„Mit Daten Menschen manipulieren, so dass sie aufeinander losgehen“

Warnungen davor, wie gefährlich die unvorstellbaren Datenberge in den Händen einzelner Unternehmen werden können, gibt es viele. Überwachung, Missbrauch, Manipulation von Menschen sind die häufig zu hörenden Befürchtungen von Internetskeptikern. Dass ein solcher Warnruf von einem der mächtigsten Unternehmenschefs der Welt, noch dazu aus der Digitalbranche selbst, kommt, ist außergewöhnlich. Umso mehr lohnt es sich hinzuhören, wenn Apples Vorstandsvorsitzender Tim Cook solche Töne anschlägt. weiter hier

9 comments

  1. Selbstdenker

    Es fällt immer mehr auf, wie ehemalige Qualitätsmedien mit gezielten Auslassungen, kreativen Ergänzungen und taktischen Vorzeichenwechseln die Meinungsbildung ihrer Leser manipulieren.

    Auf falschen, nicht mehr hinterfragten Axiomen aufbauend und konstant mit betreuter „Faktenlage“ versorgt, laufen selbst vermeintlich intelligente Menschen verlässlich in die falsche Richtung.

    Ich empfehle jeden sich die „ADL-Rede“ von Tim Cook anzusehen: dieser Mann begreift sich als ein Priester, der der versammelten Glaubensgemeinschaft sein ptolemäische Weltbild, das Wesen der Sünde und den richtigen Umgang mit Häretikern erklärt.

    Das vertikale Kartell der Tech-Monopolisten aus Silicon Valley wird zur neuen, digitalen Feudalherrschaft. Im Tausch gegen uneingeschränkte Macht wird das quasi-religiös dumm gehaltene Gesinde ökonomisch grundversorgt.

    Menschen, die diesen Herrschern die absolute Gefolgschaft verweigern, das Falsche sagen oder ihnen einfach nur im Wege stehen, werden ökonomisch ruiniert und sozial hingerichtet. Wenn sie Glück haben, werden sie „nur“ in die unwirtliche Wildnis verbannt, wo sie erfrieren, verhungern oder von den Wölfen gefressen werden.

    Es ist der pseudo-intellektuelle Snobismus der westlichen Intelligenzija und die mit ihrer Überheblichkeit eng verbundene, fehlende Bereitschaft verinnerlichte Grundannahmen zu hinterfragen, die sie selbst bei vermeintlich „guten“ Absichten verlässlich dazu veranlasst, dem bis dato undenkbaren Bösen den Weg zu bereiten.

    Wenn Tim Cook vor dem enormen Missbrauchspotential unvorstellbar großer Datenberge warnt, so ist diese Feststellung zunächst korrekt. Es sollte aber jedem zu denken geben, wenn US Tech-Monopolisten ausgerechnet die EU-DSGVO öffentlich als Vorbild loben:

    Die EU-DSGVO wirkt einerseits als Markteintrittsbarriere für potentielle Mitarbeiter und sie lenkt anderseits davon ab, dass es sich beim zugrundeliegenden Problem um die fehlende Definition von Eigentumsrechten (genauer: das Recht andere von der Nutzung eigener Daten auszuschließen) handelt.

    Statt die Menschen noch weiter der Verknechtung durch digitale Feudalherren auszuliefern, sollte man endlich ihr Eigentumsrecht an ihren eigenen Daten anerkennen!

    Die wahre Stärke der Blockchain liegt nicht in ihrer Verwendbarkeit als Zahlungssystem, sondern in ihrer Eignung als sicheres und effizientes Mittel zur kleinteiligen Absicherung digitaler Eigentumsrechte.

  2. Falke

    Tim Cook hat schon recht, wenn er meint, dass niemand Deutschland von außen Schaden zufügen kann. Allerdings fügt sich Deutschland (genauer gesagt: Merkel) selbst freiwillig von innen mehr Schaden zu, als von außen überhaupt denkbar wäre. Wobei der Schaden ja eigentlich, genauer betrachtet, durchaus von außen kommt.

  3. aneagle

    Wenn Herr Cook, der für manche als Namensvater der Cookies gilt, mit Schalmeientönen die DSGVO lobt und der europäischen Politik Rosen streut, heißt es: Hände weg von Apple. Schweigende Großkonzernlenker sind bekömmlicher als meinungsbildend Predigende.

  4. Selbstdenker

    @Falke:
    Denken Sie an den bekannten Soros-Brief zur Lage der EU:

    Das Problem bei dieser Propaganda-Technik ist, dass sie zunächst auf offenkundige Fakten aufbaut und beim ersten Durchlesen sogar “schlüssig” klingt. Erst auf dem zweiten Blick fallen die gezielten Auslassungen, kreativen Ergänzungen, Gleichsetzungen und taktischen Vorzeichenwechsel auf, mit denen auch durchwegs scharfsinnige Leser auf die falsche Fährte gelockt werden.

    Tim Cock beherrscht ähnlich wie George Soros und Angela Merkel das propagandistische Handwerkszeug. Dazu zählt auch das Alternativlosigkeitsmantra und die Ausschaltung abweichender Meinungen zur Herstellung allgemeiner Konformität.

  5. Selbstdenker

    @aneagle:
    Als de facto Monopolisten waren die “Tech” Giganten der US Left Coast bereits problematisch, als Bettgenossen der Politik eine gefährliche Zumutung und als quasi-religiöse Propheten in Gestalt weltweit agierender juristischer Personen eine Kriegserklärung an die freie Rede und das freie Denken.

  6. sokrates9

    Eine echte Demokratie würde zulassen dass jeder seine eigene Meinung auch öffentlich sagen darf! In Amerika ist außer Aufruf zur Gewalt alles erlaubt! Eine echte Demokratie hält das auch aus! Nur Europa tendiert immer mehr zum Archipel Gulag!

  7. astuga

    Das gab`s ja immer schon.
    Die Methoden sind halt raffinierter und elaborierter, die Gründe bleiben immer die gleichen.

  8. Selbstdenker

    @sokrates9:
    In UK ist die Meinungsfreiheit zum Teil bereits stärker beschädigt als innerhalb der EU; dies ist das Vermächtnis von Tony Blair.

    In den USA wird die Meinungsfreiheit noch hochgehalten, aber man arbeitet auch hier im Eiltempo daran die Fundamente der Verfassung zu schleifen.

    Politics is downstram from culture.

    Der für den Westen existenzbedrohliche Gedankenkrebs ist ein von linken Intellektuellen herangezüchtetes kulturelles Phänomen, das ausgehend vom Hotel California auf den gesamten Westen übergreift.

  9. astuga

    @Selbstdenker
    In gewisser Weise waren Rede- und Meinungsfreiheit immer mehr gesellschaftliche Ideale als Realität.
    Aber wenigstens positiv besetzte an denen man die Handlungen der gesellschaftlichen Akteure messen konnte und an denen es sich zu orientieren galt.
    Stellvertrend dafür etwa der Speakers Corner in London.

    Heute allerdings ist davon fast nichts mehr übrig, ja Meinungsfreiheit als wertvolles Gut wird bereits unmittelbar in Frage gestellt und ist zur Disposition freigegeben.
    Da und dort in Europa kann man sich noch mitunter erfolgreich darauf berufen, etwa in den Niederlanden (Prozess gegen Gert Wilders).
    Aber gerade in Großbritannien ist das leider bereits nicht mehr möglich (ausgerechnet im Heimatland George Orwells).
    In Österreich ohnedies nicht, falls denn jemals…

    https://www.youtube.com/watch?v=1j13KnahU3U&t=440s

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