Mühsame Zeiten für Liberale

Von | 19. November 2021

In einer Zeit, in der der Staat als Pandemiebekämpfer und damit als Garant der öffentlichen Gesundheit auftritt, fühlen sich Liberale unwohl. Denn die im Gefolge der entsprechenden Schritte erfolgte Ausweitung der Staatsmacht, insbesondere ihrer Möglichkeiten, die Ausübung fundamentaler Freiheiten einzuschränken, sind aus liberaler Sicht besorgniserregend. weiterlesen hier

10 Gedanken zu „Mühsame Zeiten für Liberale

  1. Johannes

    Freiheit des Einzelnen bedeutet Verantwortung des Einzelnen.
    In kommunistischen Systemen konnte man gut beobachten das die Verantwortung des Individuums verloren ging, erzieherisch und erpresserisch abtrainiert wurde.
    Ich denke die Verantwortung des freien Menschen verpflichtet ihn die Konsequenzen seines Handelns nicht nur in Hinsicht seiner eigenen Freiheit zu betrachten sondern die Auswirkungen seines Tuns auf andere, im Auge zu haben.
    Wobei man dadurch auch erpressbar werden kann wenn man diesen Grundsatz und seine Auslegung einer eloquenten Mainstream – Ideologie überlässt.
    Provokativ auf die Pandemie umgelegt bedeutet es, niemand darf mich daran hindern mich zu infizieren aber ich habe kein Recht der liberalen Welt andere zu infizieren.
    Denn dadurch belaste ich jenen der durch mich infiziert wurde gesundheitlich und materiell, je nach unvorhersehbaren Krankheitsverlauf schwer.
    Wobei man realistischer Weise die Heimtücke des Virus nicht auf Einzelne und ihre Verantwortung abwälzen kann.
    Wenn wir uns nur bewußt würden das jeder Verantwortung trägt wäre viel erreicht.

  2. elfenzauberin

    Die vorgeblich liberalen Parteien vertreten setzen in der Coronapolitik auf kollektivistische Lösungsansätze. Das gilt für die FDP, und das gilt auch für die Neos, wenn man bereit ist, die Neos als liberale Partei durchgehen zu lassen (ich würde meinen, dass es sich bei Neos um eine sozialistische Linkspartei handelt, aber das ist ein anderes Thema). Die Menschen bemerken instinktiv solche Widersprüche, weswegen die Wahlergebnisse genauso aussehen, wie sie eben aussehen.
    Die einzigen Parteien im deutschsprachigen Raum, die zum Coronaproblem einen liberalen Zugang haben, sind die FPÖ, die AFD und die SVP. Das wird vielen Liberalen weh tun, es ist aber die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

  3. Mourawetz

    Ich bin gegen eine allgemeine Impfpflicht, aber in Bereichen, die mit vulnerablen Menschen zu tun haben, ergibt eine solche durchaus Sinn», sagt SVP-Präsident Marco Chiesa.
    Also auch die Schweizer Volkspartei sieht Einschränkungen in Teilen für durchaus sinnvoll. Anarchie ist halt auch keine Option.

  4. Gepeto

    Eigentlich sollten sich alle unwohl fühlen, nicht nur Liberale.
    Viel zu schnell wurden unter moderatem Druck aus Bürgen obrigkeitshörige Memmen. Viel zu laut war der Beifall als mit selektiven Ausgangssperren die Verfassung gebrochen wurde. Viel zu schnell waren Ungeimpfte als Schuldige ausgemacht, denunziert und verhöhnt. Man stellte Verallgemeinerungen auf, ungeimpft sei gleich rechts und ungebildet, geimpft sei links und hipp. Allein schon dieser Ansatz zeugt von jener eigenen Primitivität, die man dem Gegenlager zuschreibt.
    Herr Filzmaier rät auf ORF.at zu einer Entschuldigung der Politik und einem neuen Verhältnis zu „Experten“ (oder Lobbyisten?). Das reicht nicht. Meiner Meinung nach braucht die Gesellschaft ein neues Verhältnis zur Politik und zu den Medien, welche mittlerweile im Gleichschritt zum Trommelschlag der Wirtschaft viel zu stark nach links abbiegen. Es scheint als ob das vermeintlich gebildete Establishment ungehindert über die Köpfe hinweg walten darf. Die entsprechende Industrie wird es vermutlich durch Dividenden honorieren.
    Währenddessen gerät in Vergessenheit, dass wir mit Türkis/Grün eine der korruptesten und unfähigsten Regierungen aller Zeiten haben, die gerade sämtliche Ministerien, Bildungseinrichtungen und Behörden einfärbt. Die Notverordnung zur COVID Krise scheint angesichts der noch auf uns zukommenden Krisen (Klima, Migration, Energie, Finanz, Pensionen) lediglich der Prototyp zu sein.

  5. hausfrau

    Grundrechte wurden geschaffen um den Einzelnen vor Mehrheitsentscheidungen zu schützen.
    Man möge die Versager, welche wohl mehr als an ADHS leiden mit geeigneten Medikamenten versorgen und sie in eine geschlossene Anstalt überführen.
    Dort können sie dann an einem Strang, nämlich der Zwangsjacke ziehen, womit weiterer Schaden vom ganzen Land abgewendet wird.

  6. TomM0880

    Mir muss nur noch mal schnell wer erklären, wie ich jemanden schützen kann (außer eventuell mich selbst), wenn ich mich mit dieser „Impfung“ beglücke?

    In einem Land, indem ich bald aktive Sterbehilfe erbeten kann, kann mir der Staat und die Politik vorwerfen, dass ich ein Sozialschädling bin, weil ich mich entschieden habe, mich selbst nicht zu „schützen“.

  7. Gerald Steinbach

    Vieles das die Querdenker oder ähnliche Gruppen(Aluhutträger,Verschwörungstheoretiker, Rechte,..) prophezeit haben, und für das die geächtet worden sind, wurde umgesetzt.
    Mit der Impfpflicht wurde eine Verschwörungstheorie umgesetzt!

  8. dna1

    Ein absolutes Trauerspiel bietet derzeit der Verfassungsgerichtshof, den kann man ersatzlos abschaffen, braucht kein Mensch, dort sitzen nur hochbezahlte Marionetten. Die Verfassung mitsamt seinen Richtern ist eigentlich dazu da, die Menschen vor der Politik zu schützen, dafür und nur dafür gibt es sie, aber wie man sieht ist das nur eine Institution, um einen „bestimmten Menschenschlag“ zu entsorgen.

  9. Falke

    @Gepeto
    Zu Ihrem letzten Satz: Roger Köppel (bekanntlich Herausgeber der Zürcher Weltwoche) sagte kürzlich: „Die Coronakrise ist das Trainingslager für die Klimakrise“.

  10. Gepeto

    @Falke:
    Danke für den Hinweis. Ich schätze Herrn Köppel, das wusste ich aber nicht.
    Man würde sich in Zeiten wie diesen mehr Journalisten dieses Kalibers in den Redaktionen wünschen.
    Im Moment kann man den Gesellschaftsspaltern nur wünschen dass sie keine SUVs fahren und nicht in der Nähe von Auffanglagern leben.

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