3 Gedanken zu „Mit Fußball in die Krise

  1. Rennziege

    Ich wundere mich, dass dieses zumindest marginale Fußball-Thema keinerlei Resonanz weckt. O.K., in Kanada war soccer alldieweil fast unbekannt, dafür Eishockey so verwurzelt, dass es nur noch Hockey heißt, wie auch in der National Hockey League (NHL), in der die besten Teams Kanadas und der USA alljährlich mit Haken und Ösen um den Stanley Cup spielen. Das fesselt sogar mich, ein gar nicht unzartes Weib. Und die G’schrappen mitlerweile auch.
    Aber dass die hiesigen Herren (o.k., auch Damen) der Schöpfung so gar nix anzumerken haben — nicht zu den Kickern, de san uns eh conchita, sondern zu den teuren Wunden, die alle Weltmeisterschaften, Olympischen Spiele und ähnliche Volksbelustigungen den Bewohnern der veranstaltenden G’stätten schlagen. Die mit Schalmeienklängen ventilierte Umwegrentabilität ist Schall und Rauch.
    Rechnet man die gewaltigen Beträge hinzu, mit welchen IOC-, FIS- und FIFA-Funktionäre (auch mit Nobelnutten im meist dritten Stock des Hotels, EU-Style) beschenkt und bestochen werden müssen, um den Zuschlag für so ein a-priori-Minusgeschäft zu erhalten, auf Kosten des eh schon halbtot-gemolkenen Steuerzahlers … dann fragt man sich: Ist die heutige Hinwendung zu Kaíser Trajans panem et circenses nicht vollends idiotisch?
    Soweit es mich betrifft: Man lebt und staunt täglich mehr.

  2. Christian Weiss

    Gut, die Gigantonomie der Brasilianischen Fussball-WM ist zu einem guten Stück ein allein brasilianisches Problem. Die haben beispielsweise dank forcierten Lobbying von politischer Seite riesige Spielstätten dorthin gepflanzt, wo gar kein Spitzenfussball betrieben wird. So verfügen Manaus und Brasilia über keinen Vertreter in der obersten brasilianischen Liga. An anderen Orten sieht es genau so aus. Die FIFA selbst hat eigentlich weniger Spielstätten gewünscht. Jetzt sind es 12. Soviel waren es zwar auch in Deutschland 2006 – und in Japan und Südkorea waren es sogar 20 – aber in den jeweiligen Austragungsorten spielte danach wenigstens auch ein Bundesligaklub. Ungenutzte Infrastruktur wird die Sache dann vor allem im Nachgang der WM teuer machen.

  3. Rennziege

    10. Juni 2014 – 19:26 Christian Weiss
    Thanks again, sir!

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