Nein, niemand will Sonntags einkaufen…..

Es gibt ja, wenn wir den Gewerkschaften und auch vielen Wirtschaftskämmerern glauben, keinen Bedarf für Sonntags geöffnete Geschäfte. Wie stichhaltig dieses Argument ist, läßt sich jeden Sonntag am Wiener Praterstern beobachten.

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Der Kardinalfehler besteht darin, daß die Politik die Frage nach einem Bedarf stellt!
    Die Politik maßt sich an, Dinge zu entscheiden, welche definitiv nicht in deren “Hochheitsbereich” gehören .
    Der einzige, welcher sich die Frage nach einem allfälligen Bedarf stellen können sollte -und vor allem, die entsprechenden Konsequenzen ziehen können sollte- ist der Unternehmer, und sonst niemand.
    Kammern und Gewerkschaft erdreisten sich, über die Erwerbsfreiheit einzelner Personen/Unternehmen zu entscheiden; das nennt man landläufig auch Sozialismus/Kommunismus/Diktatur!
    Schlußendlich: die Sonn- und Feiertagsöffnung von Supermärkten an/in Bahnhöfen und/oder Flughäfen trägt zu einer von der Politik verschuldeten Wettbewerbsverzerrung bei!

  2. Thomas Braun

    War bisher immer ein Befürworter einer Sonntagsöffnung.
    Allerdings: Je älter ich werde, desto mehr erfreue ich mich boshafterweise daran, dass die Massen von “Leistungsträgern” ihre vom Staat erhaltenen Transferzahlungen, wenigstens am Sonntag nicht auch noch in die Einkaufszentren tragen können, um dort das 4. Smartphone oder das 27. T-Shirt von H&M – fast schon zwanghaft – zu erwerben. Da sind sicher jede Menge Betroffene dabei, die echte Entzugserscheinungen haben, wenn sie sonntags nicht auch noch durch DZ oder SCS strömen können.

    Ich weiß schon, Sonntagsöffnung wäre volkswirtschaftlich besser, aber irgendwie ist es die kleine Rache der Sozialpartnerschaft an der Prolokratie.

  3. Torsten Werner

    Wenn das Argument richtig wäre, dass es keinen Bedarf gibt, dann braucht man auch nichts verbieten. Mangels Bedarf würde wohl niemand den Laden freiwillig öffnen.

  4. Thomas Holzer

    @Thomas Braun
    Es geht nicht darum, ob es volkswirtschaftlich besser wäre oder nicht!
    Es geht einzig und alleine darum, daß diese Frage die Politik, die Kammern und Konsorten (Verzeihung den Ausdruck) gar nichts angeht!

  5. Reinhard

    Die gütige, behütende Gewerkschaft und ihr Wurmfortsatz in der Politik müssen eben ihre schützenden Hände über den armen ausgebeuteten Verkäuferinnen falten, um sie vor dem Ansturm der bösartigen, konsumgeilen und fordernden Kundschaft zu verteidigen. Ein letztes Bollwerk zwischen raffgierigem Pöbel und hart schuftender Käsethekenfachkraft, gewissermaßen.
    Dass verlängerte Öffnungszeiten gleichzeitig mehr Arbeitsplätze bedeuten könnten, ist eine weitere Gefahr. Es muss der Politik ein Anliegen sein, den Menschen in Freiheit (vor Allem von Arbeit und Leistung) ein menschenwürdiges Dasein (mit i-Phone, 3D-TV und Chipspackerl) zu schenken anstatt sie dem bösen neoliberalen kapitalistischen und vor Allem menschenverachtenden Arbeitsmarkt zum Fraße vorzuwerfen.

    So, liebe Sozentrolle, jetzt hab’ ich Euch die Argumente weggefressen ;-).

  6. Christian Peter

    Ich hatte ebenfalls das Vergnügen, am Samstag im Praterstern einzukaufen. Das Problem : Berufstätige haben meist einfach keine Zeit für Einkäufe unter der Woche, da bleibt nur mehr der Samstag und der ist für dringende Einkäufe wie Lebensmitteleinkäufe reserviert.

  7. cmh

    Am Sonntag kaufe ich nur dann ein, wenn ich unter der Woche auf einen dringenden Einkauf vergessen haben sollte. Also nur fallweise.

    Die Vermutung liegt daher für mich nahe, dass offene Geschäfte am Sonntag nur Hirnleistung substituieren.

    Außerdem: was müssen das für arme Hirne sein, deren Sonntagsvergnügen darin besteht zu shoppen. Mir fällt täte da eine Menge einfallen.

  8. Rennziege

    “… da bleibt nur mehr der Samstag und der ist für dringende Einkäufe wie Lebensmitteleinkäufe reserviert”, schreibt Herr Peter. Kein Wunder, denn wir alle wissen: Am Sonntag Christian Peter keine Zeit für anderes, denn da geht er in die Kirche. In eine katholische, versteht sich. 🙂

  9. Christian Peter

    @rennziege

    habe weder etwas gegen einen Kirchenbesuch noch gegen die katholische Kirche, sehr wohl aber etwas gegen die Ungleichbehandlung von Glaubensgemeinschaften und Finanzierung bzw. Subventionierung solcher aus öffentlichen Mitteln.

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