«Nach nahezu allen Massstäben ist die Welt heute besser als je zuvor»

Von | 31. Mai 2017

“….Kriege und Katastrophen ringsum. Ist die Welt noch zu retten? Der Neurowissenschafter Steven R. Quartz mahnt zur Ruhe: Erkenntnisse der Forschung stehen unserem Bauchgefühl oft diametral entgegen…..” (NZZ, hier)

12 Gedanken zu „«Nach nahezu allen Massstäben ist die Welt heute besser als je zuvor»

  1. Thomas Holzer

    Dieses ziemlich weit verbreitete Weltuntergangslamento könnte natürlich auch damit zusammenhängen, daß nahezu “schon bevor der Sack Reis in Indien einem auf den kleinen Zeh gefallen ist”, dieses “weltbewegende” Ereignis life auf allen Kanälen auf und abgespielt wird.

  2. Wanderer

    Mich würden in dieser Frage eher die Ansichten der Volkswirte
    und Geoökologen interessieren.
    Einen bevorstehenden Weltuntergang sehen die wenigsten, wohl aber große Schwierigkeiten für Europa, das sich grundlegend veränderen wird. Auf globaler Ebene ist das heute natürlich ein Randthema.

  3. Lisa

    Schön für die Welt, dass sich für sie so manches numerisch verbessert hat – bloss: was geht mich eigentlich die Welt an? Ich kenne sie ausserhalb meiner unmittelbaren Erfahrung nur durch „Narrative“ (ein etwas weniger exzessiver Gebrauch des Wortes und etwas weniger Abstraktheit hätte den Artikel um einiges verbessert…). Die Erfahrungen eines Einzelnen werden durch die Informationsflut, der er sich in der heutigen vernetzten, internetten Gesellschaft meist nicht entziehen kann, mit virtuellen, un-sinnlichen, rein gedanklichen Inhalten nicht etwa bereichert, sondern sie führt zu einem Misstrauen dem eigenen Erleben gegenüber: Berichte über Sex & Violence stressen – aber Berichte über „die grossen und kleinen Freuden des Alltags“ empfindet man als langweilig: es liest doch keiner die Zeitung oder sieht fern oder daddelt im Internet, um zu erfahren, wie schön die Welt ist, sondern jeder will das Neueste, den Skandal, den scoop auf dem „Marktplatz der Sensationen“ (Kisch). Stress lässt den Adrenalinspiegel steigen – nützlich in akuter Gefahr, aber bei lang andauerndem Stress – was der tägliche Konsum schlechter Nachrichten wohl ist – entfällt der Nutzen und Cortisol und andere Mitspieler im neuro-psychischen Bereich übernehmen… Das macht traurig, depressiv, führt zu negativer Lebenseinstellung. Also, ab in den Wald und weitab von jeder Information als Eremit leben…

  4. Hanna

    Hier ist auch so ein Beispiel http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59599
    Man fragt sich schon wirklich, ob man diese Leute bemitleiden soll, oder nicht. Sind Flüchtlinge wirklich alle so hilflos, dass sie sich nicht selber informieren oder eine Sprache lernen können? Mein Mitleid ist irgendwie ausgetrocknet.

  5. astuga

    “Nach nahezu allen Massstäben ist die Welt heute besser als je zuvor.”

    Eben, aber bloß “nahezu”.
    Und keiner kann vorhersagen, ob dieses “nahezu” nicht in Zukunft viele Verbesserungen wieder in ihr Gegenteil verkehrt.
    Oder um mit Paul Watzlawick zu sprechen: Ein zuviel des Guten kann auch ins Böse umschlagen.

  6. Leitwolf22

    Wenn man die Weltbevölkerung als Maßstab heranzieht, dann hat der Mann sicher recht. Auch das BIP/Kopf in China mag den Befund durchaus stützen. Allerdings bin ich nur einer, und der ist kein Chinese

    In Österreich aber, und das ist ein wenig mehr relevant, erleben wir nicht Fortschritt, sondern Rückschritt auf breiter Front. Und das seit Jahrzehnten.

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