Minister: 10 mal so viele “Flüchtlinge” kommen noch

“Der Höhepunkt der Flüchtlingskrise steht Deutschland laut Entwicklungsminister Müller noch bevor. Acht bis zehn Millionen Menschen seien unterwegs….” (hier)

25 comments

  1. Tom

    Zitat:

    „Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut. Das wird nicht mehr lange gut gehen. Diese Spannungen entladen sich. Dann ist egal, was wir hier festlegen. Die Menschen werden uns nicht fragen, ob sie kommen können.“

    So weit, so gut. Nun wie lange wissen wir das bereits,- ist das eine neue Erkenntnis? Dieser Umstand ist mir seit Jahrzehnten geläufig und nun, wo die “Dämme brechen”, wird dieses “Problem” erkannt. – Respekt.
    Ich denke der “Westen” hatte Jahrzehnte Zeit diesem Problem zu begegnen, zog es jedoch vor dasselbe zu negieren und zu verdrängen. Die Ursachen wurden doch schon vor “Ewigkeiten” gelegt. Man setze sich einmal mit den frühen und auch späteren “Kolonialisierungen” auseinander.

    Gesteigert wurde dies in der Neuzeit durch die maßlose Gier, hemmungsloser Konzerne, menschenverachtenden Profitdenken und dem steten Streben nach Gewinnmaximierung. Dem Märchen von unendlichem Wachstum (was für ein Schwachsinn – unendliches Wachstum auf einem Planeten der letztendlich, endlich ist).

    Europa hat fertig, – so sehr es auch schmerzt. So sehr ich das für unsere Kinder, insbesondere mein Kind bedauere. Ich habe jahrelang von diesem Szenario in vielen privaten Gesprächen / Diskussionen, aber auch am Arbeitsplatz gewarnt. “Schwarzseher und Pessimist” waren noch die nettesten “Betitelungen”, die ich erntete.

    Jetzt wird “rumgeheult” und nach “Lösungen” gesucht, nachdem das sprichwörtliche “Kind in den Brunnen gefallen” ist. Wie lächerlich und erbärmlich. Wir wurden über Jahrzehnte von totalen Vollidioten regiert, die von Vollidioten gewählt wurden. Diese verweichlichte, veridiotete und politisch korrekt, kastrierte Spaßgesellschaft bekommt eben nun die Rechnung für die “Party”.

    Abschließend und nüchtern betrachtet, zerstörten sich dekadente Gesellschaften, Staaten, oder Imperien in der Vergangenheit, stets selbst und auch durch Einfluss von außen. Wir haben den “point of no return” bereits überschritten und werden diese “bittere Suppe” wohl, oder übel “auslöffeln” müssen. Da braucht auch niemand noch auf ein Wunder “hoffen”. Die Zeiten der “Wunder” sind vorbei, lediglich die, die noch auf ein Wunder hoffen, werden sich wundern …

  2. Reini

    Tom kann die Gedanken von mir lesen!! …
    eine jede Hochkultur ist noch zu Ende gegangen bzw. hat sich selbst vernichtet. Die Neuformierung Europas wird durch die finanzielle Scheinwelt und der Völkervermischung mit einem Bürgerkrieg eingeläutet!! …. nutzen wir die schöne Zeit noch!!!

  3. astuga

    @Tom
    Das ist der übliche linke Schwachsinn.
    1. Erst mal wer ist hierbei WIR?
    Welche Kolonien haben Schweizer, Österreicher, Ungarn, Polen oder Schweden gehabt.
    Selbst bei den Deutschen war das ein kurzes Zwischenspielt mit begrenzter Wirkung.
    Völlig anders als etwa beim Osmanischen Imperialismus und Kolonialismus.

    2. Gerade der Raum aus dem der Großteil der Migranten stammt hatte nur eine kurze europäische Kolonialgeschichte, aber zB eine lange und aggressive (gegen Europa gerichtet) osmanische.

    3. Die bis heute erfolgreichsten und größten Kolonialreiche sind Russland (Sibirien, Kaukasus) und China (Xinjan, Tibet, Teil der Mongolei, Mandschurei…).
    Nur war und ist das überwiegen innerkontinentaler Kolonialismus.
    Etc. pp.

  4. astuga

    Und was die angebliche Ausbeutung betrifft.
    Das gibt es natürlich, durch das Ausland wie durch schwache und korrupte eigene Eliten.
    Dennoch, wenn man sich die Zahlen ansieht, dann wurden weltweit noch nie so viele Menschen aus Armut und Elend geholt (auch durch die kapitalistische Ausbeutung) wie in den letzten Jahrzehnten.
    Im Ggs dazu habe sozialistische Phantasien (bzw sozialistisch-nationalistisch-islamische, siehe Arabischer Sozialismus-Nationalismus) Millionen Menschen ins Elend gestürzt zahlreiche Hungersnöte verursacht, und funktionierende Ökonomien kollabieren lassen.
    Schlimmer als jeder Krise des Kapitalismus.
    Gerade der Arabische Raum ist hierfür ein gutes Beispiel.

  5. astuga

    Ich glaube auch nicht, dass wir dekadent sind.
    Nur haben wir leider zwar den Kalten Krieg gewonnen, aber den Frieden gegen die am Wohlstand parasitierenden Marxismus-Deppen verloren.
    Die seit spätestens den 40er Jahren Politik, Medien, Kunst und Sozialwissenschaften mit ihrer Ideologie nachhaltig unterwandert haben.
    Und mittlerweile mit inkompetenter Politik und sogar Teilen der Wirtschaft eine unheilige Allianz bilden (immer wenn es gilt Besitz der Allgemeinheit zu verteilen, oder Belastungen zu vergesellschaften).

  6. Fragolin

    Egal ob aus dem Maghreb oder dem Nahen Osten – diese Menschen fliehen nicht vor den nebulösen “Folgen des Kolonialismus” sondern vor den Folgen einer explodierenden Überbevölkerung in Union mit einer als Religion verpackten aggressiven Verbreitungsideologie. Immer dieses blöde “selber Schuld”-Gelabere, aus dem man dann auch noch schließt, man könne “nichts dagegen tun”. Doch, könne man, wenn man wölle.
    Das Einzige, dem ich zustimmen kann, ist der Punkt mit den von idioten gewählten Idioten. Aber wo @Tom da jetzt selbst zu finden ist, möchte ich nicht einschätzen.

  7. Enpi

    Daß “wir” die unterentwickelten Länder ausnutzen ist ein dümmliches, leider nicht totzukriegendes Gerücht.

    Fakt ist: Die westliche technologische Überlegenheit hat das Bevölkerungswachstum und den wachsenden Wohlstand nicht nur hierzulande, sondern auch das in der dritten Welt erst bedingt. Von Ausnutzen kann also keine Rede sein. Viele Milliarden Menschen weltweit verdanken dem Westen und seinen fortgeschrittenen Technologien ihre reine körperliche Existenz. Wir bewirken, daß diese Leute überleben. Da wäre doch ein wenig Dankbarkeit angebracht, nicht wahr?

  8. Tom

    @astuga

    Special thanks, you made my day ! – Ich lasse mir ja gerne Schwachsinn unterstellen, aber “linken” Schwachsinn, das geht überhaupt nicht. ;-9)

    Ich habe mir nochmals die Mühe gemacht, den von mir publizierten Kommentar durchzulesen und konnte nirgends eine Aussage bezüglich der Kolonialisierung von Seiten “Schweizer, Österreicher, Ungarn, Polen oder Schweden”, finden.

    Wurden die Länder aus denen die meisten Flüchtlinge jetzt “plötzlich” kommen nicht mit (westlichen) Kriegen überzogen und kolonisiert, bzw. würden die in Zukunft gerne “kolonisiert” werden ?

    Ich versuche es Ihnen anhand ein paar Fakten zu erklären, was mich auf den Gedanken brachte:

    Syrien
    Der bedeutendste Bodenschatz Syriens ist Erdöl. Daneben spielen in größerem Maße auch Erdgas und Phosphat eine Rolle.
    Afghanistan
    Die bedeutendsten Bodenschätze sind neben Eisen- und Kupfererzen, Erdgas, Kohle und Schmucksteinen (hauptsächlich Lapislazuli) auch Erdöl.
    2010 wurden von Geologen aus den Vereinigten Staaten[93] zudem große Vorkommen an Bodenschätzen in beträchtlicher Höhe entdeckt.[94] So soll Afghanistan zum Beispiel über Vorkommen an Lithium verfügen wie bisher nur Bolivien. Weitere Funde betreffen erneut Eisen und Kupfer sowie Niob, Cobalt, Gold, Molybdän, seltene Erden und Asbest.[95] Der Wert der neuerlichen Funde wird auf über 1 Billion US-Dollar geschätzt.
    Irak
    Wichtigster Wirtschaftszweig des Landes ist die Erdölförderung.
    Der Irak ist Gründungsmitglied der am 14. September 1960 gegründeten OPEC und hat nach Saudi-Arabien und Kanada (das größtenteils über sog. unkonventionelles, teuer herzustellendes Erdöl, z. B. Teersande verfügt) die größten erkundeten Erdölvorräte (113 Milliarden Barrel). Man schätzt, dass sich die gesamten Vorräte auf bis zu 250 Milliarden Barrel Öl und Gas belaufen könnten. Bis zu 45 Milliarden Barrel davon liegen im Norden in der Autonomen Region Kurdistan, darunter ein großer Teil im Kirkuk-Feld. Der Irak ist eines der Länder, die in der so genannten strategischen Ellipse liegen.
    Kongo
    Nach Errichtung des Kongo-Freistaats durch Belgien begann eine in der Kolonialgeschichte beispiellose Ausplünderung des Landes. Der Bevölkerung wurde Zwangsarbeit auferlegt, um Elfenbein, Palmöl und vor allem Kautschuk zu exportieren. Mit Gründung von Belgisch-Kongo 1908 rückte allmählich der Bergbau zum Hauptwirtschaftszweig auf, es wurden vor allem Kupfer und Diamanten abgebaut. Die Landbevölkerung wurde gezwungen, Exportprodukte wie Baumwolle und Palmöl zu produzieren.
    Sudan
    Der Sudan verfügt über reichhaltige Vorkommen von Bodenschätzen, wie zum Beispiel Erdöl, Eisen, Marmor, Gold und Uran. Nach US-Schätzungen aus den 1990er Jahren betrugen die Ölreserven rund 3 Milliarden Barrel. Bis 2011 hat sich diese Schätzung auf 5 Milliarden Barrel erhöht, der Großteil davon im Südsudan[48], obwohl seit den 1990er Jahren mind. 2 Milliarden Barrel gefördert worden sind. Dank moderner Technik dürfte sich diese Menge weiterhin erhöhen. Die Ölkonzessionen für die Gebiete Melut (Bassin im Bundesstaat A’ali an-Nil) bzw. Uwail haben sich bereits der französische Konzern Total bzw. der US-Konzern Chevron Corporation gesichert.

    Das ist der übliche linke Schwachsinn.

    Abschließend, um Sie zu zitieren: “Und was die angebliche Ausbeutung betrifft.
    Das gibt es natürlich, durch das Ausland wie durch schwache und korrupte eigene Eliten.”

    Absolut und WER, wenn nicht größtenteils der “Westen”, dem wir ja auch angehören, korrumpiert diese ” Eliten” dort, – wer destabilisiert ganze Länder, – jüngst die Ukraine und etwas davor Libyen ?

    Ich bin ein linker Spinner, alles klar …

  9. Tom

    @Fragolin

    Ich schätze Ihre Beiträge und würde es mir bis dato nicht anmaßen, Sie anhand ihrer Kommentare einzuschätzen, dafür bedarf es meiner Meinung nach etwas mehr.

  10. mariuslupus

    Eine Bestätigung , dass wenn eine Lüge jahrzehntelang verbreitet wird, mutiert sie in den genügend weichgespülten Gehirnen, zu Tatsache.Diese Länder von denen diese Migranten kommen haben einersets Miliarden an Entwicklungshilfe kassiert , andereseits waren sie nicht in der Lage ihre eigenen Ressourcen zu Gunsten der eigenen Bevölkerung zu nutzen. Die Schuld ständig den kapitalistischen Kolonialisten in die Schuhe zu schieben ist lächerlich. Gegenbeispiel: Indien, Indochina, Indonesien, Malaysia waren auch Kolonien. Das Schicksal dass Vietnam erleiden musste, blieb diesen Ländern erspart. Aber diese Länder haben sich durch die eigene Initiative zu wirtschaftlich ernstzunehmenden Partnern, enwickelt. .
    Die Äusserung des Ministers ist nicht eine Beschreibung von Tatsachen, sondern eine Absichtserklärung. Der Wille der Staatsratsvorsitzenden geschehe. So lange die Bevölkerung weiter so erfolgreich durch die gleichgeschalteten Medien indoktriniert wird, ist den Merkelisten der Sieg sicher. Merkel kennt keinen anderen Umgang mit Medien als die Gleichschaltung. Dass hat sie als FDJ Propagandistin gelernt und prägende positive Eindrücke aus der Jugendzeit , vergisst frau nicht.

  11. Thomas Holzer

    “„Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut. ”

    Und schon wieder die Erbschuldkeule; diesmal nicht nur für D, sondern gleich für alle europäischen, westlichen Staaten

    Dümmer geht’s immer. Einerseits teilt uns dieser Mann mit, daß noch Millionen kommen werden, andererseits teilt er uns mit, daß die “Flüchtlingszahl” reduziert wird.
    Da passt das eine nicht zum Anderen.

    @Tom
    “Absolut und WER, wenn nicht größtenteils der „Westen“, dem wir ja auch angehören, korrumpiert diese “ Eliten“…..”
    Die alte Leier, wird durch ständiges Wiederholen aber nicht besser.
    Zu Bestechung, Korrumpierung et al. bedarf es immer zumindest zweier Menschen, Systeme.

    Und wenn man das Rad der Geschichte weit genug zurückdreht, dann sind eigentlich die Afrikaner für alle Übel verantwortlich, weil dort befand sich ja angeblicher Weise die Wiege der Menschheit; ergo ohne Afrika keine Ausbeutung und Korrumpierung

  12. Lisa

    @Thomas Holzer: Die Spanier haben schon vor Jahrhunderten in Südamerika gewütet, die Engländer, Franzosen in Nordamerika und in Afrika, samt Mitkonkurrenten: Aber nur Europäer sehen sich da als Schuldige, wollen die Schandtaten ihrer Vergangenheit wieder “gutmachen”. Das scheint wirklich typisch für westeuropäische Kulturen zu sein. Haben Hunnen, Mongolen, Osmanen, Chinesen oder Russen je “Wiedergumachungen” versucht – oder in jüngster Zeit die Stammeskulturen in Afrika? Sehr richtig: zur Korruption brauchts immer zwei Seiten – natürlich haben höhere Zivilistionen die Dummheit und “Unterentwicklung” der andern ausgenutzt, sei sie militärischer oder wirtschaftlicher Artgewesen Glasperlen, Pferde und Gewehre gegen Gold oder Land – Guerilla gegen ein ordentliches Heer, Kanonen gegen Pfeil und Bogen, aber wir halten uns dochfür ein Hochkultur. Allerdings siehts so aus, als ob die Migranten unsere Dummheit (Teildebilität?) ausnutzten – unsere ideelle und/oder pragmatische Unterentwicklung 😉

    )

  13. Volker Seitz

    Ein Kommentar aus New York vom 10.01.2016: “”Wer
    überzeugt davon ist, das eine alternde überwiegend homogene
    Gesellschaft, so viele Einwanderer mit einem vollkommen anderen
    kulturellen Hintergrund friedlich integrieren kann, der hat eine
    glänzende Zukunft als Sprecher der Bundesregierung. Er ist aber
    auch ein Narr. Denn eine derartige Veränderung wird zu einer
    zunehmenden Polarisierung zwischen den Alteingesessenen und den
    Neuankömmlingen führen. Es drohen politische Verhältnisse wie
    in den 1930er Jahren, und das muss mit allen Mitteln verhindert
    werden. Deutschland muss die Grenze für neue Flüchtlinge
    schließen und abgelehnte Asylbewerber konsequent abschieben.
    Die lieb gewonnene Illusion muss aufgegeben werden, dass Sünden
    der Vergangenheit mit einem sorglosen Humanismus
    wiedergutgemacht werden können. Und es bedeutet auch, dass
    Bundeskanzlerin Merkel gehen muss, damit Deutschland nicht einen
    zu hohen Preis für ihre Torheit bezahlen muss”, findet die NEW
    YORK TIMES.

  14. Tom

    @Thomas Holzer

    Das es durch die “alte Leier” auch nicht besser wird, ist mir wohl klar. Ist ja auch egal und auch schon müßig darüber zu diskutieren. Fakt ist, dass dieses Europa demnächst richtig “abkackt”. Da kann die Politik noch so “schwurbeln”. Das wird kurz und bündig,- nix mehr. Vielleicht schaffen “sie” ja noch ein paar Jahre – mir fehlt jedoch der Glaube.

    Und zum Schluss noch ein paar Fragen, die mich (persönlich) bewegen,- was wurde eigentlich aus der “Finanzkrise”, der Ukraine, Griechenland, was treibt der Baltic Dry Index und wie verkühlt ist der “Chinese Stock Market” … – Fragen über Fragen . – Potenzial ist vorhanden, – wird noch richtig lustig, versprochen …

  15. Volker Seitz

    Immer wieder Müller.Herr Müller spielt den moralischen Leuchtturm, aber geht es um Macht, die Aufstockung seines Etats und Positionierung. Nur Journalisten sollten sich nicht dafür einspannen lassen, ohne nachzufragen. Herr Müller wollte mal wieder mit platten Behauptungen in die Medien kommen und sie tun ihm den Gefallen. Wo sind Journalisten die ihn nach Alternativen, Lösungen fragen? Politisch korrekt ist es , Afrika als Opfer der “Ersten Welt” zu sehen. An der vielerorts desolaten Lage Afrikas sei aber kein westlicher Imperalismus, sondern unfähige Regierungen vor Ort schuld, sagt der ghanaische Ökonom George Ayittey. Er schrieb: ” Afrika zu helfen ist ehrenwert, und dem Kontinent muss geholfen werden. Aber die Aktion “mehr Hilfe” ist derart von Rührseligkeit, Hyperkorrektheit und postkolonialen Schuldgefühlen geprägt, dass Pragmatismus, Vernunft und Effiziens auf der Strecke bleiben. Regierungen, Entwicklungshilfeorganisationen und Privatpersonen sind nach Afrika gegangen, um Menschen zu helfen, die sie nicht verstehen. Sechs Marshallpläne wurden seit 1960 ohne erkennbares Ergebnis nach Afrika gepumpt. “Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass sich Flüchtlingsströme aus Afrika durch höhere Entwicklungshilfezahlungen verringern lassen. Ein Land mit einer schlechten Regierung kann keine Entwicklung durchlaufen, egal wie viel Zuwendung es erhält.Es muss endlich einmal darüber diskutiert werden, warum die bisher verwandten Methoden nicht wirklich weiter geholfen haben. Wenn wir daran nichts ändern, bestätigen wir den kritischen Afrikanern erhobenen Vorwurf, dass wir nichts ändern wollen, weil zu viele “Helfer” davon profitieren.
    Immer wieder ist Europa und die EU am Elend der ganzen Welt schuld. Dass die afrikanischen Länder zu einem großen Teil selbst verantwortlich dafür sind, seit ihrer Unabhängigkeit kein Bein auf den Boden zu bekommen, wird gar nicht in Betracht gezogen. Man muss sich als Gegenbeispiel nur einmal Korea vor Augen führen. In den 50 er Jahren noch ärmer als die meisten afrikanischen Staaten, heute führende Industrienation. Und das aus eigener Kraft. In vielen afrikanischen Staaten ist die Wirtschaftsleistung seit Ende der Kolonialzeit hingegen gesunken. Korruption, Misswirtschaft, Kriege, fehlende demokratische Institutionen, mangelnde Bildung wohne man sieht. Dass die EU hier steuernd eingreift ist weder mach- noch wünschbar. Afrika kann sich nur selbst aus dem Dreck ziehen, oder eben nicht. Jedenfalls kann es nicht realistisch sein, Abermillionen afrikanischer Flüchtlinge in Europa aufzunehmen.
    Eine offene Debatte über die Migration nach Europa wird von den politischen Parteien im Bundestag mit Bedacht verweigert. Die Kombination von Asylversprechen mit immer neuen Anspruchstatbeständen gegenüber dem deutschen Sozialstaat wirken weiterhin wie ein Magnet. Unliebsame Befürchtungen der Bevölkerung werden als “populistisch” bezeichnet. Statt Fakten stehen Gefühle im Vordergrund.

    Zwar wird die Vergabe von Geldern von Herrn Müllers Ministerium seit einigen Jahren an so genannte “Benchmarks” geknüpft: Nur eine Regierung, die die Analphabetenzahl, die Kindersterblichkeit, die Armut usw. senkt erhält weiter Hilfe. So werden von autoritären Führern formaldemokratische Zugeständnisse gemacht Das Problem ist nur, das die an Förderung interessierten Regierungen selbst diese Statistiken machen. Das Fehlen objektiver Daten schafft aber zahlreiche Möglichkeiten, jeden gewünschten Eindruck zu erwecken. Über Länder-Patenschaften könnten einige der Fluchtursachen bekämpft werden. Auch würde sich das BMZ durch den Fokus auf einzelne Staaten, etwa im Trockengürtel des Sahel, aus dem die meisten afrikanischen Migranten stammen, bei seinen Hilfsaktionen weit weniger als bislang verzetteln. Wir sollten dabei nur Staaten unterstützen, die bereit sind, die eigene Regierungsarbeit und zentrale Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung wie etwa die berufliche Bildung konsequent zu fördern. Bundesminister Müllersagt aber immer noch ” Die deutsche Entwicklungshilfe ist stets an die Bedingung geknüpft, dass kein Euro in korrupte Kanäle verschwindet. Es werden nur Länder unterstützt, die sich um Rechtsstaatlichkeit bemühen und in denen die Ausbeutung ihrer Ressourcen nicht völlig an der einheimischen Bevölkerung vorbei geschieht.” Solche Aussagen haben nach meinen Erfahrungen noch nie gestimmt.
    Allein in Nigeria werden jedes Jahr mehr Menschen geboren als in der gesamten EU. Kein Arbeitsmarkt auf der Welt kann solche Mengen auffangen. So sind dort bereits jetzt über die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen ohne Arbeit.In muslimischen Ländern nagen Einehe und wenige Kinder am dortigen Männlichkeitsideal. Im Niger wurden zuletzt durchschnittlich 7,63 Kinder pro Frau geboren. Was mehr Bildung bewirken könnte, zeigt das Beispiel Botswana. Die Geburtenrate ist dort auf 2,9 Kinder pro Frau gesunken – eine Folge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung.
    Zahlreiche Popsongs in Westafrika verklären die Migranten als Helden. So rechtfertigt etwa der ivorische Reggaemusiker Tiken Jah Fakoly in “Ouvrez les Frontières” (Öffnet die Grenzen) die gegenwärtige Auswanderung mit dem Traum vieler junger Afrikaner nach einem besseren Leben. Wer Europa erreiche, habe das große Los gezogen. Jeder Migrant der es geschafft hat, zieht mit einem Eintrag in den sozialen Medien Freunde und Verwandte nach.Besonders Menschen ohne ausreichende Schulbildung träumen immer noch von einem unermesslich reichen europäischen Paradies, in dem selbst Menschen, die keine Arbeit haben, vom Staat Geld bekommen.Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die deutsche Wirtschaft nach ihnen ruft, wenn sie von dem enormen Potenzial an Arbeitskräften schwärmt. Angesichts der wenigen gesicherten Erkenntnisse über die Qualifikation derer, die hier ein besseres Leben suchen, ist das wenig realistisch.Vor allem der deutsche Sozialstaat wirkt als großer Anreiz. Das sind einige der Antworten auf die Frage, warum sich Deutschland zum Magneten von Migration und Illusion entwickeln konnte. Wenn Abschiebungen-auch aus Bayern- nicht durchgeführt werden, hat dies eine einladende Wirkung in den Herkunftsländern.
    Nur wenn mit raschen Verfahren in sichere Herkunftsstaaten konsequent zurückgeführt wird, kann sich der Trend umkehren. Die meisten Migranten aus Afrika kommen ohne akuten Fluchtgrund. Entwicklungshilfe für Herkunftsstaaten muss deshalb künftig an eine Kooperation bei der Rückführung gekoppelt werden.
    Über die hohen deutschen Zuwendungen sind Millionen potentieller Migranten über europäische und afrikanische Medien bestens informiert. So hat die deutsche Politik durch finanzielle Anreize einen gewaltigen Sog entstehen lassen. Eine Absenkung der deutschen Zuwendungen würde in Afrika aufmerksam registriert.Wie sollen denn in den Herkunftsländern angemessene Zustände hergestellt werden, wenn die Aktivsten und Ausgebildeten das Land verlassen? Wir bilden uns etwas auf unser Gutsein ein, doch die Herkunftsländer bluten aus.
    Volker Seitz,Botschafter a.D.17 Jahre in Afrika tätig

  16. Volker Seitz

    Am 28.03.2014 schrieb der Kölner StadtAnzeiger über den “Hoppla, jetzt komm ich-Minister” (Ausschnitt):
    “Sich in die Zusammenhänge und Wirkungen des Gebens und Nehmens in fremden Kulturen hineinzudenken, ohne den Alltag der Entwicklungshilfe je erlebt zu haben, ist nur unter großen Anstrengungen und schon gar nicht schnell möglich. Das gilt ganz besonders für Afrika, den bei Weitem schwierigsten Entwicklungskontinent. Ein neuer Minister tut also gut daran, sich gehörig Zeit zu nehmen, ehe er sich öffentlich programmatisch äußert. Minister Müller hat es für richtig gehalten, es anders zu machen.
    Das meiste dessen, was er als sein neues Konzept anpreist, ist irritierend. “100 neue deutsch-afrikanische Partnerschaften” von Schulen, Hochschulen, (Sport-) Vereinen und so weiter sollen her. Ein “deutsch-afrikanisches Jugendwerk” nach deutsch-französischem Vorbild will Müller schaffen. Seit Jahrzehnten sind Scharen junger Afrikaner zur Ausbildung in die Industrieländer geholt worden – offensichtlich mit geringem “Entwicklungsertrag” für ihre Heimatländer. Schulpartnerschaften zwischen – jedenfalls materiell – extrem ungleichen Beteiligten sind ein äußerst heikles Unterfangen. Sie können Abhängigkeiten und sogar Vorurteile verstärken, wie erst jüngst eine Berliner Untersuchung gezeigt hat. Statt noch mehr junge Menschen nach Europa einzuladen, wäre es sinnvoller, dazu beizutragen, dass die oft miserablen Bildungs- und Ausbildungsbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent verbessert werden. Dort muss die Ausbildung stattfinden, nicht hier.
    Etliches, was der Minister als sein neues Programm verkauft, bleibt vage. Einen “Beschäftigungsfonds für Afrika” führt er auf seiner Liste. Auf die Frage, was das sein und wie das gehen soll, hört man im Ministerium, das müsse noch geklärt werden. Die gleiche Auskunft zur Ankündigung weiterer “zehn Berufsbildungszentren”. Was zwingt den Minister, mit Unausgegorenem in die Öffentlichkeit zu gehen?
    In seiner Bundestagsrede hat Müller aufgezählt, was “wir” alles in Afrika aufbauen (wollen): “Verwaltungsstrukturen, politische Strukturen, zivile Strukturen, Demokratie, Rechtsstaat. Wir haben das Modell der dezentralen Lösungen. Wir entwickeln Infrastrukturen, großartige Projekte. Wir bauen Schulen, Berufsbildungszentren, Krankenhäuser.”
    Wer so redet, vermittelt den Eindruck, von Erfahrungen mit Entwicklungshilfe in den vergangenen Jahrzehnten nichts gehört zu haben. Andernfalls wüsste er, dass solches Denken von gestern ist; dass die Attitüde, andere entwickeln zu wollen, der wesentliche Grund für das weit überwiegende Scheitern unserer Entwicklungshilfe in Afrika ist.

    Niemand kann einen anderen Menschen oder eine andere Gesellschaft entwickeln. Jeder Mensch und jede Gesellschaft können es nur selbst. Warum begreifen so viele für Entwicklungspolitik Verantwortliche das nicht? Warum ignorieren sie das Subsidiaritätsprinzip, nach dem nötige Hilfe zwar gegeben werden muss, aber mit größter Zurückhaltung und nur so lange, wie unbedingt nötig, weil Menschen sonst zur Abhängigkeit von Hilfe erzogen werden? Wir können nur erahnen, wie viel an solcher Abhängigkeit wir durch mehr als ein halbes Jahrhundert Entwicklungshilfe erzeugt haben.
    Die Dauerverstöße gegen das Subsidiaritätsprinzip haben aber eben auch ihre Annehmlichkeiten. Wer nah dran ist an den Finanztöpfen der Entwicklungshilfe, egal auf welcher Seite, hat in der Regel keinen Schaden davon, um es zurückhaltend zu sagen. Unter anderem dadurch erklärt sich das starke Interesse auch in den Geberstaaten, die gigantischen Hilfemaschinerien am Laufen zu halten.

    Die “Hoppla, jetzt komm ich”-Haltung, mit der Minister Müller – mutmaßlich in bester Absicht – gestartet ist, ist fundamental falsch. Wenn er sie nicht ändert, wird er scheitern.”

    ———–
    Kurt Gerhardt ist Mitinitiator des “Bonner Aufrufs” für eine neue Entwicklungspolitik aus dem Jahr 2008. Er war jahrelang Hörfunkkorrespondent in Brüssel.

  17. Thomas Holzer

    @Volker Seitz
    Den Mühseligen und Beladenen dieser Welt ist die Drang nach EU-Europa, und da vor allem nach D, S, F, NL und A nicht vorzuwerfen, hat sie doch Frau Merkel eingeladen und schon fast ein “seid umschlungen, Millionen, lasst sie alle zu mir kommen, weil wir schaffen das ja” in die Welt hinausgerufen…….
    Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären. Frau Merkel hätte anstatt Marxismus, Leninismus und Sozialismus eher den Herrn Schiller studieren sollen……..

  18. Fragolin

    Wenn man davon ausgeht, dass diese Menschen VOR etwas fliehen, dann wird man immer zu einem falschen Ergebnis finden. Man mag bei den 20% Frauen und Kindern richtig liegen, aber mit den 80% gegen die Wand knallen.
    Warum wohl zieht es Millionen Glücksritter an die fetten Futtertröge? Diese Leute fliehen nicht weg von ihrem Land, auch wenn Überbevölkerung und Chancenlosigkeit dabei zusätzlichen Antrieb verleihen, sondern hin zu unseren Sozialsystemen. Die “Ärmsten der Armen”, wie unsere Armutsgewinnler immer so treuherzig dehersülzen, machen sich auf gar keinen Weg, weil sie einfach keine Mittel dazu haben – außer der örtliche Imam oder IS-Führer stattet sie mit einer Kriegskasse aus, sowie einem Hinweis, was ihre Aufgabe in den zu besetzenden Gebieten sein wird. Wir erleben keine “Flucht” sondern eine Invasion, eine kalte Besetzung. Flüchtlinge verhalten sich nicht so, wie es immer mehr dieser Besatzer tun!
    Das hat nichts, aber absolut gar nichts, mit kolonialer Vergangenheit, Neoliberalismus oder dem Klimawandel zu tun, sondern ganz einfach mit der Sogwirkung des Wohlstandes. Wer seine Villa offen stehen lässt, muss mit kreativem Besuch rechnen. Wer dann auch noch ein Schild an die offene Tür hängt: “Was meins ist, ist auch deins!” braucht sich nicht wundern, wenn einer kommt und darunter schreibt: “Danke, und was jetzt meins ist geht dich einen Dreck an!” und den Hausherren rausschmeißt.
    Allen ein fröhliches “Merkelmussweg”!

  19. Falke

    So sehr ich auch nachdenke: mir fällt überhaupt keine “Verantwortung” Europas (oder gar Österreichs) für die Lage der Menschen in Syrien, Afghanistan, Afrika oder sonstwo ein.

  20. Selbstdenker

    @astuga, Falke, Thomas Holzer:
    Vielen Dank für Ihre treffenden Antworten!

    Die Gehirnwäsche im Westen zeigt sich an den unreflektierten und zu lange unwidersprochenen Behauptungen, wie sie z.B. “Tom” und “Reini” hier wiederkauen.

    Den einzigen, den der westliche Imperialismus im größeren Stile weh getan hat, waren im erheblichen Maße selbst Imperialisten (z.B. die Osmanen).

    Die Behauptung, dass es den Menschen in der Dritten Welt heute aufgrund der Kolonialzeit vergangener Tage schlecht geht, ist schlicht und ergreifend eine konstiuierende Lüge, auf der das ganze Gebäude sogenannter Weltverbesserer aufbaut.

    In der Dritten Welt gibt es eine Reihe anderer, wirklich relevanter Ursachen, die von Propagandisten des “guten” und “gerechten” Kampfes gerne unter den Teppich gekehrt werden. Die These der kolonialen Ausbeutung dient vor allem dazu den Westlern einen tödlichen Schuldkomplex einzuimpfen.

    Wen man den Sklavenhandel der Südstaaten anklagt, sollte man vielleicht einmal nachfragen von wem sie ihre Sklaven abgekauft haben. Glauben die Weltverbesserungs-Narren tatsächlich, dass in Afrika vor dem Eintreffen der weissen Kolonialherren das “Paradies auf Erden” war?

    Um ein großes Verbrechen “rechtfertigen” zu können, bedarf es vorher einer konstituierenden Propagandalüge: die Verbrechen der Bolschewiken bauten z.B. großteils auf fiktive Verbrechen auf, die in Propagandafilme wie “Panzerkreuzer Potemkin” eingeflochten wurden. Ähnlich auch die Propaganda der National-Sozialisten.

    Anders ausgedrückt: um die Menschen für reale Großverbrechen enthemmen zu können, braucht es zuerst fiktive Großverbrechen, mit denen der Hass und der Ruf nach Vergeltung geschürt werden kann.

    So funktioniert Propaganda – damals und heute.

  21. Selbstdenker

    @Tom:
    Was die Rohstoffexporteure anlangt:

    Ich behaupte, dass sich in solchen Ländern die Schurken länger halten können, da sie zum Verkaufen von Rohstoffen – im Gegensatz zum Wirtschaftsmodell des Westens – keine Rechtsstaatlichkeit und keine Freiheitsrechte benötigen: kurzum sie pfeiffen auf das Individuum!

    Wer dem Westen die Schuld für die Existenz solcher – häufig gegen den Westen gerichteter – Schurkenstaaten in die Schuhe schiebt, glaubt offenbar an die Allmächtigkeit des Westens.

    Sorry, aber so viel intellektuelle Unredlichkeit liest man nicht alle Tage.

  22. Rennziege

    11. Januar 2016 – 12:18 Volker Seitz
    Dass Dirk Müller sein Geschäft beflügelt, wo immer es ohne Lüge und Anbiederung möglich ist, sollten Sie ihm nicht ankreiden; schließlich ist er ein freier Unternehmer, hat Mitarbeiter, denen gegenüber er sich verantwortlich fühlt. Außerdem ist er alles andere als dumm. Seine Einschätzung der Weltbörsen, zu Recht nicht gratis, hat vielen Menschen geholfen, ihr Vermögen vor dem staatlichen Moloch zu bewahren, mit überschaubarem und niemals schlagend gewordenem Risiko. (Unsere Erfahrung als waghalsige und gottlob abenteuerlustige Familie, und nur diese kann ich andeuten.)
    Vater oder Mutter Staat kann dergleichen nicht. Papa und Mama Staat kassieren heutzutag’ von ihren Kindern: eine seltsame Umkehrung der über Jahrhunderte bewährten Generationenfolge. — Na, vielleicht macht so was die Insassen der Geriatrieabteilungen glücklich, und die gibt’s ja von privat bis hinauf in die höchsten Ämter.
    Eine Gesellschaft, die sich diese Perversion gefallen lässt, kann sich geschlossen in den Sarg legen und, sofern der biologische Tod unbotmäßig auf sich warten lässt, frustriert das Handtuch werfen:
    Einfach Roman Polanskis “Tanz der Vampire” als Film oder in der Musical-Version von Michael Kunze und Sylvester Levay anschauen — gibt’s vernünftigerweis’ nicht gratis, denn dafür wurden Hektoliter von Schweiß vergossen. Und wer sowieso auf die eigene Kultur und Geschichte pfeift, und sei es seine eigene vergessene, der wird mit einem feschen Lied auf den Lippen in die Grube hüpfen.

    Wer’s mag. Unsereine steht mehr drauf, sich am Rockzipfel des eigenen Hirns und der erfreulichen Frechheit & Neugier von Mann und Kindern gegen die allgegenwärtigten Idioten zu wappnen. Das Fähnlein Fieselschweif (ich hab’ diese Disney-Analogie samt Carl Barks schon einmal strapaziert) hat am Ende auch immer gewonnen, against all odds.

  23. Volker Seitz

    @Rennziege
    Ich glaube Sie verwechseln den Börsenguru Dirk Müller mit GERD MÜLLER, dem deutschen Entwicklungsminister. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dirk Müller jemals gesagt hätte: “Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut.” Was sind das für Journalisten die bei einem solchen Quatsch nicht nachfragen. Leider gibt es immer noch sehr viele “Gutmenschen”(wurde heute von 4 “Experten” als Unwort des Jahres bestimmt) die das glauben wollen.Wer das beklagt, dem wird ideologisch an die Gurgel gegangen.

  24. Lisa

    @Volker Seitz: Danke für den realistischen Blick. Was Europäer bei den zu entwicklenden Konsumenten (was sonst?!) jener Länder oft übersehen oder bewusst ignorieren: Analphabetismus und mangelnde Bildung westlicher Art bei Afrikanern u.a. heisst ja nciht, dass sie einfach dumm sind: es ist sogar eine (uns meist recht unsympathische) Art von Berechnung und Bauernschläue, die in diesen patriarchalisch geprägten Kulturen das Überleben ermöglichte.( ES gab da mal “Radio Eriwan”-Witze oder all die alten Geschichten um Nasreddin.) Gerade in Afrika sind “westliche Werte” unverständlich – es braucht viel Erklärungsarbeit – höchstens Kinder kann man an eine andere Kultur gewöhnen. Die einzige Gemeinsamkeit mit westlichen “Werten” (!) , die man von aussen feststellen kann, ist die Gier. Kein Wunder ist kein einziges Land in Afrika (und im arabischen Kultrkreis) wirklich demokratisch – mit Ausnahme von Botswana vielleicht, mit seiner fast direkten Demokratie – aber auch da bröckelt es.

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