Neben Kurz sieht Merkels Regentschaft alt aus

“….Doch Sebastian Kurz ist für Angela Merkel auch in anderer Hinsicht Problem und Provokation zugleich. Ihre Regentschaft wirkt neben seiner plötzlich morsch und alt. Wo sie als große Verfechterin noch den alten, statischen Korporatismus verkörpert, drängt er als Protagonist der neo-rechten Zeit voran. Mit nur 31 Jahren ist Kurz der jüngste Kanzler in der Geschichte seines Landes und der jüngste Regierungschef Europas. Er verkörpert das Kommende, Merkel steht für das Scheidende. Dass die Koalitionsverhandlungen in Wien reibungslos verliefen und rasch eine stabile Regierung hervorgebracht haben, während Berlin immer noch im Findungsmodus umherstolpert, verstärkt den Kontrast….” (hier)

9 comments

  1. sokrates9

    Hoffe das Thema wird sich von innen heraus erledigen!30% AfD Anteil in diversen Kommunen ist das erste Indiz dafür! Nachdem auch alle Goldstücke und Schutzsuchenden derartig blöd sind dass für die Deutschen auf Jahrzehnte hinaus kein Nutzen ( ausgenommen für die Asylindustrie) zu erwarten ist, wird der Michl auch mal entdecken dass seine Politiker ein totes Pferd reiten!

  2. Falke

    (nicht so ganz) O.T., was uns offenbar in der Zukunft noch erwartet: Italien hat erstmalig “Flüchtlinge” aus Libyen (und zwar hauptsächlich Schwarzafrikaner) per Flugzeug nach Italien gebracht. Dazu der italienische Innenminister: „Erstmals wurde ein humanitärer Korridor von Libyen nach Europa eröffnet. Das ist ein Anfang.“ Ich kann mir kaum eine noch gefährlichere Drohung vorstellen.
    http://www.orf.at/#/stories/2419966/

  3. Christian Peter

    Dieser Kurz ist ein Blender und eine Witzfigur obendrein – in Deutschland wird er ‘der Abiturient’ gennant. Vor wenigen Jahren als Wahlhelfer der ÖVP Kondome verteilt, ein paar Jahre später Bundeskanzler. In der Bananenrepublik Österreich offenbar kein Problem.

  4. sokrates9

    CP @ Wenn ich mir die Merkel anschaue sieht Kurz wahrhaft gut aus! Die intellektuelle Kapazität einen Kern geht auch nicht über Schmutzkübelwerfen hinaus, wofür er auch noch internationale Drecksexperten braucht! 🙂

  5. Christian Peter

    @sokrates9

    Weder noch. Dieser Kurz kann sich in Österreich beweisen, z.B. das Wahlversprechen ‘Asyl auf Zeit’ umzusetzen (das auf Papier ohnehin schon existiert), bislang ist keine Rede davon, dass die etwa 100.000 Flüchtlinge, die in Österreich mit befristetem Aufenthaltstitel (ca. 50.000 Syrer) leben, das Land wieder verlassen müssen, obwohl kein Asylgrund mehr besteht (der Krieg in Syrien und im Irak ist mittlerweile beendet). Sollten diese dennoch bleiben dürfen, handelt es sich um den größten Wählerbetrug der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

  6. aneagle

    @Franz Meier
    Ihre Analyse ist (leider) weitgehend richtig. Dennoch teile ich Ihren Pessimismus nicht ganz. Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt. Es ist nicht ganz Deutschland sondern wie immer eine kriminelle Piratenhorde, die sich das Land unter den Nagel reißt und seine schlechteste Eigenschaft, den Faschismus, wieder zur Blüte bringt. Der Drang Deutschlands, neben vielen guten Talenten, einen Hang zum Bessermenschentum kombiniert mit suizidalen (Selbst)Zerstörungstendenzen auszuleben, ist in der Tat gefährlich. Er manifestierte sich bis 1945 unter einem österreichischen Mentalcoach, bis 1989, regional überschaubar, mit Hilfe einer provinziellen Tyrannentruppe und im beginnenden 3. Jahrtausend mit Kulmination in 2015, mittels einer blassen Puppenspielerin bis… wer weiß das schon?
    Und an diesem Punkt keimt Hoffnung. Merkel ist wohl schon in der Endphase ihres politischen Gestaltens. Ihre Wirkmächtigkeit geht merkbar zurück, ein bisschen wie bei Georg Soros. Der gut gelungene Kahlschlag unter ihren präsumtiven Nachfolgern, schenkt Deutschland die langersehnte Pause zum Innehalten und Gesunden. Hier haben die vernünftigen Nachbarn, z.B.Visegrad, ihre europäische Verantwortung dem schwer geschädigten Land mit Geduld und Verständnis auf die Beine zu helfen. Auch wenn das optimistisch klingt, es kann gut gelingen. Frohe Weihnachten

  7. G.

    @CP
    Stellen sie sich vor, Österreich hatte sogar einen Kanzler, der Taxifahrer war und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen zum Bundeskanzler wurde. Desweiteren gäbe es, ich erinnere mich nicht mehr so genau, einen Schlepperkönig, der ungeschoren davonkam und dann sogar ein Kanzleramt erhielt. Wie gesagt, ich kann mich nicht so genau erinnern, aber manche aus der SaubermannPartieÖsterreichs sind fest davon überzeugt, dass es diesen Vorfall gab. Spuren, dass er jemals gewählt wurde gibt es keine. Mysteriös?

  8. G.

    @FM
    Sie sprechen hier aber NUR über ca. 87% der Deutschen😱wovon ca. 2/3 faule und träge Mitläufer sind.
    Ich bin neugierig, inwieweit die österreichische Bundesregierung den Abgang von Merkel beschleunigen kann. Die Visegradstaaten erhalten aber dadurch eine zusätzliche Stimme. Tritt Kurz nicht entschlossen gegen Merkel auf, dürfte es die Koalition zerreißen, denn die FPÖ lebt von der Gegnerschaft zu Merkel und der in Gang gesetzten Völkerwanderung.

  9. Selbstdenker

    @Franz Meier:
    Ich stimme Ihrer pessimistischen Analyse weitgehend zu, habe aber zwei Anmerkungen:

    1) Der Staatsstreich fand bereits mit dem starken Linksrutsch im Zuge der Bundestagswahl 2013 statt. Ich kann mich noch gut erinnern wie sich Gregor Gysi überschwänglich gefreut hat, obwohl die Linkspartei sogar Stimmen eingebüßt hat. Mit den Errignissen im Jahr 2015 wollte man dauerhafte Fakten schaffen und ganz Europa umkippen.

    2) Die Übernahme einer Führungsrolle in Europa durch die Deutschen wurde vor allem von linken “Intellektuellen” seit 2013 massiv propagiert. Merkel wurde als mächtigste Frau Europas bzw. Der ganzen Welt hochgehypet; man hat damit offenbar charakterlich den wunden Punkt getroffen.

    @aneagle:
    Politics is downstream from culture.

    Und in diesem Bezug ist Deutschland noch mehr geschädigt als Österreich. Ob sich die Deutschen aus eigener Kraft wieder einkriegen können, steht in den Sternen.

    Wenn sich eine gewisse Masse an Selbstgefälligkeit ansammelt hat und Kritiker zum Schweigen gebracht werden, nimmt die Sache häufig kein gutes Ende. Man sieht es am Beispiel von Schweden: dieses Land hat den Point of No Return bereits überschritten.

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