Nein zum Burkaverbot

(RALPH SCHÖLLHAMMER) Vorweg: Der Autor dieser Zeilen ist kein Freund islamistischer Kleidungsvorschriften, welche in erster Linie einer Abschottung weiblicher Muslime vom Rest der Gesellschaft dienen. Ein Verbot jener Vorschriften geht aber am Kern des Problems vorbei und erschöpft sich in der Symptombekämpfung eines immer offener auftretenden Islamismus. Anstatt eines Verbotes sollten europäische Staaten ein Umfeld schaffen, in dem sich Muslime freiwillig gegen die Verschleierung entscheiden. Um das zu erreichen braucht Europa aber wieder ein verstärktes Selbstvertrauen in seine eigenen Werte.

Wer die Burka verbietet, drückt sich um die eigentliche Frage warum immer mehr muslimische Frauen das Bedürfnis nach Verschleierung verspüren bzw. verstärkt von ihren Männern dazu gedrängt werden. Die Verhüllung der Frau mag ihren Ursprung durchaus im Islam haben, doch der aktuelle Trend ist ein Phänomen der Neuzeit. Wer es nicht glaubt, sollte sich einfach die Bilder afghanischer Studentinnen in den 70ern oder die Abschlussklassen der Universität Kairo ansehen – das Kopftuch ist die Ausnahme, und von Burkas ist weit und breit nichts zu sehen. Gleiches gilt übrigens auch für die Praxis der weiblichen Beschneidung, die nicht tief in der arabischen Gesellschaft verwurzelt ist sondern erst seit der jüngeren Vergangenheit wieder verstärkt auftritt – wie die WHO als auch das ägyptische Gesundheitsministerium feststellt haben. In anderen Worten, viele der Ausprägungen eines politisierten Islams sind nicht viel älter als die Disco-Ära, und verdienen daher auch nicht einen besonders sensiblen Umgang oder Respekt.

Das Problem des Westens mit dem Islam ist, dass es für junge Muslime im Westen aber auch in der muslimischen Welt kaum Alternativideologien oder Wertesysteme gibt, die ihrer Religion entgegentreten könnten. Einer der Gründe warum man vor 40 Jahren kaum Vollverschleierungen oder (im urbanen Bereich) Kopftücher sehen konnte war die marginale Rolle des Islam in der Gesellschaft. Die tonangebenden ideologischen Überzeugungen waren vom Kalten Krieg und einem oftmals pan-arabischen Nationalismus geprägt der zwar religiöse Untertöne hatte, aber weit von den Vorstellungen der Taliban oder dem neuen „Kalifat“ der ISIS entfernt waren. Selbst Saudi Arabien mit seinen Wahhabiten war eine Randerscheinung – wenn auch eine mit gewaltigen finanziellen Ressourcen.

Mit dem Ende des Kalten Krieges entstand ein ideologisches Vakuum, welches viele in einer anfänglichen Euphorie als Ende der Ideologien als solches verstanden haben wollten. War man in der Auseinandersetzung mit der Sowjetunion zumindest mit einem gewissen ideologischen Eifer bei der Sache und unterstützte demokratische Bewegungen im Osten Europas logistisch und finanziell, so überließ man die muslimische Welt nach 1989 sich selbst. Saudi-Arabische Petro Dollars und die brutale Unterdrückung der eigenen Bevölkerung durch vom Westen geduldete oder sogar unterstützte Despoten bereiteten das Feld für den Aufstieg des politischen Islam.

Das sich diese ideologische Neuorientierung irgendwann auch in den muslimischen Enklaven Europas niederschlagen würde war vollends abzusehen. Ein Burka-Verbot mag die Präsenz des Islam in der Öffentlichkeit einschränken, er berührt aber nicht die Motivation warum die Verschleierung in erster Linie statt findet: Die Männer zwingen ihre Frauen dazu, weil es als visuelles Bekenntnis zur eigenen religiösen Identität verstanden wird, aber es gibt auch eine wachsende Zahl von Frauen die sich freiwillig in Burka, Hijab, Niqab oder Kopftuch aus dem Haus begibt. Genauso wie von ihren männlichen Partnern wird die Verschleierung als Teil der Identität verstanden – egal ob verboten oder nicht.

Wer den Wunsch mancher Muslime nach der Burka loswerden will, muss zuerst das Wertesystem welches diesem Wunsch zugrunde liegt verändern. Ein Verbot wird die Muslime in ihrer Identität nur bestärken und im schlimmsten Fall zu Heerscharen von Frauen führen, welche zusätzlich zur Burka auch noch in ihren vier Wänden eingeschlossen sind. Was benötigt wird ist nicht eine Gesetzesoffensive sondern eine ideologische Offensive, in der westliche Werte wie Individualismus, Freiheit und Selbstbestimmung nicht durch multikulturelle Sensibilitäten verwässert, sondern mit Selbstvertrauen und Überzeugung durchgesetzt werden. Die Burka ist nicht Ausdruck einer Religion sondern einer Ideologie, und als solches muss sie auch in erster Linie ideologisch bekämpft werden.

Der Islamismus in Europa ist nicht Ausdruck einer inhärenten Stärke der Religion, sondern der ideologischen Schwäche Europas. Europa braucht keine neunen Verbote, sondern ein ideologisch gestütztes Wertesystem welches dem Islam Konkurrenz machen kann. (Ralph Schöllhammer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Donau-Universität Krems und Lehrbeauftragter an der Webster Universität Wien)

 

21 comments

  1. MAKU

    Wake up Ralph – ein geistreicher Kommentar hilft hier leider gar nix. Man kann hooligans auch nicht durch Plaudereien beeinflussen. Wir brauchen erst einmal klare Signale. Dann können wir uns auch mit Ihren – zweifellos wünschenswerten – Massnahmen beschäftigen.

  2. rubens

    Sie haben grundsätzlich im Aufzeigen der Ursachen Recht, nur dass die Symptome, die nun hervortreten, einen politischen Plan beinhalten, der auf die Islamisierung Europas abzielt. Gerade hier darf nicht übersehen werden, dass rote Linien nötig sind, um die radikalen Kräfte nicht zu stärken. Das Burkaverbot ist so eine, ein Maßstab für sichtbare Werte. Wir dürfen im Iran auch nicht mit kurzer Hose spazieren.

  3. Christian Weiss

    Offene Gesichter in einer offenen Gesellschaft. – Ist das kein Einstehen für westliche Werte?

  4. Herr Karl jun.

    Da werden die “Liberalen” der P-Sektion (das sind die, die gerade wissen, dass das Wort “Liberalismus” nicht mit hartem “P” geschrieben wird) aber ins Schwitzen kommen! So viel Differenzierung und so wenig Geifer – das ist wohltuend in einem Forum, das ganz gerne und genüsslich die Grenze der notwendigen (liberalen) Kritik in Richtung perfider Verächtlichmachung einer Religion überschreitet.

  5. Kapuściński

    Zitat Schöllhammer: “Das Problem des Westens mit dem Islam ist, dass es für junge Muslime im Westen aber auch in der muslimischen Welt kaum Alternativideologien oder Wertesysteme gibt, die ihrer Religion entgegentreten könnten.” Schöllhammer, das meinen Sie doch nicht im Ernst oder? Keine Alternative zur Beschneidung kleiner Mädchen? Zu 9/11? Wegen Vakuum?
    Zitat Schöllhammer: “War man in der Auseinandersetzung mit der Sowjetunion zumindest mit einem gewissen ideologischen Eifer bei der Sache und unterstützte demokratische Bewegungen im Osten Europas logistisch und finanziell, so überließ man die muslimische Welt nach 1989 sich selbst.” Statt den Muslimen Politologen und Veganer aus Wien zu schicken um ihnen ihr Vakuum wegzulabern? Ja wie doof vom Westen sich (aus reinem Profitinteresse natürlich) weiter um die Entwicklung neuer Medikamente, Computerchips und Agrartechnologien zu kümmern während die stolzen Muslime im neuen ideologischen Vakuum das tun was sie seit 600 Jahren am besten in Sachen Beitrag zum Fortschritt der Menschheit tun: nämlich nichts, nada, nothing!
    Zur Logik des Burkaverbots: Wenn die Franzosen keine schwarzen Vollvermummten Gestalten auf der Strasse oder am Sparkassenschalter sehen wollen dann ist dies laut Schöllhammer Ausdruck ideologischer Unterlegenheit. Sich diesen barbarischen Unsinn gefallen zu lassen soll dann dafür sorgen dass der Muslim sagt: “Gut dann lassen wir das mit der Burka und dem Beschneiden unserer Töchter”. Unfassbar diese Realitätsferne. Das Schöllhammersche Theorem wird übrigens in Schweden schon praktiziert. In keinem Land Europas ist die Wahrscheinlichkeit für junge Frauen größer vergewaltigt zu werden. Die Täter sind zu über 90 Prozent junge Männer mit kompletter Sozialhilfeversorgung aber muslimischem Wertesystemvakuum.
    Liebe österreichische Steuerzahler: Ihr finanziert Schöllhammer. Ich hoffe Ihr kriegt keine Krise eures Wertesystems.

  6. MAKU

    Wer da wen verächtlich macht ist ja eher klar als strittig – abgesehen davon, dass es in jeder Gesellschaft Rüpel aller Ausprägungen gibt.

  7. cmh

    Richtige Voraussetzungen machen noch lange keine richtigen Schlüsse.

    Es ist natürlich richtig, dass der Westen den Muslimen nichts bieten kann. Nämlich nichts bietet, was sie brauchen und wollen.

    Das deshalb, weil in der westlichen Welt der Sinn abhandengekommen ist. Es sind nämlich nicht die Technologien, die die Muslime gerne nehmen – natürlich ohne zu bezahlen wie ihre Vorfahren seit Mohamed (Gott sei seiner Seele gnädig!) – die gefragt sind.

    Oder um ein aktuelles Beispiel zu nehmen: glaubt wirklich einer dieser Liberallalas, dass die Aussicht, von der Gesellschaft freiwillig hamgedraht zu werden aka Tötung auf Verlangen, ein massiver Renner unter testosterongesteuerten anatolischen Proleten ist?

    Oder was macht diese PPPler der roten Sommerlagerunität Krems so sicher, dass die Freikörperkultur mit Peckerl (Tätowierungen) unserer Straßen Ausdruck moralischer Überlegenheit ist?

  8. Thomas Holzer

    @MAKU
    Interessanter Vergleich: Hooligans und Burka/Kopftuchträgerinnen…………
    Geht’s noch?!
    Hooligans unterstellt man grosso modo Gewaltbereitschaft und auch(sic!) die aktive Ausübung von Gewalt.
    Wollen Sie jetzt Burka/Kopftuchträgerinnen auch grosso modo Gewaltbereitschaft und auch die aktive Ausübung von Gewalt unterstellen?
    Woher kommt dieser Hass gegen dieses Andere, gegen Personen, welche sich anders kleiden, welche einer anderen Religion angehören?
    Ich denke, dieser Hass ist eigener Unsicherheit, eigener Indifferenz, geschuldet

  9. caruso

    Auf einer philosophischen Ebene hat Schöllhammer natürlich recht. Leben tun wir
    allerdings nicht auf dieser Ebene, sondern im realen Leben. Und da braucht man Grenzen
    und Zeichen, sonst wird ein einigermaßen friedliches Mit und/oder- Nebeneinander- Leben unmöglich. Ist das einigermaßen geschafft kann man und soll man über alles andere nachdenken, reden. Theoretisch könnte man auf beiden Ebenen zugleich was tun, aber das
    würde die menschlichen Fähigkeiten überfordern.
    lg
    caruso

  10. Christian Peter

    ‘Nein zum Burkaverbot’

    Zustimmung. Denn statt Kleidervorschriften bedarf es einer Ausschaffungsinitiative. Statt an den Symptomen herumzudoktern sollte man die Probleme an der Wurzel packen.

  11. Thomas Holzer

    So ist es, wir brauchen endlich wieder reine, autochthone Österreicher, Österreicher mit so deutsch-österreichischen Namen wie Vranitzky, Kolschitzky, Kolschatzky, Ferk, Darabos, Esterhazy, und wie sie alle heißen….

  12. Rennziege

    Ralph Schöllhammer übersieht, dass der Islam westliche Werte als Dekadenz, Gottlosigkeit und Hurerei verurteilt. So steht’s geschrieben, und daran hat sich seit dem siebenten Jahrhundert weder schriftlich noch in den Köpfen der Muslime das Geringste geändert.

  13. sokrates

    Hat eine Burkaträgerin in Österreich eine Chance aiuf einen Arbeitsplatz? Sicherlich kaum! Das heisst wir müssen deren Lebensunterhalt bestreiten! Frage: Wie kommt der österreichische Steuerzahler dzu??

  14. Dieter Zakel

    Der Islam ist eine verfassungsfeindliche Ideologie und muss verboten werden.
    Muslime müssen im Rahmen eines Verbotsgesetzes aufgefordert werden zu konvertieren oder das Land zu verlassen.

  15. Dieter Zakel

    Ein Bericht, den jeder lesen sollte – ja muss! – , der noch nicht begriffen hat, dass Moslems ihre Okkupation eines anderen Landes erst pseudotolerant und pseudomoderat beginnen, um dann, wenn sie zahlenmäßig die Mehrheit haben, mit dem Dschihad – dem Abschlachten von Nichtmoslems – zu beginnen. Dieser Bericht Brigitte Gabriels, einer libanesisch-äthiopisch-amerikanischen Journalistin, zeigt den Zerfall des Libanon, des noch vor einem halben Jahrhunderts als “Schweiz des Nahen Ostens” genannten Staates zu einem von Bürgerkrieg und Terror zerfressenen Land. Er zeigt die verlogene Berichterstattung dazu in den westlichen Medien und die überragende Rolle des “Friedensnobelpreisträgers” Arafats, was diesen Terror anbetrifft. Er zeigt, wie die USA dank saudischen Geldern von innen unterwandert wurde und immer noch wird. Er zeigt, wie Millionen amerikanische Kinder ganze Suren auswendig lernen müssen und so – ohne es zu wissen – mit dem Virus des Islam infiziert werden. Er zeigt, was uns Deutschen und Europäern noch bevorsteht. (MM)

    ***

    Brigitte Gabriel: “Moslems müssen aufgehalten werden!”

    „Wenn gute Menschen das Böse nicht sehen, setzt es sich fest. Als Folge zerfallen Gesellschaften, und mit zunehmender Apathie wird der Tyrannei Tür und Tor geöffnet. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe es am eigenen Leib erfahren müssen! …

    … Wie gesagt, es ist nicht so, dass wir nicht wissen, was der Feind mit uns vorhat! Wir haben es erstmals in der Geschichte mit einem Feind zu tun, der sehr offen spricht, der direkt und entschieden ist. Er redet gar nicht um den heißen Brei herum. Und je direkter er ist, desto mehr stecken wir den Kopf in den Sand und wollen es einfach nicht wahr haben!“

    Brigitte Gabriel, 2011

    Brigitte Gabriel ist Autorin, Journalistin und Gründerin der Initiative ACT for America (http://www.actforamerica.org). Die gebürtige christliche Libanesin, die zum Thema „Islam und Terror“ bereits mehrere Bücher verfasst hat („Because they hate“, „They must be stopped“), ist eine Zeitzeugin des libanesischen Bürgerkriegs und lebt seit vielen Jahren in den USA. Sie ist eine international geschätzte Expertin und kommentiert regelmäßig für Fox News, CNN, MSNBC und verschiedene Radiosender.

    Das Folgende ist ein ins Deutsche übertragener Vortrag vor einer christlichen Gemeinde in den USA. Das, was sie zu erzählen hat, sind die Erfahrungen mit dem Djihad der palästinensischen Moslems, die aufgrund verschiedener Flüchtlingswellen aus Jordanien in den Libanon kamen. Sie erzählt von der Ankunft der israelischen Streitkräfte im Libanon, der Entwicklung des internationalen islamischen Terrors und davon, wie wichtig der Widerstand ist.

    ____________

    Widerstand hat Erfolg!

    „Ich begrüße Sie ganz herzlich zu meinem heutigen Vortrag und hoffe, dass meine Worte Sie dazu anregen, ermutigen und bekräftigen werden, die Welt zu verändern. Denn es bedarf nicht vieler Menschen, die Welt zu verändern. Diejenigen, die es tun, müssen nur entschlossen genug sein.

    Ich finde es fantastisch, dass so viele von Ihnen gekommen sind, und ich bin immer mit Energie geladen, wenn ich sehe, dass es doch viele großartige Menschen gibt, die der Wahrheit ins Gesicht schauen, die sich vor den Tatsachen nicht scheuen und bereit sind, das Böse beim Namen zu nennen! Heute nun sind wir hier zusammengekommen, und ich werde Ihnen erzählen, warum mich das Thema „Nationale Sicherheit“ so leidenschaftlich bewegt. Sie werden auch etwas über mein Leben erfahren, denn es gibt sicher Zuhörer, die mich noch gar nicht kennen und es ist vielleicht das erste Mal, dass Sie etwas über mich erfahren.

    Ich bin im Libanon geboren und aufgewachsen. Damals, in den 1960er Jahren, war der Libanon das einzige mehrheitlich-christliche Land im Nahen Osten. Wir waren offenherzig, tolerant, fair und multikulturell, worauf wir sehr stolz waren. Wir hatten offene Grenzen. Jeder war willkommen, denn wir wollten, dass so viele Menschen wie möglich unser Land und unsere westliche Lebensart kennenlernen, die wir im Herzen der arabischen Welt geschaffen hatten.

    Muslime schickten ihre Kinder zu uns, damit sie unsere Universitäten besuchen konnten, die besten in der arabischen Welt. Nach ihrem Abschluss blieben viele von ihnen im Libanon und arbeiteten in unserer Wirtschaft. Es war die stärkste Wirtschaft des Nahen Ostens, obwohl wir kein Öl besaßen. Beirut war die Bankhauptstadt der arabischen Welt und wurde oft „Paris des Nahen Ostens“ genannt.

    Auf der Titelseite einer Ausgabe des National Geographic Magazine aus dem Jahre 1965 war zu lesen: „Der Libanon – Paradies des Nahen Ostens“.

    Leider begann sich das alles im Laufe der Jahre zu verändern.
    Als die Moslems in der Mehrheit waren, schwand deren Toleranz gegenüber den Christen

    Der Libanon wurde in den frühen 1940er Jahren unabhängig. Ab dem Ende der 1960er Jahre waren Moslems gegenüber den Christen zu einer Mehrheit im Land geworden. Mit dem Wachstum der muslimischen Bevölkerung schwand allmählich die Toleranz in unserer Gesellschaft, da Moslems begannen, immer mehr Rechte für sich einzufordern, die mit unserem judeo-christlichen Wertesystem nicht zu übereinstimmten. Das Problem hielt sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch in Grenzen.

    Erst durch den großen Zustrom palästinensischer Flüchtlinge, die ab 1970 begannen, aus Jordanien zu uns kommen, fing es erst richtig an. Der Libanon war damals das einzige Land im Nahen Osten, das eine dritte Flüchtlingswelle ins Land gelassen hatte. Wir hatten bereits Flüchtlingslager für die Flüchtlinge der ersten und zweiten Welle. Mehrheitlich waren sie Muslime. Sie taten sich mit den bereits im Libanon ansässigen Moslems zusammen und begannen den Jihad gegen die Christen.

    Die Moslems wollten eine Basis schaffen, von der aus sie gegen Israel und die Juden vorgehen konnten. Yessir Arafat und die Palästinenser hatten das bereits von Jordanien aus versucht, dies schlug aufgrund der Diktatur des Königs fehl.

    Als es ihnen gelang, in den Libanon zu kommen, nutzten sie unsere Offenheit, Toleranz und Demokratie dazu, sie zu stürzen.
    Moslems begannen nun den Krieg gegen uns Christen

    Im Jahre 1975 erlebte ich sozusagen meinen 11. September, als radikale Moslems mein Heim in die Luft sprengten und ich lebendig unter dem Schutt begraben wurde während sie Allahu akbar riefen. Ich verbrachte zwei Monate im Krankenhaus. Ich erinnere mich, dass ich mein Eltern fragte: „Warum haben sie uns angegriffen? Warum haben sie uns das angetan?“ Vater antwortete: „Weil wir Christen sind. Moslems betrachten uns als Ungläubige und wollen uns töten.“

    Ich wusste also bereits im Alter von 10 Jahren, dass man mich töten wollte, weil ich in den christlichen Glauben hineingeboren worden war und in einer christlich geprägten Stadt lebte. Dies ist für Westler etwas so Fremdartiges. In Amerika, zum Beispiel, versteht man unter religiöser Verfolgung etwa Folgendes: „Ich habe heute meine Bibel mit zur Arbeit genommen und meine Kollegen haben mich komisch angesehen!“

    Dort, wo ich herkomme, bedeutet religiöse Verfolgung, dass sie in eine Kirche wie diese eindringen, das Feuer eröffnen und Sie töten wollen. Genau das, was sie jetzt im Irak tun, was sie in Ägypten machen und was sie im Libanon gemacht haben. Der Krieg im Libanon brach auf eben diese Weise aus. Nämlich, nachdem vier Moslems an einem Sonntagmorgen während eines Gottesdienstes in eine Kirche eindrangen und anfingen, auf die Menschen zu schießen.
    Wir Christen waren gezwungen, uns in Kellern zu verkriechen

    Als ich das Krankenhaus wieder verlassen konnte, kehrte ich nach Hause zurück. Aber es war nicht mehr das zu Hause, das ich kannte. Ich musste fortan mit meinen Eltern unter der Erde, also quasi im Keller des Hauses leben, der uns als Luftschutzkammer diente und nur 8 x 10 Fuß groß war. Ohne Strom, ohne Wasser und sehr wenig zu essen.

    Um an Nahrung zu kommen, mussten wir unter den Bomben hervorkriechen und verschiedene Arten Grünzeug sammeln, die direkt vor unserem Haus wuchsen. An Wasser konnten wir nur kommen, indem wir zu einer nahegelegen Quelle krochen, die durch einen Graben floss und wo wir aufpassen mussten, nicht in das Visier von Heckenschützen zu geraten, die es auf uns abgesehen hatten. Wir brauchten ewig lange dafür. Ich weiß noch, dass meine Mutter immer einen ihrer Strümpfe über die Öffnung des Wasserbehälters gestülpt hatte, um Dreck und Getier herauszufiltern, damit man das Wasser überhaupt trinken konnte.

    Die Wasser- und Elektrizitätswerke befanden sich auf dem Gebiet, das die Moslems kontrollierten. Wären unsere Leute dorthin gegangen, um es anzuschließen, hätten sie die Werke unter Beschuss genommen. Jedes Mal, wenn wir den Luftschutzkeller verlassen mussten, verabschiedeten wir uns zum letzten Mal, weil wir nicht wussten, ob wir uns wiedersehen würden.

    Da wir in den Bergen lebten, war es im Winter sehr kalt. Mein Vater brach von draußen immer Zweige von den Bäumen ab und brachte sie in den Keller, um sie mit Kerosin oder Benzin anzuzünden, damit wir Feuer hatten, um uns wärmen zu können. Wenn alle einschliefen, war die Gefahr einer Kohlenmonoxydvergiftung während des Schlafes sehr groß. Deshalb vereinbarten wir, dass wer zuerst aufwachte, sollte den anderen auf die Wangen schlagen und versuchen, sie hinauszuziehen.

    Als wir zu Beginn des Krieges in unseren Luftschutzraum gingen, sagte mein Vater, dass es doch nur ein oder zwei Wochen dauern würde. Dann würde sich doch alles wieder normalisieren. Wenn die Amerikaner hörten, was mit den Christen im Libanon geschieht, würden sie kommen und uns helfen. Nichts geschah. Dann hieß es, die Briten würden kommen und uns helfen, aber wieder geschah nichts. Wir glaubten letztlich, die Franzosen müssten doch kommen, um die Christen im Libanon zu retten. Niemand kam und niemanden schien es zu interessieren.
    Als sich die libanesischen Moslems mit den palästinensischen Moslem-Flüchtlingen verbanden, begann das Schlachten von uns Christen

    Währenddessen hörten wir von den Massakern in anderen Teilen des Landes. Die Moslems im Libanon hatten zusammen mit den Palästinensern die Arabisch-Libanesische Armee geformt und begannen mit dem Abschlachten der Christen und der Einnahme christlicher Dörfer und Städte. Sie begingen Massaker, von denen selten in westlichen Medien berichtet wurde. Die Nachrichten gingen in erster Linie von West-Beirut aus, dem Teil, den Yessir Arafat unter Kontrolle hatte. Von dort aus kam nichts, was nicht seine Zustimmung fand. Eines der größten Massaker zu Beginn des Krieges fand in der christlichen Stadt von Demour statt.

    Sie drangen in eine Luftschutzkammer ein, in der sich zwei junge Eltern mit ihrem Baby versteckt hielten. Sie fesselten das Baby mit einem Bein an die Mutter, mit dem anderen an den Vater und zogen anschließend die Eltern auseinander, sodass das Kind entzwei gerissen wurde.
    Sie gingen zu unseren Kirchen hin, beschmutzten die Altäre mit Urin und Kot, dann fackelten sie die Kirchen nieder.
    Einer Frau wurde ihr einziger 16-jähriger Sohn an den Schoß gebunden. Sie reichten ihr ein Messer und zwangen sie, ihm die Kehle aufzuschlitzen. Danach musste sie mit ansehen, wie sie ihre zwei Töchter vergewaltigten.

    Über solche Dinge wurde in westlichen Medien nicht berichtet. Niemanden auf der Welt kümmerte es und niemand verstand, was vor sich ging.
    Linke Islamverteidiger wurden ebenfalls getötet

    Den linken Christen wurde für ihre Bemühungen, Moslems zu ihren Rechten im Libanon zu verhelfen, kein besseres Schicksal zuteil. Sie riefen: „Ihr könnt uns doch nicht töten! Wir haben uns doch für euch eingesetzt, wir haben euch zu euren Rechten verholfen, euch bei Gericht vertreten …“. Die Moslems sagten: „Ihr seid nichts weiter als nützliche Idioten, ihr seid Ungläubige wie alle anderen auch!“

    Als diese Leute anfingen, wach zu werden, war es bereits zu spät. Viele suchten in den letzten christlichen Enklaven an der südlichen Grenze Zuflucht, dort, wo auch wir lebten.

    Es war zu spät. Ich weiß noch genau, wie eines Tages ein lieber Freund von mir zu uns kam und sagte: „Brigitte, wir haben gehört, dass die Moslems einen großen Angriff auf unsere Stadt planen. Ich wollte dir Auf Wiedersehen sagen, für den Fall, dass ich dich nicht mehr sehe. Und wenn sie heute Nacht kommen, um uns abzuschlachten, wünsche ich dir einen gnadenvollen Tot!“ Dann umarmte er mich ganz fest und ging. Wir wussten um unser Schicksal.
    Wir waren von Moslems umgeben, die darauf warteten, uns abzuschlachten

    Ich stamme aus einer kleinen Stadt namens Majayoun, „Tal der Quellen“. Sie befindet sich auf der anderen Seite des Tals direkt gegenüber von Metulla an der Grenze Israels. Weiter nördlich waren die Moslems, die uns bald eingeholt haben würden, aber vor uns lag Israel, die Juden. Israel sahen wir damals als unseren Feind an. Es gab in den 1970er Jahren keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Aber wir wussten, dass wenn wir zu den Juden hingingen, um sie um Hilfe zu bitten, würden sie uns nicht abschlachten, weil wir doch mehr gemeinsame Werte mit ihnen hatten als mit den Moslems. Also liefen einige Leute aus unserer Stadt aus lauter Verzweiflung bis an die israelische Grenze, winkten eine Patrouille heran und riefen: „Hören Sie, wir haben keine 48 Stunden mehr zu leben. Wenn Sie nicht kommen und uns helfen, sind wir tot! Bitte helfen Sie uns, dafür können wir für Sie eine Pufferzone sein, dann haben wir beide etwas davon.“

    Ich erinnere mich, ich war 13 Jahre alt. Ich hatte mein schönstes Kleid angezogen – mein Osterkleid – weil ich hübsch sein wollte, wissend, dass niemand mich hätte beerdigen können, wenn sie mich abgeschlachtet hätten. Und meine Mutter kämmte meine langen schwarzen Haare und flocht ein weißes Band hinein, das zu den weißen Blumen auf dem Kleid passte. Ich weinte und sagte: „Ich will nicht sterben, ich bin doch erst 13!“

    Und es gab nichts, das meine Mutter zu mir hätte sagen können. Wir weinten einfach nur. Dann hielten Vater, Mutter und ich uns die Hände und beteten. Vater las aus den Psalmen: „Ich gehe hinab in das Tal des Todes und fürchte das Böse nicht.“

    Dann sagten meine Eltern, ich sollte im Falle des Angriffs nach Israel laufen und mich nicht mehr umdrehen. Sie würden für Ablenkung sorgen und da bleiben, sie hätten lange genug gelebt. Ich bin das einzige Kind von Eltern, die schon alt waren, als ich geboren wurde. Meine Eltern waren über 22 Jahre verheiratet und die ganze Zeit kinderlos gewesen. Meine Mutter war 55 und mein Vater 60 Jahre alt, als ich zur Welt kam. Ich war so etwas wie ein Wunder in ihrem Leben.

    Ich entschloss mich, nicht zu fliehen und war froh darum!
    Die Hilfe Israels

    In dieser Nacht kamen tatsächlich die Israelis und brachten Nahrungsmittel und Wasser für die Menschen sowie Munition für unser Militär. Sie stellten Luftschutzkammern für die Menschen zur Verfügung. Schließlich schlugen sie die muslimischen Streitkräfte zurück und stellten Wachposten vor unseren Städten auf und sorgten für Sicherheit. Und sie nahmen libanesische Christen im kampffähigen Alter zwischen 15 und 40 Jahren mit nach Israel und lehrten sie zu kämpfen. Es war uns sehr schnell klar, dass wenn man einem Feind gegenübersteht, der alles daransetzt, im Namen Allahs zu töten, dann helfen einem keine eingerahmten Zertifikate und Qualifikationen mehr etwas.

    Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Israelis gänzlich den Libanon besetzten, hatten wir 5 Jahre in dem Luftschutzraum verbracht.

    Der Grund, warum die Israelis unser Land bis nach Beirut besetzten, waren die syrischen Truppen, die ursprünglich als Hilfstruppen gekommen waren. Sie nutzten die Situation aus, um Israel mit ihrem „Libanesischen Widerstand“ zu konfrontieren. Wir Libanesen hatten überhaupt nichts damit zu tun!

    Die Israelis kooperierten mit den christlichen Libanesen, bis nach Beirut zu kommen und um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Von Beirut aus wurden die Palästinenser zurück gedrängt, mitsamt ihres Anführers Yessir Arafat, der anschließend zusammen mit seinen Spießgesellen nach Tunesien floh. Danach konnten wir endlich unser Leben wieder aufbauen, wenn auch mühselig, nach all den Jahren.
    Ich fahre fort über das zu berichten, was seit einiger Zeit in den USA geschieht

    Einleitend möchte ich dazu sagen, dass ich von 1984 bis 1989 in Jerusalem Nachrichtensprecherin war und Abend für Abend Nachrichten sowohl über Belange des Nahen Ostens als auch relevanter Ereignisse weltweit verlas.

    Im Laufe der Zeit fiel mir auf, dass sich ein Muster entwickelte– wohlgemerkt: ich verlas die Nachrichten während der 1980er Jahre, als erstmals ein Anstieg terroristischer Anschläge zu vermerken war. Egal, wo die Anschläge stattfanden, waren die Namen immer die gleichen, nämlich muslimische: Mohammed, Hussein, Achmed, Ali. Die der Opfer stets Westler: Terry Waite, Terry Anderson, Colonel Higgins, die TWA (Trans World Airlines), das Pan Am Desaster von Lockerbie usw.

    In meinem Buch „Because they hate“ ((Weil sie (uns) hassen)), habe ich seitenweise die Angriffe gegen die USA und westliche Interessen aufgelistet sowie die Jahre, in denen sie passiert sind, etwas, das niemandem aufgefallen war.

    Was ich zunächst für regionale Konflikte zwischen muslimischen Mehrheiten und jüdisch-christlichen Minderheiten gehalten hatte, war im Laufe der Zeit zu einem weltweiten Problem geworden.

    Zu der Zeit war dieses Muster aber keinem aufgefallen. Die Welt sah die Zusammenhänge nicht. Der Welt mangelte es an Vorstellung. Und das ist genau das, was im Bericht zum 11. September stand: Uns mangelte es an Vorstellung … Es ist nicht so, dass wir nicht gewusst haben, dass Osama Bin Laden uns angreifen wollte. Acht Jahre zuvor, im Jahr 1993, gab es schon einmal einen Angriff auf das WTC, nur mit dem Unterschied, dass damals die Gebäude nicht zum Einsturz gebracht worden waren. Sie griffen unsere Botschaften in Saudi Arabien und Tansania an, hatten einen Bombenanschlag auf die USS Cole verübt, und dann waren sie sich unseres Tiefschlafes so sicher, dass sie im Jahre 2001 noch einmal kamen und den Anschlag auf das WTC verübten. Uns mangelt es einfach an Vorstellung!

    Wie gesagt, es ist nicht so, dass wir nicht wissen, was der Feind mit uns vorhat! Wir haben es erstmals in der Geschichte mit einem Feind zu tun, der sehr offen, direkt und entschieden ist. Er redet gar nicht um den heißen Brei herum. Und je direkter er ist, desto mehr stecken wir den Kopf in den Sand und wollen es einfach nicht wahr haben!
    Sie hassen uns. Sie hassen uns deshalb, weil wir ‚Ungläubige’ sind. Es gibt keinen anderen Grund!

    Die traurige Tatsache ist: solange jüdisches Blut in den Straßen von Jerusalem geflossen war und christliches in den Straßen von Beirut, stellte keiner die Frage nach dem eigentlichen „Warum“. Erst seit dem 11. September stellt man sich die Frage: „Was haben wir der islamischen Welt denn angetan? Warum hassen sie uns?“ Ich sage es Ihnen einmal mit einfachen, unmissverständlichen Worten: Sie hassen uns. Sie hassen uns deshalb, weil wir ‚Ungläubige’ sind. Es gibt keinen anderen Grund! Was aber treibt diesen Radikalismus und diesen Hass? Wenn sie die Leute reden hören, egal ob Palästinenser, Al Qaida, oder Hamaz, ist es immer dasselbe Argument, das hervorgebracht wird: amerikanische Außenpolitik sei Schuld und weil Amerika ein Verbündeter Israels ist usw.

    Wenn das stimmt, welches ist dann das Mutterschiff, von dem dieser ganze Hass abgefeuert wird?

    Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie etwas über einer Organisation wissen, die sich Muslimbruderschaft nennt und Organisationen wie die Al Qaida und Hamaz sowie rund 70 andere Organisationen weltweit unterhält. Sie wurde 1928 in Ägypten gegründet, also zu einer Zeit, als es Israel noch gar nicht gab. Sie wurde ins Leben gerufen, um den authentischen, radikalen Islam des 7. Jahrhunderts zu reanimieren und das islamische Imperium sowie das Weltkalifat wieder zu errichten, das unter Atatürk im Jahre 1924 beendet wurde! Das islamische Imperium begann im 7. Jahrhundert und fand sein Ende vor weniger als einhundert Jahren.

    Unsere Geschichtskenntnis ist oft von Unwissen geprägt, und deshalb verstehen wir nicht, warum unser Feind uns bekämpfen will. Die Muslimbrüder wollen nicht nur die Vernichtung Israels und der Juden, sie wollen unser gesamtes westliches, judeo-christliches Wertesystem zerstören, um das Kalifat wieder zu beleben und die Welt zu erobern.

    Was machen sie also und vor allem wie? Die Muslimbrüder haben im Jahre 1982 einen Plan verfasst, der in Anti-Terror-Kreisen als „das Projekt“ bekannt wurde. Es handelt sich dabei um einen 100-Jahresplan, der die Unterwanderung des Westens zum Thema hat und wie man ihn dominiert. Dazu gehört, wie man gemeinnützige Organisationen gründet und dabei den Anschein des Moderaten bewahrt. Wie man sich mit anderen „progressiven“ Organisationen im Westen zusammenschließt, die ähnliche umstürtzlerische Pläne verfolgen.

    Da wird besprochen, wie Moslems in politische Ämter auf sämtlichen Ebenen gelangen können, um die Richtungen der Parteien beeinflussen zu können, egal ob sie konservativ oder links sind; wie es ihnen gelingen kann, demokratisch gewählt zu werden und möglichst Führungs- oder Vorstandspositionen zu übernehmen, um so einen größtmöglichen Einfluss auszuüben.

    Im Jahre 1982 wurde der Plan in Europa implementiert. Schauen Sie sich Europa heute an. Es ist nicht länger das Europa, das Sie oder Ihre Eltern in Erinnerung haben. Europa ist eine Art „Eurabien“ geworden. Während ich zu Ihnen spreche, arbeiten allein in England 85 Shari’a Gerichte parallel zu britischen Gerichten. Hätten Sie vor 20 Jahren einen Engländer in London auf der Straße angehalten und ihm erzählt, was man in 20 Jahren vorfinden wird, nämlich, dass man eine Gerichtsbarkeit haben wird, die völlig widrig zu dem ihm wohl bekannten, demokratischen, rechtsstaatlichen System ist, hätte er Sie für verrückt erklärt!

    Oder machen wir uns klar, dass es in Frankreich über 725 No-Go-Areas gibt, islamische Zonen, in die sich nicht einmal die Polizei hineinwagt! Und denken Sie einmal an das Europa, das wir vor 20 oder 30 Jahren kannten.

    Das ist nichts als ein Vorgeschmack auf das, was uns in den USA erwartet. Der Plan für Amerika wurde im Jahre 1991 verfasst. Dieser Plan diente als Beweismittel während des Holy-Land-Foundation-Trial in Dallas, Texas im Jahre 2007, bei dem es uns gelang, dass 108 Individuen, die für eine islamische „humanitäre Einrichtung“ gearbeitet hatten und wegen Involvierung in Terrorangelegenheiten angeklagt waren, verurteilt werden konnten. Dieser Prozess war der größte seiner Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Was an diesem Plan so Besorgnis erregend ist, ist die Tatsache, dass er eine Anleitung darstellt, wie man innerhalb Amerikas eine Infrastruktur (keine militärische!) errichtet, die jedes Segment der amerikanischen Gesellschaft berührt und das System von innen zerstört.

    Sie verfügen beispielsweise über eine Medienabteilung, eine politische Abteilung, eine schriftstellerische Abteilung, eine Bildungsabteilung, eine Abteilung für islamische Erziehungsfragen, islamische Think-Tank-Abteilungen und vieles mehr.

    Das ist „Tarnkappen-Jihad“. Wir wissen, dass wir einen militärischen Gegner haben, aber wir merken, dass unsere Colleges und Universitäten unterwandert sind und wir unsere Kinder bzw. Studenten verlieren. Ich nenne Campusse an Universitäten „besetzte Gebiete“. Unsere jungen Leute werden dort einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen. Ich werde einige Worte über den Jihad in unserem Bildungssystem sagen, und wie Generationen maßgeblich dahingehend beeinflusst werden, dass sich der Hass von innen gegen Amerika und seine Gesellschaft richtet.

    „Das Projekt“ beinhaltet auf seiner letzten Seite eine Liste mit 29 islamischen Organisationen, die in den USA als Ableger und Zugpferde der Muslimbruderschaft fungieren. Da ist zunächst die ISNA, die Islamic Society of North America. Der Name dürfte einigen von Ihnen bekannt sein; man hört diesen Namen ISNA, denn der Präsident befindet sich, was Nahost-Politik betrifft, in Gesprächen. Wir haben die ganze Zeit über geschlafen, während sich unser Feind seit Jahren bestens organisiert hat! Und dann wundert man sich, warum der Präsident Israel so ganz ohne Not vor den Karren zu werfen bereit ist oder es bereits getan hat? Es ist eine Schande, kann ich nur sagen!

    Als nächstes haben wir die MSA, die Moslem Student Association. Die MSA verfügt heutzutage über mehr Ortsgruppen (Chapters) auf amerikanischen Campussen als Republikaner und Demokraten zusammen genommen! Wir müssen uns nicht wundern, woher bei unseren Studenten Antiamerikanismus und Antisemitismus rühren! Sie üben einen derartigen Einfluss auf den Campussen aus, dass wenn Sie als pro-amerikanischer oder pro-israelischer Redner auftreten, keinen Vortrag ohne ein Riesenaufgebot an Security halten können – so organisiert sind sie mittlerweile mit ihrem Hass, den sie verbreiten! Auf Platz 8 steht die NAIT, North American Islamic Trust, der den Großteil der Moscheen in den USA unter Kontrolle hat.

    Auf Platz 22 finden wir die Moslem Association for Palestine, die später in CAIR umbenannt wurde und heute Council on American Islamic Relations heißt – das Zugpferd für die Hamaz in den USA! Und deren Mitglieder sind diejenigen, die Sie ständig im Fernsehen präsentiert bekommen, wann immer Belange des Nahen Ostens besprochen werden. CAIR-Mitglieder werden im Weißen Haus auf Dinner Partys bewirtet und hofiert und dürfen vorsprechen, sei es vor dem State Department, dem Pentagon oder sonst wo!

    Und nun dürfte auch klar sein, warum die Saudis seit vielen Jahren Millionen und Abermillionen ihrer Petro-Dollar in unsere Universitäten zur Finanzierung von Nahost- und politikwissenschaftlichen Studienabteilungen und Lehrstühlen pumpen, diese mit arabisch-stämmigen Professoren besetzen, die wiederum anti-amerikanisches und anti-israelisches Gedankengut verbreiten.

    Das alles fing damit an, dass ein Schlupfloch im Gesetz entdeckt wurde, nämlich das sogenannte „Title-6-Program“. Dieses Programm wurde von der amerikanischen Regierung nach dem 2. Weltkrieg institutionalisiert, um Studenten die Möglichkeit zu geben, sich intensiver mit Fremdsprachen und fremden Kulturen auseinandersetzen zu können, besonders denjenigen, die eine politische bzw. diplomatische Karriere anstreben und somit eine Bereicherung für unser Land darstellen.

    Die Saudis haben dieses Programm geschickt für ihre Zwecke missbraucht, um Nahost- und politikwissenschaftliche Studienabteilungen zu installieren. König Fahd von Saudi Arabien spendete 20 Millionen Dollar zum Aufbau einer Nahost-Studienabteilung an der Universität von Arkansas. Scheichs mit Verbindungen zur Al Qaida zahlten 5 Millionen US$ an die Universität Berkeley, Harvard erhielt 22,5 Millionen US$, Georgetown 28,3 Millionen US$, Cornell 11 Millionen US$, M.I.T. erhielt 5 Millionen US$, Texas A&M sogar 1 Milliarde US$! Ich könnte endlos lange so weitermachen und viele Universitäten und Colleges aufführen, von der Elite-Uni bis hin zur Volkshochschule. Wir tanken Sprit und unsere Kinder destruktive geistige Nahrung, die ihre Herzen und Köpfe mit Hass gegen ihr eigenes Land anreichert. Schon allein deshalb müssen wir alles daran setzen und uns von der Ölabhängigkeit befreien und andere Formen der Energiegewinnung vorantreiben.

    Ich werde häufig gefragt, warum die Medien so voreingenommen sind, allen voran CNN International. Ich sage immer, anstelle von CNN International können Sie gleich Al Jazeera auf Englisch anschauen! Auf Kreuzfahrten beispielsweise sind die Leute dazu verdammt, CNN International anzuschauen, es gibt nichts anderes zu sehen. Aber was wundert es, wenn während der letzten sechzehn Jahre Millionen von Petro-Dollar in unsere Universitäten gepumpt worden sind, um unsere Studenten dahingehend zu beeinflussen, dass sie eine anti-amerikanische und anti-israelische Haltung entwickeln?

    Viele Absolventen befinden sich bereits in der Arbeitswelt und sind u.a. eben diese Nachrichtensprecher, Korrespondenten, Journalisten, Meinungsmacher, Autoren und Agenturchefs, und was soll man dann anderes erwarten, als dass sie Millionen von Menschen ideologisch beeinflussen? Als ob alles nur schlecht sei an Amerika … als ob es nichts Gutes über Amerika zu sagen gibt.
    Es kommt aber noch schlimmer

    Sie fragen sich sicher wie. Mittlerweile befinden sich islamische Unterrichtsinhalte an öffentlichen Schulen und zwar im Rahmen des Sozialkundeunterrichts. Die Moslems haben erkannt, dass die Hirnwäsche an den Universitäten so blendend funktioniert hat, dass es doch besser wäre, mit der „Erziehung“ früher zu beginnen, nämlich mit den 6.- und 7.-Klässlern.

    Man muss dazu wissen, dass es an öffentlichen Schulen in Amerika keinen Religionsunterricht mehr gibt, alles religiös Anmutende verbannt worden ist und die Schulgemeinde nicht einmal mehr Weihnachtslieder singen darf! Die Kinder bekommen nun in der 7. Klasse einen „Islamkurs“ verpasst, d.h. sie nehmen den Islam während eines dreiwöchigen Kurses durch, kleiden sich wie Moslems, nehmen in dieser Zeit islamische Namen an, zitieren Koranverse, lernen sie auswendig, „analysieren“ die 1. Sure, die von Moslems auch als Gebet gesprochen wird, nehmen am Ramadan teil, wenn es geht und besuchen zum Schluss eine Moschee, um zu erfahren, wie es sich anfühlt, ein Moslem zu sein. Damit die Kinder diesen Kurs überhaupt mitmachen, lockt man sie mit guten Noten, die ihnen bei Teilnahme garantiert werden. Der Lehrplan beinhaltet u.a. Folgendes:

    Analyse des Eingangsgebetes oder 1. Sure Al-Fitiha: „Alles Lob gebührt Allah, Herr der Schöpfung, der Gnädige, der Barmherzige, Herr des Jüngsten Tages. Dich allein verehren wir und dich allein bitten wir um Hilfe. Leite mich auf den geraden Weg. Den Weg derjenigen, die du vorgezogen hast (das sind die Muslime, die Mohammed und den Islam angenommen haben), nicht derjenigen, die deinen Zorn erregten, (das sind die Juden, die Mohammed abgelehnt haben) und auch nicht der Irregeleiteten (damit sind die Christen gemeint).

    Stellen Sie sich das einmal vor! Die Schüler müssen das analysieren! Was, wenn ein christlicher Geistlicher das Erlösungsgebet mit Kindern an öffentlichen Schulen analysieren wollte: „Herr Jesus Christus, ich bitte dich, komm in mein Herz …“! Was glauben Sie, was dann los wäre!

    Quartettspiel zu islamischen Fragen, z.B. „Was bedeutet Jihad?“ Antwort: „Ein Jihad ist der Kampf der Muslime gegen Unterdrückung, Invasion und Ungerechtigkeit.“

    Damit werden bereits den Kindern die Argumente der Palästinenser, Al Qaida und Hamaz mundgerecht dargeboten. Jemand der so etwas verinnerlicht hat, wird wohl später schwerlich eine positive Meinung über unsere Soldaten haben, die im Nahen Osten kämpfen. Und wenn sie heil wieder Heim kommen, wird er schwerlich etwas anderes sagen können, als dass ein westlicher Soldat nichts anderes verdient hat, als getötet zu werden, dass die Muslime sich ja schließlich gegen den ungerechten Westen, gegen amerikanische Außenpolitik und Israel zur Wehr setzen müssen, die ja ihre Gebiete besetzen und sie unterdrücken! Deshalb der Jihad!

    Hitler hatte einmal gesagt: „Gebt mir eure Kinder und ich verändere die Gesellschaft in zehn Jahren!“ Genau das tun die Moslems in den USA heute!

    Und so sieht das Ende des Kurses aus: die Kinder versammeln sich in der Schulkantine, dann heißt es: „Salam aleykum, folgt den Muslimen“. (Die Kinder sind bereits an dieser Stelle Moslems). Anschließend wird der „muslimische Klassenprimus“ auserkoren und gelobt, danach wird ein bisschen gefeiert.

    Bei der Verabschiedung wird gesagt: „So, wir haben nur noch soviel Zeit, wir sagen bis zum nächsten Mal, Insha’ All?h, asalam aleikum wa All?h-hu-akbar, (so Allah will, Friede sei mit euch, und keiner ist größer als Allah, der Allmächtige.)!

    Meine Damen und Herren, wir haben ein ganz großes Problem in diesem Land!

    Und soll ich Ihnen sagen, warum das überhaupt soweit kommen konnte? Weil die meisten Eltern sich nicht mehr mit ihren Kindern hinsetzen und gucken, was sie da in der Schule lernen!

    Wissen Sie, wir haben bisher zu vielen Dingen, die hier in diesem Land geschehen, viel zu lange geschwiegen. Zu Dingen, die wir nicht wollen. Es ist jetzt wirklich höchste Zeit, dass wir diese politische Korrektheit endlich auf den Müll werfen. Dorthin, wo sie hingehört!

    Zu Beginn meiner Aufklärungsvorträge landauf, landab, habe ich mich gefragt, ob ich denn die Einzige bin, die dieses Problem sieht? Die Einzige, die weiß, dass wir nicht länger schweigen dürfen, bevor es zu spät ist? Wenn gute Menschen das Böse nicht sehen, setzt sich das Böse fest; Gesellschaften zerfallen und Apathie öffnet der Tyrannei Tür und Tor. Ich weiß das, ich habe es am eigenen Leib erfahren müssen. Ich habe meine Heimat an den radikalen Islam verloren. Ich will nicht auch noch meine Wahlheimat Amerika verlieren. Deshalb tue ich das, was ich tue!

    Ich möchte mich zum Schluss bei Ihnen bedanken. Sie sind ein tolles Publikum. Ich möchte an dieser Stelle auch allen huldigen, die dieses Land zu dem gemacht haben, was es heute ist. Wir müssen alles tun, um es zu erhalten! Danke.“

    (Übersetzung von Maria Sander, Zwischenüberschriften und Hervorhebungen von Michael Mannheimer)

    Anmerkung MM: Verbreiten Sie diesen Artikel wo immer möglich. Ich kenne keine bessere Beschreibung und Zusammenfassung über den Griff der Moslems zur Weltherrschaft und die Blindheit des Westens gegenüber der islamischen Gefahr als diesen.

  16. Christian Weiss

    Ich lehne ein Kopftuchverbot mit tiefster Überzeugung ab. Genau so, wie ich es nicht für angebracht halte, den Männern ihre Zottelbärte und ihre Spitzentischdeckchen auf dem Kopf zu verbieten. Bei Burka und Nihab sieht es hingegen etwas anders aus: Da geht es für mich um ein grundlegendes Prinzip, das nur am Rande was mit “Kleidervorschrift” zu tun hat: Man vermummt sich in der Öffentlichkeit nicht!! In einer freiheitlichen und sicheren Gesellschaft haben wir das Recht, in das Gesicht unseres Gegenüber zu sehen. Ein offenes Gesicht ist Grundvoraussetzung für eine Kommunikation und Interaktion. Beim Telefonieren z.B. tauschen wir mit Leuten, deren Gesichter wir nicht kennen, lediglich spröde Information aus. Dem Brieffreund aber wird man über kurz oder lang ein Foto von sich zuschicken. Burka und Nihab sind ganz bewusst eingesetzte Kampfmittel der Nichtintegration und Segregation. Ich glaube echt nicht, dass wir Solches zulassen sollten.

    @Dieter Zakel: Ich habe es Ihnen an anderer Stelle schon geschrieben: Abgesehen davon, dass Ihr Vorhaben gegen das elementarste aller Grundrechte verstösst, nämlich zu denken, was man will. Wie wollen Sie feststellen, ob jemand tatsächlich “konvertiert” ist? Unsere forensischen Psychiater sind schon damit überfordert, dass sie nicht von Psychopathen gelinkt werden, die geistige Gesundheit vortäuschen, um aus der geschlossenen Abteilung zu kommen.
    Und zu welcher Gesinnung soll er dann konvertieren? Gibt es da einen Auswahlkatalog mit noch tolerierbaren Geisteshaltungen?

  17. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    “Und zu welcher Gesinnung soll er dann konvertieren?”
    Die Beantwortung dieser Frage wird uns der Herr Dr. Zakel wohl schuldig bleiben, musste er doch seine ganze Energie aufwenden, um diesen viel zu langen Beitrag einzutippen 😉

  18. Christian Peter

    @Dieter Zakel

    gefährlich vor allem wegen der demografischen Entwicklung : 1945 gab es 600.000 Muslime in Europa, heute 50 Millionen, bereits Ende des 21. Jahrhunderts wird es eine muslimische Mehrheit in Europa geben.

  19. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Wie viele autochthone österreichische Kinder haben eigentlich Sie gezeugt?

  20. caruso

    Das Schlimme ist, daß die westliche Politik das alles weiß, was Brigitte Gabriel 2011 schrieb
    (so dumm kann man gar nicht sein, diese Dinge nicht zu wissen bei den Möglichkeiten die ein
    Politiker vom Rang hat), will aber diese Dinge bewußt nicht wissen – aus welchen Gründen
    immer. Mit diesem Nicht-wissen-Wollen arbeitet sie – langerfristig gesehen – gegen Europa. Darüber sollte einer schreiben, der sich gut auskennt und keine Klischees verwendet. Anders ist es sinnlos.
    lg
    caruso

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