Na klar, die Marktwitschaft ist immer schuld!

“…Der Zeitgeist sieht in der freien Marktwirtschaft die Wurzel allen Übels. Ob Krieg, Krisen oder Armut – stets werden die Marktkräfte als Ursache von Fehlentwicklungen angeprangert. Das ist absurd….” (hier)

7 comments

  1. mike

    Guter Artikel ! Zweifellos bringt die freie Marktwirtschaft den Leuten den Wohlstand, “Sozialismus” hat bisher immer zur totalen Verarmung geführt. Dafür gibt’s ja genügend Beweise. Manch einer will’s halt nicht wahrhaben.

  2. H.Trickler

    Die Dorthea Siems hat zwar mit dem Titel “Hackt nicht immer auf den Neoliberalen herum” völlig Recht, aber im Text verfällt sie denselben Fehlern die sie ihren Kritikern vorhält.

    Für mich ist es ziemlich klar, dass Sozialismus und Kommunismus den Wohlstand der Bevölkerung zuverlässig vernichten. Deswegen aber den reinen Raubtierkapitalismus über den grünen Klee zu loben ist genauso betriebsblind.

    Das Optimum liegt irgendwo dazwischen, und das perfekte Rezept dafür ist noch nicht gefunden.

  3. Thomas Holzer

    “……………und das perfekte Rezept dafür ist noch nicht gefunden.”

    Und wird auch nie gefunden werden! Weil der Mensch eben Mensch, ergo fehlbar ist.
    Und diese Erkenntnis macht auch den wesentlichen Unterschied zu allen anderen diesseitigen Ideologien aus; diese sind nämlich in ihrer Megalomanie davon überzeugt, in absehbarer Zeit uns alle zum perfekten Manschen umerziehen zu können und zu müssen, koste es was es wolle, weil am Ende ja der gewünschte “Erfolg” steht

  4. Fragolin

    @H.Trickler
    Raubtiere leben in Rudeln oder als Einzeljäger. Ihre Gesellschaftsform wäre mit steinzeitlich schon recht barock umschrieben. Was Raubtiere nicht kennen ist Kapitalismus. Die Floskel vom “Raubtierkapitalismus” darf getrost zu den marxistischen Propaganda-Kampfbegriffen abgelegt werden, gleich neben der “sozialen Kälte” und dem “neoliberalen Imperialismus”. Kapitalismus fördert Unternehmertum, Aktivität, Leistungswille, Fortschritt; also alles, was uns weiterbringt.
    Wenn mich etwas an Tiere erinnert dann das dumpfe Schmarotzertum von Berufssozialfällen, die es sich als Blutegel am Hintern der ach so bösen Raubtiergesellschaft bequem eingerichtet haben und nichts, absolut gar nichts zum Wohl und Wachsen dieser Gesellschaft beitragen. Außer ihre Verachtung über jene zu ergießen, von deren Arbeit sie sich nähren.
    Also wenn es einen “Raubtierkapitalismus” geben soll, muss es auch einen “Blutegelsozialismus” geben.
    Und als Nachsatz: Wie Raubtiere, die durch ihre Herde fahren und alles reißen was ihnen in die Fänge kommt, die einem wahren Blutrausch verfallen, haben sich bisher nur zwei Arten von Politikern aufgeführt: Nationalsozialistische und kommunistische Diktatoren. Seltsam, dass deren Anhänger bis heute einen “Raubtierkapitalismus” anprangern, und dabei das Tun ihrer eigenen Vorbilder nicht vor Augen haben. Daher mein kleines Problem mit diesem dumpfen Kampfbegriff der linken Brigaden.

  5. Rennziege

    13. April 2015 – 09:40 — H.Trickler
    Ich frage mich, bei allem Respekt: Wie und wo hat Dorothea Siems in ihrem Artikel “den reinen Raubtierkapitalismus über den grünen Klee” gelobt?
    Den Raubtieren wurden doch längst alle Klauen und Fangzähne gezogen, so ziemlich weltweit. In der EU wurden sie zusätzlich enteiert. Es gibt sie höchstens noch im Ostblock und dessen Oligarchien, und selbst dort nur im Schulterschluss mit retro- oder postkommunistischer Nomenklatura.

  6. Christian Weiss

    Einer der ganz grossen Propagandaerfolge: In den vergangenen 50 Jahren stiegen die Staatsquoten in der Schweiz und den USA von etwa 20 bis auf über 35 Prozent. In Österreich und Deutschland waren es rund 35 % und heute sind es ca. 50 Prozent. Und trotzdem wird fröhlich weiter behauptet, der Sozialstaat würde ständig abgebaut und es gebe immer weniger soziale Leistungen.

    Echt faszinierend, dass dem “Neo”-Liberalismus in die Schuhe geschoben wird, was genau das Gegenteil davon war.

  7. Christian Weiss

    “Das Optimum liegt irgendwo dazwischen, und das perfekte Rezept dafür ist noch nicht gefunden.”

    Der sogenannte “Dritte Weg” wird doch genau im Moment begangen: Die privatwirtschaftlichen Unternehmen haben noch eine gewisse Freiheit, wie sie ihre Betriebsabläufe gestalten, was sie verkaufen und welche Mitarbeiter sie einstellen wollen. Doch nimmt diese Freiheit weiter ab. Staatliche Institutionen greifen inzwischen in Betriebsprozesse ein, verbieten Produkte, die sie aus welchem Grund auch immer für “böse” halten und wollen inzwischen über Frauen- und Behindertenquoten mitsprechen, wer eingestellt wird. Von freier Wirtschaft im Rahmen ganz weniger rechtsstaatlicher Vorschriften kann keine Rede sein. Es ist eben nur halbfreie Wirtschaft.

    Der Grund für den Versuch oder die gefühlte Notwendigkeit dieses “Dritten Weges” liegt in der Unfähigkeit vieler Entscheidungsträger und politischer Akteure, den Menschen einfach mal so zu nehmen, wie er als evolutionär entstandenes Lebewesen nun halt mal ist. Da steckt nun mal hinter jeder Eigenschaft halt auch eine Kehrseite: Menschen (und Tiere und Pflanzen und Pilze) streben nach Verbesserung. Irgendwann wird diese moralisiert und als “Gier” bezeichnet. Sie streben möglicherweise nur nach Verbesserung, weil sie weniger haben, als andere: Wird gelegentlich als Gerechtigkeitsgefühl bezeichnet. Ist aber bei strenger Betrachtung “Neid”.
    Nun stelle man sich die Frage, ob man ein gesellschaftliches Modell verwenden will, dass diese elementaren evolutionären “Kerntugenden” fördert oder ob jeder technologische Fortschritt mit den damit verbundenen Risiken und jeder ökonomische Fortschritt mit der Möglichkeit, dass nicht alle in gleicher Weise davon profitieren, einfach abgewürgt wird.

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