Neues Buch: Greenspans Zettelkasten

“Selbstkritik ist nicht die Stärke des ehemaligen Fed-Chefs Alan Greenspan. Trotzdem lohnt sich die Lektüre seines neuen Buchs. Er weist etwa nach, dass in den USA die enorme Erhöhung der Sozialausgaben eins zu eins die Ersparnisse verdrängt hat…..” (NZZ)

5 comments

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  2. Karl Markt

    Mal angenommen, Greenspan hat sich nicht verrechnet und präsentiert keine hingekünstelten Zahlenspiele um eine eh schon im Vorhinein feststehende Botschaft rüberzubekommen (so wie Ortneronline oder Agenda Austria), dann hätte ich eine plausible Erklärung parat:

    Die durch den Wettbewerb fortschreitende Armut eines Großteils der Bevölkerung ist der Grund, warum Ersparnisse schrumpfen (es bleibt am Ende des Geldes immer mehr Monat über) und Sozialausgaben steigen (weil immer mehr bedürftig bzw anspruchsberrechtigt werden). Ganz einfach.

    Neoliberale Konsequenz: Weniger Sozialausgaben, also noch mehr reelle Armut.

  3. Heinrich Elsigan

    Also ich sehe nicht im Gegensatz zu Karl Markt den Wettbewerb als Fehler!
    Ein Monopol ist imner gut für den Monopolisten, andere die es besser könnten, dürfen es aber dann aus rechtlichen Gründen nicht. bei der USA sind die Schulden eher durch wahnsinnige Ausgaben als Weltpolizei und ihre so gar nicht nachhaltige Wirtschaftspolitik in Hinsicht auf die Umwelt (Fracking, Schiefergasgewinnung), das Outsourcen der Produktion nach China unter den schlechtesten Bedingungen und ihr Finanzkapitalismus die Ursache.
    Und es war nie Greenspans Schuld, dass die Subprime Marketkrise kam, weil er den Leitzins zu niedrig ansetzte. Goldrush an den Börsen gab es immer, die .com Blase entstand bei hohem Leitzins. Greenspan setzte in altbekannter Manier die Leitzinsen nach den Konjunkturzyklen und der Tayloe -Rule. Sieht man schön an: http://www.Leitzinsen.info/
    Als die Subprime Market Blase platzte waren sowohl in den USA, als auch in Europa die Leitzinsen wieder hoch.
    Die Gier ist halt ein Hund und niemand wollte aus diesen Produkten aussteigen. Die Börsen brauchen auch regelmäßig Abkühlung, die ersten die Aussteigen sind die Gewinner, die 2. und 3. die Verlierer und die dann drinnen bleiben müssen langfristig denken und long term steigen sie dann meistens besser aus als die 3
    So rennt das Spiel. Aber bleiben alle drinnen und die Renditen sind zu schön um wahr zu sein, dann entsteht eine Blase und was kann ein Notenbanker dagegen machen?

    Die Agenda-Austria ist schon neoliberal, gibt aber wenigstens zu, dass es eine Umverteilung von unten nach oben auch gibt, aber wer hat hier wirklich Lust auf einen amerikanischen Tea-Party Neoliberalismus?
    NIcht mal die IV!
    Allerdings geht der Staat hier in mancher Hinsicht zu verschwenderisch mit den Mitteln um und das ist nicht immer unbedingt der Sozialbereich.
    Was mich an den Linken immer wundert ist, dass sie hohe Privilegienpensionen verteidigen und Neos als neoliberal dann anprangern. Als Kommunist müsste doch jeder für eine Volkspension sein und die Leistung des Arbeiters nicht geringer wertschätzen, als die des Funktionärs in der Pension, oder?

  4. Heinrich Elsigan

    @Karl Markt
    Weniger Ausgaben ist ja richtig, aber weniger Sozialausgaben ist es vielleicht nicht.
    Was ich hier am Sozialismus genauso kritisieren, ist dass er vom Arbeiter nimmt und den Privilegierten gibt. Ein Arbeiter hat vielleicht sein ganzes Leben gearbeitet um sich ein Haus zu bauen und er bekommt eine kleine Pension und hat immer hohe Steuern gezahlt. Der Funktionär hat von diesen Steuern mehr oder weniger gut seinen Job gemacht. Wenn beide Alt sind und Pflege brauchen, dann wird der Arbeiter durch den Pflegeregress enteignet und kann nichts an seine Kinder weitergeben. Der Funktionär mit seiner Privilegienpension wird nicht enteignet.
    Und das System soll gerecht sein? Das ist Verarschung pur!

  5. Heinrich Elsigan

    Und noch etwas @Karl Markt
    Ich versteh schon, dass die IV langsam aktiv wird mit Agenda Austria. Wenn nicht die Ausgaben reduziert werden, dann werden immer mehr Steuern genommen und der reine Geldadel kann immer schneller Verschieben, als der Industrielle verlagern kann. Also wird der Staat dann von der IV kassieren, weil KMU haben bereits nichts mehr und die Großbauern haben jetzt nicht so viel zum nehmen, wie die IV. Da manche der IV einen unendlichen Patriotismus besitzen und noch nicht in China mit den KP-Granden sich zuprotesten, müssen sie langsam aktiv werden, weil bei ihnen wird als erster angeklopft.

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