Merkel: Starr im Kanzleramt

Von | 11. September 2016

“Angela Merkel muss um ihr Amt kämpfen. In den Unionsparteien gilt sie zunehmend als Belastung, weil sich die Flüchtlingskrise zu einer Vertrauenskrise der deutschen Politik ausgewachsen hat.” (NZZ, hier)

21 Gedanken zu „Merkel: Starr im Kanzleramt

  1. Antonia Feretti

    Sie war wohl die größte Enttäuschung der jüngeren Politik. Was brachte diese kluge, strategisch denkende Dame, die “Kanzlerin Europas”, dazu, die muslimische Massenimmigration gutzuheißen und dafür europäische Regeln außer Kraft zu setzen?
    Man kann nur mutmaßen: der Druck der linksdummgutmenschlichen Presse? Kaum zu glauben! Unkenntnis der islamischen Ideologie? Das rechtfertigt nicht, geltende Regeln zu ignorieren. Menschliches Mitleid? Ein sympathischer Grund aber für eine Regierungschefin doch eher verantwortungslos. Vielleicht eine Mischung aus allem, aber trotzdem keine zufriedenstellende Antwort. Auch die ” Kanzlerin Europas” ist nur ein Mensch und es scheint, als wäre sie vom heuchlerischen, “moralisch hochstehenden”, sich selbst preisenden, zutiefst intoleranten, dummen (auf gut wienerisch:gutmenschlichen) Zeitgeist getrieben worden? Aber ich kann mich auch irren!

  2. gms

    Wenn der rezente Beitrag des NZZ-Chefredaktors über die politischen Widersacher Merkels gezählte fünf Mal den Begriff ‘Populisten’ enthält, sollte man hellhörig werden, wer hier ach so kämpferisch in die Tasten greift. Fündig wird man bei Eric Gujer nicht nur bei obligatorischem Trump- und Putin-Bashing, weiteren Milliardenhilfe für Griechenland, Forderung nach Migrantenquoten ganz im Sinne der Raute, inniglichen EU-Bekenntnissen und Clinton-Cheerleading, sondern ironischerweise bei seinen eigenen knapp drei Monaten alten Worten [1]: ‘Wir haben uns angewöhnt, solche Stimmungen pauschal als Populismus zu bezeichnen, obwohl die Vokabel wie alle Kampfbegriffe zu Missverständnissen einlädt’.

    Daß Merkel ebenso zum Abschuß freigegeben ist, wie die mit dem Kampfbegriff ‘Populisten’ Belegten, ist weder neu noch sonstwie originell, aber zumindest wissen wir es nun aus besonders berufenem Munde [2][3] des ident singenden Chores der rot lackierten Konservativen.

    “Die Vertrauenskrise ist längst eine Merkel-Krise.”

    Merksatz Nummer-Eins aus dem Handbuch zum Bürgerverschaukeln, Kapitel für vertrauensbildende Maßnahmen: “Mache alle Schiefstände konsequent an einer einzigen Person fest, schicke diese nach Auftragerfüllung in die Wüste und schon hast du das rebellische Volk wieder im Griff.”

    [1] nzz.ch/meinung/europa-vor-dem-brexit-referendum-ein-kontinent-ueberschaetzt-sich-ld.89729
    [2] schweizamsonntag.ch/ressort/medien/nzz-chefredaktor_gujer_und_der_geheimdienst/
    [3] swisspropaganda.wordpress.com/die-nzz-studie/

  3. Thomas Holzer

    “Schon sehen sich die Vertrauten Merkels genötigt, deren Verdienste gebührend hervorzuheben.”

    Das, was Merkel alternativlos “geschafft” hat war, Probleme der Gegenwart in die ferne Zukunft zu verschieben, in welcher sie dann wohl schon ihre “wohlverdiente” Pension genießen wird und andere den von ihr aufgetürmten Scherbenhaufen wegräumen dürfen.
    So hat sie anscheinend gehofft, auch die “Flüchtlingskrise” nach dieser “bewährten Methode” “bewältigen” zu können.
    Da sie es in diesem Fall aber mit mindestens einer Million Menschen zu tun hat, welche sich nicht so einfach dirigieren lassen, im Gegensatz zu ein paar Politikerdarstellern (egal ob im eigenen Land, in Brüssel und/oder z.B. Griechenland) überholen sie mittlerweile die Ereignisse.
    Ihre bisherige Politik, Probleme in die Zukunft zu verschieben und dies den p.t. Wählern als Lösung zu verkaufen, funktioniert trotz “wir schaffen das” nicht (mehr). Sie wird von der Macht des Faktischen einfach überrollt.

  4. wbeier

    „Mache alle Schiefstände konsequent an einer einzigen Person fest, schicke diese nach Auftragerfüllung in die Wüste und schon hast du das rebellische Volk wieder im Griff.“ (Zitat gms)
    So ist es wohl und mich verwundert immer wieder, wie sich gebildete und denkende Menschen an einem Popanz abarbeiten. Zeitgleich der voraussichtlichen Entsorgung des Hosenanzugs wird der Tiefenstaat und die Wächter der Atlantikbrücke den neuen Popanz ins Rennen schicken, auf das sich das Puplikum beschäftigen kann wie der Hund mit dem Stöckchen. Derweil läuft vorder- und hintergründig das Programm mit der Präzision eines Uhrwerks weiter. Sieht das keine(r)?

  5. mariuslupus

    Herr Gujer liegt, wie meistens, mit seiner politischen Analyse ziemlich daneben. Auch ein Chefredaktor der NZZ kann sich von seinen Wunschdenken, und nicht von der Realiät, leiten lassen. Herr Gujer, war genau wie Herr Lorenzo, ein eifrieger Vertreter der merkelschen “Wilkommenspolitik”. Jetzt ist er der Meinung Merkel sollte sich, so zu sagen von sich heraus, reformieren und zu Einsicht kommen. Zu Einsicht weil sie evtl. gestürzt, oder abgewählt, werden könnte. Tatsache ist dass Merkel mit keinen Wort angedeutet hat, dass sie an ihrem Vorhaben, das Herr Gujer beschönigend Starrsinn nennt, abzuweichen bereit ist. Merkel wird ihre Schlepperaktivitäten weiter führen. Merkel denkt nicht daran sich abwählen zu lassen, sie hat die Männlein und Weiblein ihrer Entourage, voll im Griff. Bei den Wählern verfügt sie noch immer über einen komfortable Mehrheit von 75%.

  6. Falke

    Aus Deutschland hört man immer öfter, dass die Rettung der Union nur durch einen Kanzlerkandidaten Seehofer möglich wäre. Es wurde ja auch durch Umfragen herausgefunden, dass die CSU – wäre sie in Mecklenburg-Vorpommern angetreten – die Wahlen glatt gewonnen und wahrscheinlich sogar die SPÖ übertroffen hätte, während die AfD bestenfalls einstellig geblieben wäre.

  7. Dr.Fischer

    wbeier 8.44 “Sieht das keiner”

    Das frage ich auch unermüdlich bei allen Gelegenheiten. Es ist nicht zu fassen, daß die stattfindenden Ungeheuerlichkeiten längst klar sichtbar sind, daß sämtliche Politgestalten zusammen mit willigen Medien gekonnt Verzögerung betreiben, der Neuansiedlungsplan von Millionen Zuwanderern (siehe EU-Pressemitteilung vom 13. Juli 2016) ungebremst täglich vorangetrieben wird – und die Meisten merken noch immer nicht in vollem Ausmaß, was uns da gerade angetan wird.

  8. Dr.Fischer

    Vlt unklar ausgedrückt “zusammen mit willigen Medien gekonnt Verzögerung betreiben” – ich ergänze: indem sie beraten,versprechen , angeblich planen, die Invasion zu reduzieren etc.etc., , während der Neuansiedlungsplan von Millionen Zuwanderern – EU Presseaussendung 13.7.2016 – ungebremst täglich vorangetrieben wird….
    Noch eine Ergänzung: Darin wird ein Kopfgeld von 1oooo Euro für jeden angesiedelten Zuwanderer alias vormals Flüchtling zugesagt. Hätten wir charakterfeste Medien, wäre das seit Wochen wohl Thema!! Nebenbei – wer bekommt dieses Geld, und wer füllt die Töpfe…..

  9. Thomas Holzer

    @Dr.Fischer
    Hätten Sie auch einen link zu der zitierten Presseaussendung?!

  10. gms

    Thomas Holzer,

    > Hätten Sie auch einen link zu der zitierten Presseaussendung?!

    Fände dies Ihr gnädiges Gefallen? europa.eu/rapid/press-release_IP-16-2434_de.htm

    Ist aber nur etwas für starke Nerven, die mit Ideen wie ‘geordnete Neuansiedlung in Europa für Flüchtlinge’ keinen dicken Hals bekommen und sich nicht irritiert fragen, weshalb die ‘Europäischen Migrationsagenda’ vom 13.Mai 2015 medial niemals Thema war.

    Was auch immer in der EU abläuft: Merkel ist bloß die Sockepuppe auf der Bühne.

  11. Thomas Holzer

    Ich hatte nur um einen link ersucht, nicht darum, gnädiges Gefallen zu zeigen.
    Sei’s drum, allzu viele scheinen es zu bevorzugen, “das Kinde mit dem Bade auszuschütten”, zumindest verbal.

  12. gms

    Thomas Holzer,

    > Ich hatte nur um einen link ersucht

    Nein, das hatten Sie nicht.

    > nicht darum, gnädiges Gefallen zu zeigen.

    Daß Sie selbst sich nicht darum baten, ist eine Binsenweisheit.

    “Sei’s drum, allzu viele scheinen es zu bevorzugen, „das Kinde mit dem Bade auszuschütten“, zumindest verbal.”

    Holzer, Sie machen aus Ihrer engen Geisthaltung ebenso wenig Hehl, wie aus Ihrer tatkräftigen Untergriffikeit in Debatten, siehe hier und exemplarisch nebenan im 9/11-Thread. Wenn Sie nicht wie ein Arschloch behandelt werden wollen, dann benehmen Sie sich nicht wie eines, das sein eigenes Treiben mit wiederholten Sermons über gutes Benehmen verquastet.

  13. Rennziege

    11. September 2016 – 17:09 — Thomas Holzer
    Wie wir erfrischt zur Kenntnis nehmen dürfen, scheut gms nicht davor zurück, menschliche Körperöffnungen als Ersatz für Argumente zu missbrauchen. Die Konjugation von “verquasen” muss der selbsternannte Allwissende aber noch lernen.
    No nebbich — wenn der Karl Markt so schmähstad is’, sind wir für jeden Pausenclown dankbar. Oddärr?

  14. Dr.Gerd Eichberger

    Es gibt eine sehr böse – zugegeben zynische – Erklärung für das Verhalten der Deutschen: Voll der Schuldgefühle wegen des seinerzeitigen Holocausts – aber immer noch voll des stillen Antisemitismus – lassen sie einfach irrsinnig viele muslimische Männer mit “gottgewolltem” Antisemitismus herein, die nun die Drecksarbeit der Judentyrannisierung anstelle der Deutschen übernehmen. Diese hinwiederum stehen wunderbar da…. sie sind ja die Guten, welche den armen Flüchtlingen gegenüber ihre Barmherzigkeit zeigen. Eine geniale und gleichzeitig wirklich miese Lösung…. die natürlich nur einem Tiefenpsychologen einfallen kann….

  15. Der Realist

    Merkel wird auch nach den nächsten Bundestagswahlen Kanzlerin sein, und wenn auch mit Unterstützung der AfD. Außerdem müssen all die Schutzsuchenden so rasch wie möglich eingebürgert werden, deren Stimmen sind ihr wohl sicher. Auf Merkel wird eingedroschen, nur weil sie eben charakterfest ist. Unsere Willkommensklatscher haben da schon eine 180 Grad Wendung vollzogen, und weil gerade Wahlkampf ist, verhalten sie sich auffällig ruhig. Vielleicht attestiert ein Orthopäde bestimmten Personen auch noch den Besitz eines Rückgrates.

  16. gms

    Surrealist,

    “Merkel wird auch nach den nächsten Bundestagswahlen Kanzlerin sein, und wenn auch mit Unterstützung der AfD. [..] Auf Merkel wird eingedroschen, nur weil sie eben charakterfest ist.”

    Frei nach Holzer: Hätten Sie auch einen Link zur Quelle?!

  17. Michael Haberler

    @ Antonia Feretti

    Wo genau kann man bei Merkel “strategisches Denken” erkennen? Wenn überhaupt, dann nur im zielgenauen Abmurksen von potentiellen Konkurrenten – das klappt 1a

    Der Rest: “Fahren auf Sicht” ist Code für “planloses Gewurstel” – getrieben von Tagesaktualität und Befindlichkeiten, und begründet mit verquastem Geschwurbel aus der DDR-Mottenkiste, dessen Sinn genauso unerkenntlich ist wie dessen Satzbau

    Energiewende, Euro-Rettungswahn, “Flüchtlings”politik, die geniale Idee, die Türkei zum Türlschnapper Europas zu machen: wo genau ist da eine Strategie erkennbar?

  18. mariuslupus

    @Der Realist
    Stimmt, Absolventen der SED Parteischmiede sind “charakterfest”, Margot Honnecker, Gregor Gysi, Maybrit Illner, DeMaiziere, nur paar Beispiele. Nur handelt sich nicht um Charakter, sondern um die Verinnerlichung einer totalitären Ideologie.

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