Neue Enteignungsrunde für Sparer?

Von | 26. Juni 2014

“…..Ein Plan des Internationalen Währungsfonds sieht vor, dass Schuldenschnitte künftig schneller und radikaler umgesetzt werden. Betroffen wären vor allem Besitzer von Lebensversicherungen oder Fonds….” (hier)

7 Gedanken zu „Neue Enteignungsrunde für Sparer?

  1. Thomas Holzer

    Si werden -zumindest verbal- immer kreativer 😉 also mittlerweile gibt es “nachhaltige” Schulden, interessant. Frau Lagarde hatte vor Kurzem angeregt, die Maastricht-Kriterien zu ändern, da diese Kriterien zu Zeiten “hoher” Wachstumsraten festgelegt wurden, ergo jetzt angepasst werden müssten, 60% und 3% seien zu niedrig angesetzt, wie sie meinte.

    Untreue begeht, wer “seine Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, wissentlich missbraucht und dadurch dem anderen einen Vermögensnachteil zufügt”

    Insofern begeht eigentlich jeder Politiker (in Österreich) Untreue; warum noch keiner zumindest angezeigt wurde, nimmt mich Wunder

  2. Thomas F.

    Am besten sollte keiner dem Staat Geld borgen. Denn ein Staat kann nicht exekutiert werden. Wenn er nicht zahlt, zahlt er nicht. Kommt immer wieder vor.

  3. oeconomicus

    Leihen wir den Staaten kein Geld mehr! Diese werden sich das Geld dann selbst drucken und wir haben Preissteigerungen (seien es Verbraucherpreise oder Vermögenswerte) und legen wir unsere Ersparnisse in Sachwerte an!

  4. Thomas Holzer

    @oeconomicus
    schaffen wir doch “einfach” die Staaten ab 😉 zumindest die Politik(er)

  5. PP

    Sparern in diesem Schlechtgeldsystem gebührt die Enteignung.Soll nur hinterher keiner jammern oder auf Verträge pochen. Pacta sunt servanda – Hahaha, ja klar doch, Blödmann, geh’ zum OGH oder zur UNO!

  6. fts

    Ist doch völlig egal.
    Wer die Zypern – Lektion nicht begriffen hat,
    dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

    Außerdem kommt mit Sicherheit in den nächsten Jahren
    eine Vermögensabgabe.
    Anders als von den völlig Größenwahnsinnigen geplant,
    ist dann aber endgültig ‘Schicht im Schacht’.

  7. Heinrich Elsigan

    Die Sparer werden immer und überall enteignet,
    das heisst alle Sparer erleben immer und überall permanenten Wertverlust.

    Inflation ist die Steigerung der Geldmenge zur Warenmenge.
    Ganz ohne Risiko angelegtes Geld gibt es nun einmal nicht.
    Bei jeder Bank gibts eine staatliche Einlagensicherung nur bis zu einer gewissen Grenze.
    Sicher könnten Staaten mit einer Notenbank auch alle Einlagen 100% garantieren, indem sie das fehlende Geld einfach drucken, sprich die Zentralbank alle faulen Assets, nicht bedienbaren Staatsschuldentitel und gefaulten Kredite den Banken durch frisch geschöpftes Zentralbank Geld aus den Bilanzen herauskauft. Das wollen aber die von DWN auch nicht, dass man Griechenlandschulden aus der Druckerpresse bezahlt.

    Aber nun der formale Beweis, dass risikoloser Zins > Inflation nicht möglich ist.

    Angenommen jeder Finanzdienstleister würde einen Mindestzins von x% anbieten und eine Gebühr von epsilon noch für sich verrechnen, dann würde alles angelegte Geld mit mindestens x% – epsilon verzinst werden.

    Ist jetzt x > Inflation i und fast alle legen ihr Geld an bis auf das was als Cashflow gebraucht wird, dann würde das gesamte angelegte Geld der Geldmenge Mx (enthält alle Anlagen ohne Cashflow) mit mindestens x% verzinst werden.
    Steigert sich aber die Gesamtgeldmenge M um weniger als x%, weil die Geschäftsbanken und die Zentralbank am Ende der Geldschöpfungskette weniger Kredite schöpfen, sodass die Geldmenge nur um i < x% wächst (i ist auch die Inflationsrate als Steigerung der Geldmenge), dann kann es unmöglich sein, dass das Vermögen aller Sparer in Summe stärker wächst als die Inflation, weil dieses Geld um das es wachsen sollte ja noch gar nicht durch Kredite frisch geschöpft worden ist.

    Sprich sicheres Wachstum um einen Betrag an Geld, der noch gar nicht durch Kreditschöpfung von Banken geschöpft wurde, kann es formal gar nicht geben. Das ist die Forderung nach Geld, das noch gar nicht existiert, weil nicht geschöpft. Es kann nur um so viel frisch geschöpftes Geld mehr geben um wieviel die Zentralbankgeldmenge auch gestiegen ist und diese Steigerung der Geldmenge zu Warenmenge wird Inflation genannt.
    Die Forderungen von Geldvermehrung über der Inflationsrate oder dem Wirtschaftswachstum ist die Forderung nach Spekulation, weil andere Marktteilnehmer das Geld verlieren müssen, dass du mehr Geld als die Inflationsrate dazu gewinnen kannst. Zockerei ist auch OK, ich zocke auch, aber dabei kann man auch alles verlieren und damit ist es keine sichere Einlage für kleine Sparer.
    Last but not least werden auch immer Kapitalzuwächse mit 25% auf den Kapitalertrag besteuert, also der sichere Sparer kann gar nicht besser als die Inflation im Schnitt fahren.
    Q.E.D.

    Ausnahme sind hier nur Innovationen, wie z.B. Spritsparendes Öko 1l Auto, das weltweit exportiert wird, aber auch da machen dann die Erdölfördernden Länder weniger Gewinn und der Öl-Preis sinkt noch dazu, wenn deine technologie als allgemeiner Motor zur Verfügung steht, weil die nachfrage plötzlich sinkt. Aber jede erfinderische Innovation enthält auch wieder viel Risiko bis zur Marktreife, selbst bei nur kleinen Startups gehen 8 von 10 ein, eines röchelt dahin und nur eines hat den vollen durchschlagenden Erfolg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.