9 comments

  1. astuga

    Eh nicht.
    Aber im Unterschied zu anderen UN-Sitzen (Schweiz, USA) liegt das auch an einem althergebrachten Wesenszug der öst. Politik.
    Es schmeichelt unserem Ego, und man verspricht sich davon eine Aufwertung der eigenen Bedeutung.
    Die Schweiz ist seit jeher UN-Sitz und war trotzdem über Jahrzehnte selbst nicht mal Mitglied der UNO.

    Der selbe Mechanismus war bereits ein Antrieb für Kreiskys obskure Nahost-Politik (was damals zu den ersten Terroranschlägen in Österreich geführt hat), machte uns bisher zu Musterschülern in der EU, hat uns das Saudi-Zentrum in Wien eingebrockt, oder führt dazu, dass wir dem Erdöl-Kartell der OPEC kostenlos ein Gebäude zur Verfügung stellen (in jedem anderen Bereich der Wirtschaft sind Kartelle schwerste Wirtschaftsverbrechen, und wir blasen einigen der reichsten Länder weltweit noch Zucker in den A***).

    Groß wird man durch eigene Leistung, aber nicht dadurch, dass man sich irgendwo anbiedert und andient oder den Trabanten spielt.

  2. Kluftinger

    Irgendwie erinnert mich der Beitrag von Herrn Ortner an das Werk von Erwin Ringel: “Die österreichische Seele” (1984).
    Das lieber mit der Masse irren als vereinzelt Recht zu behalten…..

  3. Cora

    Diese Organisation hat jegliches Feingefühl dafür verloren, was richtig ist und was falsch. Die unterlassene Hilfeleistung am Golan 2013 findet sie richtig, was völlig unakzeptabel ist. Damit führten sich die UN-Einsätze als „Beobachter“ in Kriegsgebieten ab absurdum. Man kann nicht gleichzeitig zu den Guten gehören und einem Massaker tatenlos zusehen. Österreich macht da nicht mehr mit.

    Für das Hereinlassen von Invasoren gibt es keinen Grund, die Genfer Flüchtlingskonvention inkludiert nicht Kriegsflüchtlinge. Das ficht die Uno nicht an. Österreich muss es sich gefallen lassen, dass die Uno eine Kommission entsendet, die untersuchen soll, ob Österreich diejenigen, die sein Territorium illegal betreten haben, menschenwürdig behandelt, als ob das je zur Debatte stünde, ein Affront. Nun auch noch der unsägliche Migrationspakt. Österreich macht da nicht mehr mit.

    UNO und Österreich haben sich auseinanderentwickelt, Anschauungen und Vorgehensweisen sind wenig deckungsgleich. Dass die UNO ein so hohes Ansehen in Österreich genießt, verdankt sie dem Umstand, dass in Wien die Uno-City steht. Als Prachtbauten konzipiert, stehen sie nun da als Mahnmal für das Versagen einer weltumspannenden Organisation, in der Nachfolge des Völkerbundes.

  4. Falke

    Die USA haben ja schon die ersten Konsequenzen gezogen und sich aus der Unesco und der UNRWA (Palästinenser-Hilfswerk) zurückgezogen – was denen ja vor allem wegen der nun fehlenden finanziellen Mittel sehr weh tut.

  5. astuga

    “Die frühere UNO-Chefanklägerin Carla Del Ponte hat eine Reform der Vereinten Nationen gefordert. „Die UNO ist für mich eine große Enttäuschung“, sagte sie in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“. Sie kritisierte die UNO als „Schwatzbude“, in der es zu viele Beamte gebe. „Nur wenige arbeiten wirklich.“

    Zudem verortete Del Ponte die internationale Justiz derzeit an einem „Tiefpunkt“.
    „Menschenrechte gelten nichts mehr“, kritisierte die 71-Jährige, die sich zum Jahresende zur Ruhe setzen will.”
    Quelle: ORF-Online

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