Migration: “Wir werden ärmer werden”

Von | 8. Mai 2016

“Das sind so die schmutzigen kleinen Deals, wie man sie zuvor auch mit dem einstigen libyschen Diktator Ghadhafi gemacht hatte. Der hat viel Geld dafür bekommen, dass er die Flüchtlinge von uns fern­hielt. Die Migrationsströme sind aber nicht aufzuhalten. Unsere Gesellschaften werden sich dadurch verändern. Sie werden wohl ärmer werden….” (Der Historiker und Bestsellerautor Philipp Blom, hier)

28 Gedanken zu „Migration: “Wir werden ärmer werden”

  1. Thomas Holzer

    Nicht sehr stringent, was der Herr da verbreitet 😉

    “Mit dieser Parole würden Sie nicht gewählt.
    Als Politiker kann man gewisse Dinge wie die Folgen des Klimawandels oder die Automatisierung nicht ansprechen. ln 30 Jahren wird die Hälfte der Menschen keinen Job mehr haben”

    Und deswegen holen wir uns jetzt Millionen nach Europa, damit noch mehr keinen Job haben werden, oder diese Millionen schon jetzt ohne Job dahinvegetieren dürfen?
    Da darf man nicht mehr von “ärmer werden” reden, sondern sollte ehrlicher Weise von Verelendung sprechen!

  2. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Es ist genau das was ich seit September 2015 kritisiere. Deutschland holt genau jene Leute nach Europa, für die es jetzt schon keinen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt gibt.

    Die Behauptung, dass es sich hier um “dringend benötigte Fachkräfte” handeln würde, war von Anfang an eine infame Lüge.

    NGOs, Kirchen, Sozialarbeiter und andere Elendsmanager haben sich auf finanzielle und gesellschaftliche Kosten Dritter eine absehbare Stammkundschaft ins Land geholt.

    Wenn diese Typen von “Chancen durch Migration” sprechen, meinen sie ihre eigenen Chancen auf eine hochbezahlte marktferne Anstellung.

  3. wbeier

    Ich versteh den Herren auch nicht so recht. Ist halt auch einer dieser inflationär auftretenden “Welterklärer”, die sich eine goldene Nase damit verdienen, anderen zu erklären, dass sie ihre Verarmung und die Beschädigung ihrer Lebensweise als quasi “naturgegeben” akzeptieren mussen. Verzichtbar!

  4. Thomas Holzer

    “Rund ein Drittel der Flüchtlinge sind Frauen, die meist besser ausgebildet sind als ihre männlichen Kollegen” zitiert nach einer Werbung auf ORF2 für den Report am Dienstag.

    Was ich mehr als nur bezweifle; und auch wenn es stimmen würde, gilt wohl der Satz: “Unter den Blinden ist der Einäugige König”

    https://www.youtube.com/watch?v=aoKQS8pAKIk

    Nüchtern und klar, wie man es vom Herrn Dr. Sinn gewohnt ist 🙂 Sehenswert

  5. Falke

    Wenn ich den wirren Text richtig verstanden habe, ist der Autor der Meinung, dass wir weiterhin alle Grenzen öffnen und Millionen archaisch-moslemischer Invasoren in Europa aufnehmen sollen. Niedrigeren Lebensstandard bis zur Armut sollen wir dann gerne in Kauf nehmen, weil das nur gerecht wäre.

  6. Selbstdenker

    @wbeier:
    Ein billiger Change Management Trick vom Autor. Den Leuten wird eine bestimmte Entwicklung als vorgegeben vermittelt. Sie sollten von Anfang an diese vermeintliche Entwicklung antizipieren und nicht ansatzweise auf die Idee kommen, dass es sich
    a) um einen gesteuerten Prozess handelt und
    b) sich die Leute – entsprechende Bewusstseins- und Willensbildung vorausgesetzt – sehr effektiv dagegen wehren können.

  7. Falke

    @Selbsdenker
    Der Autor hat ja schon vorsorglich ausgeschlossen, dass man sich dagegen wehren soll oder kann: Grenzen mit Waffengewalt schützen? Pfui, Teufel! Obwohl das ja genauso in der Verfassung bzw. dem deutschen Grundgesetz steht. Da fragt man sich doch, warum es überhaupt ein bewaffnetes Heer gibt. Vielleicht ausschließlich für Einsätze in Afghanistan und Somalia? Flüchtlingsboote zurück nach Libyen, Ägypten usw. schicken oder bringen? Unmöglich, hat der Europäische Gerichtshof verboten! Sie gar nicht in europäische Hoheitsgewässer hineinlassen? Das wäre ja unmenschlich, menschenrechswidrig, rassistisch und was weiß ich was noch!

  8. Selbstdenker

    @Falke:
    Exakt. Er lenkt vom Kern der Sache ab.

    Wie schützt man sie gegen eine Vergewaltigung? Durch eine Armlänge Abstand, sittsamer Kleidung, gefärbte Haare, Ausgehen nur in Gruppen und nicht nach 20:00.

    Wie schützt man sich gegen einen Einbruch? Indem man die Haustüre offenlässt und sich nicht wehrt. Dann gibt es keine Schäden an Fenster und Türen und vielleicht wird auf Gewaltanwendung gegen die Hauseigentümer verzichtet.

    Was hilft gegen gewaltsame Empörungsausbrüche? Indem man nichts mehr sagt was irgendwer im Entferntesten als Einladung zum Durchdrehen verstehen könnte.

    Das Muster ist stets das Gleiche und leider fallen viele Konservative darauf rein.

  9. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@ Fast noch interessantere sind die darunter liegenden Kommentare von diversen usern, zwar immer das gleiche Mantra, aber immer wieder “spaßig” mit welchen “”(diffusen) “Ängste” diese user auftreten(schreiben) , wenn besonders ein “nicht rechter” solche Zeilen schreibt, da schrillen aus Angst die Alarmglocken und kommt in den comments zum Ausdruck

  10. Rennziege

    Ein weiterer Anbeter des Mann’schen Hockey Sticks, der schon hundertmal von Klimaforschern, Geologen und Physikern mit hohen universitären Meriten als primitive, aber profitable Geschäftsidee für alle möglichen NGOs entlarvt wurde.
    Auch Philipp Blohm weiß, wie so viele Weltuntergangspropheten: Mit der Klimahysterie, so absurd sie vor dem überfälligen Koma bewahrt wird, lässt sich Geld verdienen. Viel Geld.
    Und die halbe Welt hat das Vergnügen, diese Bauchredner fürstlich zu bezahlen.

  11. Gerald Steinbach

    Bevor heute ein Österreichisches Fußball Bundesligaspiel stattfinden darf, muss zuerst der Platzsprecher eine Rede gegen Phobien, Rassismus, Diskriminierung,..usw. halten, danach kommt der Kapitän dran, nach den Kapitän kommt der Kapitän der Auswärtsmannschaft dran, ebenfalls gehts da über Phobien usw., dem nicht genüg, hallt dann über den Stadionsprecher noch eine Ansage,..eh schon wissen …
    In zwei Jahren muss wahrscheinlich jeder Stadionbesucher einen Eid darüber ablegen, dass er nicht Islamophob usw ist.
    ,

  12. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Wer besucht freiwillig ein Bundesligafußballspiel in diesem Lande?! 😉

  13. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@ Vor Ort nicht, aber manchmal vor den TV,…Sie werden doch hoffentlich keine Phobie gegen Fußball haben? Keine Angst, ist heilbar!

  14. Rennziege

    8. Mai 2016 – 17:05 Gerald Steinbach
    Fußballphobie? Mein Mannsbild ja, ich nicht; er liest lieber Schiller, Wodehouse und Hesse.
    Soeben werde ich gewahr, sonntags ein wenig im europäischen Fußball schnuppernd, dass Leicester City — wo ein Ösi namens Fuchs, was gut zum Vereinsspitznamen “The Fox” passt — als ehemals belächelter Underdog die britische Premier League gewonnen hat. Freut mich unbändig.
    Ebenfalls soeben hat RB Leipzig den Aufstieg in die erste deutsche Bundeslioga geschafft, was mich ebenfalls freut. Allein schon die freche Verkleidung “Rasenballsport” für RB und “Red Bull” gefiel mir stets. Und ich gestehe, ein Fan von Dietrich Mateschitz zu sein; als Studentin hab’ ich bei ihm ein Praktikum gemacht, das mich viel gelehrt hat, was mir heute noch nützt. Und dieser Mensch beweist damals wie heute, dass man auch als Tycoon ein Gentleman sein und bleiben kann.
    Herzliche Grüße vom Spielfeldrand! (Oder vom Elferpunkt?)

  15. Thomas Holzer

    Wodehouse oder eher Woodhouse?!

    anyway: österr. Fußball ist für den Gully 😉

    icehockey leider detto

  16. Fragolin

    Wir werden auch ohne Migration immer ärmer, schon seit Jahren. Jetzt wird das nur noch beschleunigt.

  17. Rennziege

    8. Mai 2016 – 18:30 Thomas Holzer
    P.G. (Pelham Grenville) Wodehouse, 1881-1975, ist ein bis heute vielgelesener britischer Autor, der einen Großteil seiner Lebenszeit auf Long Island verbrachte; leider sind Übersetzungen seiner Wortspiele in andere Sprachen stets gescheitert. Wer kann schon “He was such a good dancer, he could out-Fred any Astaire” z.B. ins Deutsche transportieren?
    Sein Name ist wirklich Wodehouse, aber man spricht ihn so aus, als hieße er “Woodhouse”.
    Als Besitzerin einer erklecklichen Wodehouse-Bibliothek (50 von 90 Bänden, die ich mit alle in meinen britischen Schultagen besorgt habe) könnte ich Ihnen viel erzählen.
    BBC und ITV haben in den Neunzigern viele seiner Stories verfilmt, mit Hugh Laurie und Steven Fry in den Hauptrollen — gibt’s alles auf DVD, immer noch teuer, und nicht nur in Ausschnitten bei YouTube.
    Hoping to have been helpful, sir.

  18. astuga

    Womit man Migrationsströme jedenfalls nicht aufhalten kann ist, Willkommenskultur zu spielen und die eigene Auslöschung abzufeiern wie manche Deutsche und Schweden (und einige andere in Europa).

    Natürlich hat alles seinen Preis, aber auch das Nichtstun hat seinen Preis.
    Wir sind heute auch nicht für alle Zeiten und alle kommende Generationen verantwortlich, aber das was unsere Generationen tun können liegt sehr wohl in unserer Verantwortung als Europäer.
    Es geht auch nicht darum, eine 100 prozentige Abschottungspolitik zu betreiben.
    Es reicht vollkommen, wenn die Grenzkontrollen ausreichend effektiv sind.
    Nicht Perfektion, Verbesserung ist das Ziel.

    Und es gibt historische Beispiele, wie sich Kulturräume langfristig erfolgreich absichern konnten.
    Oder zumindest erfolgreich genug um ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
    Das ist den Chinesen gelungen (sogar trotz mehrmaliger Eroberung und Fremdherrschaft), und in gewisser Weise auch West- wie Ost-Rom (die Imperien sind zwar untergegangen, aber das Erbe hat überlebt).
    So schlecht stünden die Karten auch nicht, schon alleine für die natürliche Grenze die das Mittelmeer bildet muss man dankbar sein.
    Aber an die Adresse der europäischen Politiker: Wer will findet Wege, wer nicht will findet Ausreden.

  19. Gerald Steinbach

    astuga@
    Man kürze die Sozialleistungen(keine monetären Zuwendungen) auf ein Minimum und der Asylzauber ist vorbei

  20. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Danke für die Information! Meine ich ehrlich

  21. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Man lasse sie einfach nicht rein! 😉

  22. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@
    Ist eine Streichung der sozialen Leistung nicht die elegantere Lösung, warum sollte es dann attraktiv sein für einen Schutzsuchenden nach Austria zu gelangen, siehe Polen, Ungarn, Slowakei dort gibt’s auch nix zum holen = Keine Schutzsuchenden
    Wenn sie vor der Grenze stehen und die wissen, dass die Uniformierten nicht schießen dürfen, na dann…

  23. Thomas Holzer

    Es geht nicht um Eleganz sondern Effektivität 🙂
    Wie wollen Sie denn die alle wieder los werden, wenn sie mal da sind?!

  24. Wanderer

    Die Migrantenströme sind also die unausweichliche Konsequenz des Klimawandels und wenn die Reichen ein bißchen verzichten lernen, ist das auch kein Riesenproblem. Fehlerhafte Gutmenschenargumentation wird nicht besser, wenn sie ein studierter Historiker zum besten gibt. Israel zeigt, dass man mit Technik und gutem Willen selbst die Wüste zum Blühen bringen kann. Man könnte sich in den Fluchtländern an Stelle des Korans auch einmal mit Kulturtechnik und Hydrogeologie befassen. Der Historiker müsste im eigenen Kompetenzbereich eigentlich genug Migrationsursachen finden. Klimawandel allein ist wirklich zu billig.

  25. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@
    Die würden ja nicht kommen, wenn es nix gibt
    Warum glauben sie gehen die alle nach Wien und bleiben nicht beim Schellhorn im Hotel als Kochhilfe?

  26. astuga

    @Gerald Steinbach
    Leider Jein.
    Einige würde man sicher von der Immigration abhalten (und vor allem würden wir die Kosten reduzieren), aber die Lage ist in vielen muslimischen Ländern derart schlecht (aufgrund der Überbevölkerung und Misswirtschaft), dass die meisten dennoch kommen würden, so man sie herein lässt.

    Kein Sozialsystem gibt es ja auch von Marokko über Ägypten bis Pakistan – das schreckt also nur bedingt ab.
    Aber das Sozialsystem wirkt natürlich zusätzlich als sog. Pull Faktor (wie man im Neusprech sagt).
    Und schon deshalb und wegen der Kostenexplosion und Fairnis gegenüber den langjährigen Einzahlern wäre es eine zwingende Notwendigkeit, den Zugang zum Sozialsystem für Migranten auszusetzen.
    So wie das in klassischen Einwanderungsländern ja auch gehandhabt wird (Kanada, Australien, Neuseeland, USA).

  27. Johannes

    Philipp Blom ist hier auch ein wenig Geschäftsmann in eigener Sache, die Art und Weise wie er provokativ argumentiert soll neugierig auf seine Bücher machen. Die Ausweglosigkeit mit der er das Schicksal der westlichen Gesellschaften prophezeit hat meiner Meinung nach eine gewisse clevere Marketingstrategie zu Grunde mit der er neugierig auf seine Publikationen machen will.
    Das schwierige Zeiten auf uns zu kommen hat wohl schon jeder begriffen, Entwicklungen voraus zu ahnen bzw zu denken ist legitim. Herr Blum ist mir da zu marktschreierisch und damit unglaubwürdig.

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