Nein Herr Kern, ich will nicht abgeholt werden

(C.O.) Der ORF-Mann Hans Bürger hat gestern in der ZiB 2 über den SPÖ-Parteitag berichtet. Der neue Parteivorsitzende Christian Kern habe es da als Fehler der SPÖ bezeichnet, den Wähler nicht abgeholt zu haben. Um Missverständnisse zu vermeiden: ich lege großen Wert darauf, auch in Zukunft nicht von der SPÖ “abgeholt” zu werden. In einem Staat, in dem Wähler abgeholt werden, vielleicht gar am frühen Morgen von Männern im Ledermantel, möchte ich nämlich eher nicht leben. Lasst uns doch ganz einfach in Ruhe.

25 comments

  1. Alfred Reisenberger

    Eher möchte ich vom Teufel geholt werden, wenn das nicht eh eine Personalunion ist.

  2. Thomas Holzer

    “Lasst uns doch ganz einfach in Ruhe.”

    Ja, so sollte es sein! Da aber “unsere” Politikerdarsteller, und leider auch viel zu viele Untertanen, davon überzeugt sind, daß alles demokratisch durchflutet werden muß!, werden wir eben leider nicht in Ruhe gelassen, sondern 24 Stunden am Tag belästigt, sowohl durch Wortspenden als auch durch Gesetze, Verordnungen, Vorschriften

  3. Dr.Fischer

    Elendsalter verstaubter und nichts aussagender PsychoSprech: Den Klienten dort abholen, wo er gerade steht… , ihm Ängste und Besorgnisse nehmen, u.v.m. … würde vorschlagen, die spin docs zu erneuern…
    -lach-

  4. Tom

    … nach dem Kommentar des deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck vom 22.06.2016:

    Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem“.
    (https://www.youtube.com/watch?v=JOGxvKPDDuE)

    … mache ich mir schon langsam ernsthaft Sorgen, ob kritische Leute wie wir, demnächst nicht bald richtig “abgeholt” werden …

  5. sokrates9

    “Politsprech” der 90-er Jahre und seitdem anscheinend nichts dazugelernt! Wähler versteht Politik nicht, gehört besser erklärt.. usw. Im Zeitalter der elektronischen Medien braucht niemand mehr abgeholt werden!°

  6. Alfred Reisenberger

    @ Tom. Ich hoffe, dass Sie nicht Recht haben mit Ihrem letzten Satz. Aber dann wird es das geben, was es schon Jahrzehnte auf diesem Kontinent Gottseidank nicht gegeben hat.

  7. Gerald Steinbach

    Tom@
    Der war gut, sogar so gut,, das man eigentlich nicht mehr lachen sollte

  8. Christian Peter

    Vor allem müsste jetzt eine Volksabstimmung in den restlichen 26 EU – Ländern in der EU – Frage erfolgen. Erst dann wird sich zeigen, ob die europäische Bevölkerung bzw. in welcher Form eine Fortsetzung des Projektes EU wünscht.

  9. aneagle

    Kern ist ja in guter Gesellschaft aber zumindest etwas retro-gruftig. Viel wichtiger ist: Wo findet man heutzutage ein adäquates Sanatorium für die “Elite” mit und rund um Juncker, Merkel, Gauck, Schulz, (noch) Corbyn, Tsipras, Hollande et al., durchaus mit allen Schikanen incl. seriöser Alkoholikerbetreuung, für besonders verdienstvolle Vollzugbeamte ? 🙂

  10. Fragolin

    Wenn die SPÖ so weitermacht, hat sie bald nur mehr so wenige Wähler, dass sie die sogar mit einem einfachen Kleinbus abholen kann. Weiter so, Genossen! 😉

  11. Fragolin

    @Tom
    Noch vor ein paar Jahren wäre das ein Witz gewesen. Heute klingt es mehr nach realer Bedrohung…

  12. Tom

    Ich denke man sollte, – in Zeiten wie diesen (wir wissen ja mittlerweile, wie das i-net “abgegriffen” und was alles “gesammelt” wird) sehr, sehr Obacht geben, was man wo, wann und wie in öffentlichen Foren / Blogs, oder Kommentarbereichen, so von sich gibt.

    G. Orwells “1984” mutiert zum sog. “Lercherlschas” ….

    PS: Blogs wie dieser werden u. U. demnächst als “Feindpropaganda” eingestuft;

  13. Selbstdenker

    @Tom:
    Sich selbst zu zensieren und narrisch machen zu lassen ist aber auch keine Lösung. Wer es darauf anlegt, wird immer einen Grund finden; so banal und/oder konstruiert der auch ist.

    Die freie Meinungsäußerung gibt es halt nicht gratis; man muss sie laufend neu erkämpfen. Die Scheiße von heute ist dem Tiefschlaf und der Gleichgültigkeit von gestern geschuldet. Wegducken macht die Sache nur noch schlimmer.

    In persönlichen Gesprächen nehme ich mir kein Blatt mehr vor dem Mund. Ich bin zum Teil überrascht, wie viele froh darüber sind, dass sie nicht als “Einzige” so denken.

    Ich kann nur jeden raten sich mindestens ein Prozent vom Bruttoeinkommen regelmäßig zur Seite zu legen um sich damit die Verteidigung der eigenen Meinung und der eigenen Freiheit leisten zu können.

    Freiheit ist in Europa kein öffentliches Gut mehr.

    Wie heisst es so schön: “if there is no price then you are the price”.

  14. astuga

    Manche erinnert er an Humphrey Bogart, andere an Mister Bean…
    Als ehemaliger ÖBB-Chef und größter Schlepper Österreichs wie als erster ungewählter Regierungschef der II. Republik, muss er sich natürlich bemühen, wenigstens noch nachträglich den Anschein von Legitimation zu erlangen.

    Gefällige Foto-Inszenierungen für die Medien und verstaubte Rhetorik sind halt etwas wenig als Inhalt.

  15. Calderwood

    Wir haben noch mehr Meinungsfreiheit als die meisten Menschen vermuten. Man muß nur die Courage haben sie auch in Anspruch zu nehmen.

  16. Selbstdenker

    Es gibt eine gewisse Grundlogik, die die Ereignisse in Europa seit den 2000er Jahren charakterisiert:

    Da die Linken praktisch bei allen Themen inhaltlich unrecht haben, folgen Sie der Methodik des pathologischen Lügners: niemals einen Fehler eingestehen, sondern die (überführte) Lüge in eine noch größeren Lüge einbauen und die eigenen Schandtaten auf den Gegner projizieren.

    Um die Linken in die nächste Eskalationsstufe zu katapultieren, ist der nüchterne Hinweis auf objektiv nachprüfbare Fakten völlig ausreichend. Sie haben sich so in ihrer eigenen Scheinwelt verbarrikadiert, dass sie jeden Widerspruch als “Hatespeach” und neuerdings sogar “Hatefacts” (=unbestreitbare Tatsachen, die sie nicht hören wollen) einstufen.

    Es reicht das permanente, unerschrockene und nüchterne Konfrontieren mit Tatsachen, um die Linken durchdrehen zu lassen. Da sich selbst schlecht im Griff haben, kehren sie auf kurz oder lang ihre innere Hässlichkeit und Unordnung nach außen. Dabei verspielen sie jegliche Sympathie in der Bevölkerung.

    Das war bereits Anfang der 1980iger Jahre in UK so und wiederholt sich aktuell gerade in den USA.

    Was hat die Sache mit Kern zu tun?

    Nun ja: Kern verkörpert das Verdoppelungssystem der SPÖ. Jeder neue SPÖ-Kanzler ist noch link(isch)er als sein Vorgänger.

  17. astuga

    Betreffs “ungewählter” Regierungschef, weil das oft in Abrede gestellt wird.

    Natürlich haben wir in Österreich die repräsentative Demokratie, und direkt gewählt wird nur der Bundespräsident.
    Aber auch bei einer Parlamentswahl ist für jeden Wahlberechtigten klar, wer die Regierungsspitze stellen wird, auch wenn man nur der betreffenden Partei die Stimme gibt.
    Als Vergleich, der US-Präsident wird ja auch nur indirekt über sog. Wahlmänner gewählt.
    Dennoch weiß man als Wähler, wer der Kandidat der betreffenden Partei ist.
    Da wird auch nicht hinterher jemand anderer aus dem Hut gezogen.
    Und in diesem Sinne ist Kern ein ungewählter Regierungschef, eben durch keinen Wahlvorgang legitimiert.

  18. Tom

    @Selbstdenker / Th. Holzer

    Um jedwede Missverständnisse auszuräumen. Ich bin auch niemand der sich “weg duckt”, oder sich zensieren lässt. Ich bemerke schon seit einiger Zeit, in vielen persönlichen Gesprächen. mit zum Teil auch unbekannten Menschen, dass der sog. “Hut brennt”. Die Leute ahnen, “wohin die Reise geht”, wollen dies aber zum Großteil nicht wahr haben, oder gehen in den “Verdrängungsmodus”.

    Sätze, wie “… aber das darf man ja heute nicht mehr laut sagen …”, geben mir mehrmals wöchentlich zu denken. Man muss sich also zu Recht fragen, was mit dieser Gesellschaft in den letzten Jahren passiert, dass sich ein nicht unerheblicher Teil derselben, scheut, seine Meinung nur noch “hinter vorgehaltener Hand”, kundzutun. Ich erachte diese “Entwicklung” als brandgefährlich.

    Ich versuche meinen Sohn zu einem ehrlichen, kritischen, rechtschaffenen und glücklichen Menschen zu erziehen. Schon als 4-jährigen “erklärte” ich ihm die Bühne des “Kasperletheaters” und wies ihn auf den Umstand, dass da nicht der “Kasperl und das Krokodil”, sondern ganz andere Leute im Hintergrund die sog. “Fäden ziehen”, hin. Mit Erschrecken bekam ich in der letzten Zeit hautnah mit, wie Kinder in der Schule (mein Sohn besucht eine AHS) von “Leerkräften” (das Wort wurde absichtlich so geschrieben) indoktriniert werden. Wie “ProfessorenINNEN” zum Teil mit Erfolg ihre verblendeten Ideologien in die Köpfe der Kinder verpflanzen. Mein Sohn wehrte sich bis dato erfolgreich dagegen. Ich schweife ab.

    Was ich in meinem vorhergehenden Kommentar auszudrücken versuchte, war lediglich meine ernste Besorgnis, dass wir uns mit riesigen Schritten einer totalen Meinungsdiktatur nähern, die für das einzelne Individuum, bei Berufung auf die sog. “Meinungsfreiheit”, erhebliche Nachteile nach sich ziehen kann.

    Ich habe mich über vierzig Jahre nicht “verbiegen” lassen und habe das auch nicht vor. Ich wünsche Ihnen / Euch allen einen erfolgreichen Start in die neue Woche und viel, viel, – sehr viel Humor, um diese und die kommenden Wochen, mit einem breiten Lächeln, zu überstehen.

    😉

  19. Dorfbewohner

    @ Tom

    danke für diese Klarstellung, der ich mich gerne rundum anschließe.

  20. wbeier

    @Tom 08:49
    In jeder zweiten Pimperlfirma müssen sie heute irgendein Leitbild, eine PC/Gender/Schönsprech-Policy die sich auch auf ihr Privatleben erstreckt, zur Kenntnis nehmen. Denken sie an den bleden Lehrbuam von Porsche Salzburg mit seinen Einträgen im Fratzenbüchl. Früher hätts einen Anschiss gegeben, heute wird nachhaltig niedergetreten. Die Leute haben ganz einfach (Existenz-)Angst.

  21. Falke

    @wbeier
    Umso mehr gilt das auch das Privatleben betreffende Leitbild in großen, landesweit bekannten Betrieben. So richtig bewusst geworden ist das einer breiten Öffentlichkeit vor nunmehr 6 Jahren, als Thilo Sarrazin wegen seines Buches “Deutschland schafft sich ab” von der Deutschen Bank – mit der das Buch überhaupt nichts zu tun hatte – gekündigt wurde. Die hat zwar nachher Angst vor der eigenen Courage bekommen und Sarrazin eine Millionenabfertigung samt hoher lebenslanger Zusatzpension gegeben, nur damit er nicht klagt und möglicherwise auch noch Recht bekommt, aber diese Aktion hat gezeigt, wie weit die PC das Berufs- und Privatleben bedroht. Immerhin hat sich die SPD nicht getraut, Sarrazin auszuschließen, was man vielleicht noch eher verstanden hätte als die Kündigung durch die Bank.

  22. Selbstdenker

    @all:
    Ich kann mich den obigen Kommentaren nur anschließen. Wobei ich ergänzen möchte, dass die Infektion der westlichen Gesellschaften mit der nunmehr voll ausgebrochenen Krankheit schon vor längerer Zeit erfolgt ist.

    Wenn ich scharf in meine Schulzeit zurück denke, fällt mir auf, wie sehr man uns damals schon indoktrinieren bzw. ideologisch vergiften wollte. Man muss sich Jahre später zum Teil selbst de-programmieren und von bestimmten Phrasen, Wieselwörtern und falschen Grundannahmen befreien.

    Die Eliten wollen, dass wir uns untereinander falsch verstehen, misstrauen, bespitzeln, anzeigen, (vor-)verurteilen und der Freiheit berauben.

    Spielt bei den vom linken Hetz-Journalismus veranstalteten Hexenjagden nicht mehr mit und gebt den medial Verfolgten eine Chance. Trefft Euch mit anderen Leuten zum Meinungsaustausch wieder verstärkt real.

    Das Problem sind die Eliten und ihre Methode der Versklavung baut auf Angst auf.

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