Nein, wir müsssen nicht!

Von | 10. Juli 2016

(C.O.) Die Gemeinde Neudörfl im Burgenland gilt als einer jener Orte, in denen es relativ gut gelungen ist, eine erhebliche Zahl von Migranten ohne nennenswerte Probleme aufzunehmen. Der politisch erfolgreiche SPÖ-Bürgermeister Dieter Posch meinte dazu im “Standard”: “Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Vielfalt nun einmal da ist, in Gestalt zahlreicher anders aussehender, vorläufig anders redender und auch andersdenkender Menschen.” Es gehe “nur noch darum, wie man diese neue Situation managt”. Nicht wenige Politiker, Medienleute oder andere öffentliche Akteure sehen das wohl genauso.

Es sind freilich gerade so harmlos klingende Formulierengen wie diese, die nicht wenige Menschen im Lande ins Lager der Wutbürger treiben. Dass die Migranten “nun einmal da sind”, mag rein physisch zutreffen. Gleichzeitig unterstellt er damit aber irgendwie, dass ihre Anwesenheit einer Art höherer Gewalt geschuldet sei. Ist sie aber nicht, sondern nicht nur, aber auch Folge eines politischen Versagens der deutschen Kanzlerin und des damaligen österreichischen Kanzlers im Herbst 2015. Jetzt gleichsam zu meinen, die Leute seien nun einmal hier, Schwamm drüber, ist ein semantisch nicht ungeschickter Versuch, die politische Verantwortung für das Geschehene unauffällig zu entsorgen. Es ist quasi die österreichische Version der Merkel’schen “Alternativlosigkeit” – und genauso falsch wie diese. Dass viele Wähler eine solche Verantwortungsentsorgung eher nicht goutieren, kann jeder halbwegs seriösen Umfrage entnommen werden.

Genauso problematisch erscheint der Satz: “Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Vielfalt nun einmal da ist, in Gestalt zahlreicher anders aussehender, vorläufig anders redender und auch andersdenkender Menschen.” Erstens “müssen” wir, auch wenn dies viele Politiker anders sehen, überhaupt nichts. Zweitens gibt es eine nicht unerhebliche Zahl von Bürgern, die nicht die geringste Lust verspüren, sich daran “zu gewöhnen”, dass “andersdenkend” in der Praxis oft heißt, “anders” über Frauen, Juden oder Schwule zu denken: nämlich verächtlich, abwertend und diskriminierend, wie es in den Herkunftsländern vieler Migranten üblich ist.

Mag sein, dass der Bürgermeister damit kein Problem hat. Aber recht viele andere Menschen haben dieses Problem, und es ist ihr gutes Recht. Mit der Forderung, was diese Menschen “denken müssen”, wird dieses Problem aber nicht zum Verschwinden zu bringen sein.

Und nein, es geht auch nicht “nur noch darum, wie man diese neue Situation managt”. Es geht, jedenfalls in der Vorstellung eines erheblichen Teils der Bevölkerung, auch darum, wie man diese Situation so verändert, dass sie nicht “gemanagt” werden muss. Es geht nämlich nicht nur darum, alle, die da sind, aus welchem Grund und vor allem mit welchem Recht auch immer, einfach zu verwalten (“managen”). Es geht auch darum, möglichst viele von denen, die kein Recht auf einen Aufenthalt in Österreich haben, möglichst zeitnah in ihre Heimat oder ein anderes sicheres Land zu bringen. Selbst der scheidende Flüchtlingskoordinator Christian Konrad beklagte, dass die Abschiebungen zu langsam vorankämen.

Auch daran müssen wir uns nicht gewöhnen. (WZ)

21 Gedanken zu „Nein, wir müsssen nicht!

  1. Gerald

    Wir müssen uns auch nicht daran gewöhnen, dass wir nur noch von unfähigen oder ideologisch indoktrinierten und zum Schaden der Österreicher agierenden Politikern von ganz oben bis runter zu den Bürgermeistern betrogen werden. Wir haben ein Recht darauf, Mandatare direkt zu wählen, die nur unserem Wahlkreis verantwortlich sind, welche dann in nicht geheimen Abstimmungen über einzelne Projekte entscheiden. Wir Mist gebaut, werden sie nicht wieder gewählt und eventuell sogar zur Verantwortung gezogen.
    Wir brauchen diese abgehobene Politikerkaste nicht mehr! Weg damit!!

  2. Mourawetz

    Wir müssen uns sicher nicht daran gewöhnen, dass SchönwetterkapitäneInnen zuerst die Missstände seelenruhig haben einreißen lassen, um uns hernach in aller scheinheiligen Unschuld zu erklären, das Geschehengelassene müssten wir nun akzeptieren.

  3. Gerald Steinbach

    Da kommen anders funktionierende Menschen von einen fernen Land, die keiner(Ausnahmen gibt’s) Eingeladen hat und dann sollen wir uns an sie gewöhnen, das zeigt welch Präpotenz dieser Cäsar von Neudörfl hat
    Sein Proletariat von Neudörfl dürfte das anders sehen, bei der Stichwahl haben 56 % den Hofer gewählt

  4. Thomas Holzer

    @Gerald
    Ihr Ansinnen geht -mit Verlaub- ins Leere, wurde doch gerade dieser Lokalpolitiker/Bürgermeister de facto direkt gewählt.

    Ich kann mich auch nicht entsinnen, daß es in diesem Land irgendwelche -nennenswerten-Demonstrationen in diesem Land gegen die “Politik” dieser Politikerdarsteller, nicht nur in dieser Causa, gegeben hätte.

  5. nicola

    lieber Herr Ortner,
    der Öffentliche Raum in WIen ist voll von fremden mMenschen: verschleierten Frauen, jungen Arabern in Gruppen, jungen Afrikanern. Man hört fast kein deutsches Wort mehr. Mich machen diese Entwicklungen traurig. Ich fühle mich fremd in meiner eigenen Stadt. Ich gehe in den Haus- des- Meeres- Park: Auch dort sitzen vormittags bereits viele verschleierte Frauen mit ihren vielen Kleinkindern. Seit die Mariahilferstrasse Fussgeherzone ist, flanieren auf ihr großteils Fremde- und ich meine nicht zahlende, gebildete Touristen oder ausgewählte Migranten, die unser Land durch ihre Ausbildung und ihr Fachwissen bereichern. Ich will diese Entwicklungen nicht. ich als Österreicherin muss durch unser hHochsteuersystem die Zuwanderung unterster Schichten aus den entferntesten Gebieten finanzieren. Ich muss so hohe Steuern zahlen, damit Leute, die nie in unser System eingezahlt haben, und sich nicht an usnere Kultur anpassen, gratis zum Arzt gehen können und gratis Kindergärten bekommen. Geäußerte Bedenken werden von den linken Medien und Politik als “Hass im Netz” und Derartiges verunglimpft. Wer sagt ehrlich, wieviele Fremde noch kommen werden? Wikipedia (Demografische Entwicklung: https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_%C3%96sterreichs#Prognose) spricht von einer Bevölkerungszunahme auf 9,5 Millionen Menschen in Österreich bis 2030: Werden wir belogen????? Wann werden endlich die ersten 50.000, die Mikl-Leitner uns für 2016 versprach, abgeschoben? Es gibt bereits 500.000 Moslems in Österreich (Kurier gestern:http://kurier.at/chronik/wir-haben-mit-politik-nichts-zu-tun/208.704.301), und die Hälfte davon lebt in Wien. Ich will nicht, dass Wien eine moslemische Stadt wird: eine teil-moslemische Stadt ist es schon! Hilfe!!!! Wie lang müssen wir weissen, christlich geprägten, deutschsprachigen, steuerzahlenden, heterosexuellen Österreicher uns das noch gefallen lassen?

  6. Gerald

    @Thomas Holzer
    Ich denke an Mandatare im Parlament, welche direkt gewählt und ihrem Wahlkreis verantwortlich sind und nicht an die steuergeldverteilenden Lokalkaiser. Sie haben Recht, Demonstrationen in diesem Land gibt es nur noch von den Linken Organisationen und dabei sicher nicht gegen die derzeit herrschende Politik, die sind nämlich allesamt davonabhängig. Wenn die auch sonst nichts gelernt haben, aber die fütternde Hand beißen sie nicht.
    Aber träumen darf man ja noch, ansonsten bleibt nur noch auswandern.

  7. Thomas Holzer

    @Gerald
    Ja, träumen darf man! 😉 und soll man! 🙂

    Einen Bürgermeister eines Kaffs von der Größe Neudörfls als Lokalkaiser zu titulieren, erachte ich als zu viel der Ehre.

    “Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Vielfalt nun einmal da ist…………”

    Vielfalt war schon immer da, nur wurde und wird seit Jahrzehnten versucht, die vorhandene Vielfalt zu vernichten, da unerwünscht von “unseren” vereinigten Sozialisten und Etatisten; daß gerade die, welche die “autochthone” Vielfalt bekämpfen und verurteilen, die nun selbst verschuldete “neue Vielfalt” so sehr begrüßen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
    Dieses Willkommensein der “neuen Vielfalt” könnte natürlich auch der Erkenntnis geschuldet sein, daß die Vernichtung der “autochthonen Vielfalt” nicht besonders erfolgreich war, und man daher glücklich ist, neue Versuchskaninchen herangekarrt zu haben, in der Hoffnung, daß der sozialistische Traum bei diesen “besser” verwirklicht werden kann.

  8. sokrates9

    Genau dieses neue eindimensionale Denken ist es, welches uns in die Katastrophe führt! Es ist halt einfach da!
    Flüchtlinge, Merkel die alle einlädt, Hochwasser, Naturkatastrophen, die Griechen, die DEZB die Europa zerstört, alles ist einfach da! Und weil alles alternativlos ist, kann man dagegen nichts machen! Diese sozialistische Ideologie des schicksalhaften Dulden ohne Hintergründe zu erfragen ist der Tod Europas!

  9. Thomas Holzer

    “Die Gemeinde Neudörfl im Burgenland gilt als einer jener Orte, in denen es relativ gut gelungen ist, eine erhebliche Zahl von Migranten ohne nennenswerte Probleme aufzunehmen.”

    Wie lange sich die Probleme mit Geld zudecken lassen werden, diese Frage wurde noch gar nicht gestellt. Irgendwann, eher früher als später, werden all die Neubürger feststellen, daß sich mit der BMS kein neues SUV und kein Urlaub finanzieren lassen, die Konsequenzen dieser “Erkenntnis” werden nicht Bescheidenheit, sondern wohl eher konzertierte Forderungen nach Mehr sein; immerhin haben ja “unsere” Neubürger gelernt, daß, wenn sie in ausreichend großer Zahl gemeinsam auftreten, ihren Wünschen gleich Gehör verliehen wird (siehe Grenzübertritte; einer wird u.U. angehalten, 5 auf jeden Fall durchgelassen, ohne Kontrolle)

  10. Gerald

    Genau dieses Ansinnen, den Sozialismus auf der Welt endgültig umzusetzen war schon in Lateinamerika, in China, Russland und in Osteuropa so erfolgreich. Deshalb geht es den Menschen in Venezuela, Kuba und Nordkorea auch so gut, das sind ja bekanntlich nachzuahmende Beispiele bis in das höchste Staatsamt. Die dabei verursachten Toten die in die Hunderte Millionen gehen sind tolerierbare Begleiterscheinungen und in Toleranz sind sie ganz groß, das wird uns täglich gepredigt. Jetzt dürfen wir auch zu den Intoleraten noch tolerant sein, bis dann Toleranz nur noch von oben verordnet wird, dann haben wir Diktatur. Weit ist der Weg bis dahin nicht mehr.
    Wir werden uns im besten Fall an Zustände wie in Brasilien gewöhnen müssen, wo es Favelas für die Neuankömmlinge gibt, im schlimmsten Fall, sofern wir es überleben an ein Leben als defacto Sklaven.
    Ich sehe aus der derzeitigen Lage auch nicht wirklich einen Ausweg, die PC ist bereits so tief verankert und wird täglich von den Meinungsmachern, NGOs, Medien, Politikern und gewissenlosen Geschäftemachern alimentiert. Je auswegloser die Situation wird umso radikaler wird die Veränderung stattfinden müssen um für unsere Nachkommen ein Leben in Freiheit und Frieden zu erhalten.

  11. Johannes

    Migranten aufnehmen ihnen Geld, Nahrung und Unterkunft zu geben ist das eine, einer Menschenmasse ohne Obergrenze Arbeit und Beschäftigung zu geben das andere. Gerade da ist aber der viel gelobte Bürgermeister von Neudörfl schon am Ende seiner Möglichkeiten angelangt. In den Medien wird ein Bürgermeister der auf Steuerzahlerkosten eine überproportional hohe Zahl an Migranten aufnimmt als der neue Messias gefeiert, ein Armin Wolf wird nicht müde zu zeigen wie viele Ortschaften in Österreich noch immer ohne einen einzigen “Flüchtling“ sind, gerade so als ob sich Flüchtlinge wie Ware in entlegenste Dörfer verfrachten ließen. Die Wolf“sche Grafikkarte soll uns suggerieren das wir noch sehr viel Platz haben und erst wenn das letzte Dorf Neufelder “Leistungen“ erbracht hat, kann das Spiel von neuem beginnen. Dann wird bequem die Quote erhöht , da ist für unsere guten Menschen noch viel Luft nach oben.
    Die Luft für freie Meinungsäußerung was den Islam und seine Regeln betrifft wird dagegen mit jedem neuen “Mitbürger“ dieses Glaubens dünner.

  12. Falke

    Das erinnert mich an eine Aussage Merkels aus dem Herbst 2015: “Wir müssen akzeptieren, dass bei den jugendlichen Flüchtlingen die Kriminalitätsrate höher ist als bei uns”. Wieder einmal “wir müssen” – eine Frechheit sondergleichen.

  13. aneagle

    es tut mir leid, aber ich glaube, wir müssen! Was wir erleben, sind die Anfänge einer neuen Gentrifizierung Europas. Nicht wie wir sie bisher kennen, initiiert vom Hauseigentümer aus ökonomischen Gründen zu wohlhabenderen Mietern, sondern initiiert von Politikern aus wahltaktischen Gründen zu ungebildeteren, leichter handhabbaren “Mietern”. Und es geht auch nicht um herabgekommene Wohnbezirke, sondern um schwer erziehbare Untertanen ganzer Staaten. Schweden(Malmö) zeigt den Weg- Saudiarabien finanziert- Türkei sammelt und stellt Einsatzkräfte. Diese Gentrifizierung in enger Zusammenarbeit mit den lokalen politischen Meinungs- und Willensbildnern hat alle Aussichten auf Erfolg.

  14. aneagle

    PS: Aus dem oben gesagten, hat Herr Posch schon recht, wenn er meint .“ Es gehe nur noch darum, wie man diese neue Situation managt“. Oh ja, wir müssen !

  15. waldsee

    die sozialisten (grüne gabs damals noch nicht) sind richtig super.in den 70-ern sorgen sie dafür,daß deutlich weniger bürger das licht der welt erblicken und heute,da mangel an steuerdeppen herrscht, fördern sie den import von personen (menschen ) mit völlig anderer lebenseinstellung,noch dazu in in großer menge und mit erheblichen bildungsdefiziten.
    so gehts auch,lerne ich davon.
    ich weiß ,daß die sozialisten ( aller parteien ) uns aus dem schlamassel helfen werden ,in das wir geraten sind . danke,danke im voraus.

  16. Der Realist

    und sehr viele Bürger spüren nicht die geringste Lust, ihr sauer verdientes Geld für all die “Schutzsuchenden” auszugeben

  17. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    “Wie lange sich die Probleme noch mit Geld zudecken lassen….”
    Den Gedanken hatte ich schon öfter. Es muss nur in D mal wirtschaftlich schlechter gehen und diese Asylanten sehen, dass sie ohne kaum Schulbildung oder als Analphabeten so wenig verdienen, dass sie sich nicht leisten können, was sie wollen.
    Dann wird es hier Bürgerkrieg geben, denn diese Asylanten holen sich dann, was sie wollen, ob durch Stehlen, Einbruch oder Überfälle. Es bleibt also spannend 😉

  18. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Diese Erwartungshaltung, gepaart mit einer -ohne jeglichen Grund- sich selbst zugestandenen Opferhaltung/Opferrolle (reichlich gefördert von allen unmöglichen NGOs) hat Bassam Tibi in einem hier auf dieser Website verlinkten Interview mit zwei Beispielen sehr anschaulich dokumentiert.
    Es wird nicht mal einer wirtschaftlichen “Delle” bedürfen, es wird schon reichen -wie von mir schon angeführt- daß “unsere” Neubürger feststellen werden, daß die BMS (Hartz IV in D) zwar -verglichen mit den Lebenshaltungskosten in den Herkunftsländern- viel Geld für die Empfänger bedeutet, in A und D aber keine “großen Sprünge” zulässt.
    Vor ca. 7,8 Monaten berichtete die “Kleine Zeitung” von einem Hungerstreik einiger “unserer” Neubürger in einem Flüchtlingsheim in Kärnten, welche € 2.000 pro Person als Unterstützung einforderten 😉

  19. mariuslupus

    Aber, aber, warum die Aufregung. Der Herr Bürgemeister, SPÖ, plappert nur nach was er aus der Löwelstrasse verordnet bekommt. His masters voice.

  20. gms

    mariuslupus,

    Was für den einen die Löwelstrasse ist, finden andere in der Boltzmanngasse, romantisch verklärt als “quantum diplomacy”

    americanacademy.de/home/program/past/quantum-diplomacy-german-american-relations-and-psychogeography-berlin-0

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