#Metoo – Es ist angerichtet

(F. JORDAN)   Die Website des World Economic Forums wartet mit einem Beirag zur Metoo-Bewegung auf. Fazit: Die Bewegung hat „unerwartete Konsequenzen“. In diesem Fall unerwartet negative Konsequenzen. Metoo schadet den Frauen.

Es geht um Mentoring in Unternehmen. Darum, dass erfahrene ältere Kaderleute jüngere Kollegen unter ihre Fittiche nehmen und ihnen mit Wissen, Erfahrung und auch Beziehungen zur Seite stehen und sie unterstützen. Der Weg an die Spitze wird dadurch nicht kürzer oder weniger hart, aber mit einem Ratgeber an der Seite ist er weniger unwägbar.

Das Problem: Bereits vor der Metoo-Bewegung zeigten Forschungsergebnisse des Centers for Talent Innovation, dass 64 Prozent der Männer die Interaktion mit jüngeren Frauen im Sinn eines Mentor-Protégé-Verhältnisses vermieden. Dies, um nicht versehentlich in die seit Jahren kultivierte und oft sorgfältig platzierte Schlinge sexueller Vor- und Anwürfe zu treten. Mit Metoo verstärkte sich dieses Sich-Abgrenzen und Auf-Distanz-Gehen weiter. Heute ist es für einen Mann definitiv sicherer, mit Frauen am Arbeitsplatz so wenig wie möglich zu interagieren, wenn  ihm die eigene Karriere lieber ist.

Laut einer von der Lean In-Initiative in Auftrag gegebenen Umfrage hat sich die Anzahl männlicher Manager, die sich unwohl fühlen, wenn sie Frauen betreuen, seit Beginn der #MeToo-Bewegung im Oktober 2017 verdreifacht.

Für Facebook-COO Sheryl Sandberg sind diese Ergebnisse besorgniserregend. „Wenn Männer der Meinung sind, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz am besten vermieden werden kann, in dem man auch Einzelgespräche mit weiblichen Kollegen vermeide – einschließlich Meetings, Kaffeepausen und all der Interaktionen, die uns helfen, effektiv zusammenzuarbeiten – wird dies ein grosser Rückschlag für Frauen sein.“ Sie schlägt vor, den Ursachen für solches „Unbehagen“ auf den Grund zu gehen.

Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. War irgendjemand dieser weinerlichen PR-Show und der seit Jahren kultivierten Opfer-Orthodoxie der Alt- und Neufeministinnen wirklich der Meinung, man könne aus der Etappe staatlicher Gender- und Feminismus-Industrien heraus auf Dauer der Hälfte der Bevölkerung in den Rücken schiessen, ohne dass diese sich wehren würde. Man könnte sämtliche Männer unserer Welt mit Ausnahme der noch frisch hier Lebenden aus Eigennutz und um harte Konkurrenz zu vermeiden grundsätzlich als Täter oder zumindest Verdächtige hinstellen, ihnen mit der geballten Gewalt des staatlichen und medialen Monopol-Galgens drohen und sie würden in der Folge freiwillig und freudevoll Schlange stehen, um Frauen-Mentoren zu werden, Förderer, Türöffner und Willkommensklatscher in den Chefetagen kleiner, mittlerer und grosser Unternehmen?

Wenn ja, dann werden hier auch die im Artikel vorgeschlagenen Safe-Spaces, die die Unternehmen doch bitte einrichten sollen, damit sich Frauen in sicherem Rahmen mit älteren Männern zum Frühstück oder Mittagessen treffen können, nichts helfen. Die Räume werden leer bleiben und die Chefetagen weiterhin grösstenteils in Männerhand.

Bravo! Das habt Ihr euch verdient. Es ist eine erste Quittung. Weitere werden folgen. Zahlen werden indes nicht jene dafür, die in der fürchterlichen Männerwelt ihre Schäfchen längst ins Trockene gebracht oder jene, die im Schutz gender-affiner Druckposten ihr Auskommen haben. Bezahlen werden all jene Frauen, die mit eigener Leistung im Risiko stehen und verlangen, ihr Leben auf eigene Verantwortung leben zu können. Egal in welchem Beruf und auf welcher Position.

Die Autorin betreibt das Blog FRANKJORDANBLOG

 

13 comments

  1. Selbstdenker

    Ich schätze die besonnenen Beiträge von Frank Jordan sehr.

    Positiv hervorzuheben ist auch, dass immer mehr Frauen dem Feminismus die Unterstützung versagen und sich davon (zum Teil auch öffentlich) distanzieren.

    Wie ich schon öfters hier auf dem Ortner Blog geschrieben habe, wurde der Feminismus mindestens seit Beginn der sechziger Jahre schrittweise von radikalen Linken übernommen. Wesenszüge und Methoden totalitärer Ideologien kann man anhand vom Feminismus hervorragend studieren.

    Diejenigen, die sich anschicken ohne ein Mandat für „alle Frauen“ zu sprechen, schaden der Gesellschaft im Allgemeinen und den Frauen im Speziellen ganz massiv. Die zahlreichen negativen Auswirkungen, vor denen die stets verächtlich gemachten „alten, weißen Männer“ schon seit längerer Zeit gewarnt haben, spüren viele Frauen nun am eigenen Leib, in der Familie und im Beruf.

    Während jeder verantwortungsvolle Vater, Ehemann oder Partner um das Wohlergehen seiner Tochter, Ehefrau oder Partnerin bemüht ist, missbrauchen Feministinnen und Feministen „die Frauen“ als statistische Kategorie zur Durchsetzung ihrer ideologischen Ziele.

    Allen voran sind dies: a) die Zerstörung der traditionellen Familie, b) die Abschaffung elementarster rechtsstaatlicher Grundsätze, c) der Kampf gegen Schönheit und Würde, d) die Abschaffung individueller Entscheidungsmöglichkeiten samt zurechenbarer Leistung und Verantwortung und d) der Kampf gegen wissenschaftliche Prinzipien und Logik.

    Der Feminismus ist der ideologische Bunker aus dem die innerlich und / oder äußerlich Hässlichen, die Unfähigen, die Wertebefreiten, die Lustlosen und die Faulen auf friedliche und bis dato weitgehend unbedarfte Frauen, Männer und Kinder schießen.

    Anstatt an sich selbst zu arbeiten und zu wachsen, bevorzugen es diese Gesellschafts-Terrorist*Innen andere auf ihr ohnedies sehr niedriges und stetig sinkendes Niveau herunter zu ziehen. Ihr fades von Unvermögen und Hass gegen sich und andere geprägtes, kümmerliches Dasein zwingen sie anderen als gesellschaftliche Norm auf. Hauptsache alle sind „gleich“.

    Diesen Gestalten geht es nicht um „die Frauen“. Sie Verheizen die Weiblichkeit und alles was das Leben schön und erfüllend macht zugunsten dem Halblicht, der Sauerstoffarmut und „Wärme“ in ihren miefigen ideologischen Bunker in dem sie sich gegenseitig an ihren „intellektuellen“ Flatulenzen berauschen und gemeinsam auf den Gleichheits-Tod warten.

    Der Fall Kavanaugh ist ein schrilles Warnsignal, das aufzeigt, wie weit die radikalen Ergebnisgleichen zu gehen bereit sind: sie spielen mit der Glaubwürdigkeit sämtlicher Frauen und hetzen die Menschen bis zum Punkt eines kulturellen Bürgerkrieges gegenseitig auf.

    Es wird Zeit damit aufzuhören den Feminismus zu dulden. Diese durch und durch ekelerregende, destruktive und totalitäre Ideologie gehört auf allen Ebenen und mit allen legalen Mitteln bekämpft.

  2. Josi

    @rubens: Tun sie eh, aber das wird halt nicht veröffentlicht. Also ich kenne keine Frau (bin selber Frau, 54), die über #metoo nicht den Kopf schütteln würde. Aber sich “wehren” kann man ja nur, wenn einem etwas angetan wird. Also mir geht das Ganze am Arsch vorbei. Und wenn mich jemand darauf anspricht, sage ich meine Meinung. Macht aber niemand. Warum nicht? Weil es sehr sehr wenige gibt, hierzulande, die #metoo gut finden. Ich meine … man schaue sich die Migrationszahlen an. Irgendeine Muslima, die bei #metoo dabei ist? Na eben. Gerade die hätten aber Grund, und wissen Sie was? Die finden es okay, dass sie angeblich weniger wert als Männer sind und ihren Ehemännern sexuell Dienste leisten sollen, ob sie wollen oder nicht. Ergo … nix #metoo. Ganz normale Frauen halten die Geschlechterrollen für okay, und dabei kommt’s halt schon mal vor, dass Männer sexuell “übergriffig” werden, aber ich rede hier nicht von “Vergewaltigung”, sondern von Popklapsen, Nachpfeifen, körperliche Nähe suchen, schmutzige Sachen sagen … und all das ist irgendwie normal. Im Tierreich machen’s die Männchen halt in ihrer Körper-Sprache. Aber wenn sich Frauen (sexy herrichten, Lippenstift zum Betonen der Lippen als Vagina-Symbol) oder Männer (aufplustern, balzen, Annäherungsmöglichkeiten austesten) nicht mehr natürlich verhalten dürfen, dann wird’s übel. Wie man an den muslimischen Kulturen sieht, wo es vor sexuell begründeten (und damit Selbstbewusstseins-störenden) Psychosen nur so wimmelt, und in jeder Familien gibt’s mehrere. Also ich halte beispielsweise das Verhalten von S. Maurer für hochgradig bedenklich. Hätte sie den “Bösen” halt persönlich zur Rede gestellt. Das hätte jede normale Frau getan. Er hätte dann gesagt “Ich war’s nicht”, dann hätte sie ihn bedrohen können, und dann hätte er sich entschuldigen können. Aber so ist’s eine lächerliche Inszenierung. Das Urteil ist vollkommen gerechtfertigt, denn es ging ja um unbeweisbare üble Nachrede. Ach, was fasle ich … Betrachten Sie es einfach als “ich wehre mich gegen #metoo”.

  3. rubens

    Stimme mit Ihnen völlig überein. Würde noch weitergehen und sagen, dass dieser MeeTo-Schmarrn den tatsächlich missbrauchten schadet.

  4. Mourawetz

    Die Ikone der Emanzipation, Judith Butler, ist für die Burka. es geht nicht gegen Männer generell. Es geht nur gegen weiße, und veschärfend alte Männer. Feminismus ist ein Neidkomplex.

  5. Mourawetz

    Und damit, dass es nur gegen weiße, alte Männer geht, ist Feminismus rassistisch, faschistisch.

  6. astuga

    @Mourawetz
    Wobei ja interessant ist, dass unter der gesamten sog. progressiven Agenda vor allem eine einzige Gruppe in jedem Aspekt draufzahlt – junge weiße (heterosexuelle) Frauen.

    Sie sind sich dessen meist nur nicht bewusst, weil sich der Schaden für ihren persönlichen Lebensentwurf erst mit Verzögerung und auf Umwegen einstellt.

  7. Mourawetz

    @astuga
    Es kommt zu einem Bevölkerungsaustausch aber nur auf männlicher Seite.
    Den Frauen passiert nichts, wenn sie unter die Burka schlüpfen. Und das werden sie, denn das wollen sie, zumindest in der Theorie des Feminismus.

  8. Seerose

    @ josi
    Ich bin 70, habe bis jetzt alle Frauenvolksbegehren unterschrieben, aber diesmal nicht. Sehen denn diese “Feministinennen” nicht, dass unter uns bereits eine grosse Anzahl von muslimischen Frauen und Mädchen leben? Vor allem die Mädchen mit den Kopftüchern und den sackartigen Verhüllungen (die natürlich besonders bei 30 Grad und mehr natürlich sicher selbstbestimmt getragen werden).
    Das ist den fortschrittlichen Frauen keinerlei Erwähnung wert? Nur die alten weissen Männer, na die sind ja pfuiiiii. Und die jungen nicht weissen Männer, die die neuen Regeln vor allem in den Schulen aufstellen, die sind ihnen kein Wort wert?? Ich kann nur mehr den Kopf schütteln, und denken, dass ich die beste Zeit zum Leben als Frau gehabt habe. Für mich wirds noch reichen, aber für die nächsten Generationen von Mädchen und Frauen, ich wage gar nicht daran zu denken.

  9. GeBa

    Schon als ich gesehen habe wer das initiert und die Diktion dieser Trutscherln gehört habe, war es klar: NEIN
    Ich bin auch 70 und habe kein Volksbegehren gebraucht um etwas aus mir und meinem Leben zu machen, ich habe hart dafür gearbeitet.

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