Nächster Stop Telekom-Stephansplatz!

Von | 11. Juni 2013

Für ein paar Millionen Euro hat die schwerstens verschuldete Stadt Madrid die zentrale Metrostation “Sol” umbenannt:  jetzt heißt sie “Vodafone Sol”. Angesichts der Schulden der Stadt Wien kann es daher nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Wiener U-Bahn in den Stationen “Telekom Stephansplatz”, “Billa Reumannplatz” oder “Erste Bank Hietzing” hält. So ist das halt, wenn man Schulden ohne Ende macht.

12 Gedanken zu „Nächster Stop Telekom-Stephansplatz!

  1. Mel Haring

    Es reicht ja schon, wenn die Fenster von Strassenbahnen und Bussen mit angeblich (aber auch wirklich nur angeblich) durchsichtiger Lochrasterfolie beklebt sind. Der Fahrgast sieht nichts mehr raus, aber Haupsache die Werbeeinnahmen stimmen.

    Bsonders arg war es für mich als Wienerin einmal in Salzburg. Ich fuhr mit dem ziemlich vollen O-Bus vom Hauptbahnhof weg und wusste, dass ich die erste Haltestelle nach der Salzachquerung aussteigen muss. Es war mir am Gang stehend nicht möglich, durch die Fenster festzustellen, ob wir uns nun auf einer Salzachbrücke befinden oder nicht.

    Eine Gegenstrategie wäre, die werbenden Firmen so anzuschreiben: “Ihre Firma und Ihre Produkte sind mir negativ in Erinnerung geblieben, weil ich wegen Ihrer Werbung nicht aus dem Fenster schauen konnte.”

  2. Mourawetz

    Die alte Station “Südbahnhof” in Wien auf der Schnellbahn heißt neuerdings “Quartier Belvedere”. Ich habe mich immer gewundert, was das “Quartier” im Namen bedeutet, das Belvedere kenn ich ja.
    Jetzt weiß ich es.

  3. Mel Haring

    @Mourawetz

    Wer auch nur einen Blick auf den Stadtplan wirft, wird sehen, dass es absolut nicht notwendig war, den alten Südbahnhof für den Bau des Hauptbahnhofs zu schliessen. Besonders deutlich wird das beim Ostteil, wo ja bei gleichbleibenden Einfahrweichen nur die Gleisstümpfe am Bahnsteig gekürzt wurden und damit die Umsteigewege für die Reisenden verlängert wurden. Die Flächen dieser Gleisstümpfe haben mit dem Hauptbahnhof räumlich genau nichts zu tun.

    Es ging also nur um das Freimachen für den Bau des Quartier Belvedere und damit um Geld, das die ÖBB anscheinend sehr dringend brauchen.

    Erschreckend auch, dass niemand diesen Zusammenhang überhaupt versteht oder themtisiert.

  4. herbert manninger

    @Mourawetz
    Und wussten Sie, dass der Südbahnhof jetzt direkt neben der Karlskirche steht?

  5. DailyMirror

    Das erstaunt mich aber jetzt, Herr Ortner. Ihnen als echtem Neoliberalen müsste eine Privatisierung der U-Bahn-Stationen (oder wenigstens deren Bezeichnungen) doch taugen?

  6. Reinhard

    @DailyMirror
    Natürlich erstaunt das jemanden, der keine Ahnung hat, was Liberalismus überhaupt bedeutet, aber dafür unreflektiert und begeistert das Bild der neoliberalen Schreckensfratze abpinselt, das ihm parteitreue Medien suggerieren. Mehr mit der Realität beschäftigen, dann staunen Sie noch öfter!

  7. DailyMirror

    @Michael Haberler
    Au ja, das wäre toll! Kein ORF 3 mehr, kein 3sat, kein arte, stattdessen nur noch ATV, RTL2 und Sport 1. Wird uns echt weiterbringen, ganz sicher.

  8. Mel Haring

    DailyMirror :
    @Michael Haberler
    Au ja, das wäre toll! Kein ORF 3 mehr, kein 3sat, kein arte, stattdessen nur noch ATV, RTL2 und Sport 1. Wird uns echt weiterbringen, ganz sicher.

    Keine ORF-Gebühren mehr. Das würde uns schon weiterbringen. Ganz sicher.

  9. Michael Haberler

    @DailyMirror
    Wenn überhaupt, dann sind bestimmte Leistungen relevant, nicht irgenwelche strukturell einbetonierte Sender mit überschaubaren Leistungen, dafür mit bedingungslosen Grundeinkommen qua Gis und Paten ala Ostermayer

    Und diese Leistungen kann man ausschreiben, wenn man glaubt man braucht sie unbedingt – die Kausalität zwischen “Qualiät” und “öffentlichrechtlicher Status” ist schlicht an den Haaren herbeigezogen, das ist bestenfalls copy & paste von Betriebsrats-Geplapper

    Aber bitte berichten Sie umgehend ein Gegenbeispiel, wenn Sie eins finden. Viel Glück. Bis dahin: bitte den rotgrünen Dauerspin durchdrucken.

  10. Mourawetz

    herbert manninger :
    @Mourawetz
    Und wussten Sie, dass der Südbahnhof jetzt direkt neben der Karlskirche steht?

    Nein, und das interessiert mich auch nicht. Aber Sie können mir sicher erklären, warum die Station “Quartier Belvedere” so heißt. Quartier, ist das der Name einer Firma? Es gibt nämlich kein Quartier in ganz Österreich. Bei uns heißt das Viertel. Weinviertel, Mostviertel, Waldviertel, sogar Industrieviertel. Also kann Quartier Belvedere nur der vorangestellte Name einer Firma sein. Obwohl, die Dame von der Durchsage sagt immer BelvederE” also nicht wie ein Wiener, der die französische Aussprache bevorzugt. Vielleicht hat die Station überhaupt nichts mit dem Zielort zu tun…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.