Mutter Theresa, die Heilige des elenden Verreckens

“….Der Papst hat vor kurzem den Weg für die Heiligsprechung von Mutter Theresa bereitet, indem er eine angebliche Wunderheilung anerkannte, die sie nach ihrem Tod erwirkt haben soll. Das ruft in doppelter Weise Verblüffung hervor: einerseits wegen der Tatsache, dass die extrem zweifelhafte Geschichte mit der Wunderheilung einfach so akzeptiert wird, andererseits ob der zweifelhaften Leistungen der Frau. Naiverweise stellt man sich doch unter einer Heiligen eine Frau vor, die viel Gutes und nie Schlechtes getan hat…..Allerdings stößt man, wenn man ein wenig nachliest, abseits der Darstellung als Heilige schnell auf eine andere, eine fanatisch fundamentalistische Betrügerin. Der Journalist Christopher Hitchens blickte in seinem Essay The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice hinter die schöne Fassade und fand jenseits der schönen Bilder eine unschön unheile Welt; für ihn war Mutter Theresa ein Engel der Hölle…. (hier)

28 comments

  1. Rado

    Wollen wirs da nicht übertreiben. Konnte der letzte selige österreichische Kaiser Karl I. nicht auch Wunder vollbringen? Eine wundersame Heilung von Krampfadern ist mir da im Gedächtnis.

  2. Fragolin

    Der Leib ist nur eine unwichtige Hülle, die unsere Seele durch das irdische Jammertal trägt.
    Die Seele muss gerettet werden um im Jenseits ewige Glückseligkeit zu erfahren.
    An welchem Punkt würde Sr. Theresas Wirken jetzt diesem wichtigen Aspekt der katholischen Glaubenslehre widersprechen?
    Wer das Wirken von Katholiken, die ihre Heiligen Schriften ernst nehmen, als nicht katholisch betrachtet schwimmt auf der gleichen Welle wie jene, die das Wirken radikal schriftgläubiger Muslime als nicht muslimisch bezeichnen.
    Soll der Papst sie heilig sprechen.
    Passt schon.

  3. cmh

    Die Katholische Kirche hat, so nebenbei bemerkt, als einzige ein Verfahren zur Kanalisierung des überall und weitverbreiteten Hangs zur Heiligenbildung und des Prominentenstalkings entwickelt. Die Proponenten einer Heiligsprechen müssen sich schon die Mühe geben, ein Wunder zu präsentieren, so schwächlich dieses auch sein mag.

    Ihre wirklichen Heiligen wirken im verborgenen zum Wohle aller. Und selbstverständlich ist eine vollzogene Heiligsprechung keine Exemption vom Letzten Gericht.

    Was aber im vorliegenden Fall gemeint ist, ist die verwerflichkeit jeglicher unreflektierter Affenliebe. So wurde MT leider auch zur Säulenheiligen der ansonsten religiös unmusikalischen (Weber glaub ich), ansonsten der Kirche aber fernstehenden. Und das ist nicht richtig.

    Wenn jemand schon einen Heiligen (als Fürsprecher) braucht, dann muss er sich den wohl selber suchen. Er ist dabei selbstverständlich an keinen Heiligenkanon gebunden. Aber die Inder und die sonstigen Innen hören es gerne, wenn eine der ihrigen kanonisiert wurde.

    Also Gelassenheit und die Esel(stuten) und nicht den Sack prügeln.

  4. Rado

    @Fragolin
    Naja im Link kommt Sr. Theresa fast wie eine Elfriede Blauensteiner in Klostertracht rüber.
    Die selige allerkatholischste Majestät hat dutzende Todesurteile gegen österreichische Soldaten wegen “Hochverrat” unterschrieben, wegen Dingen, die er selber auch getan hat.
    Hokuspokus fidibus.

  5. Rado

    PS: Da sich die katholische Kirche nicht erst seit kurzem als servile Hilfsreligion des Islam geriert, wird es langsam angebracht sie mit den selben Maßstäben zu messen. vielleicht steckt in dieser Religion doch mehr mittelalterlicher Aberglaube als man durch die Aufklärung und zuletzt das 2. Vatikanische Konzil glauben durfte. Mit ihren Entscheidungen und Aufrufen stellt sie sich oft genug in eine Feihe mit den Fathwas islamischer Ziegenhirtengelehrter.
    Wenn es irgendwann in Bezug auf “Religionsfreiheit” einmal eine politische Entscheidung eines sekularen Staates geben sollte betreffend Islam oder Christentum, so wir diese hoffentlich nicht heißen “Entweder-oder” sondern “Alle oder keiner”.

  6. Reini

    … Menschen mit einer Extremen Glaubensauslebung kennt man ja! … da wird der Tod als neues Leben prophezeit!

  7. Erich

    @Rein
    Schon der “Apostel” Paulus, der eigentliche “Erfinder” der christlichen Lehre, hat den Anhängern der neuen Religion erklärt, sie sollten mit ihrem irdischen Dasein zufrieden sein (er erwähnt da besonders die Sklaven, die ihren Herren in jedem Fall treu sein sollten)- die Belohnung dafür sei das Himmelreich. Allerdings gab es keine 72 Jungfrauen, die auf die Männer warteten sondern nur das Sein im Angesicht Gottes.

  8. Mona Rieboldt

    Erich
    Das mit den 72 Jungfrauen kann auch nicht stimmen. Ursprünglich war ja der Text in Aramäisch geschrieben und sprach von 72 weißen Weintrauben, ein Sinnbild für paradiesische Zustände.
    Das Schlaraffenland entstand in den Hungerzeiten der Menschen, 72 Jungfrauen entstand dann in der Sexualnot von Muslimen, die keine Freundinnen kennen. Ein Moslem sagte ja, ein Grund, warum er zum IS gegangen sei, dass er so viele Frauen (Sklavinnen) haben konnte, wie er wollte.

    Angenommen es gibt ein Paradies, würde ich gern die dummen Gesichter der Moslems sehen, wenn ihnen 72 Weintrauben hingeschoben werden und “das war’s”. Immerhin sprengen sich dafür ja Moslems in die Luft, da sie dann alsl Märtyrer sofort ins Paradies kommen.

  9. Lisa

    Na, also, wenn Mutter Teresa trotzdem heilig gesprochen wurde, kann doch die Heiligsprechung von Mutti Angela (nomen est omen…) nicht mehr fern liegen. 😉

  10. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Mir kam zu Ohren, daß auf diese Jihadisten sehr wohl 72 Jungfrauen warten, nur sind halt diese 72 Jungfrauen alle tot 🙂

  11. Thomas F.

    Der Papst kann “heilig” sprechen, wen er will. Wär’ mir soweit wurscht, wenn nicht dieser alberne Nonsense mitsamt den Wunderheilungen auf meine Steuergeld-Kosten im Religionsunterricht der kommenden Generation eingetrichtert würde.

  12. mariuslupus

    Die nächste der sich der Papast mit seiner Selig – bis, Heiligsprechen annehmen sollte, ist Angela, Retterin des Morgenlandes, Spalterin des Abendlandes. Auch sie hat Wunder vollbracht. Die Bekehrung der lauwarmen Pantoffelhelden, zu überzeugten Anhängern ihrer Heilslehre, ist ein wahres Wunder.

  13. waldsee

    ich bin gespannt wann die ersten schlepper und refutschis nach diesem muster “heilig” gesprochen werden.irgendein imam oder wangehinhaltender priester wird sich schon finden. journalisten und tv sender gibts mit sicherheit genug , die bei der heiligsprechung dabei sein wollen.

  14. astuga

    Hierbei kann man drei Aspekte betrachten, einerseits den Wunderheilungs-Humbug samt Selig- und Heiligsprechungen.
    Den kann man lächerlich finden oder ablehnen, sollte aber nicht vergessen, wie stark derartiger Irrationalismus und inszenierte Spiritualität heute immer noch sind.
    Weltweit sowieso und auch in weiten Teilen Europas, bis hin zur westlichen Esoterik-Szene im Spanungsfeld von Bach-Blüten, Schamanismus und Wicca.
    Und einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sollen ja angeblich auch in Österreich glauben, sie stünden tatsächlich in der Nachfolge der Steinmetze des Tempel Salomons (Freimaurer).
    Irrationalität also allerorten, von den 72 Jungfrauen für jeden Märtyrer gar nicht zu reden.

    Die sog. Mutter Theresa wiederum war natürlich ein typisches Produkt christlicher Frömmelei und dem Wahn das Leiden in der Welt müsse in der Nachfolge Christi bis zum letzten Tropfen ausgekostet und durchlitten werden.
    Dabei war sie ja, wie man heute weiß, von nagendem Zweifel am Glauben geplagt.

    Und dann wieder – in der Art war eine Mutter Theresa wohl nur in Indien möglich.
    Wo man eine eigenständige Kultur des sinnlosen Leidens zelebriert.
    Dir geht es schlecht, du bist arm – selber schuld, wärest du doch im früheren Leben ein besserer Mensch gewesen.
    In Indien kann man selbst heute noch im Straßengraben verrecken, während die Leute geschäftig vorbeilaufen. Egal ob als Kleinkind oder alter Mensch
    Insofern war die christliche Passions-Hilfe schon ein Fortschritt.
    Aber natürlich ungenügend in jedem Aspekt, und in anderen Fällen war die Schwesternschaft bloß kriminell oder bereicherte sich an Spenden (wie jeder Hindu-Priester).

  15. astuga

    Nichtwestliche Ordensschwestern haben ohnehin mehrheitlich eine andere soziale und kulturelle Prägung erfahren. Und die stellen ja die Mehrzahl gerade auch im Orden der Mutter Theresa.

  16. astuga

    @Mona Rieboldt
    “Das mit den 72 Jungfrauen kann auch nicht stimmen. Ursprünglich war ja der Text in Aramäisch geschrieben und sprach von 72 weißen Weintrauben, ein Sinnbild für paradiesische Zustände…”

    Das mag ja alles richtig ein.
    Bringt aber als Argument genau gar nichts.
    Manche Textstellen des Quran ergeben in keiner Sprache einen Sinn, und werden deshalb mystisch verklärt.
    Muhammed wird auch nicht tatsächlich auf einem Pferd mit Menschenkopf nach Jerusalem geflogen sein, und es gibt wohl auch keine Jinns (bestehen aus Feuer und Luft, so wie Menschen aus Wasser und Erde).
    Dennoch ist das alles fester Bestandteil des islamischen Glaubens, so wie auch der Glaube an die unbefleckte Empfängnis (den der Islam mit dem Christentum teilt).
    Kein gläubiger Mensch ist so einfach mit rationalen Argumenten zu überzeugen!

    Imho sind ja die islamischen Huri (72 himmlische Jungfrauen) nach dem Vorbild der griechischen Horen, indischen Apsaras oder persischen Pari konstruiert.
    Selbst die Germanen hatten ja ihr Wallküren.
    Das ist also eigentlich einer Übernahme indoeuropäischer Mythologie durch die Semiten geschuldet.
    Diese Meinung vertrat auch bereits der Orientalist Hammer-Purgstall.

  17. Mourawetz

    naja, noch ist Teresa nicht heilig gesprochen worden. Offiziell findet die Heiligsprechung erst im September statt. Bis dahin hat der Papst Zeit, zur Besinnung zu kommen.

  18. Thomas Holzer

    Ich hoffe, das sind alles Katholen, welche sich solche Sorgen um ihre Kirche machen.
    Eine Heiligsprechung, oder eben auch nicht -zumindest in unseren Zeiten- zieht keine Selbstmordanschläge und andere Arten von Verfolgung nach sich.

    Es geht auch kein wie immer gearteter Zwang damit einher.

    Ergo: Schuster, bleib bei deinen Leisten!

  19. astuga

    Das ist zwar korrekt, aber die Kirchenvertreter inszenieren sich auch dauernd ungefragt als moralische und gesellschaftspolitische Instanz.

    Vom Papst runter bis zum Kardinal und Caritas-Irgendwas.

  20. Thomas Holzer

    @astuga
    Niemand wird gezwungen, dieser “moralischen Instanz” zu folgen und/oder Gehör zu leihen.
    Und das schreibe ich als katholischer Stockliberaler!

  21. Wanderer

    Die Kanonisierung hat eine gut 1000 jährige Tradition aufzuweisen und tut keinem weh. So funktioniert halt Katholizismus und so kommt auch jeder Ort zu seinem Kirtag, viele Spitäler zu ihrem Namen etc. Befremdlich ist eher, dass heute in Liesing Kirchenglocken für Moslems und gegen Christen geläutet werden. Das ist im Unterschied zur viel geübten Heiligsprechung wohl einmalig in der Kirchengeschichte.

  22. astuga

    @Thomas Holzer
    Klar, gezwungen wird dazu niemand…
    Aber gewisse Verhaltensweisen sind bloß anmaßend, etwa sich zur Tagespolitik zu äußern, Kirchenglocken gegen missliebige Demonstranten zu läuten, Asylrecht zu unterlaufen etc. pp.

    Wenn dir Kirche ein politischer Player sein will (selbsternannt und letztlich gegen einen Großteil der Bevölkerung), dann wird sie auch mit vollem Recht die Schärfe des Gegenwindes zu spüren bekommen.
    Die katholische wie evangelische Kirche hatte ihre Chance sich als Fundament Europas zu beweisen.
    Doch letztlich haben sie sich als Organisation (!) auf die Seite der Feinde Europas gestellt.
    Im Einzelfall mag das anders sein.

  23. Wanderer

    @astuga
    So ist es. Man kann noch hinzufügen, dass das Engagement von Caritas und Diakonie im Asylbereich nicht auf reiner Nächstenliebe basiert, sondern zu einem beträchtlichen Anteil aus Steuergeldern finanziert wird.

  24. Christian Weiss

    Auch wenn es wenig mit Mutter Theresa zu tun hat, zwei Fragen zu den 72 Jungfrauen:
    1. Wie haushaltet man mit denen auf die Ewigkeit hinaus?
    2. Warum sind die ganzen muslimischen “Märtyrer” so erpicht darauf, mit Anfängerinnen zu vögeln?

  25. LePenseur

    Cher Monsieur Weiss,

    Warum sind die ganzen muslimischen „Märtyrer“ so erpicht darauf, mit Anfängerinnen zu vögeln?

    Weil sie halt wirklich echt blutige Anfängerinnen mögen. In vielerlei Hinsicht sind sie ja selber ebensolche, z.B. haben sie sich sicher alle schon ihre Köpfe an den Brettern, die sie dank ihres gewalttätigen Politkults vor ebendiesen Köpfen haben, blutiggeschlagen …

  26. Mona Rieboldt

    Astuga
    Die Walküren waren aber nicht wie die 72 Jungfrauen zum Ficken da. Walküren begleiteten den tapferen, aber tödlich verletzten Krieger nach Walhall.

    Ob bei den Germanen, Griechen oder Römern hatte man immerhin eine Reihe von Göttern, die wie Zeus doch recht menschliche Züge trugen, dazu Frauen und Männer. Wieso sich das dann eingeengt hat auf einen Mann Gott mit Sohn Jesus, weiß ich nicht.

  27. Gerhard

    Um es klar zu sagen:
    Die christliche Bibel (auf welche sich die katholische Kirche beruft) hat keine Selig- und Heiligsprechungen empfohlen. Ebenso keine Gebete zu und über Verstorbene, keine Marienverehrung, kein Zölibat und kein Papsttum. Dies sind alles “Erfindungen” der Vergangenheit.
    Übrigens: der Vorvorgänger der Päpste, Apostel Petrus war selbst verheiratet, wie wir dem Bibelhinweis auf seine Schwiegermutter entnehmen.
    Man kann auch Christ sein und bleiben, wenn man diesen ganzen Zirkus nicht für gut befindet.
    Irgendwann kommt auch den Kirchenverantwortlichen die Erkenntnis (wie z.B. den damaligen Unfug mit dem Ablasshandel oder der Unfehlbarkeit des Papstes), dass auch manches andere korrigiert gehört.

    RELIGIONEN BESTEHEN IN RELIGIÖSEN HANDLUNGEN: CHRISTSEIN BESTEHT IN EINEM NEUEN LEBEN.

  28. astuga

    @Mona Rieboldt
    Tja, was weiß man schon, welche Vorstellungen bei den alten Germanen mit den Wallküren verbunden waren. 😉
    Der Topos ist ja auch innerhalb der indoeuropäischen Mythologie sehr unterschiedlich.

    Und es liegt halt die Vermutung nahe, dass er irgendwann auch in die semitische Ideengeschichte Arabiens aufgenommen, und abgewandelt so auch später Teil des Islam wurde.
    So wie vergleichbar die antike Elementenlehre.
    Schließlich lag das alte Arabien im Kreuzungspunkt mehrerer antiker indoeuropäischer Hochkulturen.

    @Christian Weiss
    Was bekommen eigentlich die Muslimas im Paradies?
    72 Paar Schuhe! 😉

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