Müssen wir die FPÖ schlucken, um ÖVPSPÖ los zu werden?

…..Das Einzige also, was SPÖ und ÖVP zu Erneuerung treiben wird können, ist der Machtverlust bzw. die Angst vor einem Ende von Kuschelkoalition und Sozialpartnerschaft.  Der Preis, den wir dafür bezahlen müssen, ist ein donnernder Wahlsieg der FPÖ bei den kommenden Europa-Wahlen und den Wiener Landtagswahlen 2015 (zu Lasten der SPÖ). Eh grauslich, aber wenn man an die Zukunft des Landes denkt, ein Preis, den man bezahlen kann. Mehr als die Reformunfähigkeit und Feigheit dieser Regierung kann das nicht kosten….” (kontroversieller Vorschlag von Rudi Fussi, hier)

19 comments

  1. caruso

    So gern ich auch SPÖ/ÖVP loswerden würde, vor der FPÖ graust mir dermaßen, daß
    ich nur sagen kann, Gott bewahre!
    lg
    caruso

  2. herbert manninger

    Diese Regierung haben wir sehr wohl verdient!
    Kaum ein Wähler war in der Vergangenheit mit Reformen, die kurz-und mittelfristig Einschnitte gebracht hätten, zu gewinnen.

  3. world-citizen

    Was ist ein “donnernder Wahsieg der FPÖ”?
    Wenn sie viel gewinnen, bekommen sie vielleicht ein 3. Mandat. 3 Fraktionslose Hinterbänkler bei 751 Abgeordneten.
    Wem es immer noch nicht klar ist: Das europäische Volk wählt seine Vertretung. Um Österreich geht es diesmal nicht!

  4. Rennziege

    Dieser Rudi Fußi hat offenbar einen heute vergessenen Dichter gelesen:
    “Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.” (August von Kotzebue)
    Die FPÖ ist eine bittere Arznei, doch offenbar die einzige, die den uns auferlegten und uns zielstrebig (wirtschaftlich wie kulturell) erwürgenden Volksbedrückern Feuer unterm Hintern machen kann. Nur Brandblasen auf dem Allerwertesten werden diese selbstgefällig umnachteten Egoisten aufs Altenteil schicken, das sie ohnehin in pekuniäre Watte packt.
    Egal, was nachher kommt: Schlimmer als jetzt kann’s unmöglich werden, und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne (Hermann Hesse).

  5. menschmaschine

    hr. ortner liest anscheinend fussis blog. dafür, dass er das auf sich nimmt, hat er mein ganzes mitgefühl.

  6. Reinhard

    @world-citizen

    “Das europäische Volk wählt seine Vertretung.”

    Das Sie manchmal schon fahrlässig blauäugig sind wenn es um Ihren feuchten Traum “EU” geht ist inzwischen allgemein bekant. Aber diese Aussage ist absolut lächerlich.
    Das europäische Volk wählt weder Abgeordnete noch europäische Parteien. Nein, es darf zwischen lokalen politischen Vereinen wählen, und die schicken dann in kleinfeudaler Manier zwei oder drei verdiente Parteisoldaten in diesen gigantischen Apparat ohne Entscheidungsbefugnis. Mit ein bisschen Glück darf die lokale Partei meiner Wahl also mit dem irrsinnigen Gewicht von 0,5 oder sogar 1% der parlamentarischen Stimmen – genau gar nichts tun. Nicht mal spaßeshalber einen Gesetzesentwurf dürfen sie einbringen sondern nur pawlowesk das Pfötchen heben wenn das Glöckchen klingelt.
    Eine Vertretung schickt also nicht das europäische Volk sondern lokale politische Vereine.
    Aber keine Sorge, ich erwarte jetzt nicht, dass Sie den Witz an diesem pseudodemokratischen Feigenblatt wirklich verstehen.

  7. Reinhard

    zum Thema: Ich glaube nicht, dass wir wirksam das System des Parteienfeudalismus mit seinen korrupten Auswüchsen bekämpfen können, indem wir eine Partei wählen.
    Es ist eine besondere Art des Irrsinns, wenn man immer wieder das Gleiche tut in der Erwartung, dass dabei etwas ganz anderes herauskommt.

  8. Thomas Holzer

    @Reinhard
    So ist es; eine evolutionäre Änderung dieses Systems ist nicht mehr möglich.
    Machen doch die Parteien die Gesetze, welche deren Macht absichert. Schanzen sich doch die Parteien ihre eigene Finanzierung mittels eigener Beschlußfassung zu. Soweit geht nicht mal die Gewerkschaft 😉 Ermöglichen die Parteien doch, dem einzigen Monopolisten im Land, den Behörden, egal in welcher Art, welchen wirklich kein Bürger auskommt, jährlich über 200 Millionen für Eigenwerbung auszugeben.
    Perverser geht’s ja schon fast gar nicht mehr.

  9. Rennziege

    17. März 2014 – 20:31 Reinhard
    17. März 2014 – 20:45 Thomas Holzer
    Sie zitieren Einstein, Reinhard.
    Sie erwähnen die Perversion des Systems, Herr Holzer.
    Und Sie beide kommen zu dem Schluss, mit unseren bescheidenen bürgerlichen, also friedlichen, Mitteln sei nichts daran zu ändern.
    Gibt’s denn gar keine Hoffnung auf einen Sonnenstrahl im kalten Wasser?

  10. rubens

    Rennziege, Thomas Holzer, Reinhard
    Ich entdecke viel Resignation in Ihren Zeilen. Schade. Ich bin überzeugt, dass wenn wir die kritische Masse Engagierter überschreiten, dann rollt die Lawine los. Die “Nomenklatura” weiß das, warum wissen das Menschen nicht? Hören wir letztendlich doch immer wieder auf die Systemmedien?

  11. sybille Stoa

    @nattl ein offener Geist, wie Herr Ortner setzt sich auch mit der Stimmung im linker Lager auseinander und im Moment schaut es so aus, als ob allen etwas denkenden Bürgern die aktuelle Regierung bis hier oben steht.

  12. Selbstdenker

    Gerade weil es um die EU geht, hoffe ich inständig, dass bei der nahenden Wahl zum Europaparlament EU-Kritiker einen donnernden Sieg einfahren werden.

    Der Euro, die fortschreitende Einschränkung von Grundrechten, ein unerträglicher Regulierungswahn und die extrem peinliche Aussenpolitik haben mir den letzten Funken Symphatie für die EU ausgetrieben.

    Ich bedauere es aus ganzem Herzen damals für den EU-Beitritt gestimmt zu haben!

  13. Rennziege

    18. März 2014 – 15:28 Selbstdenker
    “Ich bedauere es aus ganzem Herzen, damals für den EU-Beitritt gestimmt zu haben!”
    Ich kann Sie gut verstehen; ich durfte damals zwar noch nicht wählen, aber vermutlich wäre ich ebenfalls dieser vermeintlichen Aufbruchsstimmung und deren medial orchestrierten Schalmeientönen auf den Leim gegangen.
    Wir können nur hoffen, dass die EU-Gegner bei den kommenden Wahlen “einen donnernden Sieg” einfahren werden — und, vor allem, sich im EU-Parlament auf eine gemeinsame Linie und Strategie einigen können. Was leider noch kaa g’mahte Wiesn is’.

  14. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘bedauere, damals für den EU – Beitritt gestimmt zu haben’

    diesen Fehler habe ich nicht gemacht. Zudem unterstützte ich in weiser Voraussicht das Schilling – Volksbegehren. Leider alles umsonst – gegen die mit Steuergeld gemästeten Medien wie ORF, Die Presse, Standard, Wiener Zeitung & Co ist in Österreich kein Kraut gewachsen.

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