“Mut zur Zerstörung”

Von | 16. August 2020

Ein mutiger Kommentar in der FAZ, der hierzuland für Empörung sorgen würde: “Der Staat braucht in dieser Krise Mut, schöpferische Zerstörung zuzulassen. So tragisch das auch für jeden einzelnen Betroffenen ist.” mehr hier

15 Gedanken zu „“Mut zur Zerstörung”

  1. Herbert Manninger

    Den ,,Mut zur Zerstörung” kann man den Regierungen doch nicht absprechen: Die unbehinderte Masseneinwanderung sehe ich als Gegenbeweis.

  2. Rado

    Der Artikel ist nur wieder eun weiterer Kampfschrei der alt 68er Linken, die uns arm und China reich machen wollen. Der Mut zur Zerstörung ist schon lange da, keine Sorge. Der Schilling und die D-Mark war eines der ersten Opfer. So ging es weiter mit Energiewende, Immigration, Euro- Rettungsbewegung, jetzt hören wie schon Schlagworte wie Decarbonisierung, als Vorboten der Deindustrualisierung. Also an Mut zur Zerstörung hat es in Merkeldeutschland und Unionseuropa noch nie gemangelt.

  3. Selbstdenker

    Dieser FAZ Kommentar lässt tief blicken, was in den Köpfen jener vorgeht, die sich als Formalelite begreifen bzw. als deren Einsager und Herolde fungieren.

    Dass sich der Kommentarschreiber auf Antonio Gramsci, den Begründer des Kulturmarxismus beruft, dürfte kein Zufall sein. Und dass er beim Thema „schöpferische Zerstörung“ Joseph Schumpeter nicht einmal mit einer Randnotiz würdigt, ebenfalls.

    „Gramsci, der die Kommunistische Partei in Italien gegründet hat und 1937 gestorben ist, hat ganz sicher nicht an Corona, Konjunkturprogramme und Kreditschirme gedacht, als er diese Gedanken formulierte. „

    Es dürften aber diejenigen, denen wir die weltweite Verbreitung von Corona und Corona-„Bekämpfungsmaßnahmen“ zu verdanken haben, als Gramsci gedacht haben.

    „Es ist unklar, ob der Warenhandel in einer zunehmend protektionistischen Welt alte Höhen erklimmen wird.“

    Das dürfte in etwa dem Verständnis der CCP entsprechen: wenn sich die USA und einzelne andere Staaten nicht mehr alle Aspekte des chinesischen Merkantilismus gefallen lassen, wird über angeblichen „Protektionismus“ gejammert.

    In den vergangenen zwanzig Jahren wurde heimische Produzenten sowohl in den USA als auch in Europa mit einem immer dichteren, widersprüchlicheren und möglichst breit definierten Netz an Vorschriften geradezu stranguliert, während man der VR China immer mehr Narrenfreiheit zugestand.

    „Schon mit größerer Gewissheit lässt sich sagen: Autozulieferer, die sich auf Benzin- und Dieselmotoren spezialisiert haben, werden in ihrer jetzigen Form bald nicht mehr gebraucht.“

    Wer bestimmt das? Wer definiert, was in Zukunft gebraucht wird und was nicht?

    „Die Regierung verhandelt mit etlichen Unternehmen…“

    Mit welchen „etlichen“ (treffender: handverlesenen) Unternehmen verhandelt denn die Regierung? Verhandelt sie auch mit den zahlreichen, Klein- und Mittelbetrieben, die infolge überschießender Corona-„Bekämpfungsmaßnahmen“ um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen und werden denen Entschädigungen zugestanden, die deshalb ihre wirtschaftliche Existenz bereits verloren haben?

    Man kann dies gar nicht oft genug hervorheben: die meisten Unternehmen sind nicht wegen Managementfehler ins Straucheln geraten, sondern wegen massiver staatlicher Eingriffe!

    Staatliche Akteure – keiner von ihnen hat Einkommenseinbußen infolge der Corona-„Bekämpfungsmaßnahmen“ hinzunehmen – haben kurzerhand weiten Teilen der Privatwirtschaft ihre wirtschaftlichen Aktivitäten verboten.

    „Der Staat braucht in dieser Krise Mut, schöpferische Zerstörung zuzulassen…“

    Der „Staat“ bzw. diejenigen, die sich für den Staat halten, hat bereits genug „Mut“ zur schöpferischen Zerstörung gezeigt.

    Lassen wir uns diesen von oben verordneten Niedergang nicht mehr länger gefallen!

  4. Selbstdenker

    Das was wir seit mindestens zwei Dekaden mit zunehmender Frequenz und Intensität erleben, ist ein zielgerichteter Destruktivismus, mit dem die Fundamente unserer Zivilisation und unseres Wohlstandes zerstört wird.

    Erinnert sich noch jemand daran, wie vor einigen Jahren die Air Berlin von einen Ex-Lufthansa Manager, der nach seinen ergebnisorientieren Wirken bei Air Berlin wieder zur Lufthansa zurückgekehrt ist, zufällig gegen die Wand geflogen wurde?

    Die Art und Weise wie die Höchst AG Ende der 1990iger Jahre zerschlagen wurde, dürfte uns hier und heute sehr bekannt vorkommen:
    https://www.achgut.com/artikel/vor_2o_jahren_vertreibung_und_zerschlagung_der_hoechst_ag
    Wurden damals „nur“ einzelne Unternehmen verheizt, so sind mittlerweile ganze Branchen und Volkswirtschaften dran.

    Der FAZ-Kommentarschreiber vermengt den von Joseph Schumpeter geprägten Begriff der schöpferische Zerstörung (durch den Markt) bewusst mit dem politischen Destruktivismus von Antonio Gramsci, so dass die wirtschaftsnahe FAZ-Leserschaft das eine mit dem anderen verwechselt.

    So als ob es das Gleiche wäre, wenn jemand einen Heustadel verfallen lässt, weil er daneben eine Maschinenfabrik baut, und ein von seiner Vision Berauschter ganz Rom im Cäsarenwahn niederbrennen lässt.

  5. Selbstdenker

    Zur Begriffsklärung:

    Welthandel ist nicht Merkantilismus
    Kapitalismus ist nicht Korporatismus
    Schöpferische Zerstörung ist nicht Destruktivismus

  6. Selbstdenker

    Dieser Kommentar zum FAZ-Kommentar bringt es auf den Punkt:

    “Wenn man die Begrifflichkeit der schöpferischen Zerstörung benutzt, um kommunistischen Denkmustern zu folgen, empfiehlt sich die Lektüre der Schriften Schumpeters, dessen schöpferische Zerstörung immer die Innovationskraft freier Marktteilnehmer als Motor des Fortschritts (im eigentlichen Sinne -Wohlstandsmehrung) beschrieb.”

    Sehr geehrter Herr Ortner, ich habe eine hohe Meinung von Ihnen und ich bewundere Ihren Mut. Aber diesen manipulativen FAZ-Kommentar als “mutig” zu bezeichnen, war ein Griff daneben.

  7. sokrates9

    “SCHÖPFERISCHE Zerstörung” ist etwas anderes als was derzeit passiert. Es werden irrationale Ziele die keinen Nutzen stiften vorgegeben. CO2 Reduktion,Coronarestriktionen, Energieziekle die kommerziellen / technologischen Rückschritt bedeuten, Gleichheit aller Menschen sind alles rein kommunistische Forderungen die an der Realität und den ” Naturgesetzen” scheitern müssen.

  8. Cora

    Der Autor scheint einen Hang zur Kommunistischen Partei und eine Aversion zu Schumpeter zu haben.
    Gramscis Interregnum meint die Übergangsepoche vom “Kapitalismus” zum “Kommunismus”, in der die Massen den Glauben an die herrschenden Eliten verloren haben, eine Zeit des Umbruchs. Johannes Pennekamp, der FAZ-Autor, verwechselt dies mit der “kreativen Zerstörung” in der Wirtschaft, um den Namen des Nationalökonoms Joseph Schumpeter nicht nennen zu müssen. Und das als Wirtschaftsjournalist, bei der FAZ. Net schlecht.

    P.S.: Und auch er stellt die Politik als Frau – “Geburtshelferin” dar, so als ob die Politik ein Geschlecht, ein Weibliches hätte. Was soll ich mit unter Politik als Frau vorstellen? Warum nicht die unmarkierte Form verwenden? Schlimm genug, dass er die Eingriffe der Politik in die Wirtschaft mit Geburtshilfe verwechselt.

  9. Rado

    @Selbstdenker
    Gut beschrieben! Sie scheinen in die unappetitlichen Ideologen gut eingelesen zu sein. Hätte dazu nicht die Nerven.

  10. Geheimrat

    Es ist möglich, die Grundrechte zu beseitigen; die Verfassung außer Kraft zu setzen; gegen das Volk Zwangsmaßnahmen zu verhängen, es einzusperren, den Urlaub zu streichen, die Kirchen zu schließen; Geburtstage, Beerdigungen und Feiern zu verbieten oder einzuschränken; Kritik an staatlichen Maßnahmen zu zensieren; Menschen alleine sterben zu lassen; überlebenswichtige Operationen zu verschieben; Geschäfte zu schließen; Menschen in Panik und Angst zu versetzen, mit Zwangsimpfungen zu drohen; Unternehmen in den Ruin zu treiben und zur optimalen Lösung einer selbst gemachten Krise und zukünftiger Krisen, die Souveränität aller Staaten aufzuheben und sie unter eine Weltregierung zu führen?

  11. Manfred Moschner

    Diesen “Mut zur Zerstörung” haben “die Staaten” schon lange: sie zerstören die Leistungsträger zum Wohl der Systemgünstlinge und Schmarotzer.
    Mit Schumpeters “schöpferischer Zerstörung” hat dies rein gar nichts zu tun . im Gegenteil: das einzig Schöpferische “der Staaten” ist die Phantasie und Perfidie, mit der sie Leistungsträger melken – bis zu deren Hinscheiden.
    Wer sind übrigens “die Staaten”? Gemeint ist damit wohl jene Ansammlung an Entscheidungsträgern, die sich anmaßen, über Leib und Leben ihrer Mitmenschen zu entscheiden. Systeme, die leistungsfeindliche und empathielose Elemente in diese Positionen spülen, sind wohl zum Wohlstandsverlust verdammt. Als halbfeudale Günstlingssysteme können sic durchaus noch Bestand haben – egal unter welcher Ideologie sie segeln. Der Preis für die betrogene Bevölkerung ist halt sehr hoch.
    Der einzige Weg, diesem Schicksal gegen zu steuern, ist die Rückführung unserer “Staaten” (ich bevorzuge: “Systeme”) auf ein rechtsstaatliches Prinzip unter gleichzeitiger (massiver) Reduktion der Aufgaben und Einflußmöglichkeiten. Dann ist auch wieder schöpferische Zerstörung möglich.

  12. Falke

    Mut zur Zerstörung (wenn auch nicht zu “schöpferischer”) haben die Staaten schon lange. Und zwar nicht nur, um eine solche zuzulassen – nein sie selbst greifen zu radikalen Maßnahmen, um die Zerstörung voranzutreiben. Deutschland ist hier Spitzenreiter. Schon allein durch die absurde Politik zur “Klimarettung” werden ganze Industriesektoren zerstört. Wenn etwa einerseits die traditionelle Autoindustrie durch staatliche Maßnahmen massiv in ihrer Existenz bedroht wird, andererseits der Staat Milliarden in die Hand nimmt, um die Arbeitsplätze dort zu erhalten, beweist das eine Absurdität, die nicht einmal einem Kafka eingefallen wäre.

  13. Selbstdenker

    Dieser FAZ-Kommentar zeigt aber deutlich auf, an welchen Stellen und mit welchen Mitteln unsere wirtschaftliche und kulturelle Ordnung gehackt wird.

    Es hat Mustercharakter: in der FAZ – Teil vom ehemaligen Bollwerk der westdeutschen Wirtschaftsordnung – wird ein “Neoprogressiver” eingeschleust, der als “Networker” agiert und die Begriffe und Thesen klassisch liberaler Denker pervertiert.

    Das World Economic Forum in Davos zeigt auch sehr anschaulich, wie der sogenannte “Neoliberalismus” binnen Handumdrehen zum Neoprogressivismus umgedreht wird. Wer es nicht glaubt, sollte sich auf der Website vom WEC umschauen.

    Ein weiterer Punkt, der von klassisch-liberaler Seite gerne missverstanden wird:

    Das Weltbild linker Mitläufer baut nicht auf logische Schlussfolgerungen, sonden auf Konditionierung auf. Es geht nicht darum eine Diskussion mit logischen Argumenten und belastbaren Fakten zu gewinnen. Stattdessen werden – ähnlich der Konditionierung vom Pawlowschen Hund – Begriffe reflexartig miteinander in Beziehung gesetzt, wobei es auf eine Negation nicht ankommt.

    Brainwashing funktioniert genau auf diese Art und Weise: es reicht aus, das jemand den Namen “Trump” hört und augenblicklich werden auf bestimmte Gruppen zugeschnittene, emotional besetzte Assoziationen angesprochen: “rassist” grrrr ….!!! “sexist” grrr …!!! “mysogonist” …grrr!!! Weitere Beweise braucht es nicht.

    Das Perfide daran ist, dass ein wohlmeinder politischer Gegner, der sich auf solche “Diskussionen” einlässt, selbst unfreiweillig zum Verbreiter jener Propaganda wird, die er eigentlich bekämpfen möchte. Beispiel:

    A: TRUMP … WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND
    B: keine WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND bei der wahl von TRUMP

    A: TRUMP … WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND
    B: keine WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND bei der wahl von TRUMP

    A: TRUMP … WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND
    B: keine WAHLBEEINFLUSSUNG durch RUSSLAND bei der wahl von TRUMP

    Was beim in der Masse ankommt ist TRUMP-WAHLBEEINFLUSSUNG-RUSSLAND

    Bitte spielt dieses Spiel nicht mehr mit.

  14. Rado

    Zu Trump und Russland poppt gerade der Name Kevin Clinesmith in den US Medien auf. Könnte spassig werden, wen er noch mittreisst, ausser er begeht überraschend Selbstmord.

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