20 Gedanken zu „Na endlich!

  1. Christian Weiss

    Würde man die Religionsfreiheit als Grundrecht ernst nehmen, wäre das verboten.

  2. Lisa

    Ob der so laut rufen kann, dass alle Gläubigen das hören? Oder wohnen die alle in Rufweite der Moschee? Gott ist auch für Juden und Christen der Allmächtige, das „Höchste/Grösste..“, egal, bei welchem Namen er genannt wird. Das müsste man eigentlich nicht immer wiederholen, wenn man an ihn glaubt. Abgesehen davon würden uns unsere Kirchenglocken doch auch daran erinnern zu beten – man frage mal junge Leute, warum die Glocken läuten…

  3. Mona Rieboldt

    @ Lisa
    Ja, ja alles gleich der Ruf des Muezzin in Deutschland und die Glocken. Nein, es ist nicht das Gleiche. Es findet eine Islamisierung statt, erst noch in kleinen Schritten, aber sie werden größer. Der Islam greift immer mehr in unser Land ein.
    Im übrigen galten Glocken früher auch als Alarm, wenn es z.B. gebrannt hat etc.

    Und sie gehen mir langsam auf die Nerven mit ihrer Gleichstellung von Islam und Christentum. Aus dem Christentum kann ich austreten, aus dem Islam nicht. Und wir sind ein säkularer Staat, da will ich mir auch nicht das Gebrüll des Muezzins in einer deutschen Stadt anhören.

  4. Reini

    Wenn der Muezzin gleichzeitig mit den Glocken erschallt wird’s interessant! … für Toleranz für Integration und Gastfreundschaft wird die Glocke ausweichen – auf 5 nach 12! 😉

  5. Rennziege

    9. November 2015 – 12:35 Mona Rieboldt
    Sie liegen richtig, Mona: La bella Lisa setzt den Gott des Christentums mit dem muslimischen Allah gleich. Motto: „eh wurscht“. Dazu gehört halt ein gerüttelt Maß an Unbildung. Aber das teilt sie mit dem zeitgeistigen Mainstream, der alles relativiert, aber nichts in Relation setzt.
    Es ist halt in Mode, alles zu tolerieren, sei es noch so wesensfremd. Allerdings ist nicht anzunehmen, dass jene so fortschrittlich aufgeschlossene Lisa eine Moschee so aufgeschlossen verlassen wird, wie sie sie betreten hat. Sofern sie überhaupt eingelassen wird, versteht sich.

  6. Lisa

    Warum so gehässig? Es fragt sich eben, wie tolerant man der Intoleranz gegenüber sein darf. Nicht, meine ich. Aber das setzt stabile Werte voraus – und da wir die im Freien Westen nicht haben, wird jede Ideologie (und dazu zählen auch Religionen i.w.S.) sich besser gegen jede andere durchsetzen, die allgemein gültige Werte im Namen der Freiheitt ablehnen. Eine Freiheit, die wir, genau betrachtet, nur sehr beschränkt haben, nota bene. @Mona Rieboldt: Ich „stelle“ nicht Islam und Christentum „gleich“ übrigens, wo lesen Sie das heraus? Aber Werte-Beliebigkeit und Wertlosigkeit kann man schon fast synonym brauchen.

  7. astuga

    @Lisa Kirchenglocken haben vielfältige Funktionen (wenn die auch heutzutage nur mehr eine geringe Bedeutung haben: etwa Angabe der Uhrzeit, Sperrstunde, Feueralarm, Glockenspiel als Musikinstrument – wird zB in Belgien noch gelehrt).
    Im Gegensatz zum Gebetsruf, der hat bloß eine einzige, die Dawa (Erinnerung der Muslime an den rechten Weg, hier eben das Gebet einzuhalten. Und Mahnung an die Nichtmuslime sich zu bekehren).

    Minarett bedeutet wörtlich übersetzt „Feuerstelle“ im Sinne von Leuchtturm (al-Manara).
    Klar gibt es Minarette folgt früher oder später auch der Gebetsruf – und irgendwann die Sharia als Schiedsgericht, und dann…

    Ich denke, moderne Moscheen brauchen kein Minarett, so wie ja auch moderne Kirchenbauten oft gar keinen Kirchturm mehr besitzen.
    Die Religionsfreiheit beinhaltet das Recht auf religiöse Versammlungsorte, aber sicher nicht das Recht neo-gotische Kathedralen zu errichten oder aufdringlich protzige Moscheen.
    Die dann oftmals auch noch provokante und hetzerische Namen besitzen wie Fatih-Camii (nach dem Eroberer von Konstantinopel).

  8. astuga

    In der ach so westlichen und säkularen Türkei sind Kirchenneubauten faktisch unmöglich, und einen anerkannten Status besitzen auch nur die griechisch Orthodoxen (die aber keine Priester ausbilden und weihen dürfen, das geschieht deshalb im Ausland), und die syrisch-aramäische Kirche.
    Werden Kirchen renoviert, kommt es immer wieder vor, dass der türkische Staat sie zum Museum erklärt, religiös genutzt dürfen sie dann nicht mehr werden.
    Dafür werden immer wieder mal ehemalige Kirchen in Moscheen umgewidmet.
    Dabei hat die heutige Türkei (die einst urchristliches Gebiet war) ohnehin nur mehr ca 0.3 % Christen.
    Der islamisch-sunnitische Religionsunterricht ist ein Pflichtgegenstand.
    Und solche Länder wagen es dann, uns etwas von einer Benachteiligung der Muslime zu erzählen…

  9. Rennziege

    9. November 2015 – 20:05 Lisa
    Sehr geehrte Lisa,
    ich war mitnichten gehässig. Ich habe nur auf jene Werte-Beliebigkeit und Wertlosigkeit Ihres Postings hingewiesen, die Sie in Ihrer jüngsten Mitteilung erstaunlich treffend als Synonyme bezeichnen.
    O,K., späte Einsicht ist besser als gar keine. Und Toleranz gegenüber der Intoleranz, die Sie predigen, ist Dummheit und Kapitulation. Nichts sonst.

  10. astuga

    Zwei der alten Glocken im Stephansdom hatten beispielsweise die Namen Bieringer und Feurin.
    Die eine läutete das Ende des Ausschanks in den Schankstuben ein (heute noch zur Sperrstunde am Stephaniekirtag), die andere läutete wenn es irgendwo brannte.

  11. Rennziege

    9. November 2015 – 22:06 astuga
    Danke für diese historische Erhellung! Mir komplett unbekannt; weiß nur, dass in der Schul‘ ein Geschichtslehrer von der Zerstörung der „Pummerin“ im Krieg und ihrer Nachfolgerin, liebevoll nachgegossen und hochgehievt in den Sechzigern (?) erzählte.
    I hab a Haamweh — in Berlin mehr als in Toronto.

  12. astuga

    Ist ohnehin ein Wunder, dass man die Glockenkrone der heutigen Pummerin noch nicht verdeckt oder zerstört hat.
    Immerhin zieren sie mehrere Türkenköpfe mit Turban, als Erinnerung an die Belagerung von 1648 (nach dem Vorbild der alten im 2. WK zerstörten Glocke).

    Ursprünglich hatte ja der Stephansdom ein Sonnen und Mondsymbol an der Turmspitze, das hat man einige Zeit nach der 2. Belagerung durch ein Kreuz ersetzt, weil es zu sehr an den türkischen Halbmond erinnert hat.
    Den die Osmanen ja eigentlich aus Byzanz übernommen und in ein türkisches Eroberungssymbol für den Westen umgedeutet haben.

  13. astuga

    Geschätzte Rennziege.
    Wenn du wieder mal nach Wien kommst, besuchen wir den Stephaniekirtag.
    Lisa darf auch mitkommen. 😉

  14. Rennziege

    9. November 2015 – 23:18 astuga
    Servus! No freili‘ soi d’Lisa mitkumman. Mia wern ihr de Wadln scho‘ fiere richt’n. Da oide Steffl, einer der schönsten Dome der Welt … Zuletzt vor sechs Jahren betreten, gleich hinterm Eingang stand in Großbuchstaben: „Beware of pickpockets!“ — womit hoffentlich nicht der residente progressive Hirte gemeint ist. 🙂
    Und in der Peterskirche, also ums Eck, wurde meine Wenigkeit getauft. Als Kärntnerin, man mag’s gar nicht glauben. Da schau‘ ich beim Kirtag natürlich vorbei. Herzliche Grüße!

  15. Passant

    @Mona Rieboldt

    Auch aus dem Christentum können Sie nicht „austreten“, lediglich aus der Organisation Kirche. Das hat aber nur profane Wirkungen, sie müssen den Kirchenbeitrag nicht mehr zahlen und werden als o.r.B. geführt. Aber, auch wenn Sie sich nicht mehr dazu bekennen, Christin bleiben Sie.

  16. Lisa

    @Passant: Richtig – ausser man konvertiert.
    @astuga: in der Schweiz wurden Minarette nach der Volksabstimmung verboten – nach einer der unsäglich dummen, bzw. bauernschlauen Initiativen der Schweizerischen Volkspartei. Es ging gar nicht um Minarette, die kann man ja dort an einer Hand abzählen! es ging wieder einmal um „das Fremde“, das viele Bürger ängstigt, was dann zu Fremdenhass führt. Sie schürten diese Angst zusätzlich – so ködern sie ihre Wähler. Es würde nämlich genügen, die Baugesetze und Bauverordnungen zu respektieren: Für einen turmförmigen Taubenschlag auf meinem Dach bekomme ich auch keine Baugenehmigung, selbst wenn ich geltend mache, meine Religion sei die der Friedenstauben… Zur Fabel: Die Ameise hat aber sehr harsch reagiert, als die Zikade bei ihr anklopfte: „Was haben Sie denn den ganzen Sommer durch gemacht?… Gesungen? Na, dann tanzen Sie jetzt halt!“ (die Ameisen hatten eben kein TV mit Bildern von verhungerten Zikaden…)

  17. Christian Peter

    @Lisa

    ‚Es ging wieder einmal um das Fremde, das die Bürger ängstigt‘

    und ? Jede Gesellschaft kann frei darüber entscheiden, ob bzw. wie viel Fremdes sie zulässt.

  18. astuga

    @Passant
    Natürlich kann man die Taufe nicht rückgängig machen, es sei denn man wird exkommuniziert.
    Aber das betrifft auch bloß die Katholische Kirche, es gibt ja viele unterschiedliche christliche Gemeinschaften.

    Das wesentliche ist etwas anderes, bei uns überwiegt das säkulare Recht, wenn ich kein Christ mehr sein will, dann bin ich auch keiner mehr (Kirchenrecht hin oder her).
    Und vor allem droht mir nicht die geringste Gefahr, wenn ich die Religion wechsle oder verlasse.
    Jedenfalls war das bisher so, auch das ändert sich ja dank „kultureller Bereicherung“.

  19. astuga

    @Lisa
    Zur Schweiz.
    Mir ist lieber jemand macht aus den falschen Motiven das Richtige, als aus den richtigen Motiven das Falsche.

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