Nachrichten aus Absurdistan

(ANDREAS UNTERBERGER) Wenn Österreich nicht an Überalterung, Schuldenwirtschaft und Islamisierung untergeht, wird es jedenfalls an seiner Bürokratie und deren Unfähigkeit, deren Kleinlichkeit wie auch Hybris zerbrechen.

Jedes der folgenden Beispiele steht wieder für tausende andere, ähnliche Fälle.

Da hat in Salzburg ein Staatsanwalt allen Ernstes ein Strafverfahren angestrengt, weil Seilbahnen Lehrern Zweitages-Skipässe zum Kennenlernen der heimischen Lifte gratis angeboten haben. Diese Skipässe sind rund 70 Euro wert . . .
Da sind in Hinterstoder vier(!) Beamte ungefragt auf ein privates Grundstück einmarschiert, um dort zu dekretieren, dass der Eigentümer eine Zypresse ausreißen müsse. Denn in der Nähe liege ein Nationalpark, der durch diese Pflanze gefährdet sei . . .
Da wurde im Südburgenland eine Christbaumproduktion verboten. Wieder war es der „Naturschutz“, der die Behörden angeblich zum Einschreiten gezwungen hat . . .
Da muss die Stadt Linz jetzt voraussichtlich Spekulationsverluste von 530 Millionen Euro tragen. Aber der Linzer Bürgermeister Luger war sich dieses Risikos „nicht bewusst“. Und der Linzer Finanzdirektor war selber Aufsichtsratschef der „Immobilien Linz GmbH“, musste also in dieser Eigenschaft an sich selbst berichten, wie der Rechnungshof schon lange pikiert gerügt hatte. Aber es ist ja verständlich: Wenn man die Bürger mit lauter Petitessen quält, kann die Behörde nicht auch noch im Großen sorgfältig sein . . .
Da will die auch in Salzburg linksextremistische Hochschülerschaft den ÖH-Beitrag verpflichtend erhöhen, damit die Studenten dann gratis ein öffentliches Verkehrsmittel in Salzburg benutzen können. Unabhängig davon, ob das ein Student jemals tut, soll er zahlen müssen. Ist doch der öffentliche Verkehr die heilige Kuh der Grünen . . .
Da habe ich vor einiger Zeit (im Tagebuch schon einmal erwähnt) eine Einladung des Bundesheers – mit dem ich seit 30 Jahren nichts mehr zu tun hatte, aber dennoch „mit kameradschaftlichem Gruß“ – zu einer Feier „im kleinen Ausgangsanzug“ erhalten, zu der ich mich eine Stunde vor der angegebenen Zeit einzufinden habe, um ein „Dankschreiben“ zur Beendigung meiner Wehrpflicht zu erhalten. Das Heer ließ auch dann nicht locker, als ich der Vorladung nicht folgte: Es schickte mir seinen Dank via Einschreibbrief. Was mich eine Viertelstunde auf dem Postamt und die Steuerzahler 3,52 Euro kostete . . .
Da hat die Bundesregierung jetzt ein Gesetz zur angeblichen Aufhebung des Amtsgeheimnisses ans Parlament geschickt, das so voller Ausnahmen ist, dass der Staatsmoloch am Ende noch weniger Informationen herausrücken wird als jetzt. Als Ausnahmen von einer theoretisch versprochenen Informationspflicht gegenüber dem Bürger sollen gelten: „zwingende außen- und europapolitische Gründe“, „die nationale Sicherheit“, „die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit“, „die Vorbereitung einer Entscheidung“, „das „wirtschaftliche Interesse von Bund, Ländern und Gemeinden, „überwiegend berechtigte Interessen Dritter“. Ein Beamter oder Politiker muss schon grenzdebil sein, wenn er in diesem Katalog von Gummi-Paragraphen nicht mindestens einen fände, der ihn berechtigt, auch weiterhin keinerlei Auskünfte zu erteilen. Schließlich haben korrupte Politiker und Beamte ja sehr große „wirtschaftliche Interessen“, schließlich muss jeder Unterschleif erst „vorbereitet“ werden, schließlich könnte der Zorn über das Bekanntwerden mancher Umtriebe leicht die „öffentliche Ruhe“ gefährden . . .
Es vergeht einem wirklich der Spaß, wenn man als Untertan auch noch gefrotzelt wird. (TB)

15 comments

  1. Selbstdenker

    “Wenn man die Bürger mit lauter Petitessen quält, kann die Behörde nicht auch noch im Großen sorgfältig sein . . .”

    Genau das ist ja der Punkt: um die rechtliche Aufarbeitung großer Skandale auszubremsen, werden die Bürger mit Kleinkram gequält. Für arbeitsintensive, unbequeme oder riskanante Aufgaben – z.B. wenn Politiker oder Prominente in kriminelle Handlungen involviert sind – “fehlen” dann plötzlich die Ressourcen.

  2. Thomas Holzer

    Nur weiter so; das System fährt sich selbst an die Wand. Ob die dann Verantwortlichen nur mit nassen Fetzen davon gejagt werden, bleibt abzuwarten……………..

  3. Manfred erzetic

    Absurdistan gibt es ausnahmslos in jeden Land, weltweit. Solch Schwachsinnigkeiten
    wird es immer geben, und gehört zum täglichen Leben.Schaffst die einen ab , kommen die anderen.
    Trag s mit Humor ………… wenn s dich nicht selbst betrifft.

  4. Thomas Holzer

    Da haben Sie durchaus recht; nur daß staatlicher Schwachsinn per Gesetz legitimiert wird und damit alle! Bürger (fast) ausnahmslos gezwungen werden, sich diesem Schwachsinn zu ergeben.
    Ohne Zwang gäbe es diesen Schwachsinn -zumindest nicht in diesem Ausmaß- gar nicht

  5. sokrates9

    Leider wird das Hirn immer mehr ausgeschaltet und durch die EU wird staatlicher Schwachsinn potenziert!
    Es liegt in der kommunistischen Ideologie: Den Bürger als Vollidioten zu betrachten der von der WEiege bis zur Bahre mit Regeln und Gebote geführt werden muss!

  6. Christian Peter

    So etwas nennt man ‘Parteienstaat’ : Die politischen Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht. Und dennoch gibt es genug Deppen, die diesen Parteien – Faschismus durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen immer wieder aufs Neue legitimieren.

  7. aneagle

    Beruhigend zu sehen, dass in Österreich eine parteipolitische Islamisierung (hat nichts mit dem Islam zu tun! 🙂 ) chancenlos ist. Haben sich doch schon längst alle anderen staatstragenden politischen Parteien über alle Gräben hinweg zur “Totalitären Systemversagens- Partei Österreichs”, kurz TSVPÖ (hat viel mit Faschismus zu tun!) zusammengeschlossen.
    Die TSVPÖ regiert die Österreicher, beutet sie nachhaltig aus, schützt das Wasser und das Klima, sowie vor allem, sich vor den Bürgern! NICHT MIT MEINER STIMME ! 🙂

  8. sokrates9

    aneagle@ gute Analyse! Nur was soll das: Nicht mit meiner Stimme? Darauf wartet ja die TSVPÖ1 – wenn nur mehr 5% wählen- die Parasiten des Systems – hat man 99% Zustimmung! Die Frage ist: Wo sind Alternativen??

  9. Christian Peter

    @sokrates9

    so ein Schwachsinn. Erst wenn sich das Volk der Gefolgschaft der politischen Parteien durch Stimmenthaltung verweigert, wird sich die Politik veranlasst sehen, etwas am politischen System zu ändern.

    Abgabe einer Stimme bei Wahlen = Legitimieren des politischen Systems, Zustimmung. Stimmenthaltung = Verweigerung der Legitimierung des politischen Systems, Ablehnung.

  10. sokrates9

    Christian Peter@ Stimmenhaltung interessiert die Eliten herzlich wenig! Früher gab es Regelungen, dass bei weniger als 50% Wahlbeteiligung eine Wahl als nicht gültig erklärt wird! Beispiel Slovenien! Aber dank EU wurde diese Regel bereits gestrichen! Auch die Zahl der ungültigen Stimmen- was für mich ein echter Beweis für eine Verweigerung der Legitimierung wäre – wird in der Regel gar nicht mehr veröffentlicht! Wenn Sie durch Nichtwahl somit glauben wem zu schaden, dann ist das der berühmte Schuss in das eigene Knie!!

  11. Thomas Holzer

    @Christian Peter, sokrates9
    Passend zu Ihrer Diskussion; man lese: Jose Saramago “Die Stadt der Sehenden” 😉

  12. Christian Peter

    @sokrates9

    Nichts fürchten Parteien mehr als eine niedrige Wahlbeteiligung, denn wenn die Bürger sich nicht mehr an Wahlen beteiligen wird es offensichtlich : Es ist etwas faul am politischen System.

  13. erzetic manfred

    der Politiker fürchtet gar nichts.
    Junker hat max.5-10% der Stimmen erhalten, und füllt sich legitimiert.
    In Schweden hat eine Minderheitsregierung ihre Legitimation verloren, da wurden einfach andere
    Konstruktion herbeigezaubert , und damit die Macht erhalten.
    Volkswirtschaftlich betrachte sind solche “Kinkerlitzchen” wie von Unterberger angesprochen, nicht von Relevanz

  14. sokrates9

    Christian Peter@..Nichts fürchten Parteien mehr als eine niedrige Wahlbeteiligung, denn wenn die Bürger sich nicht mehr an Wahlen beteiligen wird es offensichtlich : Es ist etwas faul am politischen System. ..
    Stimmt leider NICHT, das ist den Eliten egal! Beispiel Hochschülerschaftswahl: da liegt die Wahlbeteiligung zwischen 15 und 25%. Stört das wem?- Offensichtlich NICHT! Da ist es dann halt möglich dass Millionen für dubiose Projekte verwendet werden! das Stimmvieh zahlt und schweigt..

  15. Christian Peter

    Wie auch immer : In einem Parteienstaat, in dem sich die politischen Parteien den Staat zur Beute machten, wird man das politische System nicht auch noch durch Abgabe einer Stimme legitimieren. Jeder vernunftbegabte Bürger wird in einer Demokratie (‘Volksherrschaft’) Teilhabe an den demokratischen Prozessen fordern und sich nicht mit einer Parteindiktatur begnügen.

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