“Millionen von Menschen aus Afrika” könnten kommen

Von | 3. Februar 2016

“……Im Rahmen seines Besuches in Äthiopien hat Außenminister Sebastian Kurz vor möglichen Flüchtlingsströmen aus Afrika gewarnt und deshalb mehr Hilfe direkt in den Herkunftsländern gefordert. Aus Afrika, wo sich die “Flüchtlinge von morgen” befinden, könnten sich bald “Millionen von Menschen” auf den Weg machen, das Potenzial an Migranten sei also weitaus höher als jenes aus beispielsweise Syrien oder dem Irak, sagte Kurz am Dienstag…..” (hier)

22 Gedanken zu „“Millionen von Menschen aus Afrika” könnten kommen

  1. Mona Rieboldt

    Die ganze Entwicklungshilfe wird gar nichts bringen, es ist rausgeworfenes Geld seit Jahrzehnten. Seit den 60er Jahren wird schon Entwicklungshilfe gezahlt und es hat nicht zu einem besseren Lebensstandard geführt, sondern nur zu immer mehr Menschen.

    Es ist die Überproduktion an Menschen in Afrika und den arabischen Ländern. Da bleibt nichts mehr für die 3., 4., 5. Söhne, weder Arbeitsstellen noch genug Land, das bewirtschaftet werden kann. Ruanda hatte sich in relativ kurzer Zeit von 3 Millionen auf über 7 Millionen vermehrt, dann kommt es zu Verteilungskämpfen wie im Krieg zwischen Hutu und Tutsi.

  2. Fragolin

    “Entwicklungshilfe” ist eine Schmiergeldzahlung an örtliche Potentaten, um ihre Untertanen im Zaum zu halten. Die Politik, “unschöne Bilder” möglichst weit weg von uns zu halten, gibt es nicht erst seit gestern, und der sich daraus ergebenden Erpressbarkeit bediente sich auch Erdogan nicht als Erster.

    Jedes Mal, wenn irgendwo Untertanen auszubrechen drohen, wegen Krankheiten, wegen Krieg, wegen Naturkatastrophen, wegen “Klimawandel”, wegen irgendwas, sprudelt sofort das Geld. Nicht eine Sekunde wird daran gedacht, dass Äthiopier kein Geld essen und trinken können oder sich Haitianer Häuser aus Geld bauen können. Warum ich das Beispiel bringe? Weil erst voriges Jahr, 5 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti, eine Reportage lief, wo Menschen in Zelten neben den Trümmern ihrer Häuser leben und jammern, es wäre bis heute niemand gekommen, ihr Haus wieder aufzubauen. Als ich nach dem Erdbeben in einem Forum artikulierte, dass meiner Meinung nach das bequeme Senden von Hilfsgeldern in ein verarmtes Land genau Null Aufbau zur Folge haben würde, man lieber ein paar Containerschiffe Zement, Betonmischer und Schaufeln schicken sollte und vielleicht ein paar Leute, die den Menschen das Betonieren beibringen, wurde ich als eh schon wissen bezeichnet. Unsere linksgedrehten Materialisten sind nämlich der festen Überzeugung, dass ausgerechnet das von ihnen vornherum so verteufelte Geld, dieses ach so verhasste angebliche Machtinstrument ach so verhasster superreicher Zocker- und Unterdrückereliten, wenn man es nur schüttenweise irgendwo auskippt sofort alle Krankheiten heilt, alle Felder erblühen und alle Menschen satt und glücklich werden lässt. Was man aber als menschenverachtend ablehnen muss, ist, dass irgendwer für dieses böse Geld auch noch den Finger krümmen muss, Arbeiten, igitt, das geht aber gar nicht! Wer sowas fordert muss ein neoliberales menschenschindendes Ungeheuer sein! Und die meisten Menschen glauben das; man frage nur, was man denn gegen den Hunger tun solle, da wird zwar Genmanipulation an Getreiden, die dann besser in Dürreregionen wachsen könnten, als Ipfuigaga abgelehnt, aber sofort das Senden von möglichst fetten Geldbeträgen gefordert. Oder von Nahrungsmittellieferungen. Damit die Menschen in Afrika lernen, wie die Affen im Zoo zur täglichen Fütterungszeit sich um die hingeworfenen Brosamen zu prügeln anstatt wie freie Menschen für ihren Unterhalt selbst zu sorgen.

    Und dann wundert sich noch einer, wenn immer mehr Menschen aus diesen Regionen dieses Spiel nicht mehr mitmachen wollen und anstatt auf die Fütterung zu warten gleich an die Quelle ziehen? Dorthin, wo Milch und Honig fließen. Also ich nicht.

    Wenn Sie irgendwas für die Menschen in Äthiopien tun wollen, Herr Kurz, dann nehmen Sie das Geld, das bisher an irgendwelche Kleindespoten und Fürsten geflossen ist und investieren Sie in Meerwasserentsalzungsanlagen, den Bau von Wasserspeichern, die Entwicklung einer funktionierenden Landwirtschaft mit dem Ziel der Selbstversorgung der Bevölkerung dort. Und für den ersten Notfall Wasser- und Nahrungsmittellieferungen, aber recht schnell auch in den Bau von Wasserpipelines und Ähnlichem; was genau den Menschen in dieser Region helfen kann und wie man großflächig dem Kontinent helfen kann, in eine bessere Zukunft zu gehen ohne als Bettler an unseren Grenzen oder als Krimineller in unseren Städten zu enden, weiß ich nicht, ich allein maße mir nicht an, die ganze Welt retten zu können, solche Gotteskomplexe überlasse ich den Psychopathen unter unseren Obertanen, aber es muss doch machbar sein, Experten zu finden, die nicht nur die Förderung der eigenen Spendensammelaktion im Kopf haben sondern wirklich effiziente Methoden vorschlagen können, wie man Menschen bei sich zuhause unterstützen kann. Und dann wäre es Aufgabe der Politik, solche Experten zu unterstützen anstatt wieder nur das Geld anderer Leute aus dem Fenster zu werfen, um sich unschöne Bilder vom Hals zu halten und eine üppige Ablaszahlung nachweisen zu können.

  3. Herbert Manninger

    Was macht jeder mit seiner Haustür, wenn unerwünschte Personen davor stehen?
    Zusperren. So simpel, so einfach.
    Diesen Vorgang als ,,fremdenfeindlich” der Bevölkerung zum unreflektierten Sprachgebrauch unterzujubeln – eine tolle Leistung der PC-Umerziehung.

  4. Lara

    @fragolin. Super Kommentar, dem eigentlich nur mehr hinzuzufügen ist, dass die westliche Welt gleichzeitig aufhören muss, sämtliche Reserven Afrikas zum quasi Nulltarif auszubeuten und dafür im Gegenzug, die bei uns nicht benötigten Agrarprodukte dort zum Dumpingpreis zu verscherbeln und damit die heimische Landwirtschaft umzubringen.

  5. Lisa

    @Fragolin: ich kann nur jeden Satz dreimal unterstreichen. Ach, läse der Herr Kurz doch Ihre Zeilen! eins ist allerdings zu bedenken: die Bilder vom erreichtenZustand eines Landes sind verführerisch und machen ungeduldig: sie kennen keine Bilder vom Wiederaufbau, von der Adenauer- und Erhardtzeit, den innereuropäischen Flüchtlingsströmen, den Trümmerfrauen und hungernden Waisenkindern in Berlin – und , naja, sie sind keine Schwaben…;-) Die Gefahr ist daher gross, dass jeder Zementsack, Backstein, jede Maurerkelle einzeln verkauft würden, um sich ein Iphone oder ein Motorrad zu erwerben…

  6. Reini

    … fragolin,… sehe dies ebenso,
    … aber wie heißts so schön, “Geld regiert die Welt”, …
    … den Politikern in Afrika ist doch die eigene Bevölkerung scheiß egal, sie arbeiten nur für den sich selbst!
    … in den Großstädten werden Paläste gebaut und die Masse hungert!

    … bitte wer braucht Blumen aus Afrika?!? … und dafür sollten Wasserspeicher gebaut werden?!?
    … wie hirnrissig muss man sein das statt Nahrungsmittel Blumen für Europa anbaut?!?

    … oder warum wird billiges Hühnerfleisch von der EU nach Afrika geliefert?!?
    … der Gedanke ist dass sich alle billiges Fleisch leisten können,
    nur das die eigenen Hühnerproduzenten, die meist Kleinmengen auf den Markt bringen, um diesem Preis nicht produzieren können, und diese dadurch arbeitslos werden, darauf hat man vergessen!! …

    … wir geben uns die Schuld das diese Menschen hungerleiden und nichts besitzen!!
    … hat sich der Schwarze Kontinent nicht selbst verkauft?! … und macht dies weiter!
    … will sich Afrika überhaupt helfen lassen, wenn sie es selbst nicht einmal versuchen?!
    … muß sich Afrika nicht selbst finden?! … mit der Flucht nach Europa wird dies nicht gelingen!!!

  7. sokrates9

    25% der Entwicklungshilfegelder liegen angeblich in den Tresoren der Schweiz! Ich finde die Chinesen machen es richtig: da fließt kein Bargeld nach Afrika sondern Hilfe zur Selbsthilfe. Dass dann was für China hängen bleibt, zeigt nur die Wirksamkeit der Maßnahmen!

  8. Gast

    @sokrates9
    Die Chinesen haben ihren Konfuzius, der sie lehrte, dass es besser sei, einem Hungernden das Angeln beizubringen als ihm einen Fisch zu geben. Wir haben nur Fisch, dessen überflüssige stinkende Reste wir dem Rest der Welt als milde Gabe steuerbegünstigt hinwerfen. Wie man angelt weiß bei uns ja schon langsam selbst keiner mehr.
    Die Überheblichkeit, mit der wir als Almosengeber auftreten und kleine Fürsten mit Bakschisch füttern, sorgt genau für jene Sympathie, die man uns in der afrikanischen und arabischen Welt entgegenbringt. Dass “wir” als Volk nichts dafür können sondern uns selbst in Geiselhaft einer arroganten, präpotenten feudal-gönnerhaften “Elite” befinden, spielt da schon keine Rolle mehr, das sind kosmetische Details…

  9. Selbstdenker

    Solange man das Bullshit-Narrativ, dass Afrika noch heute ausgebeutet werden würde, nicht entsorgt, wird das nichts werden.

    Wenn jemand Afrika ausbeutet, so sind es die lokalen Eliten in enger Zusammenarbeit mit NGOs und radikalen Glaubensgemeinschaften. Die Heuschrecken treten erst dann in Aktion wenn ihnen vorher jemand die Möglichkeiten eröffnet (siehe aktuell in Europa).

    Welchen Anreiz soll jemand in Afrika haben, wenn das Eigentum nicht respektiert wird und jeder, der etwas schafft zum Dank dafür ausgeraubt, enteignet und umgebracht wird?

    Afrika hätte durchaus Chancen aus eigener Kraft auf die Beine zu kommen, wenn man den Washington Consensus verstehen würde.

  10. Gast

    @Lisa
    Die Gefahr ist daher gross, dass jeder Zementsack, Backstein, jede Maurerkelle einzeln verkauft würden, um sich ein Iphone oder ein Motorrad zu erwerben…”
    Schon, aber ich kann nur dort etwas verkaufen, wo auch etwas gekauft wird. Angebot und Nachfrage. D.h. wenn für alle genug angeliefert wird und später der eine mit Blasen an den Händen in einem großen Haus sitzt und der andere in einem zerlumpten Zelt mit seinem iPhone spielt, soll sich keiner beschweren. Ich bin als Hilfesteller nicht verpflichtet, einem Menschen den Hintern zu wischen; es reicht, ihm Papier zu geben. Was er dann damit tut ist seine Sache, aber er soll nicht zu mir jammern kommen, wenn es achtern brennt.
    Und die Schwaben kannten auch keine Bilder vom Wiederaufbau, als sie damit begannen. Sie mussten diese schmerzhaft kennenlernen. Aber wenn man jetzt etwas zum Unterschied in der persönlichen Einstellung zur Leistung zwischen Europäern und Südländern sagen würde, käme der nächste Gutmensch mit einem Sarazzin-Knüppel um die Ecke gesprungen und würde laut kreischend auf alles einschlagen. Deshalb lasse ich das einfach mal so im Raum stehen… 🙂

  11. Gast

    @Selbstdenker
    In Bezug auf die “Ausbeutung Afrikas” bin ich voll und ganz Ihrer Meinung!
    Das gehört zur Opfer-Litanei jeden Bettlers, und Bettler züchtet man nicht durch Armut, sondern, festhalten: Durch Gabe von Almosen!
    Wenn man jedem, der an der Ecke sitzt, statt eines Euro eine Schaufel und ein Stück Land geben würde, täte nur jeder hundertste die Gabe freundlich dankend annehemen, der Rest würde grollend verschwinden. Wenn jeder “Refugee” ein Stück Wald, eine Axt und den Bauplan für eine Blockhütte bekäme, würden nicht mehr 3000 am Tag kommen sondern 30 im Jahr. Almosen erzeugen bettler, und je größer die Almosen, desto größer die Bettlerschar. Und da schließt sich der Kreis zum heutigen Migrationsproblem.

  12. Selbstdenker

    @Gast:
    Das ist ja das Verheerende! Europa spielte über Jahrzehnte hinweg jenes Spiel mit, das politische Despoten und religiöse Führer entworfen haben: Armut, Bevölkerungsexplosion und der massenweise Export junger, zorniger Männer als Waffe. Sie erhalten und erweitern so ihre Macht.

    Das Ausmaß an Zynismus, das hier eine wesentliche Rolle spielt, wird völlig unterschätzt.

    Mann sollte diese verheerenden Wirkungszusammenhänge öffentlich machen und auch das Narrativ der europäischen Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte zum Einsturz bringen.

    Seit Köln kippt eine Säule nach der anderen auf denen der Tempel der (schein-)heiligen Kirche der Linken aufgebaut ist.

  13. mariuslupus

    Kurz gehört in die Kategorie der weitschtiger Politiker die sich dafür einsetzen dass, ihre Visionen realisiert werden. Warum wird vor Flüchtlingsströmen gewarnt ? Weil die Politiker meinen dass sie durch Unterstützung der Völkerwanderung, nicht die Probleme Afrikas, sondern ihre eigenen werden lösen können.
    Die notorisch sich wiederholende Schuldbekenntnisse, Europa sei an der afrikanischen Misere schuld, ist absolut lächerlich. Man sollte vergleichen. In Asien hat es auch Kolonien gegeben, Indochina, später Vietnam, hat mehr gelitten , als alle afrikanischen Länder zusammen. Im Vergleich, wo steht jetzt Indonesien, Malaysia, Thailand im Vergleich mit Uganda, Nigeria oder Rhodesien, jetzt Zimbabwe. In Europa galt es unter der aufgeklärten Intelligentsia zum guten Ton die Entkolonisierung Afrikas verlangen. Im Vergleich, was hat sich geändert zu den Zeiten als die ausbeuterischen Kolonialisten für die Wirtschaft ihrer Kolonien verantwortlich waren ? Mindestens ein Teil der ehemaligen Kolonien war in der Lage die eigene Bevölkerung zu ernähren, und es blieb auch für den Export etwas übrig. Vierzig Jahre nach der Entkolonialisierung, nach dem Sieg der Befreiungsbewegungen, hängen fast alle Staaten in Afrika am finanziellen Tropf des IMF, oder Weltbank. Das sogenannte Bruttosolzialprodukt wird durch das Geld aus der Entwicklungshilfe gespeist. D.h. von dem Rest dass die eigenen Machthaber nicht stehlen, oder die Organisationen für sich verbrauchen, bleibt cca.10% vom Geld übrig.

  14. Alfred Reisenberger

    Die ersten, die kommen werden, sind jene aus Nigeria! Der niedrige Oelpreis erzeugt dort bereits massive wirtschaftliche Probleme. Und wo wird es die schwarzen Schutzbeduerftigen hinziehen? Nach Europa! Gute Nacht!

  15. Gast

    @mariuslupus
    Auch hier war es ja so, dass das Erste, was die “befreiten” Staaten machten, sich in die Opferrolle stürzten und das damalige Ost-West-System zur Erpressung nutzten. Je nachdem, wer im Zahlerpoker die Tasche weiter aufriss, USA oder Russland, orientierte sich der arme ausgebeutete und von den Kolonialisten ausgeblutete Staat eher am Kapitalismus oder eher am Sozialismus – man erkaufte sich faktisch seine Gesellschaftsordnung bei den Obertanen. Die Häuptlinge kassierten und die Völker verarmten. Niemand hat gelernt, LKW zu bauen, also ist man bis heute auf Schrott-Importe angewiesen, die man notdürftig repariert bis sie am Straßenrand verotten…
    Und seien wir mal ehrlich: Wir haben gar kein Interesse daran, dass Afrika lernt, wie man LKW baut. Die wären eine billige Konkurrenz (was da preislich drin ist, sieht man bei Dacia; Renault lässt in Nordafrika produzieren…) und kein Absatzmarkt für unsere Speisereste.
    Aber das Märchen von der Ausbeutung durch Kolonisation hält sich lange. Niemals vorher und neimals später ging es vielen Staaten besser als zur Kolonialzeit. Und damalige Grauslichkeiten können es mit den heutigen kaum aufnehmen. Die brutalsten Kriege in Afrika waren und sind Stammeskriege und keine Kolonialkriege.

  16. Mona Rieboldt

    @Selbstdenker
    Es ist das ewige “Wir, der Westen, sind schuld am Elend dieser Welt”, das immer aufkommt, damit niemand denkt, das Elend wäre auch hausgemacht, ob in Afrika oder in arabischen Ländern.
    Es sind vor allem die korrupten Eliten in diesen Ländern, denen ihre Untertanen völlig gleichgültig sind, Hauptsache ihnen und ihrer Sippe (Stamm) geht es gut.
    Die große Spendenbereitschaft für Haiti nach dem Erdbeben, da kann man sagen, dass die Armen in den reichen Ländern spenden für die Reichen in den armen Ländern. Ansonsten würden die Leute da nicht immer noch in Zelten leben.

    Die Bodenschätze in Afrika werden nicht vom Westen ausgeplündert, sondern diese Länder verkaufen sie, weil sie sie nicht selbst verwenden können für eine Industrie, die sie nicht haben. Das ist das Gleiche in Russland, die exportieren so viel Gas, weil ihnen die Industrie fehlt für die Benutzung der eigenen Bodenschätze. Plündert der Westen dann auch Russland aus?
    Billiges Hühnerfleisch nach Afrika. Vielleicht sind dort die Leute froh, weil sie sich das dann auch leisten können und die einheimischen Preise viel zu hoch wären von der dortigen Kleinproduktion.

    Das ewige (linkslastige) Lamentieren “Wir sind schuld” verstellt den Blick auf hausgemachte Probleme in diesen Ländern. Von dem vielen Entwicklungsgeld, das nach Afrika, aber auch nach Haiti geflossen ist, hätte man auch besseren Schutz gegen Überschwemmungen etc. bauen können, haben sie aber nicht die dortigen Eliten, sondern in die eigene Tasche gewirtschaftet.

  17. Falke

    @Herbert Manninger
    Völlig richtig, doch für die links-grünen Gutmenschen sind diese Personen ja (aus unerfindlichen Gründen) durchaus erwünscht. Und da sie sich im Bersitz der absoluten und objektiven Wahrheit wähnen, müssen natürlich alle anderen ihrer Meinung sein – und wenn nicht, werden sie dazu (notfalls gesetzlich) gezwungen.

  18. Reini

    … “„Millionen von Menschen aus Afrika“ könnten kommen” … vielleicht liegts an der Überproduktion??
    … man nehme Nigeria:
    … 1970 … 56.000.000 Millionen Einwohner
    … 2010 … 155.000.000 Millionen Einwohner
    … 2050 … 390.000.000 Millionen Einwohner
    … 2100 … 730.000.000 Millionen Einwohner

    und das ist nur Nigeria!!!!
    … ist nicht ein Nullwachstum Anstrebenswert für die Selbsterhaltung der Menschheit!
    … oder werden wir uns nicht selbst durch die Überproduktion gegenseitig vernichten!!!
    … die Menschheit wird implodieren, die Grenzen werden komplett dicht gemacht!!!
    … Europa wird sich abschotten müssen oder es wird untergehen!!!

  19. Selbstdenker

    @Reini:
    Erstaunlich ist in Bezug auf den Öko-Footprint und Nachhaltigkeitsbetrachtungen ist immer, dass der Energie- bzw. Ressourcenverbrauch pro Person gerechnet wird.

    Ob jetzt ein Isländer 3, 5 oder 10mal soviel Energie konsumiert wie ein Nigerianer ist meiner Meinung nach völlig egal, da es
    a) bei weitem weniger Isländer als Nigerianer gibt,
    b) im hohen Norden in Bezug auf den Energieverbrauch andere natürliche Voraussetzungen gegeben sind und
    c) das Bevölkerungswachstum in Nigeria in einer ganz anderen Größenordnung als jenes von Island liegt.

    Die Frage, die sich mir stellt: wie “nachhaltig” ist es, wenn sich in einem Land binnen 100 Jahre die Bevölkerung fast verfünffacht? Und wenn die Bevölkerungszahl nicht bei 330.000 sondern bereits bei 155.000.000 liegt?

    In den 1980iger Jahren kursierte in den Schulen mal eine bewusst verzerrte (Projektion der Erdkugel auf eine Fläche) Weltkarte, in der der die Gegenden rund um den Äquator überproportional groß und jene nahe der Polkappen verschwindend klein erschienen.

    Die Zahlenwerke, die von Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen in die öffentliche Diskussion reingekippt werden, erinnern mich jedes mal an dieses verzerrte Abbild der realen Welt.

    Meines Erachtens lenken NGOs und Kirchen die Diskussion bewusst weg von den verheerenden Konsequenzen bestimmter kultureller Aspekte hin zu verzerrten Zahlenwerken (man denke z.B. an die sogenannte “Armutsgrenze”).

    Die Gleichmacherei wird dann über die zuvor bewusst verzerrten Zahlenwerke betrieben (siehe auch der sogenannte “Gender Pay Gap”).

  20. gms

    Fragolin,

    “Wenn Sie irgendwas für die Menschen in Äthiopien tun wollen, Herr Kurz, dann nehmen Sie das Geld, das bisher an irgendwelche Kleindespoten und Fürsten geflossen ist und investieren Sie ..”

    .. dieses Geld und Ihre politischen Kontakte in Charter Cities! Zum Einstieg siehe [1]

    Langsam aber sicher ringt man sich durch, in Flüchtlingscamps, wie etwa im Libanon, Werkshallen zu errichten, was neben der notwendigen Strukturierung der Zeit für Betroffene die Chance auf zusätzliche Finanzmittel eröffnet. Kurzfristig ist das notwendig und hilfreich, aber auf lange Sicht bloß die halbe sprichwörtliche Miete für effektive und dauerhafte Hilfe vorort oder zumindest nahe an Krisenregionen.

    Charter Cities basieren auf dem Prinzip, wonach ein Staat (zumeist ein 2nd/3rd-World-Country) ein ausreichend großes Gebiet zur Verfügung stellt, auf dem eine Verfassung gilt, die von einem westlichen Land oder einem Zusammenschluß mehrer davon verfaßt wird. Unterschiedliche Cities können differenzierende Kodizes haben, deren Sinn und Zweck ist jedoch immer derselbe —

    — die Ausschalten von Rechtsunsicherheit, das Fernhalten korrupter Potentaten sowie der unbehinderte Aufbau von Infrastruktur. Gehen diese neu geschaffenen Städte einher mit Steuerregeln westlicher Länder, dort unpönalisiert wirtschaften und allfällige Profite vermehrt behalten zu können, erübrigt sich jedwede sonstige Entwicklungshilfe in betroffenen Regionen. Existierende Freihandelszonen, wie etwa in den Emiraten oder auch Hongkong als Ganzes, veranschaulichen den positiven Effekt, der selbst eingeschränkteren Modellen erwächst.

    Goldrush-Szenarien oder doch nur eine moderne Form von Kolonialisierung? — Die Chancen, die sich aus dem Zusammenführen von Arbeitskraft und Kapital vorort bei gleichzeitiger Rechtssicherheit ergeben, überwiegen alle mögliche Risiken bei weitem. Das einzige Argument wider Charta Cities ist allenfalls das politisch ungewollte Aufkommen erfolgreicher irdisch begrenzter Territorien als Vergleichmaterial zu unseren lokalen von oben strangulierten Wirtschaften.

    Einmal mehr ist das Notwendige und zugleich Mögliche leicht erkenn- und skizzierbar; es stünde ausgerechnet dem unter dem Schlagwort des Brückenbauens agierenden Österreich gut zu Gesicht, besagten Brückenbau für eine neue Form der Entwicklungshilfe zu forcieren und damit unsere eigenen Probleme der Zuwanderung ebenso nachhaltig zu lösen, wie die realen Schwierigkeiten notleidendender Leute in Krisengebieten.

    [1] zeit.de/zeit-wissen/2012/04/Paul-Romer/komplettansicht

  21. gms

    mariusplus,

    “.. hängen fast alle Staaten in Afrika am finanziellen Tropf des IMF, oder Weltbank.”

    It’s not a bug, it’s a feature. Demaskiert man bar naiver Brillen supranationale Einrichtungen wie UN, IMF oder Weltbank als gezielt installierte Mechanismen jener Kräfte, die auch bei Zentralbanken das Sagen haben, erkennt man sie zutreffend als perfide Vehikel zur Umverteilung von Einfluß und Wohlstand unter dem Schlagwort erzwungener Aufbauarbeit und Modernisierung als Preis fürs billige Geld.
    Helfen heißt Herrschen, weshalb besagtes Helfen seit Dekaden auf geopolitischer Ebene nichtmal mehr ansatzweise etwas zu tun hat mit einem liberalen Win-Win-Gedanken.

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