Mit Intoleranz bekämpft man keine Vorurteile

Von | 29. Mai 2021

“… Es rollt eine Säuberungswelle. Was an der Vergangenheit stört, soll verschwinden oder umgedeutet werden. Der Historiker Dan Diner zeigt jedoch, warum Geschichte kein Gerichtshof ist. NZZ, weiter hier

3 Gedanken zu „Mit Intoleranz bekämpft man keine Vorurteile

  1. Johannes

    Die sogenannten ehrenwerten Ziele gibt es nicht, Kolonialismus ist lange vorbei und wer nach einem halben Jahrhundert noch immer sein trostloses Leben dieser Zeit verantwortlich macht ist ein Versager der wahrscheinlich ohne Kolonialismus noch nicht einmal eine Eisenbahnlinie im Land hätte.

    Wer sich die treibenden Kräfte dieser Bewegungen genauer ansieht und anhört wird schnell erkennen, hier geht es nicht um Aufarbeitung sondern um Zerstörung.
    Unsere Kultur und unsere Gesellschaft soll zerstört werden. In Deutschland wird das zum Teil sehr deutlich ausgesprochen. Demonstrationsplakate mit “Deutschland du mieses Stück Scheiße“ – “Deutschland verrecke“ sagen alles was darüber gesagt werden kann, die Protagonisten solcher Geisteshaltung wollen nicht aufarbeiten, sie wollen zerstören, sind voll Hass und kranker Wut.

    Wir erleben das Phänomen das Vernichtungsphantasien soviel Raum gelassen wird das sie real wirksam werden.
    Eine durch zwei Jahrzehnte vom Mainstream weichgeprügelte Gesellschaft hat nicht mehr den Mumm auch nur dagegen zu sprechen, geschweige denn dem Grenzen zu setzen.

  2. Allahut

    @Johannes

    Diese “Vergangenheitsbewältigung” dient den moralisch “Erhabenen” ohnehin nur dazu, sich ohne wirkliche Leistung eine kommodes Leben zu gönnen. Mittlerweile ist es schon peinlich, wie sich vermeintlich intelligente Menschen dem Mainstream anbiedern, und wie Sie schreiben, hat keiner mehr den Mumm dagegen zu reden.
    Und weil Sie den Kolonialismus ansprechen, gewiss sind damals auch Ungerechtigkeiten und auch Verbrechen passiert, aber danach wurde ein ganzer Kontinent heruntergewirtschaftet, heute besteht ganz Afrika aus failed States. Zudem brauchen wir gar nicht allzu lange zurückblicken, zumindest in Nordafrika war der Westen aktiv beteiligt, dass nach dem “Arabischen Frühling” gleich der Winter gekommen ist.
    Und weil wir von den zu spät geborenen “Widerstandskämpfern” dauernd das “Niemals wieder” hören, wo waren die alle, als in den 90er-Jahren in Ruanda binnen einiger Monate rund eine Million Menschen ermordet wurde.

  3. Johannes

    Der arabische Frühling war in Wirklichkeit die Umwandlung von Diktaturen in Clangesellschaften, die sich im Gegensatz zu früher, als Diktatoren das Land beherrschten, nun in unendliche kriegerische Auseinandersetzungen um die Macht im Land bekämpfen.
    Das einzige Land in dem freie Wahlen stattfanden hat sich für die Muslimbrüder entschieden, das Militär hat diese Wahl in Ägypten revidiert, seither scheint das Land stabilisiert.

    Gebe Ihnen vollkommen Recht das da die einstigen Gadaffi-Umarmer und Küsser Berlusconi und Sarkozy uns ein riesen Ei gelegt haben.

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