Meinung, Moral und die neue Sprachregelung

“…..Die Sprachkontrolle bedeutet, dass man „richtige“, „korrekte“ Worte oder Codes benutzen muss. Tatsächlich sind es oft Beschönigungen oder überhaupt das Verschweigen unangenehmer Tatsachen. Ein bevorzugter Schauplatz dafür ist alles, was mit Migration und Integration zu tun hat. Kriminelle Taten von Angehörigen bestimmter Gruppen, die als Opfer gelten, also etwa Flüchtlinge, werden heruntergespielt oder man versucht, sie als Folge von „Diskriminierung“ zu entschuldigen. Der verfestigte Opferstatus verleiht Privilegien. Wer etwa den Islam kritisiert, ist islamophob oder rassistisch. In Deutschland werden Forscher, die die gängige beschönigende Darstellung von Migration nicht teilen, öffentlich nicht erwähnt oder mit einem faktischen Auftrittsverbot belegt. Das trifft ironischerweise ausgerechnet Publizisten mit Migrationshintergrund, die wenn sie islamkritisch sind, sogar noch mit Personenschutz unterwegs sein müssen….” (mehr hier)

12 comments

  1. Sokrates 9

    Sprach Kontrolle ist nicht nur das Ende der Demokratie sondern noch viel dramatischer auch der Wissenschaft!

  2. Gerald Steinbach

    Also ich lese die Presse nach wie vor mit großer Begeisterung, allerdings nur mehr am Sonntag, an diesen Tag ist das Preis/Leistungsverhältnis am besten

  3. Der Realist

    Erstaunlich ist, dass dieser Meinungsterror von den echten Intellektuellen so unwidersprochen hingenommen wird. Gängige deutsche Wörter stehen da auf der schwarzen Liste der Politisch Korrekten. Geht es nach diesen, ist ohnehin nur deren eigene Meinung zulässig. Als Paradebeispiel gilt da wohl ein alter Schreiberling einer selbsternannten ‘Qualitätszeitung’, jede Meinung die von seiner abweicht, wird als Unsinn abqualifiziert.
    Von der ‘Zivilgesellschaft’ wurde vor einiger Zeit die Spaltung der Gesellschaft entdeckt, wenn es um die Politische Positionierung geht, als ob das vor 50 Jahren nicht anders war.
    Ist man von bestimmten Entwicklungen nicht restlos begeistert, wird einem automatisch eine Phobie attestiert. Findet man, dass unser Land nicht unbegrenzt ‘Flüchtlinge’ aufnehmen kann, dann hat man Angst vor Fremden, das bei einigen alten Mitbürgern auch berechtigt zutreffen mag.
    Die Bürger dürfen auch katalogisiert werden, vom Oppositionsfunk angefangen bis zu den ‘Staatskünstlern’ gehören alle Linken zu den Guten, der Rest darf mit allen Mitteln bekämpft werden.
    Viel wird heutzutage über Hass im Netz geschrieben und diskutiert, aber gerade hier ist die Community einer ‘Qualitätszeitung’ eine wahre Fundgrube von Beleidigungen und offenem Hass.

  4. Der Realist

    @Gerald Steinbach
    Man kann an der Presse einiges kritisieren, trotzdem ist sie meiner Meinung nach die einzige Qualitätszeitung im Land. (Die Salzburger Nachrichten kenne ich kaum)

  5. Cora

    “Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen” steht in einem Kasterl neben dem Beitrag. Blattlinie ist das, was Winkler sagt, wohl nicht.

  6. Gerald Steinbach

    Der Realist
    Ja, eh…Deswegen kaufe 😏ich die anderen Sonntagszeitungen ja nicht

  7. Falke

    Zum Thema kriminelle Migranten/Flüchtlinge/Asylwerber (je nach Geschmack): Das Schlimme ist ja nicht einmal die schönfärberische Sprache, sondern vielmehr die gerichtliche Praxis (vielleicht tatsächlich eine Folge davon); den Tätern aus diesen Regionen werden a priori alle denkbaren und undenkbaren, meist völlig absurden Milderungsgründe zugestanden, angefangen von einer schlimmen Kindheit, der üblichen “Traumatisierung” durch alle möglichen Umstände, (entschuldbare) Unkenntnis der örtlichen Sitten und Gebräuche (also Schuld der gescheiterten lokalen Integrationsbeauftragten), schlechte Unterbringung, schlechtes Essen usw. usf. Zum Schluss ergibt das – etwa bei Totschlag – vielleicht ein paar Monate bedingt und – Gott behüte! – keineswegs die Abschiebung.

  8. Gerald Steinbach

    Falke
    Die Gründe der Nicht Abschiebung sind mindestens genauso vielfältig und variantenreich wie die von ihnen zitierten Milderungsgründe, da beißt sich die Katze im Schweif und so wird das nix

  9. astuga

    Rückschlag für das politische Framing der dt. Bundesregierung.
    Laut Gerichtsurteil darf das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD nicht mehr als “Prüffall” bezeichnen.

    Wörtlich: “Der Bezeichnung als Prüffall komme in der Öffentlichkeit eine negative Wirkung zu (…) Dieser Engriff in die Rechte der AfD sei mangels Rechtsgrundlage rechtswidrig und unverhältnismäßig.”

  10. Johannes

    Es würde mich sehr interessieren welcher der “Obertwitterer“ des ORF es war, der da Zensur gefordert hat.
    Ich denke man könnte ruhig seinen Namen nennen wenn er unter seinem Namen so etwas gefordert hat.
    Das wäre es wert einem größeren Publikum mitzuteilen was er genau gesagt hat.

    Es ist sehr lange gelungen über Medien die noch dazu eine sehr privilegierte Monopolstellung haben einen öffentlich rechtlichen Auftrag sehr individuell selbstdefiniert zu praktizieren, nach meiner Meinung.
    Das hat sehr oft auch prächtig funktioniert, die Menschen haben meist die offenen oder suggestiven Versuche einer Meinungsgestaltung angenommen und so wurde im Sinne der politischen Absicht zu einer Formung der Gesellschaft beigetragen.
    Die großen Nutznießer dieser Unterstützung waren meist die Sozialisten, immer mehr aber die Grünen. Es scheint, natürlich nur für mich persönlich, als ob hier eine große Verbundenheit zwischen bestimmten Medienbetreibern und den Parteien herrscht.

    Es gab soweit ich mich erinnere in der Geschichte nur drei Ausreißer bei denen die Bevölkerung der massiven Medienbelehrung nicht gefolgt ist. Das war zunächst einmal die Wahl von Waldheim, dann die Ermöglichung der Regierung Schüssel und jetzt gerade die Regierung Kurz.

    Es ist für mich immer ein besonderes Vergnügen zu sehen wie die Meinungsmacher dann völlig konsterniert das so etwas möglich ist, zunächst einmal total ratlos und ohne Konzept dastehen.

    Es braucht meist ein wenig bis sie sich erfangen haben um dann mit der ganzen Professionalität die man sich im Laufe der langen Monopolzeit aneignen konnte ein beständiges Anrennen an die Mauern des politischen Gegners zu organisieren.

    Die Berichte über die Völkerwanderung haben, nach meiner Meinung, einen tiefen Graben zwischen Meinungsbildner und Bevölkerung aufgerissen, man traut ihnen , so scheint es, sehr oft nicht mehr und das lässt sich auch durch aggressivste Versuche der Stigmatisierung nicht zuschütten. Diese Machtlosigkeit ist man nicht gewohnt und so laufen die meisten Angriffe ins Leere, die Bevölkerung springt nicht auf, im Gegenteil.

    Es ist zum Verzweifeln wenn jene Partei die man am besten gefördert hat nicht mehr im Parlament vertreten ist und jene die man ebenso unterstützt nicht und nicht in die Gänge kommt.

    Was nützt die beste Medienmacht wenn es niemanden gibt der sie in politische Macht umzuwandeln im Stande ist, könnte man fragen.
    Daher kämpfen, kämpfen, kämpfen gegen die Regierung und hoffen das es mit den beiden Verbündeten im Geist und in der Ideologie wieder aufwärts geht.

    Ich bin schon sehr gespannnt auf die EU-Wahlen.

  11. Triumph Cruiser

    Seit ich keine “Zeitungen” mehr lese (seit Jahren, – insbesondere TT) geht es mir viel besser. ORF wurde schon vor Jahren abgemeldet, – brauch ich nicht. Krone-Online lese ich zur Belustigung und wenn ich tatsächliche Information benötige, – dann grase ich meine “Favoriten” (da fällt auch OO darunter) ab.

    … das Leben kann so einfach sein …

  12. astuga

    @Triumph Cruiser
    Der britische Künstler und Multikulti-Kritiker Morrissey (“I tell my friends, stop watching the news…”)

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