Multikulti frisst seine Kinder

Von | 1. August 2014

(WERNER REICHEL) Die verbalen Attacken und Drohungen gegen ORF-Moderatorin Lisa Gadenstätter haben  Journalisten innerhalb und außerhalb des ORF verstört. Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben, eine neue Qualität- Nach dem Auftritt von Abdurrahman Karayazili von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) in der ZiB24 bricht ein Shitstorm gegen die junge Moderatorin los. Man wünscht ihr den Tod, bezeichnet sie als Hure.

Bei vielen Journalisten stellt sich jetzt offenbar ein ungutes, ein mulmiges Gefühl ein, in dem Wissen, so etwas wird in Zukunft noch öfter passieren, könnte gar zur Normalität werden. Es schwingt Angst mit, denn viele Reaktionen sind seltsam schwammig, klingen eingeschüchtert, man redet um den heißen Brei und verschweigt das Offensichtliche. Ein besonders schönes Beispiel dafür ist Doris Knecht. In ihrer Kolumne im Kurier schreibt sie:  Der Internet-Hass hat ein neues Opfer: (…) Es ist beängstigend. (…) Woher kommt dieser Hass? Ist dieser Hass auch da, wenn das Internet ihm kein Forum bietet?“

Einfache Antwort: Ja!  Das Internet erzeugt keinen Hass, es ist ein Kommunikationsmittel, das Internet schreibt keine Hasspostings, das sind Menschen aus Fleisch und Blut. Es bringt ihn nur besser zum Vorschein. Auch eine Pistole tötet niemanden, das ist derjenige, der abdrückt.

Knecht weiter: „Der Internet-Hass – Hass, nicht Kritik – verletzt, verunsichert und schüchtert ein. Und das soll er ja auch: Nicht zufällig sind auffällig oft öffentliche Frauen mit einer eigenen Meinung die Opfer dieses Hasses“

Zum einen hasst das Internet nicht, zum anderen hat der Shitstorm Frau Gadenstätter getroffen, nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil sie an diesem Tag Dienst hatte und das Gespräch mit Herrn Karayazili geführt hat. Es ist schon erstaunlich, wie man einen einfachen Sachverhalt aufgrund ideologischer Scheuklappen gewürzt mit Angst und der Unfähigkeit seine Geisteshaltung zu ändern, bis ins Unkenntliche verdrehen und entstellen kann. Deshalb ist auch der Apell, den Knecht an die biederen Kurier-Leser richtet, vollkommen absurd und sinnlos:

 „Wer weiterhin vielfältigen, kritischen, mutigen Journalismus will, der Haltung, Meinung und Kontroverse nicht scheut, wer an unerschrockenen Interviews und brisanten TV-Debatten interessiert ist: Der sollte den nächsten Hass-Kommentar noch einmal überdenken.“

Lustig, Journalismus kann nur dann mutig und kritisch sein, wenn kein Mut und keine Courage erforderlich sind. Aber es stimmt schon, man hat den Mut und die Courage bisher nur vorgetäuscht. Aber in der schönen neuen Multikultiwelt ist auch der Journalismus kein Ponyhof mehr. Menschen wie Frau Knecht müssen sich langsam darauf einstellen, dass man mit Menschen auch deren Kultur, Sitten und Wertvorstellungen importiert. Und Demokratie oder eben  Diskussionskultur sind in jenen Ländern, aus denen ein Großteil der Zuwanderer kommt, eben noch nicht ganz so entwickelt, wie in einer westlichen Demokratie. Wer glaubt, das hätte keine Auswirkungen auf Österreich, seine Gesellschaft und auch den Journalismus, der ist reichlich naiv. Also nicht jammern, schließlich waren und sind es Journalisten wie Frau Knecht, die diese Verhältnisse herbeigesehnt und geschrieben haben.

5 Gedanken zu „Multikulti frisst seine Kinder

  1. publisher

    Toller Kommentar! Perfekt formuliert, kann man nur 1:1 unterschreiben.
    PS: Sollte per twitter oder sonst wie unseren “liberalen” Journalisten zur Kenntnis gebracht werden…

  2. Selbstdenker

    Werner Reichel bringt die Dinge auf den Punkt. Mögen viele weitere derartige Artikel folgen. Vielen Dank!

  3. Gutartiges Geschwulst

    “Multikulti frisst seine Kinder”
    Multikulti ist gerade noch bei der Vorspeise. Der richtige Schock wird erst kommen, wenn unsere linken Redaktionsmäuschen den erhofften Arbeitsplatz nicht mehr bekommen, weil Kopftuch-Aishe diesen bereits besetzt, statt (wie gewohnt) zu putzen.
    Gutmenschlichkeit tut nämlich verdammt weh, sobald sich ihr Preis nicht mehr auf Andere abwälzen lässt.
    Vor einer Weile musste ich mal eine rot-grün angehauchte, junge Nachwuchs-Redakteuse trösten, nachdem ihr eine orientalische Kollegin die freie Planstelle weg geschnappt hatte.
    War´n lustiger Abend

  4. mr

    Mit “Zivilcourage” im “Kampf gegen Rechts” verhält es sich ebenso.

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