Milliardär Bernie Ecclestone: “Putin soll Europa führen”

“…Bernie Ecclestone, one of the richest men in Britain and the chief executive of Formula One, is really not a fan of Europe. Ecclestone, who is worth $3.2 billion (£2.2 billion), said “we should get rid of Brussels” and let Vladimir Putin “run Europe” when speaking to WPP CEO Martin Sorrell at Advertising Week Europe on Tuesday…” (hier)

20 comments

  1. sokrates9

    Schlechter als mit unseren ” Kommissaren” würde es mit Putin sicher nicht werden!

  2. Marcel Elsener

    Bezeichnend ist, dass der Autokrat Putin seltener die Verfassung Russlands bricht als die EU-Kommissare und der EU-Ministerrat die EU-Verträge. Fazit daraus: Russland ist aus formaler Sicht eher ein rechtsstaatliches Machtgebilde als die EU. Putin ist so schlau, die Gesetze von vornherein so hinzubekommen, dass er sie in der Folge nicht zu brechen braucht. Und wie die offiziellen Reaktionen der massgebenden EU-Politiker nach der Abstimmung in den Niederlanden zeigten, haben die EU-Führer ähnliche Probleme mit der Demokratie wie Putin. Aber letzterer ist wenigstens nicht so verlogen wie seine EU-Kollegen; bei ihm weiss man, woran man ist. Insofern hat Bernie Ecclestone nicht völlig unrecht.

  3. Fragolin

    @Marcel Elsener
    Korrekt.
    Das erklärt auch den Unterschied zwischen den Beliebtheitswerten Putins bei den Russen und denen von Juncker oder Schulz bei den Europäern… 😉

  4. Falke

    Putin würde ich es jedenfalls zutrauen, sowohl mit der Flüchtlingsflut als auch mit dem islamistischen Terror fertig zu werden. Natürlich mit harten und wirksamen Maßnahmen, und ohne “Willkommenskultur”, “Menschlichkeit”, “Integration”, “Mindestsicherung für alle”, NGOs, Kirche usw.

  5. GS

    Der Ecclestone ist ein alter vekalkter Vollidiot…

    War immer ein Abzocker, gut, das hat er mit Putin gemein, der zockt Russland ab..

    Beiden gemein ist eine gewisse kriminelle Grundeinstellung..und der Hang zur Korruption…das Eine bedingt das Andere…

  6. Christian Peter

    Ich plädiere für Viktor Orban – einer der wenigen Staatsmänner in Europa, der die Interessen der einheimischen Bevölkerung vertritt, wie eine restriktive Einwanderungspolitik und Sonderabgaben für ausländische Konzerne beweisen.

  7. Marcel Elsener

    @Fragolin
    Und es erklärt auch, weshalb die EU-Bürokraten so allergisch auf Putin reagieren. Sie merken wohl selbst, dass sie nicht weniger autokratisch sind als der russische Präsident – dafür aber wesentlich verlogener mit ihrem heuchlerischen Demokratiegefasel.

    Im Gegenteil sehe ich derzeit in der EU eher Ansätze zu Totalitarismus als in Russland. Putin hat nicht den Ehrgeiz, das Leben seiner Untertanen bis ins Detail zu regeln; die EU-Machtbürokraten hingegen schon. Deswegen sind Glühbirnen in Russland weiterhin erhältlich und in der EU eben nicht. Putin interessiert sich nicht für die Grösse der Toilettenspülkästen oder die Effizienz der Duschköpfe und Staubsaugermotoren seiner Untertanen; die EU-Oberen hingegen schon usw. usf.

    Totalitarismus zeichnet sich dadurch aus, dass der Tyrann sich in alle Lebensaspekte seiner Untertanen einmischt und diese regulieren will – von der sogenannt gerechten Aufteilung der Hausarbeit bei Ehepaaren, über die exakten Vermögensstände der Untertanen bis hin zur obrigkeitlich verordneten Akzeptanz von Schwulen. Das ist wohl auch der Unterschied zwischen einer guten Tyrannis und einer schlechten Tyrannis; erstere ist selektiv gängelnd und letztere total gängelnd.

    Putin lässt sich von pragmatisch-macchiavellistischen Machterwägungen leiten, um seine Machtposition zu halten; er ist ein klassischer Tyrann, der sich nicht in die Angelegenheiten seiner Untertanen einmischt, solange diese seine Machtposition nicht bedrohen. Deswegen konnte beispielsweise Pussy Riot ohne Behinderungen ihre durchgeknallten Demonstrationen auf öffentlichen Plätzen durchführen, denn sie war keine Bedrohung für ihn; erst als Pussy Riot in einer Kirche ihr sogenanntes Punkgebet aufführte, wurde sie zur Bedrohung für ihn, weil er keinen Zoff mit der mächtigen Russisch-Orthodoxen Kirche gebrauchen kann.

    Die EU-Oberen hingegen sind ideologische Überzeugungstäter. Es gibt für sie nur ganz bestimmte zulässige Lebensweisen, die dem Untertanen erlaubt werden sollen. Die zulässigen Lebensweisen, die nach Meinung der EU-Machthaber zum alleinigen Seelenheil der Untertanen führen, fasst man dann unter dem Oberbegriff Diversity zusammen. Jeder Abweichler von der obrigkeitlich konfektionierten und verordneten Diversity ist ein Dissident und wird bestraft. Die Tendenz zum Totalitarismus in der EU ist offensichtlich, auch wenn noch ein langer Weg bis dahin ist; die rechtliche Basis dafür wurde jedenfalls schon weitgehend geschaffen.

  8. Falke

    @Christian Peter
    Viktor Orban wäre natürlich die noch bessere Option als Putin, war aber nicht Thema des obigen Interviews. Orban kann man zumindest objektiverweise nicht vorwerfen, ein Antidemokrat zu sein, obwohl das viele Links-Grüne immer wieder versuchen. Letztere verlangen ja, dass man Maßnahmen auch gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit durchsetzt, falls dieser Wille den Grundsätzen der p.c. widerspricht.

  9. mariuslupus

    Manchmal hat auch Bernie recht. Vor die Wahl gestellt Merkel, Juncker, Schulz, Hollande oder ähnlich zu wählen, würde ich mich für Vladimir Vladimirovitsch entscheiden. Autokraten in Brüssel versprechen Sicherheit und Freiheit in Europa, möchten aber beide Versprechen absichtlich brechen

  10. Thomas F.

    Er kann ja nach Moskau ziehen, so wie der selbst bezichtigte Vergewaltiger und Putin Freund G. Depardieu.
    Viel Spaß! Seine Meinung über Putin ändern darf er dann aber nicht mehr allzu öffentlich. Das wäre ungesund.

  11. Christian Peter

    @Thomas F.

    mit Pressefreiheit und anderen Bürgerrechten ist es in Ländern wie Österreich und Deutschland auch nicht allzu gut bestellt, von Gewaltenteilung sowieso keine Spur. Wir sollten danach trachten, die politischen Missstände im Heimatland zu beheben und uns erst dann um Missständen fremder Länder widmen.

  12. Rennziege

    20. April 2016 – 11:42 Falke
    Christian Peter reagiert wie gewohnt eingleisig; das ist nicht zu ändern. Er sollte aber allmählich merken, dass es in der Welt von heute einhgleisige Bahnstrecken nur in der tiefsten europäischen Provinz oder in naturgemäß chronisch marodenEntwicklungswüsten gibt.
    Genug davon, back to basics: Viktor Orbáns und Ungarns Gewicht in der EU ist relativ gering, wird aber dennoch respektiert — vor allem, weil dieser Mann Klartext spricht, was die EU-Granden nicht dürfen, um die “Friedensidee Europa” nicht als längst entschlummertes Phantom zu entlarven. Also bleibt ihnen nur die Desavouierung oder die Abschiebung ins rechte Eck eines demokratisch gewählten Staatschefs, wohl auch aus dem schlechten Gewissen, dass die EU, vom Scheitel bis zur Sohle, alles andere denn demokratisch legitimiert ist.

    Bernie Ecclestones Plädoyer für ein Europa unter W.W. Putins Ägide ist freilich unter “Comedy Central” einzureihen, aber ist es denn so abwegig? Die nach wie vor dominanten Rotpilze in so ziemlich allen Parteien Europas können ihr Heimweh nach dem Stalinismus kaum verbergen. Aber sie übersehen, dass Putin alles mögliche anstrebt, aber der Stalinismus zählt keinswegs dazu; denn das Russland von heute den etwa 100 Jahren des tief verwurzelten Kommunismus zu entwöhnen ist eine Mammut-Aufgabe. (Die selbst unter Aufwendung weit höherer Ressourcen der Bundesrepublik mit der DDR nicht gelang, bis heute nicht.)

    Putin muss mangels vitaler Wirtschaftskraft Russlands so agieren, dass ihm das Hemd am Hintern zusammengeht, to make ends meet, wie die Beatles das in “Lady Madonna” griffig formulierten. Und er handelt nach der historisch bewährten Maxime, die in Europas gutmenschlich kastrierten Wischiwaschi-Staaten nicht mehr gelten darf — was einem geopolitschen Selbstmord gleichkommt:
    “Staaten haben keine Freunde, sondern Interessen.”
    Ein paar Gratis-Nachhilfestunden in Geopolitik und logisch-nüchternem Denken wird Putin den europäischen Naivlingen noch erteilen, aber über kurz oder lang wird sein guter Rat teuer zu stehen kommen; die klapprigen EU-Traumtänzer werden gerne bezahlen, durch Erfahrung zähneknirschend klug geworden.
    Bernie Ecclestone, so alt er ist, hat etwas Wahres gesagt.

  13. Christian Peter

    @thomas F.

    ganz zu schweigen von der EU, im Vergleich zur EU ist Russland eine Vorzeige – Demokratie.

  14. Fragolin

    @Christian Peter
    Machen Sie sich nicht lächerlich, Russland ist alles aber keine Demokratie und Putin ist eine Körperöffnung gemäß §103 deutschem StGB. Aber er ist im Gegensatz zu unseren eigenen Körperöffnungen in Brüssel intelligent, gerissen und geschickt. Die Russen haben Glück, dass er einer der ihren ist. Wenn Putin Europa regieren sollte (was an sich schon Blödsinn ist, denn Europa besteht aus -zig souveränen Staaten und wird hoffentlich niemals die Vollendung des 4. Reiches erleben) hätten wir noch weniger zu lachen als jetzt, denn im Gegensatz zu den Komikern des Brüsseler Kaiserhofes würde er uns todernst an die Wand rennen lassen. Putins Interessen sind Putins Interessen und die Russen haben Glück, dass diese oft mit ihren Interessen übereinstimmen. WIr hätten das gleiche Pech wie heute: Die Interessen unserer Herrscher sind den unseren entgegengesetzt und daher schadet uns ihr Wirken. Wir brauchen keinen Putin, sondern Politiker, die sich als Diener des Volkes und nicht pseudodemokratisch legitimierte Tyrannen verstehen.

  15. Rennziege

    20. April 2016 – 16:09 Fragolin
    “Wir brauchen keinen Putin, sondern Politiker, die sich als Diener des Volkes und nicht pseudodemokratisch legitimierte Tyrannen verstehen”, sagen Sie. D’accord. Soichane “Diener des Volkes” håmma åba net, leidah. Scho’ seit Ewigkeiten nimmah.
    Wo immer auf der Welt sich ein Vakuum auftat (wirtschaftlich, geistig, militärisch, kulturell), wurden diese Hohlräume, zweifelsohne auch physikalischen Gesetzen folgend, alsbald von vitaleren Völkern und Staaten gefüllt. (Historische Beispiele erspare ich uns, da sie so zahlreich sind, dass alle hier, weil großtels kundig, durch eine Aufzählung nur gelangweilt würden.)
    Ob diese einströmenden Völker Demokraten waren oder sind — ein Kriterium, das erst seit höchstens 100 Jahren gesellschaftsfähig, aber geopolitisch, heute wie damals, unverändert belanglos ist —, interessiert die Geschichte null Komma Josef.
    Da unsere gutgläubig gewählten Lokalmatadore und EU-Pausenclowns habituell gegen die Interessen ihrer Bürger handeln, und dies immer unverschämter, erscheint mir eine Füllung dieses Vakuums der Souveränität durch W.W. Putin als das geringere Übel denn die beliebig austauschbaren Mäntelchen-nach-dem Wind-Hänger in ganz Europa.
    (Eh nur eine gewagte Hypothese, aber ein Putin spricht wenigstens Klartext — und bleibt dabei, von den notorischen Ostblock-Lügnern schon in seinen Lehrjahren zu Besserem belehrt.)

  16. Wanderer

    Auf jedenfall gehört Putin-Russland viel eher zu EUropa als die Erdogan-Türkei. Den Demokratievorsprung verkleinern wir gegenwärtig eh und kulturell gibts kein Problem. Im Gegensatz zu den Osmanen, wo es demokratisch und religiös-kulturell meilenweit fehlt.

  17. GS

    attn:

    Chrstian Peter & Rennziege .

    sind Sie auf irgendwelchen Drogen, oder posten Sie direkt aus St. Petersburg, oder sind Sie einfach von Geburt auf so deppert…?????

  18. Lisa

    @GS: Natürlich ist das Mumpitz mit dem Putin-Zar über Europa – es sind ja nicht mal alle europäischen Staaten in der EU, die müsste er dann wohl erst erobern… Es gibt nun mal Leute, die eine Sehnsucht nach dem “starken Vater” haben und diese gern auf einen ihnen geeignet scheinenden Menschen projizieren. @Rennziege hat aber Recht mit der historisch genügend belegten Tatsache, dass “vitalere” (=aggressivere) Völker sich ein Machtvakuum zunutze machen und die ansässige Bevölketrung verdrängen. Was ich nicht verstehe, ist, dass sich vor allem Deutsche und Österreicher von ihrer Kultur abwenden, sich bildungsmässig dem Dümmsten anpassen und was Werte betrifft, einfach vor dem frechsten Forderer kuschen. Das kann nicht mit der “Wiedergutmachung” oder “Reinwaschung” wegen des Holocaust erklärt werden, sonst würden sie ja nicht so massenhaft Leute mit islamischen Überzeugungen (Hass auf Juden) ins Land holen und aggressiv, ja geradezu kriegerisch auftretenden Invasoren so viele Zugeständnisse machen. Offensichtlich sind sie sich ihres Eigenwerts nicht mehr bewusst – das kann nicht gut gehen, denn das führt dazu, dass man zwar oberfächlich tolerant und nachgiebig ist, unterschweilig aber wütend. Warum locken Schlepper und gewisse Politiker Leute mit falschen Versprechungen her statt ihnen – wenn sie denn tatsächlich gebraucht werden – klipp und klar mitzuteilen: ihr könnt kommen, wenn ihr euch an unsere Gesetze haltet und an unsere Lebensgewohnheiten anpasst? Letztere sind eben nicht einfach europäisch oder westlich, sondern regional verschieden – und da hat man sich, wenn man schon herkommen durfte, gefälligst anzupassen. Es bleibt auch dann noch genügend individueller Freiraum. Im umgekehrten Fall wäre (und ist!) das auch so. (Nur Touristen und allenfalls Unternehmer dürfen sich danebenbenehmen – aber die bringen schliesslich Geld… 😉 )

  19. gms

    GS,

    “sind Sie auf irgendwelchen Drogen, oder posten Sie direkt aus St. Petersburg, oder sind Sie einfach von Geburt auf so deppert…?????”

    Wissen Sie, tovarishch GS, was unser großer und inniglich geliebte Volksdichter Terrowitsch Pratchettow hierauf zu sagen pflegte? — ‘Несколько знаков вопроса являются верным признаком сумасшедшего ума’. Er war ein Mann vieler weiser Worte, aber kürzer muß es lauten: ‘отвали!’

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