öffentlich jede Mitschuld an Ereignissen in der Vergangenheit von sich zu weisen
    Dass ganz Afrika abgewirtschaftet ist, wird von den politisch Korrekten ja auch immer mit dem Kolonialismus begründet.

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