Nächstenliebe als Instrument einer kollektivistischen Bewusstseinsbildung

(Josef STARGL) Politiker des Staatenverbundes Europäische Union versuchen ihre Zwangsumverteilungen immer mehr mit einer Moral zu „legitimieren“, die Menschen in Kleingruppen entwickelt haben. Eine „fürsorgende Moral“ des Staatenverbundes soll die „Billionen-Zwangsumverteilung“ rechtfertigen.

Die Bürger eines Staates sollen jetzt alle anderen „EU-Bürger“ mögen und lieben. Das Gebot „Liebe deinen Nächsten“ soll in eine „Politik für die Fernsten“ umgesetzt werden.

Auf diese Weise kann der Staatenverbund, dessen Institutionen eine Problemverschleierung praktizieren, als „Heilsbringer“ und als „Retter“ agieren, Sonderinteressen bedienen sowie ein Anspruchsdenken und ein Leben auf Kosten von anderen fördern.

Eine permanente Erhöhung der Zwangsumverteilung in der Europäischen Union mehrt die Macht der Zentralisten und der Zentralbürokratie. Sie lähmt und zerstört aber die Freiheit und die Eigenverantwortung.

Die „Gefühle/moralischen Empfindungen in einer Kleingruppe“ eignen sich nicht für eine Politik des Staatenverbundes. Die Politiker und die Bürger „wissen nicht, was für sie unbekannte Menschen gerecht ist.“

Wenn die Zwangsumverteiler (ihren Vorstellungen von „distributiver Gerechtigkeit“ entsprechend) verschiedene Staaten und Menschen in die selbe Lage bringen wollen, dann müssen sie diese verschieden behandeln.

Eine derartige nicht gemeinwohlorientierte Politik des Staatenverbundes Europäische Union führt zu einer „unsozialen Wertvernichtung“. Der „Billionen-Zwangsumverteilungs-Interventionismus“ ist antisozial.

Die ständigen Ermahnungen der Bürger, „mehr Sympathie und Solidarität für die anderen EU-Staaten und –Bürger zu entwickeln“, zeigen, dass sich die Europäische Union immer mehr als „paternalistischer Staatenverbund“ versteht, der die Idee der Nächstenliebe verordnen will, um „geplante Ergebnisse (im Lichte politischer Ziele) bewusst herführen zu können“.

Doch der Imperativ „Liebe alle EU-Bürger!“ verringert sowohl die Glaubwürdigkeit der supranationalen Politiker als auch das Vertrauen in die Europäische Union. Er widerspricht dem christlichen Grundsatz der (praktizierten) Nächstenliebe und somit auch einer Errungenschaft der europäischen Zivilisation. Ein Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft lässt sich nicht mit Nächstenliebe begründen.

Es handelt sich hier um eine Instrumentalisierung des Begriffes Nächstenliebe für eine kollektivistische Bewusstseinsbildung im Staatenverbund, in einer Schulden-, Enteignungs-, Transfer- und Haftungsunion.

„Liebe deinen Nächsten“ eignet sich nicht als Grundsatz für eine „Großgesellschaft“ und für einen Staatenverbund auf der Basis von Verträgen. Nächstenliebe bedeutet nicht eine Daueralimentation anderer in einer (überdehnten) Versorgungsunion.

Rechtsstaat, Rechtsstaatenverbund/“Rechtsunion“, Einhaltung von Recht/von Verträgen, Rechtssicherheit, Rechtstitel auf Eigentum, Freiheit, Eigenverantwortung, unternehmerische Aktivitäten und Lernprozesse im Wettbewerb sind gefragt.

Das „Notenbanken- und Staatenkartell“ ist in der Krise. Appelle an die „Nächstenliebe“ und die „Billionen-Zwangsumverteilung“ können die Probleme der Europäischen Union verschleiern helfen, aber nicht lösen.

6 comments

  1. astuga

    Organisationen beschwören immer das, woran es ihnen am meisten mangelt.

    Der Antifa geht es NICHT darum Totalitarismus zu bekämpfen.
    Die United Nations sind NICHT “united”.
    Und die EU ist NICHT von europäischen Werten, Moral oder gar Liebe angetrieben.

  2. Selbstdenker

    @astuga:
    Diese Organisationen werden als Legitimationshilfe nach Ergebnissen benannt, die sich eine vermeintliche Allgemeinheit erhofft. Faktisch ist es häufig ein Deckmantel für das genaue Gegenteil.

    Aktuelles Beispiel: wenn ein individueller Mensch über die Zugehörigkeit zu einem willkürlichen Rassenkollektiv definiert wird, ist dies rassistisch. Es geht um das Prinzip – und zwar egal ob man davor ein Plus- oder ein Minuszeichen setzt.

    Die “Anti”-Rassisten sind Rassisten, die sich hinter dem Wort “Anti” verstecken.

    Und “Anti”-Faschisten sind Faschisten, die sich hinter dem Wort “Anti” verstecken.

    Die Bezeichnungen, die sie wählen sind irrelevant. Was zählt, ist das was sie bewirken und die Methoden, die sie dabei anwenden.

    Wenn das “Zentrum für politische Schönheit” von sich behauptet, mit Nazi-Methoden Nazis zu bekämpfen, ist das nicht anderes ein Eingeständnis, dass sie Nazis sind.

  3. Selbstdenker

    Dazu ein Zitat von Franz Josef Strauß, der auf die Moral busybodies unserer Tage perfekt anwendbar ist:

    „Ich hoffe, dass manche von Euch, wenn sie irgendwann älter werden, einmal die Augen aufgehen werden, dass sie mal ihre Dummheit begreifen und dass sie merken, dass wir heute mit derselben Sorge um die Freiheit kämpfen, wie es unsere Väter von 1933 getan haben. Ihr wäret die besten Schüler von Dr. Joseph Goebbels gewesen. Ihre wäret die besten Anhänger Heinrich Himmlers gewesen. Ihr seid die besten Nazis, die es je gegeben hat.“.

  4. aneagle

    Mit dem Brexit wird die hegemoniale Kolonialisierung Europas durch die Achse Frankreich- -Deutschland deutlicher fühlbar. Noch hängen einige Staaten am Tropf der Alimentierung, andere an der Gier zur überproportialen Macht. Erst wenn die dafür eigetauschte regionale, nationale und politische Freiheit als eigener Wert erkannt wird, beginnt sich ein rundum erwachsenes europäisches Gefüge zu bilden. Eines, das seine Verträge einhält und nicht den eigenen Nutzen im über-den -Tisch-ziehen der Partner sieht. Und wenn das nicht erkannt wird, gibt es halt ein totalitäres Groß-Franco-Deutschland, vormals EU genannt. Demokratie scheint in der EU ein Auslaufmodell zu sein.

  5. Johannes

    In Brüssel, Dijon und nun auch Stuttgart wird vor Augen geführt wie Wunschdenken und Realität auseinanderklaffen. Jahrelang waren alle die solche Zustände kommen sahen als rechtsradikale Nazis beschimpft, als Ausländerfeinde, als Rassisiten. Nun sind wir soweit das Hundertschaften durch beschauliche europäische Innenstädte ziehen diese verwüsten und ohne Respekt vor der staatlichen Gewalt (welche schon lange keine mehr ist) Polizisten schwer verletzen. Plünderungen, schwere Körperverletzungen, schwere Sachschäden, Einschüchterung, Anarchie. Die Bilder zeigen zum Großteil Migranten und Anarchisten von verschiedenen linken Organisationen.
    Politik und Medien schweigen vorerst, schweigen ist immer dann zu hören wenn es gilt ein paar Tage Gras über die Sache wachsen zu lassen. Danach muss mit allen Mitteln eine Geschichte aus der Schublade gezogen werden welche von rechtsradikalen Rassisten erzählt und schon ist die Sache ohne größere Verwerfungen gegessen.

    Was das alles mit der Schuldenpolitik der EU zu tun hat ? Nun im Prinzip läuft es auch in dieser Angelegenheit gleich ab.
    Schuldzuweisung, gegen Staaten welche keine Schulden auf sich geladen haben. Der Zwang durch Brüssel, die Schulden anderer zu finanzieren bzw. anderen gleich Geld zu schenken damit sie sich gar nicht mehr verschulden brauchen ist im Prinzip das gleiche wie Läden einzuschlagen und zu plündern.

    Für einen österreichischen Ladenbesitzer ist es fast schon das Gleiche ob jemand seinen Laden einschlägt und ausraubt oder ob er Steuern zahlt und in einer Krise viel zuwenig Hilfe bekommt weil andere in anderen Ländern bevorzugt werden bzw. weil eben das Geld welches hier dringend nötig wäre gebunden ist an Zahlungen welche die EU von uns verlangt.

    Ich würde es so sagen, der Hausverstand würde Menschen welche zugewandert sind, vielleicht sogar um Asyl ansuchen und dann rauben, plündern und prügeln sofort in ihr Heimatland abschieben.
    Genauso wie der Hausverstand niemals Geld verschenken würde an reiche Länder die einfach der eigenen Bevölkerung ein besseres Leben bieten wollen indem andere dafür bezahlen müssen.
    Für Geld das in Österreich erarbeitet wurde mussten Menschen arbeiten, wenn dieses Geld nun verschenkt wird wurde diese Arbeit ohne Lohn erbracht und das ist das Wesen von Sklaventum.

    Deutschland will ca 150 Milliarden in den Süden verschenken, in seinen Strassen findet Krieg statt und der Bürger soll arbeiten und kuschen. Wie lange kann das gut gehen?

    Die Politiker fallen der Polizei in den Rücken und fördern, so scheint es, die Anarchie, ich habe oft nachgedacht, wem nützt es? Ich finde keine Antwort.

  6. Lothar Wölfel

    Nächstenliebe ist ein christliches Gebot für jeden Einzelnen. Der Addressat des Gebots ist das Individiuum, nicht eine Organisation, nicht der Staat.

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