9 comments

  1. Thomas Holzer

    Und weil Neues, wie z.B. “Uber”, die Besitzstandwahrer mehr als nur ärgert, wird es von der Politik verboten, in der Hoffnung, den Lauf der Zeit aufzuhalten.

    Daß die Politiker und deren Bürokraten mittlerweile die “Arbeit” der Maschinenstürmer des 19.Jahrhunderts übernehmen, ist grotesk. In allen anderen Bereichen, von der Familie bis zur Sprache wollen sie ach so “fortschrittlich” sein, nur in der Wirtschaft, da soll alles bleiben wie in den vergangenen Jahrzehnten.

  2. Christian Peter

    Ganz astrein ist die Aussage nicht. Denn die Privilegierten sind nicht die konzessionierten Unternehmen, sondern Unternehmen wie Uber, die in Märkte drängen, ohne sich an die Regeln zu halten. Von ‘freiem Wettbewerb’ spricht man, wenn für alle Marktteilnehmer dieselben Regeln gelten.

  3. freeman

    Die Privilegierten sind die, die die Regeln nach ihren Wünschen gemacht bekamen.
    Jede Regulierung hat zuallererst die Funktion einer Markteintrittsbarriere.

    Vor -zig Jahren überlegte eine kleine österreichische Firma, wie man bei öffentlichen Aufträgen die ausländische Konkurrenz ausschalten könnte. Die Antwort war ein obskures “Gütesiegel”, das zwar nichts besonderes bedeutete (kein Mehrwert), aber das die Konkurrenz nicht hatte, weil es den Aufwand nicht wert war.

    Uber & Co zeigen, wie weit diese “Regulierungen”, die in einem virtuosen Doppelpassspiel zwischen den bestehenden Anbietern und der Politik ausgeheckt worden waren den Markt bereits vergiften.

    Es ist mehr als zynisch, von den Neuen zu verlangen, sich denselben Regeln (zB Begrenzung der Anzahl an Konzessionen!) zu unterwerfen – im Gegenteil, man sollte die Gelegenheit nutzen sie einfach zu entsorgen.

  4. KClemens

    Ich bin ja immer für neues. Aber dann sollten für alle auch die gleichen Spielregeln gelten.
    Denn Taxiunternehmen nehmen die höheren Fahrpreise ja nicht nur um irgendwelchen “Managern” Höchstgagen zahlen zu können, sondern auch, weil da eine Menge Servicepersonal, und nicht nur die Chauffeure davon bezahlt werden müssen.

    Die Taxen müssen regelmäßig zur Wartung, es fallen verschiedene Versicherungen, Pflichtbeiträge und auch Steuern an.

    Taxifahren besteht aus mehr als jemanden von A nach B zu bringen. Auch wenn das äußerlich so aussehen mag.

  5. Thomas Holzer

    Solange es so schwachsinnige Gesetze gibt wie jenes, welchen Wr. Taxlern verbietet, Gäste von Schwechat in die Stadt zu fahren, und den Schwechater Taxlern verbietet, von Wien Gäste zum Airport zu bringen, habe ich jedes Verständnis für “Uber”

  6. Thomas Holzer

    @KClemens
    Mit dem gleichen Argument “gleiche Spielregeln” hätte Bill Gates in Österreich nie reüssieren können!
    Hätte er doch eine abgeschlossen Ausbildung vorweisen müssen, hätte nicht im Hinterhof arbeiten dürfen, und ohne Gewerbeschein mit entsprechendem Befähigungsnachweis “geht schon goar nix bei uns” 😉

  7. Rennziege

    28. Juli 2014 – 17:49 KClemens
    Ich teile Ihre Meinung, vor allem weil die die Insassenversicherung der “Uber”-Fahrer sich in einer diffusen Grauzone befindet. Und weil sie weder pünktlicher eintreffen noch billiger sind. Und, wie in Berlin erlebt, sich noch schlechter auskennen als die meisten Berliner Taxikapitäne. Aber die haben wenigstens Navi an Bord oder hören hin, wenn ihre Passagiere die Route kennen. Die “Uber”-Fuzzis sind und können außer grantig gar nix.
    Soweit es mich betrifft: Nie wieder “Uber”.

  8. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Sie liefern das beste Beispiel, wie sich dieser “Konflikt” am Einfachsten lösen lassen würde: nur durch den Markt; niemals durch Gesetze 🙂

  9. Rennziege

    28. Juli 2014 – 18:26 Thomas Holzer
    Ich meinte auch keineswegs neue Vorschriften im eh längst überbordenden Gesetzesdschungel. Von mir aus soll sich jedermann als Taxler versuchen können. Und jedermann den Taxler wählen, dem er vertraut.
    In Berlin sind sowieso die Öffis brauchbarer — sofern Herr Wowereit nicht wieder einmal an Bauchgrimmen leidet, zwecks der immensen Schuldenlawine der sogenannten Hauptstadt. 🙂

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