Natürlich gibt es notwendige Kriege

“Mit ihren Aussagen zum ungerechtfertigten Krieg gegen Hitler zeigt sich Margot Käßmann nicht unerschrocken, sondern unbelehrbar….” (hier)

9 comments

  1. caruso

    Prof. Körtner hat selbstverständlich recht. So wie die Ex-Bischöfin spricht nur, wer vor lauter Gutmenschsein seine Denkfähigkeit verloren hat.
    lg
    caruso

  2. Thomas F.

    Insbesondere ist es friedliebender einem Agressor bereits beim ersten kriegerischen Schritt, den er setzt, enschieden entgegenzutreten, wenn nötig mit Gewalt, als zu warten, bis das Monster anwächst und unkontrollierbar wird. Viel bequemer ist es natürlich zu warten und von “Dialog” zu reden.
    “Wehret den Anfängen!” Das ist wahrer Pazifismus.

  3. Herr Karl jun.

    Die evangelischen Kirchen (ich gehöre selbst einer an) hatten leider immer schon ein Problem damit, ihr Verhältnis zum Staat theologisch, politisch und alltagspraktisch ausgewogen zu bemessen. In der Geschichte neigten sie viel zu oft dazu, wahllos mit jedweder Obrigkeit zu kuscheln, auch wenn das häufig ein unanständiges Geschmäckle hatte. So haben auch hierzulande evangelische Theologen regelmässig dem (gottfernen) Zeitgeist einen intellektuellen Tribut gezollt und dabei alles mögliche behauptet: Dass Jesus gar nicht lebte, dass Gott weiblich sei, dass zur Teilnahme am Abendmahl nicht die Verstandesklarheit, sondern die Idee der Inklusion ausreicht, u.a. Kühnes mehr. Was aber nie in Frage gestellt wurde, ist ihre tief verwurzelte Staatsgläubigkeit; fast wie ein Dogma blieb sie unerschütterlich über alle Gezeiten hinweg bestehen, auch wenn sich die Farben der Schwurfahnen geändert haben. Vor 70/80 Jahren konnten die meisten Evangelischen hierzulande von der braunen Suppe gar nicht genug bekommen, heute schlürfen sie aus ganz ähnlichen psychologischen Beweggründen zumeist am rot-grünen Eintöpfen, beide Gerichte waren und sind bis zum Erbrechen etatismusgetränkt. Nun scheint Frau Käßmann, einst als Frau und Theologin hochgejubelt, eine neue Runde in der politisch-theologischen Geisterfahrt der evangelischen Kirchen im Verhältnis zum Staat eingeläutet zu haben.

  4. Thomas Holzer

    @Thomas F.
    “Insbesondere ist es friedliebender einem Agressor bereits beim ersten kriegerischen Schritt, den er setzt, enschieden entgegenzutreten, wenn nötig mit Gewalt, als zu warten, bis das Monster anwächst und unkontrollierbar wird”

    Und genau dies hat die ukrainische Regierung, ob wissentlich und/oder willentlich, lasse ich mal dahingestellt, in fahrlässiger Weise unterlassen!

  5. Thomas Holzer

    Nachtrag: und ich meine nicht die Krim, sondern “den Osten” der Ukraine, von Karkow über Luhansk, Slawjansk bis Dnepropetrosvk

  6. Rennziege

    26. Juni 2014 – 14:45 Herr Karl jun.
    Überzeugendes Posting. Kleine Ergänzung: Die gut 40jährige Mesalliance (um nicht zu sagen: glückliche Ehe) der evangelischen Kirchen der DDR mit der SED. Auch Pastor Joachim Gauck, der heutige deutsche Bundespräsident, war ein Bräutigam. Aber in den turbulenten Zeiten der Wende gelang es ihm, seine Spuren zu verwischen und sich in die Reihen der Widerständler zu mischen.

  7. Thomas F.

    @Thomas Holzer
    Es ist auch in der Ukraine vielen nicht erklärbar, warum man die grünen Männchen mit Maschinengewehren, die plötzlich auf der Krim aufgetaucht waren und vorgeblich zu niemandem gehörten, nicht sofort festgenommen – oder, wenn nötig, erschossen – hat.
    In der Ostukraine sind die Sicherheitskräfte vorgegangen, allerdings insbesondere am Anfang sehr unbeholfen.

  8. Thomas Holzer

    @Thomas F.
    In der Ostukraine hat man die Separatisten, Aufständischen, Russophilen oder wie immer man diese “Personen” bezeichnen möchte, wochenlang! schalten und walten lassen. So man den Medien trauen darf, waren es zu Beginn in den einzelnen Städten vielleicht 30,40,50 Personen; nachdem aber die Staatsmacht nicht eingegriffen hatte, wuchs dieser Staatsmacht inner weniger Tage das Problem über den Kopf

  9. gms

    Thomas F.,

    “Es ist auch in der Ukraine vielen nicht erklärbar, warum man die grünen Männchen mit Maschinengewehren, die plötzlich auf der Krim aufgetaucht waren und vorgeblich zu niemandem gehörten, nicht sofort festgenommen – oder, wenn nötig, erschossen – hat.”

    Aufgetaucht waren die grünen Männchen nicht, weil sie vertragskonform (max. 25.000 russische Soldaten) schon dort waren. Das lokale Parlament gestatte es ihnen, die Kasernen zu verlassen. Nicht dokumentiert ist, wonach es hierbei zu nennenswerten Konflikten mit Krim-Bewohnern gekommen wäre. Wo liegt also das Problem?

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