Mit Bitcoin gegen die Mächtigen?

Von | 7. Mai 2017

“…..Ich denke tatsächlich, dass Blockchain-Technologie die Welt zum Besseren verändern wird. Sie wird den Mächtigen ihre Macht nehmen und wirklich freie Märkte ermöglichen….” (hier)

16 Gedanken zu „Mit Bitcoin gegen die Mächtigen?

  1. Thomas Holzer

    “Auch Bitcoins sind knapp wie Gold, es kann nur jemals 21 Millionen Bitcoins geben.”

    Warum?
    Wäre nett, würde sich jemand berufen fühlen, mir dies kurz und bündig zu erklären. Danke im Voraus!

  2. stiller Mitleser

    Schließe mich Herrn Holzers Bitte an.
    Was mich ebenfalls wundert: warum ist der Wert einer einzelnen bitcoin in Relation zu andern Währungen so groß dimensioniert?

  3. Satoshi

    Als Bitcoin-Kenner kann ich hier nur so viel sagen: Die Blockchaintechnologie hat das Potenzial die Welt tatsächlich zum Guten zu wenden. Das wirklich revolutionäre daran, ist, dass die Blockchain, durch ihre offene Buchführung, tatsächlich NICHT gefälscht oder gehackt werden kann (extreme Ausnahmefälle ausgenommen).

    Der wahre Wert einer Bitcoin ist noch lange nicht erreicht. Wir befinden uns hier immer noch in der Stunde Null. €1.400,- für eine Bitcoin zu bezahlen mag aus heutiger Sicht viel scheinen. Wenn der Preis aber auf ein vielfaches steigt, werden €€1.400,- günstig erscheinen.

    Um die Frage von Herrn Holzer zu beantworten: Es wird niemals mehr als 21 Millionen Bitcoins geben, weil der ursprüngliche Code von Satoshi Nakamoto (dem bis heute unbekannten Erfinder der Bitcoin, der selbst angeblich ein Vermögen von 1.000.000 Bitcoins hält — und damit Milliardär ist) erlaubt keine weitere Kreation. Das ist ein bewusster Schritt. Denn dadurch kann man dem größten Übel des heutigen Geldsystems entgegenwirken: Der willkkürlichen Geldvermehrung.

    Satoshi Nakamoto kennt die Schriften der österreichischen Schule der Öknomie (das geht aus seinen Emails hervor) und hat die Bitcoin bewusst als Waffe gegen den Staat entwickelt. Bitcoins und die Blockchain sind aktuell die größte Chance, die wir als Bürger haben, um ein freies Leben zu führen. Für jeden auf dieser Seite ABSOLUT interessant.

  4. Christian Peter

    Solange man mit Bitcoin fast nirgendwo bezahlen kann, wird diese Spaßwährung ein reines Anlage- bzw. Spekulationsobjekt bleiben. Daran dürft sich wohl auch in Zukunft nichts ändern.

  5. Selbstdenker

    @Satoshi:
    Perfekt beschrieben, vielen Dank!

    Hinzufügen möchte ich, dass Bitcoin lediglich einer von vielen Anwendungsfällen der Blockchain-Technolgie ist.

    Jenes Problem, das sich nunmehr schon seit Jahrzehnten auswächst, ist die zunehmende Machtaggregation in Politik, Medien und Wirtschaft. Die Blockchain ist jene disruptive technology, die dem Zentralisierungs- und Überwachungswahn das verdiente Ende bereiten wird.

    Wenn wichtige Transaktionen ohne zentrale Instanzen abgewickelt werden können, wird auch dem Hijacking westlicher Institutionen durch totalitäre Kräfte die Geschäftsgrundlage entzogen.

  6. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Was hat man von einer vermeintlichen ‘Währung’, die fast nirgendwo akzeptiert und sich daher nicht als Zahlungsmittel eignet ?

  7. Thomas Holzer

    @Satoshi
    Danke für die Aufklärung! Wage aber trotzdem nachzufragen: Sind Codes, auch wenn sie “ursprünglich” sind, nicht änderbar?
    Mein Computerwissen ist sehr gering, aber ich denke nicht, daß z.B. die Nasa ihre Codes (für die verschiedensten Programme) zwischen erster Mondlandung und heute nicht weiter entwickelt hat

  8. Bösmensch

    Mehr Interessantes zur Blockchain:
    Gerade wird am einem Sozialen Netzwerk auf Blockchain-Basis gearbeitet. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Es wird nicht mehr möglich sein, dort unliebsame Meinungen im Nirwana verschwinden zu lassen, wie das die Lösch-Nazis auf Facebook so gerne tun, u.a. sogar staatlich gefördert (wie z.B. in Deutschland). Sämtliche Einträge werden in der Blockchain gespeichert und können nie wieder manipuliert werden, da jeder Teilnehmer eine Kopie der Blockchain auf seinem Rechner hat. Das Ganze soll 2018 fertig sein. Aktuell gibt es bereits eine Alpha-Version. Mehr dazu: https://akasha.world/

  9. Satoshi

    @ Thomas Holzer: Am Code wird natürlich ständig weitergearbeitet, aktuell stehen zwei grundlegende Änderungen des Codes zur Debatte … aber diese können immer nur durch Mehrheitsentscheid der Bitcoin-Miner (der Leute, die die Rechenpower hinter der Blockchain zur Verfügung stellen) umgesetzt werden.

    Ich kann folgendes Buch empfehlen: Bitcoin – The Future of Money von Dominic Firsby. Das ist lustig und informativ. Sollten alle Leute in diesem Forum lesen. Es war das beste Buch, das ich letztes Jahr gelesen habe.

    Und ja. Währung ist nur ein kleiner und unbedeutender Anwendungsfall der Blockchain-Technologie. Viel interessante Anwendungen sind im kommen (Smart Contracts, etc.), die eines Tages Dinge wie Anwälte, Grundbücher, Notare, Banken und VIELE Bürokraten obsolet machen könnten.

    Ich bin ein riesiger Fan der Blockchain und kann jedem Freiheitsfreund nur empfehlen sich das genauer anzusehen. In dunklen Zeiten wie diesen, die beste Waffe, die wir gegen den Staat haben.

  10. Oliver H.

    @stiller Mitleser

    “Schließe mich Herrn Holzers Bitte [um eine Erklärung der Limitierung maximal verfügbarer Bitcoins] an.”

    Es handelt sich dabei weniger um eine explizit eingebaute Größe im Programmcode, sondern um einen mathematischen Effekt; im Anlaßfall ist es die Summe stetig abnehmender Größen, die gegen einen Wert konvergiert. (Der Grenzwert etwa von 1/2 + 1/4 + 1/8 und so weiter ist 1. Erreicht wird die Eins nicht, aber sicher ist, wonach das Ergebnis der Endlossumme definitiv kleiner eins ist.)

    Bitcoins entstehen durch sogenanntes ‘Mining’, dem Finden einer geeigneten Zahl, aufdaß der ‘Hashvalue’ eines Blocks unter einen bestimmten Wert sinkt. Die einzig bekannte Möglichkeit hierfür ist Versuch und Irrtum, sprich man muß mittels Rechnerleistung de facto geeignete Größen suchen. Notwendig wiederum ist diese Aufgabe, um Blöcke und die darin enthaltenen Transaktion an die Kette anzufügen. Andernfalls blieben die enthaltenen Transaktionen unbestätigt.

    Wer im Netzwerk zuerst den passenden Wert findet, kann sich (nach wiederum einer Bestätigung hierfür aus dem Netz) die speziell für diesen Block vergebbare Menge an Bitcoins gutschreiben. Je mehr Blocks schon in der Chain sind, desto geringer die Gutschrift. Der Benefit für’s Mining geht gegen Null, ohne diesen jemals zu erreichen.

    Anders formuliert: Bitcoin funktioniert, weil Millionen Rechner im Netz als Notare fungieren, Bitcoin-Transaktionen blockweise zu bestätigen und dafür selbst Bitcoins erlangen. Das Entgelt hierfür jedoch verringert sich systembedingt mit der Länge der Blockchain, dem für alle einsehbaren Logbuch aller jemals gemachten Transaktionen.

    “Was mich ebenfalls wundert: warum ist der Wert einer einzelnen bitcoin in Relation zu andern Währungen so groß dimensioniert?”

    Der Wert einer Bitcoin entsteht durch Zuschreibung bei der Verwendung, er ist nichts, was die Erfinder des Systems ihrem geistigen Kinde in die Wiege legten. Daß man sich bei Gold auf eine Unze als häufigst verwendete Einheit einigte, ist reine Konvention. Bitcoins mangeln physischer Repräsentierbarkeit, daher das einheitenlose “1 Bitcoin”, wobei die 1 wiederum bloß praktisch ist.

  11. stiller Mitleser

    @ Oliver H.
    Danke für Ihre Erläuterungen!

  12. Rennziege

    7. Mai 2017 – 17:36 — Oliver H.

    Ihre wortreiche Werbung für diese Seltdamkeit täuscht über eines hinweg:
    Auch Bitcoins, man sei mir nicht böse,sind eine virtuelle Währung, gern auch Fiat Money genannt; nach Lust und Laune kontrolliert von (wenn’s gwiss is’) Millionen Rechnern, die “im Netz als Notare fungieren”, nach jederzeit veränderlichen Parametern und Algorithmen oszillierend, etc.

    Das ist Keiler-Geschwätz, um Leichtgläubige zu ködern, sie um ihr Erspartes zu erleichtern und anschließend die Blase platzen zu lassen, nachdem sich die exotischen und gesichtslosen Erfinder mit gefüllten Taschen und Konten verdrückt haben. (Vermutlich nach einem erfundenen Server-Crash oder Cyber-Angriff, der “alle Daten, also auch eure Coins, unrettbar vernichtet” hat. “Tut uns leid, liebe Bitcoiner. Wir haben die Behörden eingeschaltet, mussten aber zum Schutz unserer körperlichen Unversehrtheit auf einer kleinen Karibikinsel Zuflucht suchen.” Hatten wir doch schon, oder?)

    Mit Verlaub, Oliver H.: Da sind mir die guten alten Kauri-Muscheln lieber.

  13. Oliver H.

    @Rennziege

    “Ihre wortreiche Werbung für diese Seltdamkeit ..”

    Hier im Forum wurde zweimal eine berechtigte Frage nach essentiellen Grundlagen geäußert, auf die ich in einer Form antwortete, die einen tauglichen Mittelweg zwischen fachlicher Korrektheit und Verständlichkeit suchte.

    “.. täuscht über eines hinweg:”

    Nichts war Werbung, nichts war Täuschung.

    “Auch Bitcoins, man sei mir nicht böse,sind eine virtuelle Währung, gern auch Fiat Money genannt;”

    Niemand ist Ihnen böse, allenfalls amüsiert über den Aufwand, sich in Mißverständnissen zu ergehen.

    Die Geldanalogie respektive Virtualität wurde nicht bestritten, die “Fiat-Artigkeit” allerdings ist bei Bitcoins definitiv eingeschränkt, zumal eine notwendige Leistungserbringung unabdingbar ist. Was Draghi mit seinem Zeigefinger herbeiklicken kann, schaffen alle Rechner der Welt in Generationen an Bitcoins nicht. Ein schlichtes “Es werde!” funktioniert nicht.

    “.. nach Lust und Laune kontrolliert von (wenn’s gwiss is‘) Millionen Rechnern, die „im Netz als Notare fungieren“, ..”

    Falls Ihre launige Unlust sich am Wort ‘Notare’ entspinnt, dann ersetzen Sie es durch ein anderes Ihrer Wahl mit passender Bedeutung. Weiters war weniger dieser Aspekt von Belang, sondern (so Sie den Satz vollständig zitiert hätten) jener, wonach allein die dienstbare Mitarbeit am System Bitcoins hervorbringt und zugleich die Hervorbringung konsequent abnimmt, je länger die Blockchain wird.

    Prosaischer: Von nix kummt nix, und wos kummt, wird kontinierlich weniger.

    “.. nach jederzeit veränderlichen Parametern und Algorithmen oszillierend, etc.”

    Diese Aussage ist falsch. Der Wert der Coins oszilliert, nicht jedoch das Verfahren oder deren Parameter. Mit demselben Grad an Unverständnis ließe sich behaupten, eine auf harter Kryptographie basierende Kommunikation ließe sich beliebig abfangen, Nachrichten verändern und den Teilnehmern eine heile Welt vorgaukeln.

    Richtig ist, wonach kooperierende Gruppierungen mit ausreichend Rechenleistung und dementsprechender Erfolgswahrscheinlichkeit Manipulationen vornehmen können (sogenannte Doublespends), ein Umstand, wonach beim Erhalt größer Summen entsprächend länger auf eine Bestätigung gewartet werden soll, bevor man sich über den Erfolg der Transaktion sicher sein kann und die Schlüssel zum neuen Haus dem Käufer übergibt.

    “Das ist Keiler-Geschwätz, um Leichtgläubige zu ködern, sie um ihr Erspartes zu erleichtern und anschließend die Blase platzen zu lassen, nachdem sich die exotischen und gesichtslosen Erfinder mit gefüllten Taschen und Konten verdrückt haben.”

    Sie ersuchen darum, Ihnen nicht böse zu sein, und kommen mit der Anschüttung “Keiler-Geschwätz” daher, wenn man eine explizite Frage sachlich und ohne Aufbrezelung beantwortet. Amüsant!

    “(Vermutlich nach einem erfundenen Server-Crash oder Cyber-Angriff, ..”

    Bitcoins haben Hellsichtige auf ihren eigenen Speichermedien, die sie wiederum in beliebiger Menge zur Absicherung gegen Verlust duplizieren können. Das Prinzip der Dezentralität und der Verzicht auf eine vertrauenswürdige Einzelinstanz ist dem Blockchain-System immanent, weswegen es keinen plausiblen Grund gibt, Keilern auf den Leim zu gehen mit deren Behauptung, auf ihren Systemen seien die Bits besonders sicher eingeparkt.

    “Mit Verlaub, Oliver H.: Da sind mir die guten alten Kauri-Muscheln lieber.”

    Wozu die pseudoservile Einstimmung via “mit Verlaub”? Sie können auch Tampons oder Binden bevorzugen, und jeder erwachsene Liberale wird mit einem schulterzuckenden “Und?” reagieren.

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