Merkels Flüchtlingspakt vor dem Scheitern?

Von | 7. April 2016

“….Am Tag 3 des EU-Türkei-Flüchtlingspakts herrscht weiter Stillstand in der Ägäis
Die Ausreden für die Pannen bei der Rückführung von Flüchtlingen werden immer peinlicher.Einem geheimen Papier zufolge, arbeitet die EU-Kommission an einem Plan B…” (hier)

10 Gedanken zu „Merkels Flüchtlingspakt vor dem Scheitern?

  1. Fragolin

    Die “europäische Lösung” wird täglich “alternativloser”.
    Natürlich rein zufällig und trotz des heldenhaften Kampfes der aufopferungsvollen deutschen Fü…, äh, Kanzlerin!
    Und die EU-Kommission reibt sich die Hände und bindet sich das Lätzchen um, das nächste Stück staatlicher Souveränität wird serviert…

  2. mariuslupus

    Aber, aber, im März sind doch “nur” 20.000 Flüchtlinge nach Deutschalnd gekommen. Viel zu wenig für Merkel`s Pläne, und für die von ihr angkurbelte und angefüterte Asylindustrie.
    Ausserdem, Merkels`Pläne scheitern nicht, Merkel ist in ihrer Planung unfehlbar und siegessicher. Zu Merkel`s Plänen gibt es keine Alternative, es sei den die Vorsehung würde sich einschalten.

  3. Reini

    Selbstdenker,… in Europa leben eigentlich jetzt schon 100.000ende ohne Staatsbürgerschaft,…
    bin schon gespannt wenns die “Europäische Staatsbürgerschaft” gibt!

  4. Selbstdenker

    Na dann werden die Kurden, die Merkels Freund loswerden möchte, auch nicht mehr ins Gewicht fallen…

    Immerhin gibt’s keinen Dings den es laut Merkels Freund angeblich nie gab. Was Merkels Freund wohl heute mit den schon lange nicht mehr am Leben befindlichen Armeniern tun würde?

  5. gms

    Thomas Holzer,

    “Gut gemacht, Frau Merkel, sie schaffen das sicherlich”

    So ich mich recht entsinne, wurde hier im Forum schon mehrfach darauf hingewiesen und mit Quellen belegt, wonach weder der später zwangsweise scheiternde Türkeideal noch die Schließung der Balkanroute ein Alleingang Merkels repektive der Österreicher waren, sondern eine bereits im Vorjahr auf allen EU-Ebenen konzertierte Aktion.

    Worauf es hinauslaufen würde, wengleich ohne Verweis auf die Zentralunion, wurde vor zwei Monaten schon hier [1] ausgebreitet. Halten Sie mich meinetwegen für arrogant, aber eingedenk der Faktenlage jetzt noch den xten Link mit einem ‘Haha Merkel’-Beipacktext zu bringen, dünkt wie Dadaismus für Anfänger. Nichts für ungut.

    ortneronline.at/?p=39345&cpage=1#comment-123615
    10. Februar 2016 – 19:04 [..] Verfolgt man das Hintergrundrauschen, so antizipiert man die sich demnächst einstellende Einigung: Kern dieser ist ein zentrales Regime der EU in Sachen Asyl mit ’solidarischer‘ Lastenteilung, manifestiert in physischer Aufnahme der Zuzügler und Abschlagszahlungen seitens nichtaufnehmender Länder. [..] Flankierend wird sichergestellt, wonach nachfolgende Einwanderung aus sogenannten Hotspots (auf EU-Territorium in Griechenland, Italien oder dem Beitrittswerber Mazedonien) heraus erfolgt. Daß Serbien aktuell keinen Hotspot beherbergen will, ist für die Strippenzieher allenfalls ein Feature, wie zugleich auch die intensivierte Verzahnung mit der Türkei und dortigen Camps.

  6. Thomas Holzer

    Dadaismus war mir persönlich schon immer zuwider.
    Danke für Ihren Hinweis; ich werde in Zukunft “Verlinkungen” auf ein -meiner Ansicht nach- Minimum reduzieren.
    Eine Anregung zu Ihren Beiträgen erlaube ich mir aber doch, anzubringen: Das Lesen Ihrer “Verweise” würde wesentlich vereinfacht werden, so man diese “Verlinkungen” auch direkt “anklicken” könnte.

  7. Hanna

    Erstaunlich ist doch auch, wieso die MigrantInnen in Idomeni oder sonstwo in Griechenland nicht ganz einfach von Deutschland abgeholt werden. Ich weiß schon, das wird ständig erwähnt, aber es ist vielsagend, dass das immer wieder unter den Tisch fällt, weil dadurch der Türkei-Deal ja ganz klar als unsinnig dastehen würde. A propos “unsinnig”: DeMaiziere will die Grenzkontrollen ab Mai beenden, weil “so wenige Flüchtlinge kommen”. Weiß der eh, dass “so wenige kommen”, wie wir und diverse andere Länder sie blockieren. Manchmal frage ich mich, wieso wir das eigentlich tun. Mir kommt das Durchwinken gar nicht so dumm vor. Jemanden durchzuwinken heißt ja, ihn/sie NICHT dazubehalten. Aus der Epoche des Durchwinkens stammt ja auch die Mär, dass Österreich den Flüchtlingen gar so geholfen hätte. Ja – weil sie gar nicht bei uns bleiben wollten. Wollen sie eh immer noch nicht. Aber wir zwingen sie ja quasi, bei uns zu bleiben. Und wir tun auch nix dagegen, dass die Deutschen uns die zurückschicken, die “kein Asyl beanspruchen können”. Pff, es ist alles so verkorkst, rechtswidrig und unsinnig, dass man sich wirklich überlegen sollte, inwieweit man als StaatsbürgerIn verweigern könnte, diesen Irrsinn mitzutragen. Für mich gibt es immer nur eines: “NOT IN MY NAME!” Es ist unfassbar, dass illegale Einwanderung noch immer vor sich gehen kann, und dass die illegal Eingewanderten, während sie auf ihr Verfahren warten, also illegal sind, besser als ÖsterreicherInnen gestellt sind (Öffis, Unterstützung etc.) Wenn wir etwas Illegales machen – werden wir dann auch gebauchpinselt? Brr, alles nur noch schauderhaft.

  8. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Ich sehe es ähnlich:

    Seitens der EU-“Lenker” sieht man in der Migrationskrise die Chance zur Vergemeinschaftung vom Asylwesen. Dies würde ähnlich “gut” funktionieren wie alles andere, das bereits vergemeinschaftet wurde.

    Merkel ist fest entschlossen Deutschland abzuwickeln um es in einem europäischen Superstaat mit zunehmend islamischer Prägung aufgehen zu lassen. Um rasch weitere Millionen muslimischer Migranten aufnehmen zu können, versucht sie aber einen Teil vom Druck auf die europäischen Partner ablassen zu können um so Zeit zu gewinnen. Eine europäische Lösung würde in der Praxis bedeuten, dass der gesamte Kontinent in einem noch größeren Ausmaß mit muslimischen Migranten geflutet werden könnte. Das Scheitern einer europäischen Lösung würde hingegen auf kurz oder lang zu einer Obergrenze führen.

    Erdogan kann die Europäer beliebig erniedrigen, Schutzgeld verlangen und Leute mit (und ohne) syrischen Pass bzw. aberkannten türkischen Pass in die EU schicken. Mittelfristig träumt Erdogan von der Wiederauferstehung vom Osmanischen Reich samt der Kolonialisierung Europas.

    Die USA versuchen die Türkei in der NATO zu halten und in die EU zu führen, um sich den strategischen Einfluss in der Region sichern zu können.

    Sollte sich Assad mit Unterstützung Putins in Syrien durchsetzen, werden sich sowohl die oppositionellen Rebellen als auch die IS-Anhänger in Richtung Türkei begeben. Dort angelangt, sind sie so gut wie bereits in der EU.

    Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Interessenslagen. Der EU-Türkei Deal ist das Ergebnis dieser Interessenslagen, wobei er bereits nach sehr kurzer Zeit dialektisch ausgelegt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.