Merkel macht den Erich

Von | 1. Juli 2017

“…..Trotzdem sollte irgendjemand aus der Umgebung der Kanzlerin der Chefin stecken, dass das Pariser Abkommendeswegen Abkommen heisst, weil es kein Vertrag, sondern nur eine Absichtserklärung ist, mit der die Unterzeichner ihren guten Willen bekunden, dem Klimawandel entgegenzuwirken. So wie sich Menschen am Silvesterabend vornehmen, im Neuen Jahr weniger zu trinken und mehr Sport zu treiben. Und wonach klingt „unumkehrbar und nicht verhandelbar“? Richtig, nach einer berühmten Losung, die Erich Honecker zugeschrieben wird….” (hier)

11 Gedanken zu „Merkel macht den Erich

  1. sokrates9

    “Wissenschaftliche Erkenntnisse des Klimawandels” – Richtig! Es ist wissenschaftlich erwiesen dass es seit tausenden Jahren permanent einen Klimawandel gibt! dass der Mensch den Macht, das ist umstritten!

  2. mariuslupus

    Stalin, das grosse Vorbild seiner ergebenen Statthalter in seiner deutschen Kolonie, Pieck, Grottewohl, Ulbricht, Honnecker, Mielke, Krenz, hat bewiesen dass, eine entsprechende Ideologie vorausgesetzt, es möglich ist das Klima zu ändern. Stalin`s grosse Projekte in Zentralasien, Umleitung der Flüsse, führten zu Versteppung der Landschaft und zu Austrocknung vom Aralsee.
    Merkel folgt dem Genossen Erich, auch sie wird das Klima durch mehr Kohle- und Gaskraftwerke, sowie durch die Verschandelung der Landschaft, nachhaltig verändern.

  3. aneagle

    endlich ein weiteres Wort aus der Strategiekiste der Toleranten. Begann es mit “alternativlos” kam recht bald “unumkehrbar” dazu und jetzt als logische Folge “unverhandelbar”. Der nächste Wortvorschlag ist “bedingungslos”.
    Das ist gelebte Toleranz der Klimakirche. Jetzt fehlt dem europäischen Friedensprojekt nur noch die Ausgrenzung der Klimaleugner mittels : wollt ihr den totalen Klimakrieg? Anton Hofreiter, der Mann für die Würde, weiß die Antwort schon.

  4. Oliver H.

    @aneagle

    “Das ist gelebte Toleranz der Klimakirche.”

    Was die wenigsten spottgeilen Leser und deren bloggenden Aufwiegler neoliberaler Provenienz selbst dann nicht kapieren, wenn man es ihnen wiederholt mit einfachen Sätzen darlegt: Es ist Doppelstandard und Verrat an der Vernunft, wortreich auf die Priester der Klimakirche einzudreschen und zugleich mit identem Furor gegen jene daherzukommen, die TTIP, CETA und das aktuell in Verhandlung befindliche Abkommen mit Japan in die Tonne treten wollen.

    Warum? — Weil diese (pardon my french) verfickten Abkommen unter anderem explizit die Co2-Religion zur völkerrechtlichen Verpflichtung machen!

    Der Leser klatscht beim Abwatschen der deklarierten Rotzgrünen aller Parteien auf der Zuschauerbank freudig in die Hände und wird zeitgleich a-tergo rangenommen von denselben wortgewaltigen Klimajünger-Bashern, welche ausgerechnet oben genannte Abkommen inbrünstiger herbeibeten, als religiöse Fanatiker ihre 72 Weintrauben.

    Dieser Aberwitz ist mit Dummheit nicht erklärbar. Wenn es Dummheit ist, dann jene derer, die eine derartige Fake-Oppostion selbst dann nicht kapieren, wenn sie ihnen ins Gesicht springt.

  5. aneagle

    @ OH
    pardon, aber scheinbar leben Sie in einer Parallelwelt. Der liberale Ansatz ist, dass es keine Handelsabkommen zwischen Staaten braucht, sondern zwischen den handeltreibenden Menschen. Abkommen zwischen Staaten über Handelsaktivitäten sind eine Anmaßung der sich ungefragt wichtig machenden Staaten und so nötig wie der Kropf von Hillary Clinton. Ihr restliches Konstruktionsgeschwurbel bleibt unverständlich und berührt das Thema der großkanzlerischen Meinungsfreiheit nicht. Aber möglicherweise fehlt einem einfachen Gemüt lediglich der intelligente Durchblick.

  6. Johannes

    Die Deutschen werden sehr bald erkennen müssen das eine wirtschaftliche Weltmacht keine politische Weltmacht ist. Seit dem 2. Weltkrieg hat sich nichts an der Tatsache geändert das nur Amerika für die Sicherheit Deutschlands garantieren kann.
    Deutschland ist militärisch nicht in der Lage in einem, auch durch Deutschland mit verursachten, neuen kalten Krieg in irgendeiner Weise zu bestehen.
    Wenn Deutschland weiterhin die Beziehungen zu den USA aufs Spiel setzt wird es sehr bald sehr allein einem hochgerüsteten Russland gegenüberstehen.
    Die Deutschen sind wie die Maus die glaubt ihr brüllen könnte irgendjemanden beeindrucken.
    In Wirklichkeit ist Deutschland im Vergleich zu Russland, China und den USA unbedeutend. Diese Bedeutungslosigkeit wird durch eine zunehmende Eigenisolierung in der EU verstärkt.
    Der überhebliche Wahn vieler deutscher Medien und der Politik führen wieder einmal in eine Sackgasse.
    Möge sie nicht so blutig sein wie alle anderen davor. Man kann auch mit gut gemeinter aber falscher, katastrophal falscher Politik Europa zerstören.

  7. Oliver H.

    @aneagle

    “pardon, aber scheinbar leben Sie in einer Parallelwelt.”

    Zumindest scheinen wir uns über Bedeutung und Verwendung der deutschen Sprache uneins.

    “Der liberale Ansatz ist, dass es keine Handelsabkommen zwischen Staaten braucht, sondern zwischen den handeltreibenden Menschen.”

    Meine Rede seit Ewigkeiten, konsequent und ausreichend dokumentiert.

    “Abkommen zwischen Staaten über Handelsaktivitäten sind eine Anmaßung der sich ungefragt wichtig machenden Staaten und so nötig wie der Kropf von Hillary Clinton.”

    Wir sind uns einig.

    “Ihr restliches Konstruktionsgeschwurbel bleibt unverständlich und berührt das Thema der großkanzlerischen Meinungsfreiheit nicht.”

    Dann lesen Sie meine Worte nochmal, denn so kompliziert sind sie nicht verschachelt. Falls Sie sich persönlich davon angegriffen fühlten, dann tut mir dies leid, es war nicht meine Absicht.

    “Aber möglicherweise fehlt einem einfachen Gemüt lediglich der intelligente Durchblick.”

    Der Durchblick möge sich einstellen beim Gewahrwerden, wonach dieselben Leute, die als Achse-des-Guten wortreich und mit jeder erdenklichen Richtigkeit die Klimarettungshelden aufblatteln, sich ebenso wortgewaltig für besagte ‘Handelsabkommen’ in die Schlacht werfen, jene Verträge, welche die Co2-Religion zum Völkerrecht machen.

    Hat man diesen eklatanten Widerspruch erstmal verstanden, kann man dieses bloggerische Heumarkt-Catchen nicht mehr ernst nehmen. Jetzt klarer?

  8. mariuslupus

    @Johannes
    Deutschland und die Deutschen, leben noch immer in einer Welt in der die oberste Maxime ist: Viel feind, viel Ehr.
    Die vorherigen Regierungen, haben unter dem Schutzschirm der USA den 68er Clowns erlaubt gegen die USA zu demonstrieren und die USA zu beschimpfen. Jetzt ist eine Regierung an der Macht deren meiste Mitglieder mit einen antiamerikanischen, antikapitalistischen Weltbild durch ihre linke Sozialisation infiltriert wurden Deutschland gefällt sich wieder in der Rolle der Mittelmacht des Guten, und führt moralische Kreuzzüge gegen die USA und Russland. Eine völlige Fehleinschätzung der eigenen geostrategischen Lage und und Unfähigkeit die eigene machtpolitische Bedeutungslosigkeit zu akzeptieren. Deutschland als gegenwärtige Wirtschaftsmacht lebt auf Pump und wird in der nächsten Zukunft mit einer technologiefeindlichen Regierung erheblich an Bedeutung verlieren.
    Der wähler wird bei den nächsten Wahlen den Grössenwahn eines Zweifrontenkrieges mit Wiederwahl der Frontfrau dieser Politik.
    Zu Illustration wie dieser Virus Überheblichkeit sich in der Bevölkerung festgesetzt. Jede Diskussion in Deutschland, z.T. auch in Österreich, führt zu Abqualifizierungen von Putin und Trump, und zwar mit der wörtlichen Wiedergabe der Phrasen in den Medien

  9. aneagle

    @OH
    Zunächst, danke für den Erklärungsversuch. Inhalt des kommentierten Artikels war, die sich mehr und mehr als Belastung(Bedrohung?) manifestierende Meinungsintoleranz einer abgehobenen Kanzlerin eines mittelgroßen Landes. Wie sie ihre Meinung als Weltdogma darstellt, hat einiges mit ihrem türkischen Amtskollegen gemeinsam, ist allerdings (noch) nicht lebensgefährlich, manchmal allerdings existenzschädigend (vgl. Sarrazin,.Pirinçci)
    Ironischerweise ist Deutschland, bzw. seine demokratisch gewählte Regierung, der schärfste Kritiker staatlicher Meinungshoheit, solange es die polnische Regierung betrifft und nicht etwa deutsche “Pack”minister bis hin zu ehemaligen Präsidenten, die zwischen Dunkel- und Helldeutschen zu selektieren wussten.
    Ihr Kommentar, soweit ich ihn verstehe, bezieht sich eher darauf, die USA kritisch zu betrachten und der Achse des Guten Doppelzüngigkeit vorzuwerfen. Das ist ihr legitimes Recht, hat aber wenig mit Meinungsfreiheit in Deutschland zu tun.
    Anzumerken ist, dass Ihnen mit Donald Trump ein TTIP- Ablehner zugewachsen ist, der den Linken den Drive gegen TTIP ausgetrieben hat. Soweit zu linker Redlichkeit. Davon abgesehen ist Amerika, bei all seinen fragwürdigen Punkten, ein Land in welchem checks and balances so recht und schlecht noch funktionieren, was man von der EU leider nicht(mehr) behaupten kann. Was Achgutcom betrifft, ist dies eine pluralistische Plattform bei der sich zu TTIP kein Schwerpunkt herauskristallisiert. Zumindest ist das seit Anfang 2017 so. Hier scheint es, dass Sie sich an Einzelpersonen reiben, die als Unternehmer eine dezidierte Pro-TTIP Meinung haben, auf der Achse aber zu anderen Themen veröffentlichen (z.B. Eppinger, Schellhorn). Diese aber in ein Verschwörungsszenario einzubauen, heißt sie zu überschätzen. Nichts desto trotz freuen mich die übereinstimmenden Argumente mehr, als der interessante Dissenz mich stört.

  10. Oliver H.

    @aneagle

    “Inhalt des kommentierten Artikels war (..)”

    Gibt es einen besonderen Grund, das Publikum hier der Initiative “Betreutes Lesen” zuführen zu wollen? Wonach es sich um die Frage dreht, wer, nämlich Merkel mit ihren klimatreuen Sidekicks, das Pariser Abkommen für verbindlich erklärt, sollte sich auch ohne nachträglich montierte Hermeneutik-Stützräder rumgesprochen haben.

    “Ihr Kommentar, soweit ich ihn verstehe, bezieht sich eher darauf, die USA kritisch zu betrachten ..”

    Nein beziehungsweise ja, soweit Sie ihn mißverstehen. Zur Sache:

    “Was Achgutcom betrifft, ist dies eine pluralistische Plattform bei der sich zu TTIP kein Schwerpunkt herauskristallisiert. Zumindest ist das seit Anfang 2017 so.”

    Erstens schrieb ich selbst von allen entsprechenden Handelsabkommen, sprich TTIP, CETA und das aktuelle mit Japan. Zweitens ist die eindeutig affirmative Haltung der ‘Achse’ zu diesen Abkommen wohlbekannt und drittens ist jedwede Einschränkung auf ‘seit Anfang 2017’ artifiziell und somit irrelevant.

    “Hier scheint es, dass Sie sich an Einzelpersonen reiben, die als Unternehmer eine dezidierte Pro-TTIP Meinung haben, auf der Achse aber zu anderen Themen veröffentlichen (z.B. Eppinger, Schellhorn).”

    Falsch. Ich zeihe explizit eine bestimmte Gruppe neoliberaler Journalisten der Fake-Opposition, wenn diese Gruppe sich am Klimaschwindel reibt und zugleich selbigem wiederholt durch wortreiches Rittern für völkerrechtliche ‘Handelsverträge’ inklusive deren Klimaparagraphen die Stange hält.

    Wollen Sie in Abrede stellen, diese Abkommen würden die Co2-Religion, ganz im Sinne Merkels, alternativlos und unumkehrbar machen? Glauben Sie ernsthaft, die Autoren im Geiste der Achse wüßten das nicht, etwa weil sich der Klimaschutzteil im verborgenen Kleingedruckten der Abkommen befände?

    “Diese aber in ein Verschwörungsszenario einzubauen, heißt sie zu überschätzen.”

    Sie selbst haben es gerade in ein Verschwörungsszenario eingebaut. Es steht jedem frei, aus dem eklatanten Widerspruch seine Schlüsse zu ziehen: Entweder ist es Absicht, oder aber himmelschreiende Idiotie als spezifisches Alleinstellungsmerkmal einer eng umrissenen, medial aktiven Gruppierung.

    “Nichts desto trotz freuen mich die übereinstimmenden Argumente mehr, als der interessante Dissenz mich stört.”

    Wollte man den Dissenz auf seine möglichen Ursachen hin abklopfen, so scheint mentales Beharrungsvermögen der Hauptgrund, wonach nicht sein könne, eine journalistische Kaste würde systematisch kapitale Böcke schießen.

    Wir haben Konsens in der Feststellung, diese Abkommen ansich wären mit liberalen Vorstellung so verträglich, wie Asbeststaub mit der Gesundheit von Atemwegen. Es besteht ergänzende Einigkeit darüber, diese Abkommen würden obendrein den Klimaschwindel ins Völkerrecht katapultieren, bloß herrscht Dissenz darüber, weshalb bestimmte Medientreibende ihre Leser derart illiberal zumüllen, indem sie sie auf TTIP, CETA und Co einschwören wollen.

  11. Oliver H.

    Das demnächst der staunenden Öffentlichkeit präsentierte und seit 2012 verhandelte Abkommen hört auf den Namen ‘JEFTA’ und umfaßt, wie seine Brüder im herrschenden Ungeiste CETA und TTIP, dieselben antiliberalen Monstrositäten, welche die neoliberalen Jubelperser besagter ‘Freihandelsabkommen’ bisher schon mit aller aufbringbaren Wortgewalt unter den Teppich schreiben wollten:
    Unabhängige Kremien, welche die Abkommen freihändig weiterentwickeln, Aufwertung von NGOs, ILO-Marxismus durch die Hintertür (International Workers Organisation), totalitäre Durchsetzungsmittel im Kontext geistigen Eigentums und, wer hätte’s gedacht, die gute alte Klima-Religion als neue Variante des weltweit verbindlichen Ablaßhandels.

    Prognostizierbar aber wie die rosa Blase aus dem Mund eines kaugummikauenden Teenagers werden wir demnächst speziell in diesem Blog lesen, es sei ausgerechnet eine Allianz linker Bedenkenträger, Allgemeingutverteidiger und grüner Esoteriker, die Tofu und Fisch mit allfälligen Atomen und Genen drin aus Bio-Supermärkten fernhalten wollten, verstärkt um verkappte Feinde des Freihandels, die mit aller Gewalt das noch so dünnste Barthaar in der japanischen Nudelsuppe finden wollten zum Durchboxen protektionistischer Eigenbrötlerei.

    Sayonara, Chlorhun.

    ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/eu-japan-free-trade-agreement/agreement-explained/
    Will the chapter on sustainable development be enforceable? — Yes.
    The chapter on sustainable development covers issues such as:
    workers’ rights, the environment, climate change
    The commitments set out in the chapter will be enforceable agreement through a dispute settlement mechanism that includes:
    . external review by an independent panel of experts
    . a role for civil society, including representatives of employers and trade unions, at all stages
    . expertise of international organisations such as the International Labour Organization

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