Naives Wegschauen hilft gar nicht…..

Von | 11. Januar 2016

(THEODOR MUCH) Die schlimmen Ereignisse in Köln und Hamburg sind nur die Spitze eines Eisberges. Das dahinter steckende grundlegende (gesellschaftliche) Problem wird von der Politik – auch von vielen Journalisten – aus Mangel an Zivilcourage, nicht benannt.
Dieses Problem ist der heutige Main Stream Islam, der – anders als Christentum und Judentum – die Werte der europäischen Aufklärung ablehnt und die daraus resultierenden religiösen Reformen verschlafen hat.
So wundert es nicht, dass in breiten Bevölkerungskreisen Frauenverachtung, religiöser Fundamentalismus, Geringschätzung von „Ungläubigen“, Gewalt gegen Andersgläubige (Jihadismus), Wunsch nach Schariagerichte, die Überzeugung, dass es erforderlich sei die eigene Religion Ungläubigen aufzuzwingen, Antisemitismus etc. das Denken bestimmt. Das zeigen auch alle neueren Umfragen unter Moslems der 2. und 3. Generation in Europa. Gemeint sind daher nicht die neuankommenden Flüchtlinge, sondern ganze Parallelgesellschaften: siehe u. a. folgende Umfragen: WZB, Bielefelder Institut, Amadeu-Antonio Stiftung, Deutsches Institut für Islamfragen, Anti Defamation League. Doch Islam ist nicht gleich Islam. Auch im Islam gibt es liberal denkende Theologen, die längst den Versuch unternehmen einen zeitgemässen Reformislam zu etablieren. Doch diese Kräfte werden von der Politik, aus offensichtlichen Gründen, nicht unterstützt. Man geht eher den umgekehrten Weg und setzt all die Hoffnungen auf eine Zusammenarbeit mit Verbänden, die einen konservativen, fundamentlistischen Islam vertreten. Doch langfristig nützen Anbiederung an religiöse Fundamentalisten, Ethik Schnellkurse, Bestrafung von Einzeltätern (die Spitze des Eisberges) und finanzielle Unterstützung von fundamentalistisch geprägten Kindergärten, Vereinen oder Moscheen, Nichtbestrafung von eindeutig identifizierten Hetzern nichts. Durch naives Wegschauen lassen sich schwerwiegende gesellschaftliche Probleme nicht lösen. Daher wäre es hoch an der Zeit, diejenigen Kräfte – gemeint sind Vertreter eines aufgeklärten, modernen Islam – massiv aufzuwerten, die eine Neuorientierung des Glaubens fordern, endlich ernst zu nehmen und sie auch finaziell grosszügig zu unterstützen. Alles andere ist nur Kosmetik!”

3 Gedanken zu „Naives Wegschauen hilft gar nicht…..

  1. Fragolin

    Politiker sind es eben gewohnt, sich bei Mehrheiten anzuwanzen. Und entgegen allen Versuchen, ein schöneres Bild zu malen, sind die Vertreter einer Denkschule des friedlichen, modernen Islam eine verschwindende Minderheit, gerade genug, um gelegentliche Beispiele vor die Kamera zu zerren, während der fundamentalistische und den radikalen Ableger mit stiller Zustimmung begleitende Islam von der erschlagenden Mehrheit der Muslime getragen wird.

  2. Falke

    Und was hat unser Bundestaxler zu den Ereignissen in Köln zu sagen: “… werde es nötig sein, Flüchtlinge davor zu schützen, mit jenen in einen Topf geworfen zu werden, die in Terrororganisationen aktiv oder kriminell seien”. Punkt.

  3. mariuslupus

    In diesen Zusammenhang ist auch die Auswahl der Teilnehmer in den TV Diskussionen, symptomatisch. Manchmal wird jemand von der islamischen Seite der die Probleme der Islamisierung und der Bildung von Parallelgeselschaften anspricht und kritsch versucht zu diskutieren, eingeladen. Aber generell geht die Auswahl durch die Moderatoren, oder ihre Drahtzieher, im staatlichen TV anders. Bevorzugt werden Protagonisten der Linie in den islamischen Interessensvertretungen für die jeder Schritt zu Übernahme der Normen des Gastlandes und damit ein Schrit in Richtung Integration, bereits eine Niederlage ist.
    Ein gutes Beispiel war Im Zentrum gestern. Ein Vertreter der Muslime, welche Legitimation er hatte, nicht klar, hat sich vehement für die Verschleierung der Frauen stark gemacht. Sein Argument, die Verschleierung ist ein Beitrag zu kulturellen Vielfalt des Gastlandes. Begleitet vom nicken der Moderatorin. Niemand hat sich gestört daran dass, mit dieser demagogischen Argumentation, die angebliche Integration ad absurdum, geführt wird. Niemand hat es hinterfragt ob diese Frauen diese Vorschrift der Männer als eine Bereicherung ihres Daseins erleben. Bei dieser Frage bleiben alle Feministen gleichgültig und unberührt in Deckung.

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