Milliarden für die Türkei, zum Fenster hinaus geschmissen?

Ich bin kategorisch dagegen, der Türkei etliche Milliarden Euro zu geben, damit sie die Migranten auf ihrem Territorium zurückhält. Denn die Türkei kann und will mit diesen Migranten nichts unternehmen“, (Der tschechische Präsident Milos Zeman im Gespräch mit dem Fernsehsender “Prima”)

 

19 comments

  1. AD

    Erdogan hatte die Idee, in Syrien eine “Flüchtlingsstadt” zu bauen.

    mit den von der Türkei geforderten Milliarden sollte es doch möglich sein, so eine “Flüchtlingsstadt” in Griechenland zu errichten, wo Flüchtlinge bis zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien (und im Iraq) untergebracht, verpflegt, medizinisch betreut und Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.

    und es würde sich vermutlich auch positiv auf die Wirtschaft Griechenlands auswirken.

  2. Rado

    Speziell die Deutschen sollten mittlerweile gelernt haben, was eingekaufte Freundschaften wert sind.
    Hoffentlich hat auch Österreich den Mut hier der Unfähigkeit zu widersprechen.

  3. Fragolin

    “Denn die Türkei kann und will mit diesen Migranten nichts unternehmen“
    Irrtum.
    Die Türken (oder besser: Diktator Erdogans Regime) wollen
    a) freie Bahn in Syrien, deshalb gewinnen sie durch das Ausdünnen des syrischen Volkes und leiten Syrer aus deren Land
    b) den Islam in Europa verbreiten, und da bieten sich syrische Muslime als Unterstützer der hiesigen türkischen Muslimgemeinden im Kampf um Allahs Herrschaft geradezu an und
    c) für diesen doppelten Gewinn noch Milliarden erpessen.
    Deutschland (oder besser Kaiserin Angela I.) legen sich demonstrativ mit Erdogans Regime ins Bett. Warum wohl? Das weiß die Regie im Hintergrund.
    Die EU wird von den Medien schwachgeredet und erpressbar hingestellt, dabei hätte sie mindestens genauso viele Druckmittel gegen die Türken in der Hand (Androhung der Aufkündigung sämtlicher Regeln zur Doppelstaatsbürgerschaft, Streichen der überaus fetten Hilfszahlungen, Einschränkungen der Rechte von Türken in der EU auf das normale Recht von Drittstaatlern…) wenn sie nur wollte (oder laut Regie dürfte).
    Schmierenkomödie die Nächste.
    Orban hat Veto eingelegt und ein referendum angekündigt. Wien könnte mitziehen, hat aber wahrscheinlich zu viel Schiss vor der inzwischen exorbitant gewachsenen und bekannt latent aggressiven Radikalmuslimgemeinde, um sich zu rühren.

  4. Fragolin

    @Rado
    Nicht nur der Wert gekaufter “Freundschaften” sondern auch den Wert türkischer Versprechen.
    Ein Rückführungsabkommen mit Griechenland existiert seit 12 Jahren. Wertlos.
    Ein Abkommen über den Grenzsschutz existiert seit 4 Monaten. Wertlos.
    Zusagen, Versprechungen, Behauptungen – alles wertlos. Lug und Betrug an jeder Ecke. (So betrachtet ist die Türkei super vorbereitet auf einen EU-Beitritt…)
    Die Türken bekommen ihre Visafreiheit (Videgrad stemmt sich, aber bald kommt die Geldfrage ins Spiel) und wir bekommen als Geschenk eine (noch) kalte Landnahme durch überschüssige muslimische Jungmänner und ein vertriebenes Volk.
    Man kann hoffen, dass sich Wien an Visegrad und Balkan anlehnt und dem Untergang des Nordwestens zuschaut, aber die Erfahrung lässt den Optimismus nicht groß werden…

  5. Reini

    … Erdogan geht’s doch nur ums Geld und um den Beitritt in die EU!!! … er will einfach seine Macht ausbauen!!… die Flüchtlinge bieten sich für diesen Zweck hervorragend an! … vorher hat keiner der Türkei zugehört!

  6. sokrates9

    Wie schon öfters gesagt, man kann nur hoffen dass sich die Staaten Osteuropas nicht so leicht korrumpieren lassen! Die Ungarn haben ja ein Veto eingelegt, Merkel hätte schon wieder europäische Milliarden als Kaiserin gnädigerweise verschenkt!

  7. Johannes

    Der Umgang mit Erdogan erinnert mich immer mehr daran wie damals die führenden Politiker Europas und auch Amerikas zu Sadam Hussein gepilgert sind und fast untertänig um Aufträge gebettelt haben. Ebenso zu Gaddafi. Erdogan sollte sich seiner Sache nicht zu sicher sein wenn Amerika es einläutet ,das sein politisches Ende gekommen ist so wird er auch unverzüglich von den ihn jetzt wie einen Prinzen huldigenden fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Da sind ein Zeman und Orban ehrlicher zu ihm und zu den Europäern. Sie sagen schon jetzt was sie von dem ganzen halten und ich denke sie liegen sehr richtig!

  8. mariuslupus

    Merkel, Schulz, Juncker&Co haben beschlossen einen möchtegern osmanischen Diktator mit Milliarden zu versorgen. Wichtig ist nur die Schaumschlägerei dieser kriminellen Verschwänder, der Bevölkerung wird ein aktionistischer Bauchtanz vorgeführt, aber keiner kümmert sich was mit diesen Milliarden tatsächglich geschieht. Kontrollmechanismen, keine, aber im vollen Vertrauen dass Erdogann, als Demokrat, dass halten wird, was er jetzt verspricht.
    Sind Leute wie Zeman, Orban, Fico, Kaczynski klüger und vorauschauender als die sonstige EU – Nommenklatura ? Wahrscheinlich nicht, nur sind sie nicht ideologisch verblendet und haben auch keine hidden agenda wie Merkel

  9. Falke

    @Johannes
    Wären Saddam Hussein und Gaddafi noch im Amt, hätten wir weder den IS, noch Krieg/Terror im Nahen Osten, noch Millionen von Flüchtlingen.

  10. astuga

    Man sollte auch nicht vergessen.
    Diese Personen halten sich zwar in der Türkei auf und werden minimalst versorgt (nicht mal alle).
    Bekommen aber keinen Asylstatus in der Türkei.

  11. astuga

    Auch war es die Türkei die verhindert hat, Schutzzonen und Flüchtlingslager in Syrien zu errichten.
    Weil die türk. Regierung das nur erlauben würde, wenn sie selbst die Kontrolle über diese Gebiete hätte, und nicht die dort ansässigen Kurden.
    Damit und auch mit ihrer Beteiligung am Syrienkonflikt mit-verursacht die Türkei selbst diese Flüchtlingsströme.

  12. aneagle

    Schon moniert Erdougan, dass von den zugesagten 3 Mrd. Euro noch kein Cent bei “ihm” (er meint wohl in der Türkei) angekommen ist.
    Na also, Europa entwickelt sich rasend schnell zu einem Vertragspartner auf dem Niveau türkischer Verträge. Es setzt sich eben, unabhängig von den Werten, jeweils die erfolgreichere Kultur durch und wird von der weniger erfolgreichen imitiert, um überleben zu können. Griechenland ist hier mustergültiger Vorreiter. Obwohl bereits lange in der EU, ist zwischen einem griechischen und einem türkischen Vertragswerk, was die korrekte Durchführung der vereinbarten Maßnahmen betrifft, nur ein marginaler Unterschied. Zeman und Orban kennen diese Vertragstechniken besser als die lebensferne deutsche Potentatin.

    Da der Brennpunkt der Flüchtlingskrise zwischen Griechenland und der Türkei liegt, sollte Europa für diese Vertragsvereinbarungen am besten jene Staatslenker aussenden, die imstande sind die türkischen Absichtserklärungen zumindest richtig einzuschätzen. Solange die EU eine Frau Merkel vitale Verträge mit gewieften Vertragspartnern aushandeln läßt, signalisiert sie, dass sie an einer umsetzbaren Lösung der Asylfrage nicht interessiert ist.
    Aber was erwartet man schon von einem losen Staatenbund, der keine Austrittsvereinbarungen aus seiner Währung vertraglich festhält, um ja nicht aufzuzeigen wie lose der Bund in Wahrheit ist.

  13. astuga

    @Falke
    Das lässt sich schwer einschätzen.
    Denn früher oder später wären diese Regime dennoch gestürzt.
    Manchmal gibt es keine guten Optionen.

  14. Christian Peter

    ‘Millarden an die Türkei zum Fenster rausgeworfen ?’

    Selbstverständlich. Die Staaten der EU brächten bloß ihre Grenzen zu schützen, dann bräuchte man keinen Cent bezahlen und könnte sich entwürdigende Verhandlungen mit der Türkei ersparen. Ungarn zeigte, wie sich die Flüchtlingskrise mittels einfachster Maßnahmen binnen weniger Tage lösen lässt.

  15. Rennziege

    Das Ganze ist doch die uralte Schutzgeld-Masche, nichts weiter. Mafia und orientalische Erpresser sind Meister darin, im Kleinen wie im Großen. Frau Merkel und die EU-Bonzen zahlen ohne Rücksicht auf Vernunft und die Kosten, die kommende Generationen zu berappen haben werden. Und all dies, um ihre Allerwertesten für eine Weile zu retten und irgendwelche Provinzwahlen herumzureißen. (Letzteres war auch der Grund der total gescheiterten Merkelschen Energiewende samt Abschaffung der sichersten Kernkraftwerke der Welt — ein Billionengrab innerhalb weniger Jahre.)

    Aber wie das halt so ist mit Erpressern: Bezahlst du einmal, zahlst du ständig weiter, und die Forderungen werden immer unverschämter. Und letztlich zünden sie deine Würstelbude doch an.
    Die Türken sitzen nun auf einem längeren Hebel als die gesamte EU und lachen sich tot. Die Wiener Schmach von 1529 und 1639 ist getilgt, und jetzt braucht’s keine Krummsäbel mehr, um dem Osmanischen Reich eine europäische Renaissance zu gönnen; diese wurde ihm ja soeben geschenkt.

    Ich kann mir so manchen Hilfsschüler vorstellen, der diese Lunte gerochen hätte. Auch Merkel, Schulz und Junker (und viele andere Großkopferte) müssen diesen üblen Qualm genüstert haben. Was den Schluss nahelegt, dass sie den Zuwanderer-Tsunami bewusst eingeleitet haben und nun den Identitätsverlust und die Orientalisierung Europas aktiv betreiben, alles unter dem Mäntelchen der Nächstenliebe, Schritt für Schritt: Türkei in der EU, Visapflicht gekippt. Christliche Priester werden den Mullahs feuchte Küsse aufdrücken, die Medien werden frohlocken. Die leicht zu betäubenden Leute auf der Straße und vor der Glotze werden erst aufmucken, wenn sie schnallen, dass islamische Usurpatoren als erstes den Sozialstaat, freie Rede und Wahlen, alle Bürgerrechte (eh jetzt schon reichlich bechnitten) und sogar die harmlosesten Vergnügungen in die Tonne treten werden.
    Warum denk’ ich ausgerechnet heute so düster? Gestern war ich noch fröhlich wie Lerche und Nachtigall zugleich. (Shakespeare, schau oba!) Immerhin hab’ ich einen Romeo und Kinder, die allesamt für eine Nestwärme sorgen, die alle Sorgen vergessen macht. Um Kanada mach’ ich mir eh keine, aber der europäische Seelenverkäufer schlingert auf einige gewaltige Riffs zu.

  16. Thomas F.

    Zum Fenster hinaus geschmissen würde ich nicht sagen. Man sehe sich doch mal an, welchen prächtigen Palast sich Herr Mördogan bauen hat lassen! Wir können uns vorstellen, wie umsichtig er weitere Milliarden nützen wird, wenn man sie ihm in die Hand gibt.

  17. gms

    Rennziege,

    ” .. aber der europäische Seelenverkäufer schlingert auf einige gewaltige Riffs zu.”

    ‘Lieber ein ruhendes Schiff, denn eines am Riff’. So oder so ähnlich lautet die Weisheit, der in UK die Brexit-Befürworter folgen. Daß die UK hinter den Kulissen bereits mit China in Vehandlungen betreffend Warenaustausch stehen, schmeckt den Strippenziehern garnicht, wie vermutlich ebenfalls nicht die Initiative der Industriellenvereinigung, sich wieder mit Rußland zu vertragen [1].

    Betreffend Türkei: Den Flüchltingsdeal wird es nicht geben, die Begründung hierfür und was tatsächlich kommen wird, wurde hier im Forum schon xfach aufgezeigt. Mittelfristig bleibt die Türkei natürlich sehr wohl im Spiel.

    [1] kleinezeitung.at/k/wirtschaft/4940722/Handelsabkommen_IVKapsch_Brauchen-TTIP-mit-Russland

  18. Falke

    @astuga
    Durchaus möglich. Allerdings durch nationale Bewegungen, wie etwa in Ägypten oder Tunesien. Dort ist zwar auch nicht alles rosig, doch weit entfernt von Krieg und massivem Terror.

  19. Hanna

    Dieser Wahnsinn (ohne sinnvolle Methode) hat auf mich – Achtung! Persönliches! – eine interessante Auswirkung: Ich empfinde jetzt mehr Empathie mit den MigrantInnen. Flüchtlingen. Wie auch immer man sie nennen mag. Denn was der Obertürke da vorhat, würde brutal sein. Und wie kommen diese Menschen dazu, sich herumschupfen zu lassen, wie Vieh? Schon richtig, sie sind “WirtschaftsmigrantInnen”, aber das ist nur natürlich – zu versuchen, das verbleibende Leben zu nutzen. Würden wir genauso machen. Ev. später zurückkehren, aber … Nun zu meiner neuen Empathie: Wir sollten die aufnehmen in Österreich! Wirklich viele, alle! Aber: WIR sollten die Flüchtlingsstadt bauen! Nicht Erdogan. Wir könnten wirklich eine Art “Enklave” unter österreichischer Leitung machen, ein Großprojekt, mit Schulbildung, Ausbildung, allem Möglichen … denn Integration wird es nicht geben. Okay. Muss es nicht. Aber diese Leute leben dann in “Neu-Klagenbruck” (oder so), zusammen, jawohl, alle Nationalitäten und bilden quasi ein Volk im Volk, das vom Original-Volk erhalten wird – aber auch produziert, während es lernt. Produkte. Was weiß ich was. So denke ich schon. Echt jetzt. Besser, als ständig Aggressionsanfälle zu kriegen. Heute marschierten zB tiefausländische Ausländer durch den Hundepark in Wien 15. Vorsichtig, aber bewusst, dass jederzeit ein Hund irritiert sein könnte. Mir kam vor, die wollten sich beißen lassen. So wie sich halt manche vors Auto schmeißen. Und rundherum im Park – viel mehr Tiefausländer. Klar, wird man sich fragen, wie man die wohl in Neu-Klagenbruck halten wird?! Dafür gibt’s dann die Exekutive. Also mir gefällt die Idee!

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