Nein, der Staat sind nicht “wir”…..

Von | 12. Februar 2016

“…..Mit dem Aufstieg der Demokratie hat sich die Identifikation von Staat mit Gesellschaft verdoppelt, bis dass es üblich wurde, Gefühlsausdrücke wie „Der Staat sind wir“ zu hören, die geradezu jeden Grundsatz der Vernunft und jeden gesunden Menschenverstand übertreten. Das nützliche kollektive Wörtchen ‘wir’ hat eine ideologische Verschleierung ermöglicht, um über die Wirklichkeit des politischen Lebens gestülpt zu werden. Wenn ‘wir der Staat sind’, dann ist alles, was ein Staat gegenüber einem Individuum macht, nicht nur gerecht und untyrannisch sondern auch ‘freiwillig’, was den Teil des Individuums angeht.      Wenn der Staat durch eine Gruppe von Menschen eine riesige Staatsverschuldung angehäuft hat, die durch Steuern einer anderen Gruppe zurückgezahlt werden muss, dann wird diese Realität der Last durch den Ausdruck „wir schulden es zu uns selbst“ verdunkelt. Wenn der Staat einen Mann zum Wehrdienst verpflichtet oder ihn wegen einer abweichenden Meinung ins Gefängnis wirft, dann tut er das ‘zu sich selbst’ und daher ist nichts Ungehöriges passiert….” (hier)

2 Gedanken zu „Nein, der Staat sind nicht “wir”…..

  1. Reini

    “Wenn der Staat durch eine Gruppe von Menschen eine riesige Staatsverschuldung angehäuft hat” … aber wie passiert das? …
    ….z.B. ich will an die politische Macht,…

    ….durch die Wahlen verspreche ich dem Volk das Blaue vom Himmel, setzt die Grüne Wiese um, und lande mit der Verschuldung in der roten Hölle!!

    Also man nehme große Zielgruppen ,vor/nach den Wahlen, z.B. Gewerkschaften, Beamten, usw.. her, und beschenkt diese mit den sogenannten Wahlzuckerln! … dies besteht meist aus Steuergeld! … Am meisten profitiert der gewählte Politiker, der mit “unserem Steuergeld” sich seine Stimmen auf Staatschulden, welche wir wiederum abarbeiten müssen, erkauft hat! … Also wir bescheißen uns selber!! und die Aufteilung des Steuergeldes ist nicht mehr Zeitgerecht! … und das wollen hauptsächlich Staatliche Berufsgruppen nicht einsehen! … also bis dann Griechenland – wir kommen!!!

  2. Mourawetz

    Hinter dem gefühlsbetonten “Wir” verstecken sich jene, die für sich alleine stehend nichts können. Die gerne die Lorbeeren einstreifen, aber die Verantwortung abstreifen wollen.

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