Nein danke, ich will mich nicht umerziehen lassen!

Von | 2. Oktober 2021

(Christian Ortner) Hinter den immer heftiger werdenden Versuchen, unsere schöne Sprache politisch korrekt zu desinfizieren und ideologisch keimfrei zu machen, steht ein Angriff auf die bürgerliche Lebensart. Zeit, dagegen Widerstand zu leisten. weiterlesen hier

8 Gedanken zu „Nein danke, ich will mich nicht umerziehen lassen!

  1. Wolfgang Niedereder

    Danke Herr Ortner!
    Wieder ein großartiger Artikel zu diesem Thema, aber was macht das Bürgertum und erst recht das „Bildungsbürgertum“ – es schweigt und schweigt und ist am Ende wieder einmal überrascht, wie konnte das nur passieren.

  2. Selbstdenker

    Ausgezeichneter Beitrag!

    Wer einen Angriff auf sich und seine Lebensart erfolgreich abwehren möchte, muss sich bewusst werden, dass er angegriffen wird, wer der Gegner ist und wie er vorgeht.

    Den Gegner kann man als eine Art Sekte verstehen, die je nach Situation unterschiedlich auftritt: als Schwarm in Social Media, als Organisation in NGOs, Parteien und privaten Tech Giganten oder als Einzelpersonen, die sich gezielt in den Institutionen einnisten.

    Was sie eint, sind fundamentalistisch ausgelegte Grundannahmen über die Welt und davon abgeleitet ihre Kultur, ihre Sprache und ihre Rituale.

    In Kurzform: die sogenannten „Progressiven“ sind die Muslimbrüder / Taliban des Westens.

    Die an sich ehrbaren Prinzipien der Bürgerlichen werden von ihren Gegnern als Einfallstor genutzt, indem diese sozial anerkannte Prinzipien als Nest dienen, in die ideologische Kukuks-Eier gelegt werden.

    Seit Jahren warne ich von der Gefährlichkeit bestimmter linker Bewegungen und die erwartete Reaktion vieler Bürgerlicher gleicht einer Inszenierung von Biedermann und die Brandstifter.

    Meine höchste Wertschätzung und mein voller Respekt Herr Ortner, dass Sie öffentlich falsche Grundannahmen eingestehen.

    Sie heben sich damit von 99,9% der Bürgerlichen ab, die entweder nicht realisieren können, was gerade abläuft oder es nicht wahrhaben wollen.

    Nicht jeder, der mit demokratische Mittel an die Macht kommt, hat auch vor, diese Demokratie aufrecht zu erhalten.

    Nicht jedem, der am Freihandel partizipiert, schweben reziproke Handelsbeziehungen vor.

    Nicht jeder, der für sich auf Toleranz pocht, ist bereit tolerant gegenüber andere zu sein.

    Nicht jeder, der für sich das Recht auf freie Meinungsäußerung einfordert, ist auch gewillt, anderen dieses Recht zugestehen.

    Nicht jeder Konzernboss, dessen Unternehmen einst über den freien Markt entstanden ist, ist ein Anhänger der freien Marktwirtschaft.

    Die Bürgerlichen müssen sich bewusst werden, wo in unserem Gefüge Prinzipien so einseitig überspannt werden, das sie einen negativen Grenznutzen haben. Nicht das Prinzip ist falsch, sondern dessen naiv-neutrale, situativ einseitige und überspannte Anwendung.

    Die Gegner der Bürgerlichen wollen nicht spielen; sie meinen es todernst.

    Schaltet den Fernseher ab, schaut der Wahrheit ins Gesicht und kämpft!

  3. Kluftinger

    Sehr geehrter Herr Ortner!
    So sehr ihrer Analyse zuzustimmen ist, eine bestimmte Formulierung sollten sie ändern: es ist nicht „langsam Zeit“ etwas zu unternehmen, es ist „höchste Zeit“!

  4. hausfrau

    Heutzutage kann man alt werden ohne je erwachsen zu werden. Wegen der dadurch verursachten Einengung der Sichtweise sind die „Blitzgneisser“ rar geworden.
    Leider.

  5. Volker Seitz

    Danke, lieber Herr Ortner für diesen exzellenten Artikel. Oktroyierte Sprachregelungen sind typische Merkmale autoritärer Systeme.Linksradikale Gutmenschen wollen uns Gendersprache unter dem Deckmäntelchen des moralischen Totschlagarguments „Geschlechtergerechtigkeit“ aufzwingen. Dass man Frauen mit der ungeheuerliche Sprachverschandelung hilft, ist sehr unwahrscheinlich. Danke auch für Ihren Hinweis, dass wir unsere Kaufentscheidungen entsprechend adaptieren sollten. Das halte ich für sehr wichtig. Eines von leider sehr vielen Beispielen:
    Der Safthersteller Beckers Bester ändert die Etiketten auf seinen 1-Liter-Flaschen: „Auf den alten Etiketten war eine 3-köpfige Familie abgebildet, ruhig, naturnah, idyllisch – im Vordergrund ein Obstkorb mit der jeweiligen Frucht des Produktes. Mit der Familie (…) wird eine Vielzahl von Menschen diskriminiert. Warum? Nicht alle Frauen leben mit einem Mann zusammen, nicht alle Männer mit einer Frau, nicht alle Eltern haben (nur) ein Kind, zumal die abgebildete Familie eine helle Hautfarbe hat… Beckers Bester möchte das stereotype Bild der Familie, so wie es dieses einst gab, nicht mehr unterstützen!“ Auch die moralisierende TV Reklame mit wokem Nonsense bietet viele Anregungen welche Kaufentscheidungen man künftig ändern sollte.

  6. Volker Seitz

    Übrigens Claudio Casula führt auf der Achse des Guten eine „ Chronik des Irrsinns“.
    Dort kann man viele Anregungen für künftige Kaufentscheidungen finden. (Von Audi über Bahlsen bis zur ZEIT. )

  7. Franz Meier

    Ideologie vor Vernunft, Ideologie vor Praktikabilität, Ideologie vor unserem Rechtsstaat – Kontrollverlust.

    Es ist schleichend gekommen – über die Jahre. Wir haben es fast nicht gemerkt, fast nicht bemerkt. Wir haben es irgendwie im Augenwinkel mitbekommen. Plötzlich sollten wir gewisse Wörter nicht mehr verwenden, bestimmte Redewendungen vermeiden. Dann kamen neue Schreibweisen, Sternchen und seltsame Endungen an die Substantive. Im Fernsehen sahen wir plötzlich in jeder zweiten Werbung einen Mann oder eine Frau mit dunkler Hautfarbe. Apotheken, Restaurants, Strassen und Wirtshäuser die seit Jahrzehnten/Jahrhunderten z.B. Mohrenstraßen oder Mohrenapotheken hiessen, sollten umbenannt werden. Die Figur des Monostatos aus der Mozartoper „Die Zauberflöte“, 1791 uraufgeführt, stellte plötzlich ein rassistisches Problem dar. Die Nachrichtensprecher im Fernsehen und im Radio begannen so komisch zu reden, erzählten so komische Dinge, die einem falsch vorkamen, die irgendwie nicht stimmen konnten, die irgendwie verdreht und manipuliert waren. Aus Deutschland hörten wir plötzlich, dass junge, männliche Migranten wenn immer möglich, grundsätzlich nach Jugendstrafrecht beurteilt werden sollten, auch wenn sie schon dicke Bärte trugen und weit in den 20er oder 30ern alt waren. Ihre Verbrechen sollten anders beurteilt werden als die der einheimischen Bevölkerung. Die Richter verhängten plötzlich wo immer möglich keine Strafen – das wurde die neue Messlatte für den Rechtsstaat. Plötzlich waren Diesel-Automobile pfui – ja elektrische gingen irgendwie noch – aber am besten jede Familie legt sich Fahrräder und Lastenfahrräder zu. Plötzlich sollten Kraftwerke abgestellt werden die zu den besten und saubersten der Welt gehörten, obwohl die noch Jahrzehnte am Netz bleiben könnten, einfach weil irgendeine Regierungschefin linke Wählerstimmen einheimsen wollte, um noch länger an der Macht bleiben zu können. Plötzlich wollten Journalisten entscheiden wer mit wem zu regieren hat, wer mit wem reden dürfe und wie zu regieren sei. Plötzlich wurde in Talkshows der Regierung vorgegeben was erlaubt sei und was nicht. Plötzlich begannen Wohltätigkeitsorganisationen und Hilfswerke, die auf Englisch NGOs heissen, die Politiker, die Polizei, ja den ganzen Staat vor sich her zu treiben. Ganz komisch das alles. Ist das die schöne neue Welt?

  8. Johannes

    Die Entwicklung einer neuen Sprache ist, wenn man so will, ein Lehrbeispiel dekadenter Auswüchse die man sich einfach leisten kann weil rundherum ohnedies alles wie von selbstverständlich funktioniert.
    Es ist Ausdruck von übermütiger Fadesse des Mainstream, die Entwicklung immer neuer Kuriositäten erinnert an die Brot und Spiele Epoche der Römer.
    Mit der Energie die in diese Sprachverwirrung gesteckt wird ist kein einziger innovativer Fortschritt gegenüber den aufstrebenden Tigerstaaten erzielt, es ist ein Art von Selbstbefriedigung die, abgeschlossen von der Entwicklung der Welt um uns, stattfindet und Wissenschaft und Forschung bremst.

    Ein Treiber dieser Entwicklung ist die freie Wirtschaft, sie springt aus Marketinggründen auf dieses Thema auf und transportiert die vom Mainstream vorgegebenen Botschaften mit den raffinierten Methoden der Werbung.
    Werbung wird durch feine Sensoren entwickelt, würde sich tatsächlich ein Konsumverhalten feststellen lassen das diese neuen Methoden ablehnt und boykottiert würde sich die Wirtschaft genauso schnell auf diese neue Zielgruppe einstellen.

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