Milliarden-Pleite: Die Strom -Hypo

(A. UNTERBERGER) Die gigantische Zwangs-Förderung von „alternativen Energiequellen“ kostet die Konsumenten nun – auch – durch schwere Verluste der Stromgesellschaften gewaltige Summen. Schon weit mehr, als die ganze Hypo kostet. Die Ursachen der Malaise gehen tief.

Umweltschonende und zum Teil brandneue Kraftwerke der Verbund-Gesellschaft sind nun zugesperrt worden. Da diese Gesellschaft (durch ein Verfassungsgesetz, dessen Änderung von der SPÖ seit Jahr und Tag verhindert wird) mehrheitlich den Österreichern gehört, sind auch diese um gewaltige Summen ärmer geworden.

Der Hauptschuldige ist Deutschland. Dort werden Windmühlen und Sonnenpaneele auf Kosten der Strombezieher so heftig gefördert, dass die Wind-und-Sonnen-Lücken füllenden Stromerzeuger nur noch Defizite produzieren können. Und daher nun nach der Reihe schließen.

Die Forcierung der „Alternativen“ zahlen die Konsumenten (neben ihren Verlusten als Miteigentümer vom Stromfirmen) doppelt: Erstens durch die Verdopplung ihrer Stromrechnung (vor allem in Deutschland; Österreich ist im Vergleich dazu ausnahmsweise geradezu harmlos); und zweitens durch das vor allem in Winterzeiten rapide wachsende Risiko eines europaweiten Strom-Blackouts. Wenn mehrere Tage – vor allem bei dicken Nebellagen – weder die Sonne scheint noch Wind geht, wird Europas Stromversorgung zusammenbrechen. Nicht nur in Deutschland.

Hinter der deutschen Politik kann man konkret die Ursachen nennen: Das ist zum einen der massive Widerstand vieler Gemeinden gegen den Bau von Stromleitungen, die Energie vom windreichen Norden nach Süden transportieren würden, die also wenigstens einen gewissen Ausgleich herstellen würden. Das ist zum anderen die in Deutschland besonders hysterische Reaktion, als ein Tsunami in Japan ein AKW kaputt gemacht hat. Während sich im ostasiatischen Inselstaat längst wieder die Notwendigkeit von Atomstrom durchgesetzt hat, setzt Deutschland ganz auf Windmühlen und Solarkraftwerke.

Auf Kosten vieler Stromgesellschaften; auf Kosten der Konsumenten; und auf Kosten der Versorgungssicherheit ganz Europas. (TB)

7 comments

  1. Thomas Holzer

    Hoffentlich kommt ein europaweites “black out” möglichst bald!

    Weder Dampfmaschine, noch Gummi, noch Microsoft oder Google haben ihren Siegeszug in dieser Welt auf Grund von Subventionen angetreten.

    Wann endlich wird das vulgus populus erkennen, daß diese Politikerdarsteller außer heißer Luft nur Kosten und Fehlentwicklungen verursachen……….

  2. DNJ

    “Siegeszug in dieser Welt auf Grund von Subventionen” …. aber zumindest für Atomstrom und Kohle gilt dies auch in hohem Maße, beide wurden immer direkt und indirekt öffentlich subventioniert oder zumindest der Kostenwahrheit benommen, indem der Staat für Endlagerung und dergl. garantierte. Atomkraft, nicht umsonst die Lieblingsenergie des sozialistischsten Staates in Westeuropa — Frankreich.

  3. gms

    DNJ,

    “[Kernenergie, Kohle] beide wurden immer direkt und indirekt öffentlich subventioniert oder zumindest der Kostenwahrheit benommen”

    Wenn das damals ein Fehler war, weshalb sollte dieser nun wiederholt werden? Heute kann mit einem abgeschriebenen AKW die Kilowattstunde um 2ct produziert werden. Daß allein die Profite oder auch Steuereinnahmen aus einem Weiterbetrieb dieser Kraftwerke bis zu ihrem natürlichen Ende der Entwicklung alternativer Formen einen gigantischen Boost verleihen können, kann und müssen Umweltbewegte ideologiebedingt gezielt verdrängen, andererseits ist ein Denken über eine Bande hinweg ansich schon keine grüne Stärke.

    Flankierend kommt hinzu, wonach anno dazumal subventionierte Energieformen eher noch mit jenen tierischer und menschlicher Herkunft konkurrierten. Damals wurde tatsächlich die Kostenwahrheit verbogen, dies jedoch im Zuge eines steigenden Bedarfes an Energie und weniger zur Verdrängung etablierter und effektiver Formen.

    Lieber also in Deutschland pars pro toto eine RWE versenken, als deren Vermögenswerte in den Dienst der guten Sache stellen. Respekt vor sowiel ökonomischer Unvernunft! (Den Irrsinn, der sich um Gaskraftwerke einstellte, die zwar nun zum Lastausgleich vermehrt gebraucht würden, sich aber leider leider nicht mehr rentieren und daher stillgelegt werden, hatte ich hier vor Langem schon skizziert.)

  4. DNJ

    gms
    Man sollte aber hinzufügen, dass, zB wie man auch den Medien entnehmen konnte, für die Gaskraftwerke wie Mellach (aus welchen Gründen auch immer) teilweise über Jahrzehnte laufende Verträge für die Lieferung von russischem Gas zu aus heutiger Sicht weitaus überteuerten Preisen abgeschlossen wurden. Und das ist der Hauptgrund, dass sie heute nicht mehr rentabel produzieren können.

  5. gms

    DNJ,

    die Darstellung muß negiert werden, langfristige Gaslieferverträge seinen kausal für die aktuelle Nichtrentabilität von Mellach, zumal dieses erst 2011 in Betrieb ging. Solche Kraftwerke sind einige Jahrzehnte in Verwendung. Schrieben wir 2030, hätte der Einwand ansatzweise eine Berechtigung, hier aber geht er erkennbar fehl.

    Hinzu kommt, daß die Kraft-Wärme-Kopplung Mellach (wie die ebenfalls stillgelegte Anlage in Pont-sur-Sambre) dank der Abwärmenutzung einen weit höheren Wirkungsgrad hat als reine Stromkraftwerke mit Gasbefeuerung. Wenn aber nichtmal mehr diese Kombi-Anlagen rentabel betrieben werden können, dann muß schon verdammt viel faul sein im System.

    Die steigende Bedeutung von geeigneten Kraftwerken zum Ausgleich von Spannungsschwankungen war aufgelegt. Nachdem nun dank zentralem Irrtumsmonopol der passende Typ aus dem Spielfeld gekickt wurde, schickt sich der nächste Unsinn an, die Energiebühne zu betreten: Man will hausgroße Akkus in die Landschaft stellen, die für wenige Minuten die Kilowattstunde um wohlfeile 2 Euro 50 liefern können. Ob Samsung die Verwendungsdauer von 20 Jahren für die vorgesehenen Li-Ion-Akkus garantieren kann, ist noch offen. Aber zumindest weiß man heute ja schon, wo man all das Gift irgenwann verbuddelt.

  6. Rennziege

    20. Mai 2014 – 16:44 gms
    “Ob Samsung die Verwendungsdauer von 20 Jahren für die vorgesehenen Li-Ion-Akkus garantieren kann, ist noch offen. Aber zumindest weiß man heute ja schon, wo man all das Gift irgenwann verbuddelt.”
    Die Frage lautet: Wie und wo verbuddeln? Es gibt keinen Li-Ion-Akku, der länger als fünf Jahre hält — aber auch dies mit permanent sinkender Kapazität. (Siehe den ganzen Hype um die Tesla-Elektro-Autos, deren Akkus aus in Serie geschalteten Hunderten von Notebook-Li-Ions bestehen und bei Überforderung gern brennen.) Diese Technologie hat ihre physikalischen Grenzen, woran auch die sehr geschickte PR von Samsung nichts ändern kann.

    Europa wird industriell nicht überleben, wenn es nicht eine kluge, von mir aus dosierte Rückkehr zur saubersten Energie vollzieht, die Menschen je entdeckten: zur Kernenergie, deren strahlende Rückstände mittlerweile durch neue Generationen von Kernkraftwerken von der Altlast zum wertvollen Rohstoff aufgestiegen sind, der so gut wie rückstandfrei der Energiegewinnung dient.
    Aber die einst weltweit führende Forschung und Entwicklung der Bundesrepublik auf diesem Gebiet wurde ja aus Deutschland in die Emigration getrieben — mit dem skurrilen Wahlkampf-Gag, auch in deutschen Mittelgebirgen sei ein japanischer Tsunami stündlich zu erwarten.
    Jetzt bauen halt andere Techniker und Länder neue Kernkraftwerke … und wir Europäer werden unisono gezwungen, mittelalterliche Krücken, von unseren Vorfahren wegen mangelnden Nutzens schon vor 150 Jahren aufgegeben, zu subventionieren: Windspargel, die außer der Verschandelung der Landschaft und der bratfertigen Filetierung geschützter Vorgelarten nichts bewirken. Und Solarpaneele, die nur den Betreibern nützen und deren Erzeugung eine ökologische Katastrophe heraufbeschwört, gegen die Greepeace noch vor wenigen Jahren mit Zähnen und Klauen angegangen wäre. (Jetzt nimmer, da der zum Konzern gewachsene Umweltverein massive Gewinne aus der Investition nichtsahnender Spendergelder in “alternative” Energien lukriert. Was deutsche und österreichische Grüne ebenfalls tun; denn Subventionen sind weit sicherer als Dividenden.)

    So schaut’s aus. Nicht genug damit, dass die Verblödungindustrie (Medien inklusive, freilich) dem gemeinen Volk Bockmist ins Gehirn schmeißt, sie verdient sich durch gezielte Entstellung der Realität auch noch so manche goldene Nase.

  7. gms

    Rennziege,

    “Die Frage lautet: Wie und wo verbuddeln? Es gibt keinen Li-Ion-Akku, der länger als fünf Jahre hält — aber auch dies mit permanent sinkender Kapazität.”

    Ja. Zugleich sind wir damit schon bei seltenen Erden angelangt, die in jeder Art von sog. green energy eine Rolle spielen, sei es Gallium und Indium in Solarpanelen, Neodym in Magneten für Generatoren oder Elektromotoren oder eben Lithium für Akkus.

    Selten sind diese Erden keinesfalls, sie kommen jedoch niemals irgendwo in Reinform vor, und werden daher mit Chemikalien und Energieeinsatz aus Trägern herausgelöst. Thorium und Uran, die oftmals begleitend vorkommen, bleiben als radioaktiver Abfall zurück.
    Und weil das Ganze ein so verdammt dreckiges Geschäft ist, freut sich sogar Greenpeace darüber, wenn China als Hauptproduzent die Produktion drosselt. Die WTO wiederum hüpft ob dieser Drosselung im Quadrat und beschuldigt China der Begünstigung inländischer Firmen.
    Die nächst größten relevanten Abbaustätten finden sich — welch Ironie — in Rußland, danach kommen die USA, während das Grün-ist-geil-Europa diesbezüglich nichtmal unter ferner liefen firmiert.

    Die Sonne schickt keine Rechnung? — Manchmal frage ich mich, warum nicht alle Politiker geschlossen zu den Grünen wechseln, wenn man schon mit solch dummen Sprüchen Wähler ködern kann.

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