Meinungsfreiheit in der Praxis

Von | 31. Mai 2015

“….In diesen Tage hat die junge, sehr begabte und ausgezeichnete Publizistin Ronja von Rönne ihren Blog eingestellt. Es waren wunderbar provokante Texte. Doch Rönne gab nach Morddrohungen und einem beispiellosen Shitstorm auf…..” (hier)

8 Gedanken zu „Meinungsfreiheit in der Praxis

  1. Thomas Holzer

    perfide, aber leider erfolgreich; hinzu kommt eine von der vereinigten Linken leider erfolgreich inszenierte Begriffsumdeutung.
    Das Ausschließlichkeitsprinzip wird im Namen der Freiheit als allein gültig erachtet (welch eine Perversion)

  2. caruso

    D wird langsam(?) ein Irrenhaus. Anders kann man die dortige Lage kaum beschreiben. Eine
    solche Meinungsterror … als ob D noch keine Meinungsdiktatur – sogar zwei – erlebt hätte.
    Aber der Michel ist brav, es wird keinen Aufstand geben. Denn: Ruhe ist der erste Bürgerpflicht.
    lg
    caruso

  3. Thomas Holzer

    @Caruso
    Und Österreich steht Deutschland um nichts nach!

  4. Selbstdenker

    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sich viele Menschen durch diese Online-Varianten von Mobbing, Lynchjustiz und Hexenjagden einschüchtern lassen. Die gängige Art mit Shitstorms umzugehen, ist meiner Meinung nach jedoch falsch.

    In so gut wie allen Shitstorms werden geltende strafrechtliche Tatbestände erfüllt: Beleidigung, Bedrohung, üble Nachrede, Nötigung, etc. So wie man sich auch offline nicht dafür entschuldigen muss, dass einem jemand an die Gurgel geht, braucht man sich das auch online nicht gefallen zu lassen. Schon gar nicht, wenn eine Straftat von mehreren Personen gemeinsam und zum Teil koordiniert erfolgt.

    Strafrechtlich besteht hier jedenfalls enormer Handlungsbedarf und ich bin mir sicher, dass es in den verbliebenen Inseln der Rechtsstaatlichkeit in nächster Zeit zu massiven Verschärfungen kommen wird.

    Vor Online-Denunzianten, Online-Schnellrichtern und Online-Mobs braucht man sich nicht zu entschuldigen. Ihre Identitäten sind leichter feststellbar, als diese Spinner mit ihren amateurhaften IT Know-how wahrhaben wollen.

    Lasst Ihre Accounts sperren, Euch die Identität dieser Leute geben und jeden einzelnen verklagen. Sollten sich Facebook, Twitter & Co. dagegen wehren, kann auch gegen diese Unternehmen eine Klage eingebracht werden. Holt Euch die aggressivsten Abmahn-Anwälte und schöft – ohne Pardon – den vollen rechtlichen Rahmen aus. Dazu empfiehlt sich auch der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung.

    Eine weitere Überlegung wäre es auch das Drehmoment eines Shitstorms umzuleiten und den gewonnenen Bekanntheitsgrad sogar ökonomisch oder politisch für eigene Zwecke zu nützen. Dazu ein originelles Beispiel im Umgang mit Shitstorms:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_man_einem_shitstorm_die_kraft_nimmt

  5. Christian Weiss

    “Und 66 Prozent der Leute sagen, sie hätten gern mehr Kontakt zu Asylbewerbern. Eine ausgesprochene Ausländerfeindlichkeit auf breiter Front sieht anders aus.”

    Da fällt aber Roland Tichy selber auf die Selbstzensur im politisch korrekten Zeitalter rein. Weil man ja gewisse Dinge besser nicht sagt und man allgemein weiss, welches Verhalten die veröffentlichte Meinung verlangt, gibt dann Statements wie “Ja, hätte gerne mehr Kontakt mit Asylberwebern” ab, was natürlich Quatsch ist.
    Ein heterosexueller Mann hätte vielleicht gerne mehr Kontakt zu attraktiven Frauen. Ein Fussballfan hätte gerne mehr Kontakt zu Spitzenfussballern. Ein Autofreak würde gern mal die Leute von der Mercedes-Benz-Entwicklungsabteilung kennenlernen. Aber dass man mehr Kontakt zu wild fremden Personen möchte, mit denen man sich aufgrund unterschiedlicher Sprachen nur schwer verständigen kann, ist doch pure Heuchelei. Hier geben die Leute auf Umfragen jene Antwort, von der sie wissen, dass sie vom zeitgeistlichen Mainstream als “richtige Antwort” angesehen wird.

  6. Rennziege

    31. Mai 2015 – 14:37 Christian Weiss
    Klar: Der konzertierte Meinungsterror, immer öfter in skurrilen Gesetzen verankert, erzeugt vorauseilenden Gehorsam. Und genau diesen wünschen sich die weltweiten Umerzieher. Nur ein Beispiel von vielen: In Deutschland gibt es bereits mehr als 250 Lehrstühle für Gender-“Wissenschaften”.
    Was lernen wir daraus, zähneknirschend? “Ist’s Wahnsinn auch, so hat es doch Methode.” (Shakespeare, “Hamlet” II./2)

  7. Selbstdenker

    @Rennziege:
    In Deutschland gibt es bereits mehr als 250 Lehrstühle für Gender-”Wissenschaften”.

    Das hat auch eine positive Seite: es gibt enormes Einsparungspotential. Mit den Gender-“Wissenschaften” sollte man gleich verfahren wie in Norwegen.

  8. Fragolin

    Morddrohungen? Beleidigung? Verleumdung? Ehrabschneidung?
    In einem Rechtsstaat wäre das ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
    In einem Linksstaat natürlich nicht.

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