Merkel in der EU-Falle

“Das Italien-Referendum war der vierte Schock für Angela Merkel in kürzester Zeit. 2017 droht eine Fortsetzung durch Rechtspopulisten-Siege in Frankreich und den Niederlanden. Für die Kanzlerin wird es einsam an der Spitze der EU. Sie sitzt in der EU-Falle – und hat quasi keine Möglichkeit zum Handeln…” (hier)

23 comments

  1. FDominicus

    Sie hatte eine Wahl und auch derzeit ist nichts alternativlos. Man kann sich “natürlich” irren, nur sollte man Fehler eben auch bei sich feststellen können. Daran happert es in erster Linie.

  2. Thomas Holzer

    Das Wort “alternativlos” kam dieser Frau immer dann gelegen und über ihre Lippen, wenn sie ohne Rücksicht auf ((un)erwünschte) Nebenwirkungen und Verluste ihre Agenda durchsetzen wollte und schlußendlich auch durchsetzte, nicht bedenkend -oder vielleicht doch, who know’s?- welchen Schaden sie dabei nicht nur für D sondern für alle Mitgliedsstaaten der EU anrichtete, und damit für die EU selbst auch.
    Jetzt, nachdem sie in den vergangenen Jahren die EU-Mitgliedsstaaten erfolgreich an den Rand gedrängt, die EU de facto noch mehr gespalten hatte, für einen Zusammenhalt eben dieser EU “zu kämpfen”, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, aber vielleicht ist dieses verhalten ja “alternativlos”
    P.s.: Und ich dachte, an der Spitze der EU sitzt ein einsamer Herr Juncker………..ja, so kann man sich täuschen 😉

  3. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Dieses Verhalten würde ich nicht als “alternativlos”, sondern als zwanghaft bezeichnen.

    Offenbar wird jetzt in der Weihnachtszeit ein wenig auf die Emo-Drüse gedrückt: diese arme Frau im Hosenanzug!

    Es war alles absehbar; insbesondere auch das Verhalten vom Sultan vom Bosporus.

    Was Merkel und die EU anlangt: so viel Dummheit passiert nicht einfach – sie ist gewollt.

  4. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Erinnern Sie sich noch an Junckers Krönung? Es war Königin Angela, die ihren nicht nur vor Merkelverehrung besoffenen Groupie Juncker gegen den Willen z.B. der Briten (jaja, ihre Politik der eingerissenen Staudämme war es nicht allein, was zum Brexit führte) auf den Thron des Brüsseler Theaterkaiserhofes hievte. Die machtgeile Führerin des Vierten Heiligen Weströmischen Reiches unter deutscher Herrschaft hat konsequent alle irgendwie erreichbaren Schaltstellen mit Getreuen und Loyalen (bzw. Erpressbaren und leicht lenkbaren Schwachköpfen) besetzt, Kritiker und mögliche Konkurrenten weggeputzt und wegintrigiert und betrachtet die europäischen Provinzen samt der Ostmark als integralen Bestandteil ihres Herrschaftsgebietes. Und wie es absolutistischen Herrschern mit dem Gefahrenpotential dieser vom Cäsarenwahn zerfressenen Diva nunmal ergeht, wird es einsam um sie. Dass sie selbst nur eine Marionette ist, hat sie schon längst vergessen; solange sie aber auch ohne Fadenzug weitersoielt wie ihre Regisseure es gutheißen, darf sie weitermachen. Sie ist in ihre Rolle so hineingewachsen, dass sie diese nicht mehr von sich trennen kann.
    Juncker ist in Merkels Machtkalkül nur der alkoholaffine Truchsess, der den Thron warmhält, bis Kaiserin Angela I. in Pomp und Glorie den Rest Europas mit ihrer Thronbesteigung heim ins Reich holt. Wir werden uns nochmal zurücksehnen zu dem versoffenen Kasper und seiner abgehobenen Schauspieltruppe, wenn erstmal Leute wie Merkel, DeMaiziere und Maas sich anschicken, die Macht über ganz Europa zu übernehmen.

  5. Falke

    Dazu kommt wohl noch (spätestens 2018, wahrscheinlich eher noch 2017) ein Wahlsieg der FPÖ einschließlich deren Regierungsbeteiligung (vielleicht sogar ein FPÖ-Bundeskanzler). Die Visegrad-Staaten sind ohndies schon lange weg – wer bleibt denn überhaupt noch übrig für eine wohl nach den deutschen Wahlen sehr geschwächten Merkel? Die kleinen baltischen Staaten? Schweden? Finnland? Ein Rücktritt Merkel ist sehr wahrscheinlich und würde der EU sehr gut tun; noch besser wäre es, wenn ihr Juncker folgen würde.

  6. Lisa

    Und da gibts immer noch Leute, die sie als “mächtigste Frau” Europas oder sogar der Welt definieren… das sind wohl eher Träume auf der eine Seite (Mutti wirds schon richten) und Ängste auf der andern (Mutti schafft das doch nicht). Ich kenne Frau Merkel ja nicht persönlich; alles, was ich über sie “weiss” habe ich aus irgendwelchen irgendwo publizierten Infos, also enthalte ich mich der Kritik: Wers nicht besser machen kann, soll den Schnabel halten. Finde ich. Und vielen Dank auch den Schreibern hier, die sich um konstruktive, realisierbare, bedenkenswerte Ideen bemühen, um gewisse unliebige Zustände zu ändern!

  7. Christian Peter

    Die EU in der heutigen Form ist längst in Auflösung begriffen. Die Briten versuchten in den letzten Jahren vergeblich, diese EU von innen zu verändern, ein völlig aussichtsloses Unterfangen.

  8. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Das letzte Wort in Sachen Brexit ist – leider! – noch nicht gesprochen.
    Ähnlich wie die US-“Demokraten”, sind die Brexit-Gegner schlechte Verlierer.
    Jetzt probieren sie es über Rechtsbeugung / Rabulistik via Höchstgerichte.

  9. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Das letzte Wort in Sachen Brexit ist längst gesprochen – die Frage ist bloß, wie das Verhältnis des UK zur EU in Zukunft aussehen wird, das werden die Austrittsverhandlungen ergeben.

  10. Fragolin

    @Lisa
    “Wers nicht besser machen kann, soll den Schnabel halten.”
    Möchte ich nicht ganz so stehen lassen. Ich halte mich da auch an den Spruch: Man muss kein besserer Autofahrer sein, ja nicht einmal einen Führerschein besitzen, um zu erkennen, dass jemand, der mit Vollgas wiederholt gegen einen Baum fährt, entweder irgendwas falsch macht oder nicht alle Kerzen im Kandelaber hat.
    Ich glaube nicht, dass ich irgendwas besser könnte als Frau Merkel, und ich maße mir auch nicht an, die Schalthebel der Macht übernehmen zu wollen, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass sie weg gehört. Und ich wünsche mir auch nicht den Stinkefinger-Siggi mit den alten SED-Verbrechern und Grünkommunisten im Schlepptau als Kanzler. Aber wünschen kann man viel.
    Das politische Fleisch in Deutschland und Österreich ist mehr als reif für Nadelstiche. Also auf, die Schnäbel, auch wenn man es nicht besser könnte! 😉

  11. Herbert Manninger

    @Lisa
    Warum so bescheiden? Hinsichtlich Eindringlings/Flüchtlingspolitik hätte es jeder mit einem IQ über 50 besser machen können.

  12. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Warum wurde nur die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs zu einem Ausstieg aus der EU befragt ? Auch in Frankreich und anderen Ländern gäbe es eine Mehrheit für einen Ausstieg aus dieser EU. Das Monster EU wird nur mehr durch Zwang am Leben erhalten, hat keine Legitimation durch Europas Bürger mehr.

  13. sokrates9

    Die EU verliert jede demokratische Volksabstimmung! Da kann doch was nicht stimmen! Daher ja keine Wahlen – die Plebs ist viel zu blöd – Diktatur fortsetzen!

  14. sokrates9

    Christian Peter@ EU – sehr gut. Wobei die Nomenklatura weiß das natürlich auch selber! Großes Aufatmen in der EU dass VdB gewonnen hat! warum wohl?? Keine kritischen Fragen, weiteres Durchwinken aller Eu -Idiotien ist gewährleistet!

  15. Christian Peter

    @sokrates9

    Wie auch immer, der Zerfallsprozess dieser EU ist nicht mehr aufzuhalten, in spätestens 5 – 7 Jahren sind die EU und Währungsunion in der heutigen Form Geschichte.

  16. Thomas Holzer

    Und die Frau Merkel spricht wieder mal von “man! müsste, sollte, etc. etc. etc., die bösen multinationalen Konzerne zahlen keine Steuern etc. etc. etc.” auf ihrem Parteitag.
    Phrasen, nichts als Phrasen, und der CDU-Pöbel (ich bitte um Verzeihung) applaudiert kritiklos, gleichgeschaltet, nur auf den persönlichen, ureigenen Vorteil bedacht.
    Jedes gesprochene Wort dient nur dem einzigen Ziel, nämlich noch einmal eine Bundestagswahl zu gewinnen, und muss dafür noch soviel gebeugt, verrenkt, gelogen werden.
    Merkel: 89,5% Zustimmung 🙁
    Auch Napoleon ging mit wehenden Fahnen unter

  17. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    In allen Punkten, was Merkel angeht, gebe ich Ihnen vollkommen recht. Und nach der Bundestagswahl wird sie weiter regieren, wenn es halt mit der SPD nicht reicht, dann kommen noch die Grünen dazu, sollte das auch nicht reichen, dann noch die FDP, die macht es ja mit jedem. Es gibt keine grundlegenden Unterschiede bei den Kartellparteien, dazu gehören ebenso die Linken. Die einzige Opposition ist die AfD. Wählt man eine der Kartellparteien, dann wählt man auch Merkel.

    Und es wird noch schlimmer kommen, die SPD beharrt auf dem Außenministerium. Da Steinmeier Bundespräsident wird (wurde im “Hinterzimmer” ausgekungelt), wird dann sicher EU-Schulz Außenminister. Ein ungepflegt wirkender EU-Apparatschik vertritt dann D. Das ist zum Fremdschämen.

    Schon vor vielen Wochen hat sich Lisa für Merkel als Kanzlerin ausgesprochen. Auch ihr heutiges “wer es besser machen kann (als Merkel), soll es tun” klingt , als gäbe es niemanden anderen. Aber das könnte jeder auch aus der zweiten Reihe der CDU besser machen bzw. kann es niemand noch schlechter machen. Merkel ist die am meisten überschätzte Politikerin.

  18. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Ich würde mich freiwillig, ohne pekuniäres Interesse, sofort in die erste Reihe coram publico stellen, würde aber auch gleich abgeschossen werden 😀
    Ein Loblied, aber auch gleichzeitig ein Abgesang; wiewohl: diese Schönheit, Reinheit wird kein! Primitivling zu bekämpfen, geschweige denn zu überwinden, je in der Lage sein 🙂

  19. mariuslupus

    Merkel ist nicht in einer Falle. Zu behaupten Merkel sitzt in einer Falle, ist ein Versuch der Journalisten den Lesern Sand in die Augen zu streuen. Merkel sitzt genau dort wo sie schon immer sitzen wollte, im Zentrum der Macht. Ihr Bestreben die EU unter ihre Kontrolle zu bringen ist ungebrochen. Nur, sollten die Leute vernünftig entscheiden, oder entscheiden dürfen, wird es bald keine nennenswerte EU geben.
    Aber die Ofensive geht ungebrochen weiter. Merkel als Linkpopulistin wurde von 89,5% der Delegierten einer ehemaligen chrstlich-bürgerlichen Partei als Vorsitzende wieder gewählt.
    In der gestrigen Diskussion, bei einer der Fernsehgenossinen, die mit der verschleierten Islam Protagonistin, hat die stellvertretende Merkel Sprachröhre sich vor lauter Lob der Chefin nicht halten können. Ausserdem hat sie ständig EU und Europa gleich gesetzt. Ein Zufall ?
    Heute zeigt das TV Kulturprogramm eine zweistündige Apotheose über und mit Merkel. Ist das nicht
    Prostitution ?
    Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren. Noch gibt es Zweifler und sogar Nein-Sager. Die zukünftige öffentliche Meinung hat einheitlich zu sein. Zweifel an den weisen Entscheidungen der Vorsitzenden auf Lebenszeit, sind zu unterlassen.

  20. Thomas Holzer

    @mariuslupus
    EU und Europa wird schon seit Jahren von allen!, nationalen als auch supranationalen, “internationalen” Politikerdarstellern gleichgesetzt. Leider widerspruchslos (von Medien, Volk und Untertanen)

  21. Urban Galler

    @Fragolin,
    und rund 53% der Ösis arbeiten ihr zu und haben sich wahrscheinlich der 10 min.Standing Ovation angeschlossen, oder waren es bereits 20 min. ähnlich dem Sowjetdelegiertenkongress.

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